Montag, 9. November 2009
Sonntag, 8. November 2009
Vancouver Chinatown
Langsam komme ich dazu, meine in Vancouver geschossenen Bilder aufzuarbeiten. Hier ein paar, die ich bei einem Spaziergang durch Chinatown geschossen habe.
Zusammen mit zwei Freunden habe ich mir insbesondere den Dr. Sun Yat-Sen Garden angeschaut, einen klassischen chinesischen Kulturgarten. Pagoden, Zierteich und Bambus-Feld mitten in der kanadischen Großstadt. Ein Überbleibsel der vor-kommunistischen Kultur Chinas. Liebevoll gepflegt, und von den Anwohnern gerne zum Meditieren genutzt, ist dieser Park eine Oase der Ruhe mitten im Großstadtleben.
Rund 30% der Bevölkerung Vancouvers ist ethnisch chinesisch. Während der Rückgabe Hong Kongs an China im Jahr 1997 ist die chinesisch-stämmige Bevölkerung Kanadas sprunghaft angestiegen. Demsentsprechend gibt es viele Einwohner, die in chinesischen Märkten traditionelle chinesische Produkte kaufen, wie hier diese kandierten Pilze, oder den frischen Gin Seng im folgenden Bild.
Und wie in chinesischen Märkten üblich, braucht man nicht lange zu suchen, um etwas absolut eigenartiges zu finden: das hier sind getrocknete Geckos, kleine Salamander-artige Reptilien, auf einem Holzkreuz aufgespannt. Sie werden zusammen mit einem Gewürzbeutelchen verkauft, und anlässlich eines chinesischen Feiertags zu Tee verarbeitet. Richtig – “Gecko Tee”. Huh?
Samstag, 7. November 2009
Ein Kätzchen zu Weihnachten? Auch für Allergiker!
Ist sie nicht goldig, dieses kleine Miezekätzchen?
Grüne Augen, getigertes Fell, gutes Gebiss. Wie bei anderen Katzen auch, gibt es Tiere dieser Gattung getigert, einfarbig, gefleckt und “unregelmäßig”.
Sie sind im Schnitt ca. 15% größer als normale Hauskatzen, und gelten als sehr kinderfreundlich, die Kätzchen von der Allerca Zucht.
Es handelt sich tatsächlich um Zuchtkatzen – genauergesagt, um eine Kreuzung der britischen Kurzhaarkatze mit einer afrikanischen Savannah Wildkatze. Keine Gen-Manipulation oder ähnliche biologische Eingriffe – ganz altmodische Zuchtmethoden (“wer darf mit wem”).
Der Clou dabei: die Allerca Rasse wurde bewusst so gezüchtet, daß sie das FEL-D1 Protein nicht herstellen kann. FEL-D1 dient bei Katzen dazu, verschiedene Schleimhäute (Speichel, Blutplasma, Magen-Schleimhaut, Tränenflüssigkeit, …) geschmeidig zu halten. Afrikanische Savannah Wildkatzen erreichen dieselbe Wirkung mit einem leicht anderen Protein, FEL-D1a. Durch die Allerca-Züchtung ergab sich so eine leicht vergrößerte britische Kurzhaar Katze, die das FEL-D1a Protein besitzt. Warum könnte das für irgendwen wichtig sein?
Nun, bei (vielen) Menschen führt Kontakt mit FEL-D1 zu einem sogenannten “Histamin Stoss”, allgemein bekannt als “Katzenallergie”. Eine menschliche Allergiereaktion auf FEL-D1a ist dagegen nicht bekannt. Mit anderen Worten: auf Allerca Katzen kann Herrchen und Frauchen nicht allergisch reagieren – sie sind “hypo-allergen”.
Wie natürlich ist diese Züchtung? Nun, sowohl die britische Kurzhaar Katze, als auch die afrikanische Savannah Katze stammen vom gleichen Tier, der ägyptischen Nilkatze, ab. Sie sind also, biologisch gesehen, “Cousins”. Ein Zweig der Katzenfamilie hat Afrika besiedelt, ein anderer England. Vermutlich gibt es tausende solcher Katzen “natürlich” überall dort, wo in ehemaligen englischen Kolonialgebieten die beiden Gattungen miteinander in Berührung gekommen sind. Im Gegensatz zu Hunden, führt bei Katzen normalerweise niemand ein Zuchtbuch, und die sogenannten “Phänotypen” werden nicht katalogisiert.
Die Allerca Tiere sind bewusst gezüchtet; das Blut jedes einzelnen Kätzchens wird im Labor auf das Vorkommen von FEL-D1 getestet, und nur die FEL-D1 freien Tierchen werden an Zuchtkunden abgegeben. Zusammen mit einer “Allergie-Frei” Garantie.
Einen Schönheitsfehler hat diese Gattung allerdings: so ein Kätzchen kostet stolze $6.950, und es gibt eine mehr als zwei Jahre lange Wartezeit für diese Tiere. Wer dennoch interessiert ist, der kann unter diesem und Link mehr nachlesen, und hier eine Bestellung aufgeben (auf Englisch). Wo der Euro doch gerade so stark ist …
Wer weiss – vielleicht kommt aus einem der Pakete unter Eurem Weihnachtsbaum dieses Jahr ein zartes “Miauuuu”?
Ein paar Konferenzbilder
Waehrend Ihr das lest, bin ich wahrscheinlich irgendwo zwischen Vancouver und Cincinnati in der Luft unterwegs. Ungefaehr 4000 KM sind zu fliegen, einmal muss ich in Salt Lake City umsteigen, das dauert dann zusammen schon fast 12 Stunden. Bis ich wieder selbt live bloggen kann, wollte ich Euch noch ein paar Bilder von der ISF Konferenz zeigen, an der ich in Vancouver mitgewirkt habe.
Diese Bilder zeigen Shawn Henry vom amerikanischen FBI. Seine Beobachtung war es, dass Computer Attacken stets besser koordiniert sind, und oftmals von verbrecherischen Organisationen finanziert werden. Seine Befuerchtung: Terror Organisationen, vor allen Dingen islamistische Organisation, holen ihren Rueckstand an technischem Know-How sehr schnell auf. Computer Angriffe die von ihnen ausgehen werden stets gewandter und immer teurer. Das kann ich leider aus eigener Erfahrung bestaetigen.
Das hier ist unser Vorstandsvorsitzender Howard Schmidt. Ehemaliges Vorstandsmitglied bei Microsoft und eBay, und der erste Minister fuer Informations-Sicherheit der USA (von 2001 bis 2004). Howard fuehrt die ISF Organisation seit ca. einem Jahr. Vancouver ist der erste Kongress, den er organisiert hat. Ging nicht ganz so glatt wie manche frueheren Kongresse, war aber inhaltlich deutlich mehr ergiebig.
Das hier war ein Experten-Panel zu verschiedenen Themen rund um Informationssicherheit. Zu sehen sind Greg Garcia vom Heimatschutz-ministerium der USA; Bruce Schneier, einer der fuehrenden Kolumnisten und Blogger zum Thema; und Alexander Seger, Referent fuer Informationssicherheit beim Europarat (drei weitere Teilnehmer des Panels sind auf diesem Bild nicht zu sehen). Und schliesslich noch ein Blick ins Publikum (550 Teilnehmer hatte die Konferenz).

Zwei der Teilnehmer waren Live Blogger, die noch waehrend der Konferenzsitzungen die ersten Rezensionen und Berichte veroeffentlichten. Und drei (mich eingeschlossen), waren Live Fotografen die die Konferenz auf Flickr dokumentierten. Ein gutes Dutzend der Teilnehmer (mich eingeschlossen) haben die Sitzungen live auf Twitter und Facebook kommentiert. So schafft man Online-Praesenz fuer eine kleine Gruppe von Spezialisten, ueber die ganze Erde verstreut, die von keinen Massenmedium jemals erreichen koennte (oder auch nur erreichen wollte). Im Internetzeitalter gelten andere Regeln.
Donnerstag, 5. November 2009
Photogenes Vancouver (2)
Hier zur Abwechslung ein paar Nachtaufnahmen aus Vancouver. Das hier ist der Mondaufgang ueber dem zeltartigen Dach des Canada Center.
Und hier nochmal das Convention Center des Canada Place, naechtlich beleuchtet, zusammen mit der Stanley Park Bridge im Hintergrund. Das blau/weisse Licht in der rechten Bildmitte ist ein beleuchtetes Containerschiff, das in Richtung Vancouver Hafen unterwegs ist (und noch ca. 1 KM vor sich hat)

Mittwoch, 4. November 2009
Praesentation in Vancouver
Heute um 10:30 war mein grosser Auftritt. Das Thema: “Du kannst hier Karriere machen”. Es ging um ein Karriere-management Programm, das ich in meiner Firma mit-entwickelt habe.
Der Veranstalter hatte einen professionellen Fotografen angeheuert, der wohl in ein paar Wochen seine Bilder vorlegen wird. So machte man das frueher halt. Heutzutage geht das alles etwas schneller: ich habe waehrend des Kongresses (so lange ich nicht selbst am Rednerpult war …) fleissig fotografiert. Meist waren meine Bilder der Redner schon auf dem Internet, bevor die (45 minuetigen) Ansprachen zu Ende waren. Wer mehr ueber die Konferenz erfahren will, kann hier (auf Englisch) einen Bericht lesen.
Nun ja, ich wollte den Lesern des HA keine Bilder wochenlang vorenthalten. Deswegen drueckte ich einem Freund meine Kamera in die Hand, und bat ihn, nach meiner Rede ein paar “Pseudo-Redner-Bilder” zu schiessen. Nicht ideal, aber wenigstens etwas.
Die Rede ging sehr gut - “Karriere machen” ist anscheinend ein Thema, das ankommt. Wer haette das gedacht. Nach etwas anfaenglicher Ermunterung von mir war das Publikum aktiv dabei. Sie haben hintergefragt, ihre eigenen Konzepte und Ideen entwickelt, diskutiert und gelacht. Genaus sollte es sein.
Dienstag, 3. November 2009
Trick or Treat
Am Sequoia Lane wurden Samstag Abend eine Hexe und eine Prinzessin dabei beobachtet, wie sie systematisch die Haeuser der Nachbarschaft abarbeiteten. Wer es wagte, ihnen die Tuere zu oeffnen, wurde mit einem sehr deutlichen “Trick or Treat!” bedacht. Nur gut, dass die meisten genug Schokolade, Lutscher, Mars, Laffy Taffy, M&M’s, Brause, und anderes Candy bereit hatten.
Dass die beiden dabei nicht alleine waren, zeigt dieses Bild unserer Nachbarin Caroline.
Auch Nachbar TJ half kraeftig beim Sammeln mit.
Und wie gut, dass die Prinzessin gut zum Sammeln ausgeruestet war (Bilder von unserer Nachbarin Stacie)
Montag, 2. November 2009
Photogenes Vancouver
Bis Donnerstag morgen werde ich hier in der Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia zu tun haben. Direkt am Pazifik gelegen ist diese Stadt einfach schoen. Und mit einem Hotelzimmer, das Hafenblick bietet, kann ich diese Schoenheit auch richtig geniessen – jedenfalls dann, wenn ich Zeit dazu habe.
Sonntag morgen hatte ich diese Zeit: Samstag auf Sonntag Nacht wurden in Nordamerika die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Und zusammen mit der anderen Zeitzone an der Pazifikkueste lag mein Zeitgefuehl auf einmal um 4 Stunden daneben. Kein Wunder, dass ich morgens um 4:30 einfach nicht mehr schlafen konnte. Nach einem Jog im Fitness Center bin ich dann gegen 6:00 Fotografieren gegangen. Dieses zeltartige Gebilde hier ist das Dach des Canada Centers, des Konferenzzentrums, in dem ich den meisten Teil der naechsten Woche verbringen werde. Die Berge im Norden sind Teile des Whistler Massivs – hier finden in weniger als 4 Monaten die Skirennen zur Winterolympiade 2010 statt.
Das hier ist das Containerterminal des Pazifikhafens Vancouver. Riesig. Kanada’s wichtigster Hafen. Und im Hintergrund beleuchtet die goldene Morgensonne den Nebel der aus den Bergtaelern aufsteigt.
Und schliesslich – das westliche Ende des Finanzdistrikts von Vancouver. Statusgemaess endet der Distrikt in einem Yachthafen (vermutlich nicht die billigsten Ankerplaetze der Welt).

