Derzeit taut bei uns gerade der letzte Schnee weg – am Dienstag erwarten wir Temperaturen bis zu 12ºC (gestern waren es -8ºC).
Dennoch, wir gehen immer noch regelmässig Skifahren zu Perfect North, und erst vor ein paar Tagen (diese Bilder sind keine zwei Wochen alt) vergnügten sich die Kinder in unserer Nachbarschaft am örtlichen Schlittenhang – von mir gerne “Perfect Zorn” genannt.
Schlittenfahren, Snowboarden, Schanzenspringen, Igloo bauen, Schneeballschlachten – zu all dem hatten die Kids in diesem schneereichen Winter sehr viel Gelegenheit. Und wer weiss, vielleicht schneit es ja noch einmal richtig stark (der Februar ist eigentlich der kälteste Monat in unseren Breiten). Aber im Moment sieht es nicht danach aus.
Der Schnee bringt die Nachbarschaft zusammen – das hier ist ein Bild von unserer Nachbarin Allison, die gelegentlich mit ihren beiden Söhnen Matthew und Jackson bei Perfect Zorn zum Schlittenfahren auftaucht.
Vor allen Dingen natürlich, bringt der Schnee die Kinder aus der Nachbarschaft zusammen. Der Hang ist zu Fuß von überall in Treetops zu erreichen. Und wenn nicht zu Fuß, dann kann man sich immer noch von Mammi auf dem Schlitten dort hin ziehen lassen.











Die Hardys sind eine sehr nette Familie. Und sie wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft von uns. Und sie haben zwei kleine Kinder, so wie wir (den fast 3 Jahre alten TJ, und die 1 jährige Caroline). Als Nachbarn, und als Spielgefährten, sind sie von uns sehr geschätzt.
Stacie (die Mama) und TJ waren vor kurzem zu einem “Playdate” bei Faye. Für die Strecke von ca. 30 Metern durch den Schnee packte sie ihren Jungen ein in eine lange Unterhose, eine Jeans, eine Überhose, und darüber dann nochmal eine wasserdichte Schneehose. Dazu Unterhemd, T-Shirt, Flanellhemd, Pullover, Jacke und Anorak. Also – in Schichten kleiden ist sicherlich der richtige Gedanke, aber bitte nicht in 18 Schichten.
Nein, der TJ mag keinen Schnee. Und vor Schlittenfahren hat er panische Angst, wusste Tom (sein Vater) zu berichten. Er habe es mit seinem Sohn im Vorgarten (der absolut flach ist) versucht, und TJ habe nur geweint. Vermutlich weil er sich wie eine Mumie vorkam, dachte ich mir.
An einem sonnigen Tag war Tom bei der Arbeit (er ist Fluglehrer bei der Delta). Da gelang es mir Stacie und TJ zu einem Experiment zu überreden: zieht gerade Eure Schneehosen über die Jeans, lasst die Jacken und die Handschuhe zu Hause, und kommt mal kurz mit Faye zum Schlittenfahren mit. Stacie dachte, wür könnten TJ so keine 5 Sekunden draussen am Leben erhalten – aber die beiden blieben fast 3 Stunden dabei – und genossen jede Minute davon. Schlittenfahren, Schneemann bauen, Schneeballschlacht – bei dieser Gelegenheit sind diese Bilder entstanden.
Wenn hier jemand Angst hat, dann ist das Daddy. Weil unsere kleine Wintersportlerin hat offensichtlich keine Spur von Furcht.
Kein Wunder, daß das meinem Töchterchen gefällt.

Schlittenfahren kann man natürlich alleine, so wie Faye das auf dem oberen Bild demonstriert. Auf ihrer fliegenden Untertasse wurde sie zum unumstrittenen Pistenschreck am Lumberjack Drive, wo wir normalerweise den Hügel runterrutschen. Oder man kann, mit zwei fliegenden Untertassen, eine “Vater-Tochter Abfahrt” versuchen. Macht absolut Spass (wie gut, daß Amy dabei war und uns fotografierte).
Auf einem Board kommt man natürlich auch den Hügel runtern. Das Board dreht sich allerdings nicht so schön unkontrollierbar wie die Untertassen. Ausserdem sind die “Untertassen”, gefertigt aus glatt-poliertem Plastik, tatsächlich schneller. Nun, Amy war das Board dann doch schnell genug.
Zusammen mit einer ca. 30 Meter langen Anlaufspur kommt man hier auf ordentliche Geschwindigkeiten, und kann von der ca. 1 Meter hohen Schanze bis zu 3 Meter weit fliegen. Reicht nicht ganz für Olympia, aber schliesslich sind wir ja auch in Kentucky, und nicht in British Columbia. Anfahrt auf dem Bauch liegend ergibt normalerweise die höchsten Geschwindigkeiten (wegen des geringsten Luftwiderstandes). Dieses Mädchen hier lies sich allerdings vor der Schanze vom Schlitten fallen – ganz zum Sprung reichte der Mut dann doch nicht.
Die Anlauf-Strecke im Tandem zu fahren kostet zwar Geschwindigkeit, macht aber trotzdem jede Menge Spass – sowie das diese zwei Freundinnen vom Lumberjack Drive hier demonstrieren. Und sie lassen sich alle bereitwillig fotografieren – schliesslich kennt man sich ja. Viele der Kinder gehen auf die gleichen Schulen wie Faye; einige der Jungen schaufeln bei Schnee gerne unsere Einfahrt frei (gegen eine Belohnung, natürlich); und schliesslich spielt man auch im Sommer zusammen.
Die richtige Sprungtechnik demonstriert dieser Junge hier. Etwas gemütlicher dagegen gehen es die beiden Töchter der Familie Zorn an: sie fahren lieber langsam auf ihren Schlitten den Hügel hinunter, zusammen mit ihrem Hündchen Pucko.
Montag auf Dienstag Nacht bekamen wir zum zweiten Mal in diesem Jahr einen richtigen Wintereinbruch. Schneefall um diese Jahreszeit ist für unsere Gegend absolut normal.
Zu Weihnachten bekam sie einen Satz “fliegender Untertassen” geschenkt: im Prinzip leicht gewölbte Plastikdeckel in leuchtenden Farben, mit polierter Oberfläche, und zwei Handgriffen links und rechts. Sie bekam drei solcher Deckel, damit sie mit Freunden und Nachbarn (und mit Daddy natürlich) um die Wette rasen kann.
Freitag auf Samstag Nacht fiel bei uns der erste Schnee dieser Saison. Und es reichte gleich zu einer geschlossenen Schneedecke. Etwas nass und pappig zwar, aber immerhin Schnee. Und da wir schließlich in den Südstaaten wohnen, sind wir darum schon mal sehr froh.


