Donnerstag, 31. Januar 2008

Wohl Bedient

Little Waitress
Falls es mit der angestrebten Karriere als Busfahrerin nicht klappt, kann Faye immer noch einer Berufung als Kellnerin folgen.

A Drink?Im Diner (einem typischen amerikanischen Restaurant aus den 50er Jahren) des Cincinnati Museum Centers hat sie sich jedenfalls in dieser Rolle sichtlich wohl gefühlt. Ihre beiden Gäste bekamen einen erstklassigen Burger aufgetischt und waren hochzufrieden. Ach ja, die Cocktails zum Dessert sollen sehr gut gewesen sein.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Schwerverkehr

Kein anderes Verkehrsmittle beeindruckt Faye im Moment so sehr wie Busse. Wenn sie beim Autofahren irgendwo auf der Strasse einen Bus sieht, fängt sie sofort lauthals an zu rufen und wild zu gestikulieren: "Bus - Mommy, Daddy, Bus!".



Kein Wunder, dass sie bei unserem letzten Besuch im Museums Center die Möglichkeit nutzte, sich mal als Busfahrerin zu engagieren. Die weissen Metro-Busse sind ein grosser Teil des öffentlichen Nahverkehrs von Cincinnati (Bild von Amy).

Dienstag, 29. Januar 2008

Facepainting

Facepainting

In the aquariumEine Kunst, die im Aquarium in Newport angeboten wird: Kinder können sich dort (gegen eine Gebühr) ihr Gesicht anmalen lassen. Sehr beliebt sind die Motive "Papagei", "Otter", "Waschbär", oder wie hier, "Kätzchen". Faye war davon zwar sehr fasziniert, sie würde aber im Moment noch nicht lange genug still halten.

FacepaintingVielleicht sieht sie in Zukunft dann ja auch mal so aus?

Montag, 28. Januar 2008

Im Aquarium

Faye getting her pass for the Newport AquariumDas Newport Aquarium gehört zu Fayes Lieblingsattraktionen in unserer Gegend. Und wer es kennt, der kann das gut verstehen. Seit zwei Jahren sind wir dort Mitglied, und besuchen das Aquarium sehr häufig.

Leider können Kinder nur bis zum Alter von 2 Jahren kostenlos mit den Eltern mitkommen - deswegen bekam Faye heute ihren ersten eigenen Pass für das Aquarium ausgestellt. So ganz gefallen hat ihr das allerdings nicht. "Lächeln!"

Watching the OttersAuch wenn es ein Aquarium ist, und deswegen Fische und Seetiere überwiegen: zwei der Lieblingstiere die Faye bei jedem Besuch begeistern sind die Otter, und die Papageien. Die Otter, weil die immer so schön drollig rumrasen, sich gegenseitig durch das Gehege jagen, und dann so elegant und pfeilschnell durch das Wasser sausen.

Die Papageien - nun, die sind einfach farbenfroh.

Lorakeet

Sonntag, 27. Januar 2008

Faye und daddy beim Mexikaner

Wahlkampf zum Anbeissen

Stoffesel und Stoffelefanten, mit der Aufschrift "2008", und Capes in den Nationalfarben mit denselben Tiersymbolen. Worum geht es hier? Wahlkampf!

Der Elefant ist das Maskottchen der republikanischen Partei, der Esel das der Demokraten. "2008" steht für das Wahljahr, das im November in einer Präsident-enwahl endet.

Das Bild wurde am Samstag im Haustier-Supermarkt "Petsmart" in Florence aufgenommen (sorry für die schlechte Bildqualität - das Motiv kam unerwartet und das Bild ist mit der Telefonkamera geschossen). Die Stofftiere sind Hundespielzeug, und die Capes sind für den geliebten Vierbeiner gedacht.

Ich habe nun ein Problem: angenommen, Du bist Republikaner. Kaufst Du Deinem Hund dann einen Elefanten (das Maskottchen der Republikaner), um seine Verbundenheit mit Deiner Partei auszudrücken, oder kaufst Du ihm einen Esel (damit er das Maskottchen der Gegenseite zerfleischt?

Gibt es so etwas bei Euch auch?

Samstag, 26. Januar 2008

Wintereinbruch und Rote Beete

Als ich am Dienstag morgen gegen 5:30 das Haus verlies, waren alle Strassen weiss. Vom Westen kam eine arktische Kaltfront und brachte uns einen längst überfälligen Wintereinbruch. Höchstemperatur am Dienstag war -10ºC, am Mittwoch kamen -8ºC, Donnerstag und Freitag gar nur -12ºC. Im Moment (Donnerstag gegen 15:00) zeigt das Dachthermometer der Great American Insurance Company in Cincinnati -12ºC an (auf deren Hochhaus kann ich von meinem Schreibtisch aus sehen).

Gestern und heute morgen hat die Stadt Cincinnati erstmals ihre neue Waffe gegen Schnee und Eis auf den Strassen eingesetzt: Rübensaft (von roten Rüben). Traditionell wurde hier Salz gestreut (Kochsalz - Natrium Chlorid), was nicht gut für die Umwelt ist, und die Autos schneller rosten lässt. Und zusätzlich haben die Stadtwerke die Angewohnheit, daß ihnen genau dann das Salz ausgeht, wenn die Straßen vereisen. Den Rübensaft kauft man von lokalen Farmern, der ist einfacher zu organisieren.


Dem roten-Rübensaft wurde chemisch der Zucker entzogen und es wurden 10% Calcium Chlorid beigemischt (ein nicht ganz so korrisives Salz wie Kochsalz). Die Mischung senkt die Gefriertemperatur von Wasser um ca. 18ºC ab, und dieser Effekt bringt das Eis und den Schnee auf den Strassen zum schmelzen. Der Asphalt wird dann vermutlich einen leicht rosa-farbenen Ton bekommen, aber das wird sich erst nach der Schmelze bemerkbar machen.

Freitag, 25. Januar 2008

Küchendienst

Cooking for our guests
Als wir vor kurzem Amy zu Gast hatten, lies Faye es sich nicht nehmen, ihre Patentante aus der eigenen Küche mit leckeren Speisen und Getränken zu bewirten.

Cooking for our guestsWenn sie jemanden hat, den sie bewirten kann, dann wird Faye absolut kreativ: Donut-Tee mit heißer Eiskreme; eine Suppe aus Trauben, Mais, Pommes Frites und Blumenkohl (gut gewürzt mit viel Zimt); oder einfach ein frisch gepresster Brockoli-Saft mit Haferflocken. Schmeckt prima, und ist bestimmt auch gesund.

Klar, daß Daddy und Amy nicht aufhören können, von der fleißigen Köchin jede Menge Bilder zu knipsen. Aber Faye will diese Bilder dann auch sofort sehen. Eine gute Portion Eitelkeit hat die Kleine durchaus schon.

Chimping

Donnerstag, 24. Januar 2008

Schöne Fräulein und Vampire

Derzeit macht ein deutsches TV Video hierzulande die Runde. Passiert nicht häufig. Ist aber auch gelungen:




http://view.break.com/384045 - Watch more free videos

Mittwoch, 23. Januar 2008

Spuren im Schnee

TracksWir nennen den Nordhang unseres Grundstücks, der vom Haus zu unserem Wäldchen führt, liebevoll unsere "Ski Piste". Seit es gestern etwas geschneit hat, haben offensichtlich die Nachbarkinder dieselbe Entdeckung gemacht: wir fanden jedenfalls am Abend Schlittenspuren auf dem Hügel. Einerseits Schade, daß wir keines der Kids beim Rodeln gesehen haben. Andererseits gut so, daß sich keiner auf diesem steilen Hügel etwas gebrochen hat.

Dienstag, 22. Januar 2008

Kurzer Trip

Eine Nacht weg - Dienstag morgen fliege ich zu Hewlett-Packard nach Atlanta. Mittwoch Abend bin ich wieder da.

KYTrak

USA-KY-2008-0194Faye und Daddy arbeiten angestrengt am Design ihres Eisenbahn-Meisterstücks in Fayes Schlafzimmer. In Anlehnung an die amerikanische Eisenbahn-gesellschaft Amtrak, nennen wir dieses Unternehmen mal "KYTrak". Will ja alles ordentlich geplant und koordiniert werden.

Amy (von der diese Bilder stammen) und Mammi halfen bei diesem Entwurf kräftig mit: fünf Einzelstrecken, mit sechs Weichen und einer Brücke zusammengesetzt, so daß jede einzelne Spur in jeder Richtung befahren werden kann. Tja, das ist eigentlich gar kein Kinderspiel:

USA-KY-2008-0195

Montag, 21. Januar 2008

I Have A Dream!

Heute ist hier Feiertag und arbeitsfrei. Der dritte Montag im Januar ist seit ein paar Jahren als Gedenktag dem grossen amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. gewidment. In 2008 jährt sich die Ermordung Dr. Kings in Memphis zum vierzigsten Mal (Ihr könnt hier etwas über sein Leben lesen).

Er erlebte das Ende der Segre-gation im Süden, die Registrierung von Angehörigen von Minderheiten zu den Wahlen, die Öffung der Schulen für Schüler aller Haut-farben leider nicht mehr. Dass all diese Änderung friedlich und (im wesentlichen) gewaltlos erreicht wurden, ist sein bleibender Ver-dienst. Die USA haben Dr. King viel zu verdanken, und wissen das auch.

Daß bei den Präsidentschaftswahlen 2008 mit Barack Obama ein Farbiger Amerikaner ganz vorne mitmischen kann ist zweifellos ein Teil des Vermächtnisses der Bewegung die Dr. King ins Leben rief. Andererseits gibt es kaum einen Artikel über Mr. Obama der nicht seine Hautfarbe erwähnt. Das alleine zeigt, wie ungewöhnlich es auch heute noch ist, daß ein Angehöriger einer Minderheit so weit nach vorne kommt. Und das wiederum zeigt, wie weit auch die amerikanische Gesellschaft noch zu gehen hat, bis wahre Chancengleichheit erreicht ist.

"I have a dream that my four little children
will one day live in a nation
where they will not be judged by the color of their skin
but by the content of their character."


"Ich habe einen Traum - daß eines Tages meine vier kleinen Kinder
einmal in einer Nation leben werden
die sie nicht nach der Farbe ihrer Haut urteilt,
sondern nach ihrem Charakter."

Hier könnt Ihr eine Aufzeichung von Dr. Kings historischen Rede vor dem Lincoln Memorial in Washington DC sehen

Irgendwie ironisch, daß es dann die irischen Musiker von U2 waren, die Martin Luther King Jr. ein musikalisches Denkmal setzten. Klickt auf den Play" Knopf (den Pfeil nach rechts) für "Pride - In The Name of Love".

Sonntag, 20. Januar 2008

Pretty girl in pink

Noch genau ein Jahr ...

Am 20. Januar 2009 wird auf dem Hügel des Capitols in Washington DC der neue Präsident (oder die neue Präsidentin) der USA vereidigt werden. Damit gehen dann 8 Jahre Bush II unwiederruflich zu Ende.

Nur noch 365 mal Aufwachen!

Museum Center

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Zusammen mit Amy verbrachten wir heute einen schönen Vormittag im Children's Museum des Cincinnati Museum Center. Faye ist deutlich dabei, das Interesse am Spielplatz für Babies und Kleinkinder zu verlieren (dort hielten wir uns heute überhaupt nicht auf).

USA-OH-2008-0037Stattdessen faszinierte sie die Baustelle (wo sie einen Bulldozer "fahren" durfte, siehe Bild links), die virtuelle-Realitäts-Spiele (wie das oben, wo sie zusammen mit Daddy ein Fusballtor hütet), und der Supermarkt mit Spielküche.

Und wenn man etwas müde wird, kann man ja immer noch von Mammi auf dem Arm getragen werden.
USA-OH-2008-0038
P.S.: Amy hat alle drei Bilder aufgenommen

Samstag, 19. Januar 2008

Ein Bild im Reiseführer

"Schmap" ist ein bekannter online Reiseführer für die USA, Mexiko und Kanada. Weil sie viel einfacher aktuell zu halten sind, und mit Insider-Tipps vollgestopft, laufen die Online-Reiseführer den gedruckten Versionen mittlerweile den Rang ab.


Für ihre Ausgabe zu Montreal hat Schmap mich jetzt um Genehmigung gebeten, eines meiner Montreal-Bilder zu veröffentlichen. Ich habe "ja" gesagt, und so taucht mein Name jetzt als Fotograf in einem Reiseführer auf.


Freitag, 18. Januar 2008

Babys müssen schlafen

Schlaf ist wichtig für die Kleinen. Das weiss Faye natürlich. Und das prägt auch ihren Stil als Puppenmama: drei bis viermal am Tag müssen ihre Schützlinge einen Nap (spricht sich "Näp", englisch für Nickerchen) nehmen. Ein paar übrig gebliebene Wickelunterlagen dienen als Matratzen, und zugedeckt werden die kleinen nur im Ausnahmefall (schließlich ist es im Haus warm - Mama steuert die Heizung). Kate wird hier gerade hingelegt.




Und wenn sie mit all ihren Babies durch ist, sieht unser Wohnzimmerteppich ungefähr so aus.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Nachmittags Snack

Afternoon Snack 1Unsere zwei Kleinen zwingen uns zu richtig gesunden Gewohnheiten: 5 mal am Tag gibt es eine Mahlzeit. Am späten Morgen, und am frühen Nachmittag gibt es einen kleinen Snack.

Afternoon Snack 2Faye bekommt ihren Snack normalerweise, sobald sie von ihrem Mittagsschlaf aufwacht. Dann ist sie zwar bestens gelaunt, aber oftmals nicht perfekt frisiert. Maunzy dagegen, ist immer tip-top gepflegt.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Ungewohnte Ruhe

Quiet Playground
Bei -8ºC herrscht auf dem Spielplatz des Little Red Schoolhouse ungewohnter Frieden. Über Nacht sind ca. 3cm Schnee gefallen, die alles mit einer sauberen weißen Decke verzieren. Normalerweise wimmelt es hier von Youngsters die sich austoben: quietschen, rufen, singen, lärmen, rennen, raufen, die Autos werden durch die Gegend geschoben, auf den Schaukeln schwingt man wild, usw.

Lunch MenuHeute sind sie wohl eher im Essaal des Kindergartens und geniessen die Hauseigene Küche. Hier könnt Ihr eine Idee bekommen, was sie dort serviert bekommen.

Dienstag, 15. Januar 2008

Who's That Kiddie with the Oreo Cookie?

"Wer ist das Kindchen mit dem Oreo Keks?" - lange Jahre das Werbelied im amerikanischen Fernsehen für die Keksmarke Oreo. Nun - dieses Kindchen ist Faye, die Oreos absolut liebt. Hier geniesst sie gerade einen Keks zum Nachmittagsimbiss. Eine andere Leckerei die sie gerade für sich entdeckt hat: Baby-Bananen (das sind die Früchte die die gleiche Farbe und Form haben wie "echte" Bananen, aber nur ein Drittel so groß sind). Die schmecken intensiver - und sind für ein Kleinkind genau richtig portioniert.



Faye bekommt fünf Mahlzeiten am Tag - und ihretwegen gewöhnen wir uns langsam auch an diesen gesunden Mahlzeitrhytmus. Auch wenn wir normalerweise keine Oreos essen.

Montag, 14. Januar 2008

Lust auf ein Fotoseminar?

Wie Ihr Euch vielleicht erinnert, habe ich letzten September in Colorado ein Fotografie Seminar besucht ("Learning to See" - "Sehen Lernen; hier sind die Links zu meinen Berichten über das Seminar in Colorado: Tag 1, Tag 2, Tag 3 und Tag 4. ), das mir sehr gut gefallen hat. Der Lehrer des Seminars, Chris Marquardt, kommt aus Tübingen und veranstaltet jedes Jahr mehrere Seminare in Deutschland (und in deutscher Sprache). Ich kann dieses Seminar bestens empfehlen.

Hier sind seine Seminartermine für 2008:
  • 13.-16. März 2008 - Northeim
  • 24.-27. Mai - Tübingen
  • Anfang Oktober - Tübingen (Termin wird noch bestimmt)
  • 18.-21. Oktober - Northeim
Falls Ihr an einem solchen Seminar Interesse habt, könnt Ihr hier klicken mehr Informationen bekommen.

Es ist "Dreitagefieber"

Frisch zurück von Dr. Stowers, Fayes Kinderarzt, und eine überaschende Diagnose: Faye hat Dreitagefieber, nicht die Hand-Mouth-and-Foot-Disease die wir vermutet hatten. Ihr könnt unter diesem Link etwas über diese Krankheit nachlesen. Behandelt wird diese Krankheit nicht - man lässt sie einfach auslaufen.

Wir haben also noch einen Tag mit leichtem Fieber, und ein paar Stunden mit Flecken zu erwarten, dann sollte sich alles langsam wieder beruhigen.

Kleiderwechsel für Kate

Kate (sie ist ein Geschenk von Opa Alois) hat sich zu einer von Fayes Lieblingspuppen entwickelt. Es hilft sicherlich, daß Kate Fayes derzeit größte Puppe ist: da müssen die kleinen Händchen nicht so genau greifen.

Auch wenn Kate liebend gerne den Tag im Schlafanzug verbringen würde - Faye, als strenge Puppenmama, will davon nichts hören: jetzt geht es ins schmucke (Puppen-)Kleidchen.

Was sollen denn die Besucher denken, wenn in Fayes Haus die ganzen Puppen im Schlafanzug rumrennen???

Sonntag, 13. Januar 2008

Pünktchen, Pünktchen ...

Als wir Faye heute abend ausgezogen haben, fanden wir auf ihrer Haut die (inzwischen) wohlbekannten Punkte wieder, die auf "Hand, Mouth & Foot Disease" hinweisen. Das wäre nun das vierte mal, daß Faye an dem Coxsackie Virus erkrankt. Am Montag gehen wir zum Kinderarzt um das zu bestätigen.
Falls unsere Diagnose richtig ist, würde das ihr Fieber und ihre schlechte Laune die letzten zwei Tage erklären. Hoffen wir nur, daß keiner ihrer Eltern den Virus abgekriegt hat (das letzte Mal lag ich ziemlich böse damit flach - der Virus ist nur zu Kindern relativ gutmütig).

Unter diesem Link könnt Ihr etwas zu dieser Krankheit nachlesen, und hier ist der frühere Artikel (Juli letzten Jahres), als Faye das letzte mal diese Krankheit hatte.

Elefun

Wie beschäftigt man ein kränkelndes Kind das unbedingt nach draussen möchte, aber nicht raus darf? Nun, wir sind um jeden Rat dankbar (Kommentar bitte!). Aber ein Teil unserer Antwort lautet: Elefun - die Schmetterlingsjagd im Haus.


Ein hellblauer Plastik-Elefant, mit Batterien betrieben, betreibt ein Gebläse. Der Luftstrom richtet einen ca. 2 Meter hohen Plastikschlauch als "Rüssel" vertikal auf. Aus dem Rüssel werden dann dutzende von leichten Papierfaltern geblasen, die anschliessend (mit viel Fantasie) wie Schmetterlinge zum Boden zurück flattern. Faye und Mama greifen sich dann Schmetterlingsnetze und gehen im Wohnzimmer jagen.

Für eine Weile jedenfalls hält es Faye beschäftigt.

Samstag, 12. Januar 2008

Wieder mal Fieber ...

Seit gestern morgen haben wir bei Faye Fieber um 39,5ºC gemessen. Der Rat vom Kinderarzt: fiebersenkende Mittel geben, und wenn es nicht innerhalb von 24 Stunden weggeht, vorbeikommen.

Heute gegen Mittag wurden wir dann bei Dr. Stowers vorstellig: sie hat sich wieder eine Virus-Infektion eingefangen. Wenigstens ist es diesmal keine Mittelohrentzündung. Ihr könnt Eure Solidarität mit Faye bekunden, in dem Ihr diesen Song abspielt.

Freitag, 11. Januar 2008

Das Wahlsystem erklärt

Wahlen? Vorwahlen? Hauptwahlen? Heh? Das das Wahlsystem in den USA deutlich anders als das deutsche ist, habt Ihr vermutlich schon gemerkt. Aber wie genau läuft das? Warum macht man dort erst Vorwahlen, prügelt sich innerhalb der eigenen Partei, und geht erst ganz zum Schluss auf den politischen Gegner los?

Nun - ich habe einen Blog gefunden, der das alles bestens (und auf Deutsch)erklärt. Besser als der Blog "USA erklärt" könnte ich es auch nicht schreiben.

  • Warum gibt es in den USA Vorwahlen? Lest den Artikel hier
  • Wie laufen diese Vorwahlen ab? Lest die Erklärung hier

Was ist del.icio.us?

Auf meinem Blog seht Ihr nun auf der linken Seite eine neue Sektion mit "del.icio.us" Links. Das sind Links zu Webseiten die ich neu entdeckt habe, und die ich mir notieren will. Eine Art "Favoriten" die ich mit anderen (wie den Lesern meines Blogs) teilen kann.

Wenn Ihr ein bischen das Web erforschen wollt, schaut doch einfach mal auf den einen oder anderen dieser Links und gebt mir einen Kommentar.

Ich nutze dazu einen kostenlosen Service namens "del.icio.us" (spricht sich "delischos", englisch für "köstlich").

Die Links die hier kommen werden resultieren teilweise aus privaten Interessen (alles von Kindererziehung und Fotografie bis zu Reisen, Politik und Kochen), teilweise sind sie professioneller Natur (Technologie, Sicherheit, etc.). Versucht es einfach mal!

Lego und das Internet

Bekanntlich bekam Faye ja von Tante Petra und Onkel Claus zu Weihnachten eine Grund-ausstattung für eine Lego Duplo Eisenbahn geschenkt. Und daraufhin haben wir uns vorgenommen, in unserem Haus eine Gleisanlage aufzubauen, die der amerikanischen Eisenbahngesellschaft Amtrak Konkurrenz macht. Bei der Lok mussten wir inzwischen schon die Batterien auswechseln, weil so viel damit gespielt wird. Nun, eigentlich kennt man uns ja mehr für digitale Eskapaden als für so analoge Dinge wie "Lego". Deshalb die Frage - wie passt Lego in das Internetzeitalter?


Die Antwort: sehr gut! Zu Hause angekommen, ging Daddy zunächst auf eBay und ersteigerte ein paar Lego Duplo Sammlungen (typischerweise von Leuten, deren Kinder aus Lego Duplo rausgewachsen sind). Gestern kam in der Post eine Sammlung von Schienen und Spezialteilen an - $28 für einen ganzen Schuhkarton voll mit Teilen. Ein sehr guter Deal - die Teile neu zu kaufen hätte weit über $90 gekostet - und einige der Spezialteile gibt es gar nicht mehr auf dem Markt.





Glanzstück der Sammlung war eine Eisenbahnbrücke (rechts oben im Bild). Sie hatte allerdings einen Schönheitsfehler: zusammengesetzt ergaben die Teile keine komplette Brücke. Es machte einfach keinen Sinn. Also gingen wir aufs Internet um rauszufinden, was hier vor sich ging.






Bei Google wurden die Schlagworte "Lego", "Teile" und "Katalog" eingetippt. An erster Stelle des Suchergebnisses wurde das "LUGnet" gemeldet: die "Lego User Group", die internationale Vereinigung der Lego Enthusiasten. Diese Site (hier ist ein Link) ist absolut sehenswert. Eine gigangtische Sammlung von Bauplänen, Bauideen, Diskussionsforen, Legoratgebern, Lego-Fanclubs rund um die Welt, tausenden von Bildern von Lego-Kunstwerken, die neuesten Nachrichten aus der Lego-Welt, bis hin zu Rätseln und Kniffelaufgaben rund um das Thema Lego. Das interessanteste: die Site wird nicht von der Firma Lego betrieben, sondern von Privatleuten, die einfach nur Lego-Fans sind.



Für uns wichtig: zu dieser Site gehört eine Datenbank sämtlicher Bauteile, die Lego seit 1949 (der Geburtsstunde der heutigen Legotechnologie) hergestellt hat. Eine kurze Suche "Lego Duplo Zug Brücke" brachte das gesuchte Ergebnis: die Duplo Eisenbahnbrücke wurde von Lego in der Sammlung mit der Nummer 2738-1 verkauft. 1994 auf den Markt gebracht, wurde der Vertrieb 1999 eingestellt. Die Datenbank enthält eine Stückliste für die Sammlung 2738-1, und diese Stückliste beantwortet unsere Frage: die Originalsammlung enthielt zwei Zufahrtsrampen, und nicht eine (wie unsere Sammlung). Zur Datenbank gehören die (gescannten) Aufbauanleitungen von fast allen Legosammlungen die jemals verkauft wurden. Was wir brauchen ist ein einzelnes Ersatz-Teil mit der Lego Produktionsnummer "6392".





OK, wo bekommt man ungewöhnliches Spezialteil her, das seit 1999 nicht mehr hergestellt wird? Bei LUGnet finde ich eine Liste mit Lego Ersatzteilhändlern aus der ganzen Welt. In eine Suchmaske gebe ich die Teilenummer "6392" ein, und suche. Kurz darauf habe ich eine Liste von Händlern aus der ganzen Welt, die dieses Teil verkaufen. Ein Händler in Argentinien hat 5 davon auf Lager, ein Händler in Zimbabwe eines. Und ein Händler mit dem Firmennamen "BlackRock" aus Illinois hat vier davon auf Lager.


Auf der Website dieses Händlers bestelle ich das fehlende Teil für $4,50. Nur 8 Minuten später erhalte ich eine eMail von BlackRock in Illinois, daß sie das gewünschte Teil in ihrem Lager gefunden haben, und für mich zum Versand fertig machen. Lief doch wie am Schnürchen. Wenn das Teil geliefert ist, sollte die fertige Brücke dann so aussehen:




Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: wie hat man eigentlich früher, vor dem Internetzeitalter, mit Lego gespielt?



Donnerstag, 10. Januar 2008

Pferdchen will gepflegt werden

Es ist wohl die Mantra aller Eltern, deren Kinder gerne ein Pferd wollen: so ein Pferdchen zu haben bringt Verantwortung mit sich. Ein Pferdchen will gefüttert, gestreichelt, geriebe und gestriegelt werden.

Gott sei Dank, versteht Faye das intuitiv. Sie teilt sogar ihre eigene Haarbürste gerne mit Horsey. Und mehrmals täglich bekommt Horsey gekochte Donuts, Hamburger und Paprikatee frisch aus Fayes Küche serviert.

Wenn das kein tolles Pferdeleben ist!

Mittwoch, 9. Januar 2008

Pferdchen Lauf Galopp

Wie Ihr vielleicht wisst, ist Kentucky ein ausgesprochener Pferdestaat: nirgendwo sonst in den USA hängen derart viele Arbeitsplätze von der Pferdezucht ab wie hier im Bluegrass State. Wer einmal mit dem Auto abseits der Autobahnen über die Landstrassen nach Süden gefahren ist, der hat die großartig angelegten Pferdezucht Farmen gesehen, die seit dem 18. Jahrhundert Zentral-Kentucky prägen.

Die Pferdezucht ist in diesem Staat ein bedeutender, und sehr profitabler, Wirtschaftszweig. Reiten ist hier Volkssport (wir haben drei Reitställe in unmittelbarer Nähe).

Kein Wunder, daß unser Kentucky Girl da nicht zurückstehen will: von Opa Otto gab es dieses wunderschöne Schaukelpferd zu Weihnachten (sein Name ist "Horsey" - Pferdchen). Und hier wird Horsey wieder zum Ausritt genommen. "Galopp!"

Montag, 7. Januar 2008

Büchertempel

In Burlington, ca. 5 Meilen von uns entfernt, hat unsere Landkreisbibliothek gestern ihre neue Hauptfiliale eröffnet. Klarer Fall - bei dieser Party mussten wir dabei sein.

Auf drei Stockwerken und über 7.000 m² Fläche bietet die neue Hauptzweigstelle der Boone County Public Library aber auch wirklich viel: mehr als 50 öffentlich zugängliche Computer; Parkplätze für 195 Autos; 10 Versammlungsräume die man anmieten kann (drei der Räume können zu einem großen Veranstaltungssaal mit über 300 Sitzplätzen und Veranstaltungsbühne zusammengelegt werden); eine Snack Bar; Leseräume; mehrere Hausaufgabenräume; drei Innen-Spielplätze (für Kinder verschiedener Altersgruppen); Projektsionsgerät für Multi-Media Präsenationen. Ach ja - beinahe hätte ichs vergessen: eine Büchersammlung mit 250.000 Bänden.

Seit ich das erste mal in diesem Land lebte war ich von der Qualität der amerikanischen Bibliotheken beeindruckt. Aber die neue Main Library in Burlington setzt dem alles noch die Krone auf. Bibliotheken im 21. Jahrhundert müssen hart daran arbeiten, relevant zu bleiben: früher ging man hauptsächlich in die Bibliothek um Fakten zu recherchieren; das tut man heutzutage auf dem Internet. Wozu braucht man dann noch eine Bibliothek mit großen Gebäuden und ihrem teuren Personal?

Hier ein paar Antworten der neuen Main Library:
  • Es gibt keinen "Ausleihschalter" mehr: quer über die Bücherei sind Computerterminals verteilt, mit denen die Nutzer der Bücherei selbst ihre Bücher ausleihen können. Das dadurch eingesparte Personal ist in der Büchersammlung zu finden; dort sprechen sie Leute an, die Bücher suchen und geben fachkundigen Rat. Das gibt der Bücherei in viel menschlicheres Antlitz, und erlaubt den (ausgebildeten) Bibliothekaren ihre Zeit damit zu verbringen, was sie am besten können: beraten, anstatt zu verwalten.
  • Mehr als 50 Computerstationen können kostenlos dazu genutzt werden, das Internet zu surfen. Suchresultate aus dem Internet können mit Material in der Bibliothek quer-gecheckt werden. So wird eine integrierte Recherche (online und Bibliothek) zum Kinderspiel.
  • Anstatt nach undurchsichtigen Sortierschlüsseln ist die Buch- und Zeitschriftensammlung nach "Nutzbereichen" sortiert - danach, wonach die Nutzer am wahrscheinlichsten suchen. Ein Beispiel: im Erdgeschoss sind mehrere Hausaufgabenräume, gedacht für Schüler der 5. bis 12. Klassen (so können Hausaufgaben in Teamarbeit gemacht werden). Um diese Räumer herum ist die Sammlung der Bücher, die diese Schüler am wahrscheinlichsten brauchen: Enzyklopädien, Lehrbücher zu Mathematik, Chemie, Physik, Geschichtsliteratur, Fremdsprachenliteratur, usw. Neben dem Raum der für Schüler der Mittelstufen gedacht ist finden sich eher grundlegende Texte; neben dem Raum für Oberstüfler stehen die etwas fortgeschrittenen Werke. Klever.
  • Ein weiterer Nutzbereich (der mich sehr interessiert) ist "Photographie". Wenn ich bisher einen Bildband suchte musste ich mich in der alten Bibliothek zur Sektion "Nicht Belletristik" begeben, und dort nach Autorennamen suchen. Bildbände von Ansel Adams waren neben der Autobiographie des Politiker John Adams einsortiert. Aber wenn ich einen Band über Ansel Adams suchte, musste ich wissen, wer das Buch geschrieben hat. Klar, ich konnte vorher im Katalog suchen, aber das ist umständlich. In der neuen Bibliothek sind Bildbände der bedeutenden Photographen (Adams, Cartier-Bresson, Coit, ...) gemeinsam in einer Sektion sortiert, zusammen mit Büchern die über die jeweiligen Photographen geschrieben wurden. Und eine weitere Untersektion enthält Lehrbücher zum Thema Photographie. Da macht das Stöbern viel mehr Spaß.


  • Ein weiterer Nutzbereich ist die Kindersektion der Bücherei, die fast den ganzen ersten Stock einnimmt. Kinderliteratur links, Jugendliteratur rechts. Dabei sind zwei (überwachte) Spielplätze, auf denen die Eltern unbesorgt ihre Kinder spielen lassen können, während sie nach Büchern suchen. Neben Büchern für Kleinkinder (die Bücher mit den bunten Bildchen und dem dicken Papier), befindet sich Literatur für Eltern von Kleinkindern (alles von Erziehungsratgebern bis zu Finanzplanung).

  • Die Sektion Jugendliteratur bemüht sich, verschiedene Medien zu integrieren. Wer etwa den Roman "Der Fänger im Roggen" von J.D. Salinger sucht - Pflichtliteratur in der Mittelstufe - findet nicht nur das Buch selbst, sondern auch DVD's mit der Filmversion, und CD's mit der Filmmusik. Alles zusammen ins selbe Regal sortiert. Auf diese Weise kann man ein Thema ganzheitlich angehen.

Wie Ihr schon seht, uns gefällt es hier. Wir sind zur Eröffnungsparty am Samstag dort gewesen. Es hat uns so gut gefallen, daß wir Sonntag Nachmittag gleich nochmal hingefahren sind.

Sonntag, 6. Januar 2008

Malereien

Faye testing the makeup tableFaye malt sehr gerne, das wussten wir. Daher hätten wir eigentlich nicht überrascht sein sollen, als sie so sehr auf Kelly's Makeup-Tisch in Mason ansprach. In Barbie-Pink, natürlich. Sobald sie verstanden hatte, daß es hier darum ging, sich Farbe auf die Haut zu malen, war Faye fasziniert. Und in Kelly hatte sie eine sehr willige (und geduldige) Lehrerin.
Wangenrouge, Lidschatten, Lippenstift und Puder - ist doch etwas ganz anderes, als sich selbst immer nur mit Filzstiften anzumalen. Naja, irgendwann musste das auf uns zukommen.

Samstag, 5. Januar 2008

Santa? - Zum Schreien!

Wie auch 2006 wollten wir dieses Jahr eigentlich ein Bild von Faye auf Santa's Schoss aufnehmen (macht sich gut fürs Fotoalbum). Für solche Zwecke taucht in den größeren Einkaufszentren vor Weihnachten immer ein Santa Claus auf, der sich dann mit den Kids (gegen eine Gebühr) fotografieren lässt.

Meist sind das großväterliche ältere Herren, gut beleibt und mit (manchmal sogar echtem) weißen Haar und weißen Vollbart.

Doch leider klappte das dieses Jahr nicht: Faye sprach zwar den ganzen Tag von nichts anderem ("meet Santa!"), aber als sie den Mann im Roten Anzug und mit dem wolligen Bart dann sah, brach sie in panische Angst aus. Dabei war der ältere Herr wirklich freundlich. War uns richtig peinlich.


Wie wir jetzt sehen, hätten wir uns keine Sorgen machen müssen: die Santa-Panik ist unter Kindern offensichtlich weit verbreitet.

Die Tageszeitung "South Florida Sun" aus dem sonnigen Palm Beach hat jetzt extra ein online Fotoalbum veröffentlicht - "scared of Santa" ("Angst vor Santa") aus dem diese Bildchen entnommen sind. Wenn Ihr das ganze Album sehen wollt, klickt diesen Link.







Warum hat uns das nur vor Weihnachten niemand gesagt?