Während es draussen schon langsam nach Frühling aussieht, wollte ich hier im Blog nochmal einen “Sport” erklären, den Faye und ich dieses Jahr lieben gelernt haben: snow-tubing.
Im Prinzip setzt man sich auf einen grossen Gummiring (Marke Reifenschlauch), und rutscht damit einen steilen, langen Hang hinunter. Wenn das primitiv klingt, so stimmt der Eindruck: da gehört wirklich nicht viel mehr dazu als Spass am draussen sein, und Spass an der Geschwindigkeit (es kann ziemlich rasant zu gehen, auf den Tubing Hills von Perfect North in Lawrenceburg, Indiana).
Am besten macht man sowas natürlich nicht alleine, sondern mit Freunden. Dann kann man die Reifen in einen kleinen Zug zusammen hängen, und man schleudert dann gemeinsam den Hang hinunter.
Und wenn man ein so goldiges Mädchen wie Faye ist, dann man findet immer jemanden, der einen wieder den Hügel hinaufzieht. Bis zum Lift jedenfalls, weiter muss man nicht gezogen werden.
Der Lift ist im Prinzip nur ein Laufband aus Hartgummi. Da stellt man sich mit seinem Reifen drauf, und ein paar Minuten später ist man wieder oben auf dem Hügel. Und dann kanns wieder losgehen!
Wenn das Wetter gut ist, dann macht sowas einen Riesenspass.






































Die Hardys sind eine sehr nette Familie. Und sie wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft von uns. Und sie haben zwei kleine Kinder, so wie wir (den fast 3 Jahre alten TJ, und die 1 jährige Caroline). Als Nachbarn, und als Spielgefährten, sind sie von uns sehr geschätzt.
Stacie (die Mama) und TJ waren vor kurzem zu einem “Playdate” bei Faye. Für die Strecke von ca. 30 Metern durch den Schnee packte sie ihren Jungen ein in eine lange Unterhose, eine Jeans, eine Überhose, und darüber dann nochmal eine wasserdichte Schneehose. Dazu Unterhemd, T-Shirt, Flanellhemd, Pullover, Jacke und Anorak. Also – in Schichten kleiden ist sicherlich der richtige Gedanke, aber bitte nicht in 18 Schichten.
Nein, der TJ mag keinen Schnee. Und vor Schlittenfahren hat er panische Angst, wusste Tom (sein Vater) zu berichten. Er habe es mit seinem Sohn im Vorgarten (der absolut flach ist) versucht, und TJ habe nur geweint. Vermutlich weil er sich wie eine Mumie vorkam, dachte ich mir.
An einem sonnigen Tag war Tom bei der Arbeit (er ist Fluglehrer bei der Delta). Da gelang es mir Stacie und TJ zu einem Experiment zu überreden: zieht gerade Eure Schneehosen über die Jeans, lasst die Jacken und die Handschuhe zu Hause, und kommt mal kurz mit Faye zum Schlittenfahren mit. Stacie dachte, wür könnten TJ so keine 5 Sekunden draussen am Leben erhalten – aber die beiden blieben fast 3 Stunden dabei – und genossen jede Minute davon. Schlittenfahren, Schneemann bauen, Schneeballschlacht – bei dieser Gelegenheit sind diese Bilder entstanden.
Wenn hier jemand Angst hat, dann ist das Daddy. Weil unsere kleine Wintersportlerin hat offensichtlich keine Spur von Furcht.
Kein Wunder, daß das meinem Töchterchen gefällt.
