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Montag, 10. Januar 2011

Weihnachtsstrategie

Wir werden oft gefragt, wie wir es schaffen, bei den Weihnachtsgeschenken immer so toll abzuschneiden. Was ist unser Geheimnis zum Weihnachtserfolg? Wie kommt man auf die gute Seite des Weihnachtsmanns?

Nun, das Geheimnis ist Strategie. Hier ein paar Tips zur Strategie, die bei uns so erfolgreich ist:

  1. Stellt sicher, daß Ihr beim Weihnachtsmann auf der “guten” Liste steht 

    Faye taking the cameraDer Weihnachtsmann geht natürlich mit der Zeit: hat er früher tatsächlich eine Papier-Liste geführt, so nutzt er heute eine Computer Datenbank – mit Verbindung zum Internet (seine IP Adresse dieses Jahr war 25.12.20.11). Das eröffnet natürlich ganz neue Möglichkeiten. Ein guter Hacker in der Familie kann hier Wunder wirken. (Faye hat dieses Bild aufgenommen)
  2. Stellt sicher, daß die Rentiere Euer Haus mögen

    Magical Reindeer FoodDiese Strategie ist ganz einfach: die neun Rentiere müssen in der Weihnachts-Nacht den Schlitten des Weihnachtsmanns um die ganze Welt herum fliegen. Eine Riesen-Flugstrecke, in einer sehr kurzen Zeit. Das erschöpft und macht hungrig. Und überhaupt: Rentiere haben bekanntlich keine Flügel – das Fliegen kostet sie daher sehr viel Energie. Wie schafft man es daher, daß die Rentiere gerade Euer Haus besonders mögen? Ganz einfach: “magisches Rentierfutter”. Das ist es, was Faye mit ihrem Brüderchen hier bei uns im Vorgarten ausstreut.
  3. Stellt sicher, daß sich der Weihnachtsmann bei Euch wohlfühlt

    Cookies & Milk for SantaDer Weihnachtsmann muss zwar nicht fliegen (das nehmen ihm die Rentiere ab), aber er muss sich in dieser Nacht durch Tausende von engen Kaminen zwängen, und dann abertausende von Geschenken verteilen. Kein Wunder – das macht auch ihn hungrig.
    Da setzt dann unsere Strategie #3 an: wir stellen ihm am Vorabend (also Heiligabend) immer einen Becher Milch, und einen Teller selbstgebackener Plätzchen hin – direkt vor dem offenen Kamin, durch den er ins Haus kommen wird. Am Weihnachts-Morgen sind jedesmal fast alle Plätzchen gegessen. Auf diesem Bild hat Faye diesen wichtigen Vorbereitungsschritt unternommen.

Tja, und wenn man dann alles ganz sorgfältig vorbereitet hat, dann kann man zuversichtlich ins Bett gehen.

Family Portrait on Christmas Eve

Sonntag, 26. Dezember 2010

Krippenspiel

Baby Jesus

Diese Szene sahen wir kurz vor Weihnachten: eine sehr kindliche Maria, ein nicht weniger junger Joseph, und ein sehr puppenhaftes Jesuskind in einer Krippe bei der das Stroh aussieht, als käme es aus dem Shredder.

Sheppards Come to Worship

Und die Hirten die zur Krippe kommen sehen auch etwas “hausgemacht” aus (vom kindlichen Alter mal ganz abgesehen).

Aber dann erscheint ein Schwarm Engel, und das Rätsel ist gelöst sobald wir die Kommandeurin des himmlischen Geschwaders sehen:

The Angels Fly In

Faye hatte uns schon die letzten paar Tage erzählt, daß sie in der Schule ein “Engel” sei. Wir dachten immer, sie meint das im übertragenen Sinne, daß sie dort besonders brav ist. Und irgendwie war das nur schwer zu glauben, wenn man Faye kennt. Aber nein, sie meinte es wörtlich: sie führte beim Krippenspiel der Immaculate Heart of Mary die Engelsgruppe an. Und sie, wie auch die anderen Kids, machte ihren Job ganz ausgezeichnet.

After the Play

Nach der Vorstellung gabe es dann noch einen Überraschungsgast: Santa Claus, der Weihnachtsmann, kam auf einen Kurzbesuch vorbei und wurde von den Kleinen begeistert empfangen.

On Santa's Lap

Freitag, 24. Dezember 2010

Morgen Kinder wirds was geben …

Family Christmas Photo 2010

… den MORGEN kommt der Weihnachtsmann. Richtig, in den USA bringt der Weihnachtsmann die Geschenke, und der besucht das Haus “irgendwann” in der Nacht zwischen Heiligabend und dem Weihnachtstag. Der Weihnachtstag beginnt dann oft sehr früh – wenn die Kinder aufwachen und nach unten stürmen.

“Du Chandler, wie findest Du das, daß wir eine Nacht länger auf den Weihnachtsmann warten müssen als viele Kinder in Europa?”.

“Das hat schon seine Vorteile, Faye. Wir können so versuchen, den Schlitten vom Weihnachtsmann mit dem “magischen Rentierfutter” anzulocken, und den Weihnachtsmann selbst dann mit Plätzchen und Milch gütig zu stimmen. Die Kinder in Europa können das nicht”.

“Stimmt schon, Chandler. Aber das wird eine laaange Nacht …”

“Ja Faye, aber es wird sich lohnen!”

Family Christmas Photo 2010

Und weil wir es draussen so schön weiss haben, hier noch etwas musikalisches für Euch: Frank Sinatra zum Fest.

Montag, 20. Dezember 2010

Abseilen zum Advent

Erlenbach hat seinen Adventskalender am Rathausplatz, Cincinnati hat seine “Christmas Events” am Fountain Square.

Fountain Square in Winter

Dieser Platz im Stadtzentrum hat im Moment einen Eislaufring zu bieten, wo sich die Bürger Cincinnatis Schlittschuhe anschnallen und skaten können.

Jeden Abend gibt es dort ein Konzert, oft mit weihnachtlichen Liedern. Lokale Restaurants bieten Speisen und Getränke an, und lokale Berühmtheiten schauen gerne mal vorbei. Vor kurzem kamen ein paar Spieler der Cincinnati Reds vorbei, um am Fountain Square eine Audienz zu geben.

Deswegen sind wir aber nicht gekommen. Denn manchmal gibt es auch was ganz spezielles. Und so machten sich Faye (schaut Euch mal ihr hübsches Rentier-Geweih an!) und ihr Opa Otto (und natürlich ihr Daddy) auf den Weg zum Fountain Square.

Santa, Elf and Rudolph Rapelling down a High-Rise Building

Was gab es da so spektakuläres? Eine Abseilnummer. Die  “Great American Insurance Company” ist eine Lebensversicherung, die aus Cincinnati kommt, und die der reichsten Familie der Stadt gehört (der Familie Lindner). Unser Nachbar Charlie hat lange Jahre für diese Firma gearbeitet.

Great American ist nicht gerade die größte Versicherung des Landes, und Cincinnati ist nicht gerade als eine Hochburg der Versicherungsindustrie bekannt. Dennoch, die Firma ist respektabel, und respektabel ist auch das Hochhaus im Stadtzentrum, in dem ihre Hauptverwaltung untergebracht ist.

25 Stockwerke hat das Gebäude, denke ich. Demnach dürfte es ca. 75 Meter hoch sein.

Santa, Elf and Rudolph Rapelling down a High-Rise Building

Und von dort oben ging die waghalsige Aktion los. Und was denkt Ihr, wer diese waghalsige Aktion unternommen hat?

Nun, man muss etwas genau hinschauen (leider hatte ich kein Teleobjektiv dabei), aber es handelt sich um einen Elfen, das Rentier Rudolph, und um Santa Claus, den Weihnachtsmann.

Wahrscheinlich wird hier nochmal die Methode trainiert, mit der dieses Team sich in der Weihnachts-Nacht durch die Kamine der ganzen Häuser in die Wohnzimmer abseilt.

Faye war jedenfalls total imponiert.

Montag, 28. Dezember 2009

Weihnachtsvorbereitungen

Wahrscheinlich hätten wir Euch das VOR Weihnachten verraten sollen – aber manchmal muß man eben seine Strategien geheim halten: wir werden oft gefragt - “Warum seit Ihr bei Santa so erfolgreich?”

Nun, das ist natürlich kein Zufall. Wer bei Santa Erfolg haben will, zu Weihnachten reich bedaucht werden will, der muß Planen, und planmäßig handeln. Weihnachtserfolg erreicht man durch Marketing.

So etwa diese Methode hier: Santa kommt in der Weihnachts-Nacht bekanntlich auf einem Schlitten, der von fliegenden Rentieren gezogen wird. Also gilt es, diese Tiere anzulocken.

Deswegen verteilt Faye hier an Heiligabend reichlich “Magisches Rentierfutter” auf unserem Rasen. Das Futter besteht zu gleichen Teilen aus Haferflocken und Glittern. Die Rentiere sehen im Flug die Glitter und werden so angelockt. Einmal bei uns gelanded, fangen sie an zu fressen und geben Santa so mehr Zeit, bei uns Geschenke abzuliefern. Clever, nicht?

Und noch eine andere Weisheit: Santa gibt dort mehr Geschenke, wo er sich willkommen weiss. Also stellt Faye vor dem Kamin (Santa kommt durch den Kamin ins Haus) für ihn einen Teller mit Plätzchen, und einen Becher mit Milch bereit. Bekanntermassen isst Santa sehr gerne (er ist ja auch nicht gerade dünn). Gar zu gerne würde Faye natürlich in dieser Nacht aufbleiben, und Santa selber sehen – aber Santa kommt nur ins Haus, wenn die Kindlein schlafen. Also ist Heiligabend eine der ganz wenigen Nächte im Jahr, zu denen Faye gerne ins Bett geht.

Jetzt gibt es nur noch eines zu tun: das Feuer im Kamin ausmachen, sonst verbrennt Santa sich den Hintern ...

Freitag, 25. Dezember 2009

Merry Christmas!

Claudia, Faye, Chandler, Hubert und Maunzy wünschen allen Lesern des Hebroner Anzeigers Merry Christmas!

Sonntag, 20. Dezember 2009

Jingle Bells …

Dieses schöne Liedchen trällert Faye hier mit ihren Kollegen von der Klasse P3 (Vorschule für 3-Jährige) der Immaculate Heart of Mary School in Burlington. Und dazu wird rhythmisch das Seil mit den Glocken geschwungen.

Das hier ist die Klassenlehrerin, Mrs. Cesco, beim Dirigieren. Ausser “Jingle Bells” gab es noch den Klassiker “Away in a Manger” und … zu hören. Eingeladen zur Weihnachtsparty der P3 waren die stolzen Eltern, die den Event vielfach auf Foto und Video festgehalten haben.

Und nach zwei Liedern gab es dann einen überraschenden Besucher: Santa Claus schaute kurz vorbei.

Seinen Schlitten mit den fliegenden Rentieren habe er auf dem Schuldach geparkt, meinte Santa.

Darauf setzte er sich hin, und lies sich von jedem Kind seine Weihnachtswünsche sagen (Faye wünscht sich eine Barbie Puppe).

Jedes Kind bekam einen grünen Socken mit ein paar Leckereien und kleineren Geschenken von der Lehrerin (bzw. von Santa, natürlich), dann gab es noch ein kleines Ständchen für die Eltern ("We wish you a merry Christmas!"), und damit war Fayes erster Auftritt vor Publikum auch schon vorbei.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Bei den Haien

Am Samstag haben wir mit zwei guten Freunden wieder mal das Aquarium in Newport besucht. Faye ist insbesondere von dem tauchenden Weihnachtsmann, Scuba Santa, begeistert.

Scuba Santa

Closeup of Scuba-SantaUnd dieses Mal schwamm mir Santa auch direkt vor die Linse.

 

 

 

 

Petting a SharkAber auch das Haie streicheln fasziniert Faye.

 

Sonntag, 14. Dezember 2008

In Santa's Diensten

Breakfast with Santa 2008

"Breakfast with Santa" ("Frühstück mit dem Weihnachtsmann") lautete die Wohltätigkeitsaktion des Cincinnati Museum's Center am Samstag Morgen. Kinderreiche Familien aus Cincinnati waren eingeladen um mit Santa und Misses Santa (seiner Frau) ein Frühstück einzunehmen (eine Familie hatte neun Kinder). Als besonderes Memento konnten die Familien ein Portrait mit Santa schiessen lassen, und durften einen Druck davon mit nach Hause nehmen. Der Fotograf: ich.

Breakfast with Santa 2008

Insgesamt schoss ich an diesem Morgen 96 Portraits von dieser Art. Eins, zwei, drei ... bis hin zu neun Kindern. Das jüngste Baby war kaum zwei Monate alt, die ältesten Kinder waren Teenager. Mit und ohne Eltern. Mit Kindern die froh waren, mit Kindern die der Panik nahe waren, mit Kindern die Santa ganz geheim ihre Weihnachtswünsche mitteilten.

Breakfast with Santa 2008

Die Firma Hewlett-Packard stiftete die Drucker, das Papier und die Computerleute die die Portraits auf Papier druckten. Und Amy (die für HP arbeitet) bat mich als Fotograf zu arbeiten. Habe ich natürlich gerne getan. Hier fotografierte mich einer der HP Mitarbeiter beim Einrichten meiner Beleuchtung (ich hatte Hintergrund, Lichtständer, Schirme und Blitze von meinem Heimstudio mitgebracht).

Breakfast with Santa 2008
In einer Pause schoss ich dann dieses Portrait von Santa und seiner Frau. Irgendwie nimmt man ihnen die Rollen ab.

Samstag, 13. Dezember 2008

Scuba Santa

Scuba Santa

Faye hatte es sich zum Geburtstag gewünscht: sie wollte Scuba Santa (den tauchenden Weihnachtsmann) sehen. Also machten wir uns am Morgen des 7. Dezember auf ins Aquarium nach Newport, wo der Scuba Santa alljährlich Station macht.

Sein Schlitten wird nicht von Rentieren gezogen, sondern von magischen Seepferdchen. Dementsprechend fliegt der Weihnachtsmann auch nicht nach Newport, sondern er taucht hierher. Im Theatersaal des Aquariums sieht man durch eine 8 x 4 Meter grosse Glasscheibe dem tauchenden Weihnachtsmann dann ins Auge - oder genauer gesagt in die Taucherbrille. Über eine Mikrofonanlage kann man sich mit dem Taucher auf der anderen Seite der Scheibe unterhalten. Seine Stimme ist etwas gedämpft, aber klar zu verstehen.

Die Show ist eigentlich simpel: Santa erklärt, warum er dieses Jahr Seepferdchen braucht (die Rentiere sind ausgebüchst). Er reist ein paar Witze ("Was schenkt man einem Hai zu Weihnachten? Viele, viele Zahnbürsten"). Beantwortet Fragen des jungen Publikums ("Ist es nicht kalt im Wasser?" - "Nein, am Nordpol ist es viel kälter"). Und er stellt den Zuschauern einige der Meerestiere vor, die während der Show vorbeischwimmen ("Sagt Hallo zu Denver, der Wasserschildkröte!").

Der Fisch im Hintergrund ist keine Illusion, sondern tatsächlich ein Sandhai: Santa schwimmt im großen Becken des Aquariums - dem Haifischbecken. Santa hat einen Helfer dabei, einen Knecht Ruprecht mit Tauchmaske, der mit einem Stecken Haie vertreibt, die gar zu aufdringlich werden.



Auf die Frage: "Und wer war dieses Jahr besonders lieb?" meldeten sich zwei Damen in der sechsten Reihe. Und diese zwei Damen waren mit voller Aufmerksamkeit dabei.

Watching Scuba Santa

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Nicht ganz geheuer ...

Pictures with Santa

... ist Faye der Santa Claus. Zwar redet sie tagaus tagein von ihm, und will jeden Film sehen, in dem Santa vorkommt, aber wenn sie dem Mann mit dem weissen Bart dann tatsächlich nahe kommt, da verlässt sie der Mut.

Ungefähr eine Millisekunde lang durfte sie dieser Santa in Newport on the Levee umarmen. Dann flüchtete sie wieder in Mammi's Arme. Nicht lange genug um ihm zu sagen, was sie sich zu Weihnachten wünscht.

Aber was solls, sie hat ja eine Amazon Wunschliste :-).

Pictures with Santa

Am 13. fotografiert Daddy für eine Wohltätigkeitsaktion Kinder mit Santa. Ob Faye da vielleicht den Mut findet?

Samstag, 5. Januar 2008

Santa? - Zum Schreien!

Wie auch 2006 wollten wir dieses Jahr eigentlich ein Bild von Faye auf Santa's Schoss aufnehmen (macht sich gut fürs Fotoalbum). Für solche Zwecke taucht in den größeren Einkaufszentren vor Weihnachten immer ein Santa Claus auf, der sich dann mit den Kids (gegen eine Gebühr) fotografieren lässt.

Meist sind das großväterliche ältere Herren, gut beleibt und mit (manchmal sogar echtem) weißen Haar und weißen Vollbart.

Doch leider klappte das dieses Jahr nicht: Faye sprach zwar den ganzen Tag von nichts anderem ("meet Santa!"), aber als sie den Mann im Roten Anzug und mit dem wolligen Bart dann sah, brach sie in panische Angst aus. Dabei war der ältere Herr wirklich freundlich. War uns richtig peinlich.


Wie wir jetzt sehen, hätten wir uns keine Sorgen machen müssen: die Santa-Panik ist unter Kindern offensichtlich weit verbreitet.

Die Tageszeitung "South Florida Sun" aus dem sonnigen Palm Beach hat jetzt extra ein online Fotoalbum veröffentlicht - "scared of Santa" ("Angst vor Santa") aus dem diese Bildchen entnommen sind. Wenn Ihr das ganze Album sehen wollt, klickt diesen Link.







Warum hat uns das nur vor Weihnachten niemand gesagt?

Montag, 26. November 2007

Santa's Water Wonderland

Im Raum Cincinnati ist es schon eine Tradition geworden: das "Water Wonderland" ("Wasser Wunderland" - der Titel geht auf ein beliebtes Weihnachtslied zurück, "Winter Wonderland" - Winter Wunderland) des Weihnachtsmannes im Newport Aquarium. Da Faye dieses Jahr zum ersten mal so richtig auf Santa, den Weihnachtsmann, reagiert, machten wir uns am Samstag auf den Weg nach Newport am Ufer des Ohio.

Who's Been Naughty This Year?

Das Aquarium hat ein eigenes Kino mit einer Riesenleinwand (ca. 10 x 6 Meter). Wenn die Leinwand hochgerollt wird erkennt man, dass sich dahinter das Hauptbecken des Aquariums verbirgt: durch eine riesige Glasscheibe kann man Grossfischen, Haien und Meeresschildkröten beim Schwimmen zusehen.

Santa kommt jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit nach Newport. Hier wird sein Schlitten nicht von Rentieren gezogen, sondern von Seepferdchen. Und anstatt Knecht Rupprecht mit der Peitsche hat er eine (recht große) Elfe mit einem Stock dabei, immer bereit, einen der gelegentlich zu neugierigen Haie zu verscheuchen. Santa ist also unter die Taucher gegangen.

Und natürlich stellt der Weihnachtsmann die wichtigsten Fragen: "Wer war dieses Jahr brav?" - viele Arme gingen hoch. Darunter die von Faye und Mama. Naja, Mama war brav. "Wer war dieses Jahr nicht so brav?" - auch hier gingen eine ganze Menge Arme hoch. Darunter der von Daddy :-).

Santa ist über Mikrofon und Lautsprecher/Kopfhörer mit den Zuschauern im Theater verbunden. So kann er erklären, was gerade an ihm vorbei schwimmt, und ein paar Witze reissen: "Was schenkt man einem Hai zu Weihnachten? Zahnbürsten! Am besten einen ganzen Karton davon".

Santa with DenverUnd hier bekommt Santa einen Besuch von Denver, der Loggerhead Meeres-schildkröte des Newport Aquariums (der deutsche Name dieser Gattung: Unechte Karettschildkröte). Mit beinache 150 KG Lebendgewicht ist Denver ein absolutes Prachtexemplar. Naja, wer sein Leben im Haifischbecken verbringt, sollte besser etwas Muskeln haben.

Faye watches Santa diveFaye war jedenfalls von der Show begeistert. Dieser Santa war ihr viel sympathischer als der bei Wal Mart, der immer mit einer riesen Glocke so viel Krach machte. Das Aquarium liebt sie sowieso. Da wir Dauerkarten haben, kommt sie spätestens alle zwei Wochen hier mal zum Besuch vorbei - zu sehen gibt es immer was tolles. Und dieses Mal stehen überall Weinachtsbäume. Bei den Pinguinen hat sich ein Rentier eingeschlichen. Und Santa kommt als Taucher vorbei. Kein Wunder, daß sie begeistert war.

Samstag, 24. November 2007

Santa bei wal mart

Sonntag, 24. Dezember 2006

Heute Nacht kommt der Weihnachtsmann!

Hier in den USA läuft das so: Santa Claus, der Weihnachtsmann, bringt die Geschenke, nicht das Christkindchen. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember fliegt er von seinem Haus am Nordpol los, in einem Schlitten gezogen von acht Rentieren (bei schlechtem Wetter fliegt Rudi, als neuntes Rentier, voran und leuchtet den Weg aus). Das ganze Jahr über führt Santa Buch darüber welche Kinder artig (nice) oder unartig (naughty) waren. Nur die Kinder die "nice" waren bekommen von ihm ein Weihnachtsgeschenk (die anderen bekommen bestenfalls einen Klumpen Kohle).

In der Weihnachtsnacht landet Santas Schlitten dann auf jedem Haus in dem ein artiges Kind wohnt. Mit einem Sack voller Spielsachen begibt sich Santa dann durch den Kamin ins Haus, und verteilt die Geschenke. Am Morgen des 25. stürmen die Kids dann wie aufgedreht aus den Betten, rennen zum Weihnachtsbaum um nachzuesehen, ob ihnen Santa was gebracht hat. Dann beginnt die große Schlacht gegen das Geschenkpapier.

Artiges Kind kriegt Geschenke, unartiges keine. Soweit die Theorie. In Wirklichkeit kann man dem Glück natürlich etwas nachhelfen. Es ist weithin bekannt, daß Santa in Häusern wo ihn etwas leckeres zum Naschen erwartet etwas großzügiger arbeitet. Dort bleiben dann auch schon mal für die nicht immer artigen Kinder ein paar Geschenke zurück.

Natürlich kennen wir diesen Trick und haben ihn Faye gleich beigebracht. Sie bereitet auf diesem Bild hier für Santa einen Teller voll Kekse und einen Becher Milch vor. Plaziert direkt vor dem offenen Kamin, sodaß Santa es auch nicht übersehen kann. Nun war Faye zwar das ganze Jahr über lieb, und bräuchte solche Tricks eigentlich gar nicht. Aber wer weiß, vielleicht bekommt selbst Daddy so ein paar Geschenke?

Schock und Panik beim Weihnachtsmann

Also zu dem Bild mit dem Weihnachtsmann muß ich doch etwas Information geben: in den USA ist es üblich, daß in der Vorweihnachtszeit in den Einkaufszentren ein Weihnachtsmann sitzt, der sich mit den Kindern fotografieren lässt.

Die Kinder setzen sich gerne auf Santas Knie. Er fragt sie was sie sich zu Weihnachten wünschen - und gibt die Information dann diskret an die Eltern weiter. Santas Assistentin fuchtelt mit einer knallbunten Puppe um die Aufmerksamkeit des Kindes zu erregen, und es wird ein Bild fürs Familienalbum gemacht.

Nur ist Faye natürlich zu jung um diese Zusammenhänge zu verstehen. Die Fotografin meinte, Claudia soll Faye einfach auf Santas Knie setzen, und dann blitzschnell verschwinden. Zunächst wird das Kind geschockt sein, bevor es in Panik gerät. "Schockbilder sind schöner als Panikbilder".

Und genauso passierte es dann auch. Claudia trug Faye zu Santa; Faye war vom weißen Bart fasziniert. Dann fing die Fotografin an mit der Puppe zu winken. Das lenkte Faye für den Bruchteil einer Sekunde davon ab nach Mama zu suchen, die sich aus dem Bild entfernt hatte. Lange währte der Frieden natürlich nicht - aber lange genug um in 1/90 Sekunde ein Bild zu schießen.