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Montag, 10. Januar 2011

Weihnachtsstrategie

Wir werden oft gefragt, wie wir es schaffen, bei den Weihnachtsgeschenken immer so toll abzuschneiden. Was ist unser Geheimnis zum Weihnachtserfolg? Wie kommt man auf die gute Seite des Weihnachtsmanns?

Nun, das Geheimnis ist Strategie. Hier ein paar Tips zur Strategie, die bei uns so erfolgreich ist:

  1. Stellt sicher, daß Ihr beim Weihnachtsmann auf der “guten” Liste steht 

    Faye taking the cameraDer Weihnachtsmann geht natürlich mit der Zeit: hat er früher tatsächlich eine Papier-Liste geführt, so nutzt er heute eine Computer Datenbank – mit Verbindung zum Internet (seine IP Adresse dieses Jahr war 25.12.20.11). Das eröffnet natürlich ganz neue Möglichkeiten. Ein guter Hacker in der Familie kann hier Wunder wirken. (Faye hat dieses Bild aufgenommen)
  2. Stellt sicher, daß die Rentiere Euer Haus mögen

    Magical Reindeer FoodDiese Strategie ist ganz einfach: die neun Rentiere müssen in der Weihnachts-Nacht den Schlitten des Weihnachtsmanns um die ganze Welt herum fliegen. Eine Riesen-Flugstrecke, in einer sehr kurzen Zeit. Das erschöpft und macht hungrig. Und überhaupt: Rentiere haben bekanntlich keine Flügel – das Fliegen kostet sie daher sehr viel Energie. Wie schafft man es daher, daß die Rentiere gerade Euer Haus besonders mögen? Ganz einfach: “magisches Rentierfutter”. Das ist es, was Faye mit ihrem Brüderchen hier bei uns im Vorgarten ausstreut.
  3. Stellt sicher, daß sich der Weihnachtsmann bei Euch wohlfühlt

    Cookies & Milk for SantaDer Weihnachtsmann muss zwar nicht fliegen (das nehmen ihm die Rentiere ab), aber er muss sich in dieser Nacht durch Tausende von engen Kaminen zwängen, und dann abertausende von Geschenken verteilen. Kein Wunder – das macht auch ihn hungrig.
    Da setzt dann unsere Strategie #3 an: wir stellen ihm am Vorabend (also Heiligabend) immer einen Becher Milch, und einen Teller selbstgebackener Plätzchen hin – direkt vor dem offenen Kamin, durch den er ins Haus kommen wird. Am Weihnachts-Morgen sind jedesmal fast alle Plätzchen gegessen. Auf diesem Bild hat Faye diesen wichtigen Vorbereitungsschritt unternommen.

Tja, und wenn man dann alles ganz sorgfältig vorbereitet hat, dann kann man zuversichtlich ins Bett gehen.

Family Portrait on Christmas Eve

Sonntag, 9. Januar 2011

Besuch nach Weihnachten

Manchmal gibt es auch nach Weihnachten noch ein paar schöne Geschenke, haben unsere Kinder kürzlich heraus gefunden …

In the play kitchen

Hier posieren Faye und Chandler in ihrer Spielküche. Warum sind die zwei so froh? Unsere Freundin Megan kam auf einen kurzen Besuch aus Hawaii vorbei.

Megan unpacks her picture book

Für Megan hatten wir ein nettes Bilderbuch vorbereitet. Sie hatte unsere Kinder ca. ein Jahr lang nicht gesehen – und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Als sie Chandler das letzte mal gesehen hatte, war er ein kleines Baby.

Cuddling with Megan

Heute ist er ein aktiver kleiner Junge, der unbedingt laufen lernen will – und er wird nicht mehr lange brauchen, es richtig zu lernen. Er ist hartnäckig dabei – hält sich an der Wand, an Möbeln, oder an jemands Hand fest, und nutzt diese Stütze dazu, durch das Zimmer zu gehen. Aber – im Arm gehalten und geknuddelt zu werden, das liebt er wenigstens genauso sehr.

Unwrapping Christmas giftsWar doch lieb von seiner großen Schwester, beim Auspacken seiner Geschenke mitzuhelfen. Sie ist eben immer hilfsbereit, unsere Faye.

Freitag, 7. Januar 2011

Unsere Mädchen entspannen sich …

Christmas MaunzyFaye relaxing

Der Weihnachtsstress ist rum, Santa Claus war erfolgreich angelockt und angeschmeichelt worden, das Fest war ein voller Erfolg. Maunzy kann jetzt ihren Weihnachtskragen ausziehen, und Faye kann sich dem Spiel mit ihren neuen Barbie-Puppen widmen.

Die Weihnachtsdekoration ist abgebaut, und unser Schnee ist weggetaut. Daddy tut wieder arbeiten. Und ausserdem hat die (Vor-)Schule wieder begonnen – der Alltag ist wieder da.

Aber Faye hat ein neues Hobby entdeckt: das Skifahren.Davon demnächst mehr.

Sonntag, 26. Dezember 2010

Krippenspiel

Baby Jesus

Diese Szene sahen wir kurz vor Weihnachten: eine sehr kindliche Maria, ein nicht weniger junger Joseph, und ein sehr puppenhaftes Jesuskind in einer Krippe bei der das Stroh aussieht, als käme es aus dem Shredder.

Sheppards Come to Worship

Und die Hirten die zur Krippe kommen sehen auch etwas “hausgemacht” aus (vom kindlichen Alter mal ganz abgesehen).

Aber dann erscheint ein Schwarm Engel, und das Rätsel ist gelöst sobald wir die Kommandeurin des himmlischen Geschwaders sehen:

The Angels Fly In

Faye hatte uns schon die letzten paar Tage erzählt, daß sie in der Schule ein “Engel” sei. Wir dachten immer, sie meint das im übertragenen Sinne, daß sie dort besonders brav ist. Und irgendwie war das nur schwer zu glauben, wenn man Faye kennt. Aber nein, sie meinte es wörtlich: sie führte beim Krippenspiel der Immaculate Heart of Mary die Engelsgruppe an. Und sie, wie auch die anderen Kids, machte ihren Job ganz ausgezeichnet.

After the Play

Nach der Vorstellung gabe es dann noch einen Überraschungsgast: Santa Claus, der Weihnachtsmann, kam auf einen Kurzbesuch vorbei und wurde von den Kleinen begeistert empfangen.

On Santa's Lap

Samstag, 25. Dezember 2010

Merry Christmas!

Family Christmas Photo 2010

Dir Kirchgaessner Familie wünscht hiermit allen

Lesern des Hebroner Anzeigers ein gesegnetes,

frohes und ruhiges Weihnachtsfest!

Freitag, 24. Dezember 2010

Morgen Kinder wirds was geben …

Family Christmas Photo 2010

… den MORGEN kommt der Weihnachtsmann. Richtig, in den USA bringt der Weihnachtsmann die Geschenke, und der besucht das Haus “irgendwann” in der Nacht zwischen Heiligabend und dem Weihnachtstag. Der Weihnachtstag beginnt dann oft sehr früh – wenn die Kinder aufwachen und nach unten stürmen.

“Du Chandler, wie findest Du das, daß wir eine Nacht länger auf den Weihnachtsmann warten müssen als viele Kinder in Europa?”.

“Das hat schon seine Vorteile, Faye. Wir können so versuchen, den Schlitten vom Weihnachtsmann mit dem “magischen Rentierfutter” anzulocken, und den Weihnachtsmann selbst dann mit Plätzchen und Milch gütig zu stimmen. Die Kinder in Europa können das nicht”.

“Stimmt schon, Chandler. Aber das wird eine laaange Nacht …”

“Ja Faye, aber es wird sich lohnen!”

Family Christmas Photo 2010

Und weil wir es draussen so schön weiss haben, hier noch etwas musikalisches für Euch: Frank Sinatra zum Fest.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Weihnachtsbäckerei: Snickerdoodles

Snickerdoodles (wörtlich übersetzt etwa “kichernde Dummköpfe”, spricht sich “Snicker-Dudels”) sind ein klassisches amerikanisches Weihnachtsgebäck aus Neu England. Einfach zu machen, und mit ihrem starken Zimtaroma unwiderstehlich.

Baking Snickerdoodles

Faye und Opa Otto arbeiten hier Hand in Hand um die Doodles zu fabrizieren. Nach ca. 1 Stunde Bäckerei waren wir fertig, und hatten ca. 70 Plätzchen gebacken. Die Doodles können (nach dem Abkühlen) sofort gegessen werden.

Hier ist das (auf in Deutschland erhältliche Zutaten umgeschriebene) Rezept:

Snickerdoodles on cooling rack

Zutaten:
360 g Mehl
½ TL  Salz
2 TL  Backpulver
230 g Butter
300 g Zucker
2 große Eier
1 TL Vanilleextrakt oder 2  Vanilleschote(n)
65 g Zucker
2 TL Zimt

Zubereitung

Das Mehl mit Salz und Backpulver mischen.
Die Butter mit dem Zucker im Mixer in 2-3 Minuten glatt rühren, nach und nach die Eier dazugeben und nach jedem Ei gründlich mixen. Dann Vanilleextrakt oder Vanillemark und die Mehlmischung dazugeben und mixen bis ein glatter Teig entstanden ist. Abdecken und für 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben, bis der Teig fest genug ist, um Kugeln zu rollen.
Den Ofen auf 190°C vorheizen und das Blech in die Mittelschiene schieben.
Den Teig zu 2,5 cm großen Kugeln formen. Für den Überzug Zimt und Zucker mischen und die Kugeln darin rollen. Die Kugeln im Abstand von 5 cm auf das Blech legen.
Pro Blech 8-10 Minuten backen, bis die Plätzchen am Rand leicht goldbraun sind. Dann auf Kuchengitter auskühlen lassen.

(Quelle für das eingedeutschte Rezept: chefkoch.de)

Dienstag, 21. Dezember 2010

Gribbsche

Sehr gerne half Faye beim Aufbauen der Weihnachtskrippe mit. Genauer gesagt, sie wollte den Job alleine machen. “I can do it all by myself!”

Faye's Nativity Set

Ihre Interpretation der Szene von Bethlehem ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig: das Jesuskind kommt auf den Heuboden. Die Tierchen sind alle, sorgfältig aufgereiht, im Stall. “Damit sie nicht nass werden, wenn es regnet”, meinte Faye (als wir die Krippe aufstellten, hatte es noch nicht geschneit). Sogar ein Plüschrentier – Spielzeug von Maunzy – positionierte sie in der Krippe. Schließlich gehören Rentiere ja nunmal zu Weihnachten. Hoffentlich versteht Maunzy das auch so.

Nur die Menschen – bis auf Maria und Jesus müssen sie alle draussen bleiben. Offensichtlich ist es nicht so schlimm, wenn die nass werden. Wen wunderts – Faye möchte schliesslich Tierärztin werden.

OK - und für all die, die sich gerade überlegen, wie die biblische Geschichte sich heute im Zeitalter von Facebook, Twitter, GPS Navigation und Sozialen Netzwerken zutragen würde – die sollten sich mal den folgenden Film anschauen (auf Englisch):

Montag, 20. Dezember 2010

Abseilen zum Advent

Erlenbach hat seinen Adventskalender am Rathausplatz, Cincinnati hat seine “Christmas Events” am Fountain Square.

Fountain Square in Winter

Dieser Platz im Stadtzentrum hat im Moment einen Eislaufring zu bieten, wo sich die Bürger Cincinnatis Schlittschuhe anschnallen und skaten können.

Jeden Abend gibt es dort ein Konzert, oft mit weihnachtlichen Liedern. Lokale Restaurants bieten Speisen und Getränke an, und lokale Berühmtheiten schauen gerne mal vorbei. Vor kurzem kamen ein paar Spieler der Cincinnati Reds vorbei, um am Fountain Square eine Audienz zu geben.

Deswegen sind wir aber nicht gekommen. Denn manchmal gibt es auch was ganz spezielles. Und so machten sich Faye (schaut Euch mal ihr hübsches Rentier-Geweih an!) und ihr Opa Otto (und natürlich ihr Daddy) auf den Weg zum Fountain Square.

Santa, Elf and Rudolph Rapelling down a High-Rise Building

Was gab es da so spektakuläres? Eine Abseilnummer. Die  “Great American Insurance Company” ist eine Lebensversicherung, die aus Cincinnati kommt, und die der reichsten Familie der Stadt gehört (der Familie Lindner). Unser Nachbar Charlie hat lange Jahre für diese Firma gearbeitet.

Great American ist nicht gerade die größte Versicherung des Landes, und Cincinnati ist nicht gerade als eine Hochburg der Versicherungsindustrie bekannt. Dennoch, die Firma ist respektabel, und respektabel ist auch das Hochhaus im Stadtzentrum, in dem ihre Hauptverwaltung untergebracht ist.

25 Stockwerke hat das Gebäude, denke ich. Demnach dürfte es ca. 75 Meter hoch sein.

Santa, Elf and Rudolph Rapelling down a High-Rise Building

Und von dort oben ging die waghalsige Aktion los. Und was denkt Ihr, wer diese waghalsige Aktion unternommen hat?

Nun, man muss etwas genau hinschauen (leider hatte ich kein Teleobjektiv dabei), aber es handelt sich um einen Elfen, das Rentier Rudolph, und um Santa Claus, den Weihnachtsmann.

Wahrscheinlich wird hier nochmal die Methode trainiert, mit der dieses Team sich in der Weihnachts-Nacht durch die Kamine der ganzen Häuser in die Wohnzimmer abseilt.

Faye war jedenfalls total imponiert.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Festival of Lights

2010 Festival of Lights

Mit zwei guten Freunden waren wir kürzlich im Zoo von Cincinnati, um das “2010 Festival of Lights” zu bewundern.

Für dieses Festival wird der Zoo jedes Jahr mit mehr als einer Million Lichtern geschmückt.

Man kommt durch einen “Lichttunnel” vom Parkplatz zum Zoo, und erlebt dort  das Gelände des zoologischen und botanischen Gartens in ungewohnter Nachtpracht.

2010 Festival of Lights

Neben vielen winterlichen und weihnachtlichen Figuren (Schneemänner, Rudolph, Carolers, Eisbären) sind bei den Kindern natürlich insbesondere der Weihnachtsmann und seine Frau, Mrs. Claus, beliebt. Und schliesslich kann man am großen Weihnachtsbaum des Zoos noch ein schönes Gruppenfoto machen:

2010 Festival of Lights

Dienstag, 14. Dezember 2010

Weihnachtsvorbereitungen (4)

Christmas Lighting

Was wäre Weihnachten ohne ein festlich beleuchtetes Haus?

Winter scene with Christmas lighting

Unser Schmuck hängt schon seit kurz vor Thanksgiving draussen (damals war es noch warm genug, um im Vorgarten ohne Handschuhe arbeiten zu können).

Winter scene with Christmas lighting

Wie üblich haben wir an jedem Fenster einen beleuchteten Kranz mit roter Schlaufe aufgehängt. Die Tannenbäumchen, und die verschiedenen Sträucher, im Vorgarten sichd reichlich mit roten und weiss-gelben Lichtern verziert. Die größeren Bäume haben alle reichen Lichter-Schmuck in denselben Farben

Winter scene with Christmas lighting

Und der Schnee, der hier nun schon seit über einer Woche liegt, gibt zum Licht einen schönen Hintergrund ab.

Die Lichter hängen an einem Timer mit Lichtsensor: sie schalten sich ein, wenn am Abend eine gewisse Dunkelheit erreicht ist. Danach brennen sie ein paar Stunden, bevor sie für die Nacht abgeschaltet werden. Morgens brennen sie dann nochmal für 90 Minuten. Eine Neuerung dieses Jahr: sämtliche Lichter sind vom Typ “LED”.

Montag, 13. Dezember 2010

Weihnachtsvorbereitungen (3)

Baking Gingerbread Snaps

“Gingerbread Men” (Lebkuchenmänner” backt Faye hier zusammen mit Daddy. Ich schlug ihr diese Aktivität als Alternative zum Fernsehen vor – und sie war begeistert von der Idee. Faye schlug das Ei auf, rührte die Butter unter, und knetete den Teig (mithilfe eines Rührgerätes). Beim Ausrollen habe ich ihr ein bischen geholfen, aber beim Austechen hat sie die Arbeit fast alleine gemacht (mit Förmchen aus ihrer eigenen Spielküche).

Our Christmas Boy ...

Und während die Plätzchen im Backofen waren, fand Faye noch die Zeit, ihren kleinen Bruder weihnachtlich zu dekorieren. Hat sie doch gut hingebracht, oder?

Sonntag, 12. Dezember 2010

Weihnachtsvorbereitungen (2)

Selecting a Tree

Hier ist die Familie auf der Jagd – der Jagd nach unserem 2010 Weihnachtsbaum.

Cutting our own tree

Bei der “Evergreen Junction” nahe dem Städtchen Alexandria in Kentucky, einer riesengroßen Farm, die in der Vorweihnachtszeit auch Weihnachtsbäume verkauft. Obwohl nur etwa 30 Meilen ausserhalb der Stadtgrenzen von Cincinnati, ist Alexandria dennoch typische “Countryside”. Die Strassen sind kaum befahren und schnurstracks. Die meisten Autos sind Pickup Trucks. Zwischen den einzelnen Höfen ist jede Menge Platz, und es wechseln sich Rinderweiden mit Pferdekoppeln ab.

Und da Bäume absägen definitiv Mänersache ist, machten sich Chandler und ich an die Arbeit, eine 9-Fuss hohe Weisstanne zu erlegen (Chandler s8gte trotz Schnuller kräftig mit).

Christmas Tree Loaded

Zuguterletzt wird der Baum auf das Dach des Outlanders geladen, mit ein paar Schnüren festgezurrt, und dann geht es auf die 30 Meilen lange Reise nach Hebron.

Freitag, 10. Dezember 2010

Der beste englische Weihnachtssong?

Zur Abwechslung haben wir heute mal eine kleine Hitparade – eine Hitparade zur Weihnachtszeit. Die Frage ist einfach: welches englische Weihnachtslied mögen die Leser des Hebroner Anzeigers am liebsten – und in welcher Interpretation?

Im folgenden findet Ihr fünf Songs, die mir zu diesem Thema spontan einfallen. Gebt mir doch bitte in Kommentaren (oder eMails) an, welches dieser Lieder Euch am besten gefällt. Wenn Ihr einen anderen englischen Weihnachtssong lieber hört (oder einen dieser Songs in einer anderen Interpretation), schreibt ruhig das dazu (vergesst aber bitte nicht, den Interpreten anzugeben, sodass ich diesen Song auch finden kann).

Also: welches ist Euer liebster englischer Weihnachtssong?
Hier sind fünf Kandidaten!

1) Bruce Springsteen: Santa Claus is Coming to Town

Rockige Interpretation eines klassischen Liedes: der “Boss” in Weihnachtsstimmung (schwarz-weisses Video, die Aufnahme stammt von 1978). Dieses Lied wurde (und wird) sehr oft gespielt und von allen möglichen Musikern interpretiert. Aber niemand schafft es so wie Bruce mit diesem Song eine Partyatmosphäre zu erzeugen.

Bruce Springsteen spielt “Santa Claus is Coming to Town” (1978)

 

2) Nat King Cole: The Christmas Song

Der Jazz Sänger Mel Torme schrieb dieses klassische amerikanische Weihnachtslied im Sommer des Jahres 1944, und nahm ihn mit seiner Kombo auf. Nur wenig später, 1946, nahm Nat King Cole denselben Song mit seinem Trio auf – diese Interpretation war es, die das Lied zum Klassiker machte. Der unbestreitbare Charme des Sängers machte das Lied zum Megahit der Weihnachtssaison 1946. Seitdem, haben sich mehr als 80 andere Sänger an diesem Lied versucht (darunter auch der Komponist Mel Torme, der den Song noch weitere drei mal aufnahm) – aber niemand hatte auch nur annähernd den Erfolg damit, den Nat King Cole verzeichnen konnte. Ohne Zweifel: Nat hat 1946 die ultimative Version dieses Songs abgeliefert (das schwarz-weiss Video ist von 1953):

Nat King Cole singt “The Christmas Song”

 

3) Amy Grant: Breath of Heaven

Dieser Song ist ungewöhnlich, in mehr als einer Hinsicht. Aber gerade deswegen mag ich ihn sehr. Ungewöhnlich zum Beispiel deswegen, weil es das erste Lied ist das ich kenne, das aus der Perspektive von Maria geschrieben ist (der Untertitel ist “Mary’s Song”). Ungewöhnlich auch, durch die sparsame Instrumentierung und den sehr zurückhaltenden Gesang. Amy Grant, die eine sehr voluminöse Stimme hat, haucht zeitweise mehr als sie singt. Ich bekomme jedesmal, wenn ich dieses Lied höre, eine Gänsehaut.

Klickt hier um einen Ausschnitt dieses fantastischen Liedes zu hören: Beispiel

Amy Grant–Breath of Heaven (Mary’s Song)

 

4) Bing Crosby – White Christmas

Titelsong des gleichnamigen Filmes von 1954 mit Danny Kaye, Rosemary Clooney, Vera Ellen und Bing Crosby. Was kaum einer weiss: das Lied “White Christmas” wurde eigentlich für den Film “Holiday Inn” (1942) geschrieben, in dem es auch (von Bing Crosby) uraufgeführt wurde (hier ein kleines Video von “Holiday Inn”). Der Song erwies sich aber als derart populär, daß er 12 Jahre nach der Uraufführung seinen eigenen Film bekam. Mit über 50 Millionen verkaufter Singles (und vielen Millionen Alben) gilt “White Christmas”  als der am häufigsten verkaufte Song aller Zeiten. Für viele ist diese Komposition von Irving Berlin, in der Interpretation von Bing Crosby, DER Weihnachtssong überhaupt.

Bing Crosby singt “White Christmas” (aus dem Film “Holiday Inn” von 1942)

 

5) Elvis Presley: Blue Christmas

Nach “White Christmas” mussten wir noch etwas tun, um die Farbenlehre zum Weihnachtsfest weiterzuführen. “Blue” Christmas ist die ideale Ergänzung zum Bing Crosby Song. Wo “White Christmas” nostalgisch und fröhlich ist, ist “Blue Christmas” schwermütig und traurig. Vordergründig, jedenfalls. Wo Bing’s helle und heitere Stimme “White Christmas” den feierlichen Ton gibt, dominiert der sonorige Bass von Elvis die Aufnahme von 1957. Bing’s Stimme ist angenehm und feierlich, aber ein bischen flach (ein Eindruck der wohl auch durch die schlechtere Aufnahmequalität der Studiotechnik von 1942 noch etwas verstärkt wird). Elvis dagegen, klang nie besser. Seine Stimme ist abgerundet und voll, seine aggressive Interpretation treibt den von Billy Hayes geschriebenen Country-Bluestitel deutlich ins Lager des Rock’n’Roll. Kein Orchester, keine Streicher (wie bei “White Christmas”), Elvis instrumentiert “Blue Christmas” lediglich mit ein paar akkustischen Gitarren und einem Tambourine: seine Stimme trägt den Song. Ein Meisterwerk, keine Frage. Hier ein Video vom King (dieses Video ist von 1968 – von der klassischen 1957’er Aufnahme existiert leider kein echtes Video):

Elvis mit “Blue Christmas” (aus seinem “Comeback Special” von 1968)

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Weihnachtsvorbereitungen (1)

Our Christmas Village

So langsam muss man sein Haus schon auf Weihnachten vorbereiten. Findet Faye jedenfalls.

Ein wichtiger Teil der Dekoration ist unser “Winterdorf” – und Faye ist mit voller Begeisterung dabei. Häuser, eine Kirche, eine Brücke, Bäume, ein See, verschiedene Figuren – alles hat in Fayes Plan genau seinen Platz. Und alles hat genau da zu stehen.

Die ersten Häuser kauften wir vor mehr als 10 Jahre, und jedes Jahr kommt irgendwas neues dazu. Dieses Jahr haben wir uns einen festlichen Weihnachtsbaum für das Dorf geleistet. Irgendwann brauchen wir sicher ein eigenes Zimmer dafür.

Ach ja – fleissige Helfer hat Faye…

Our Christmas Village

Montag, 18. Oktober 2010

“Frohes Fest” mit Elektronik Schrott

Was gibt es weihnachtlicheres als einen Christbaum aus einer alten DVD geschnitten?

Oder einen weihnachtlichen Stern aus einer Halbleiterplatine?

Kein Zweifel: da kommt so richtig Festtagsstimmung auf! Und umweltfreundlich ist es obendrein – schliesslich sind einige dieser alten Elektronik-Teile mit Schwermetallen belastet, und das Plastik würde sich in einer Müllhalde über Jahrhunderte nicht abbauen. Kevin Parrish empfiehlt, das weihnachtliche Stimmungsbild noch mit gold-gespritzten Netzwerkkabeln abzurunden.

Das hier ist etwas ganz besonders stimmungsvolles: ein Schmuckkästchen aus Hauptplatinen (mit Prozessor und eingelassenem Hauptspeicher!). Geschmackvoll mit dunklem Walnuss-Holz in eine “Sarkophag” Form gebracht, lässt dieses Kästchen das Herz jedes schmuckliebenden Computerfans höher schlagen.

Man kennt dieses Problem: zu Weihnachten erscheint ungeahnt vierbeiniger Familienzuwachs unterm Baum. Und ganz plötzlich muss man dann einen Stall für den Zwerghasen finden. Wie gut, wenn man noch einen der uralten Röhrenmonitore findet: so wohl hat sich der Rammler sicher schon lange nicht mehr gefühlt!

Und wer bis jetzt noch nicht künstlerisch inspiriert ist – für den ist dieses Kunstwerk sicherlich der letzte Schubser um der Kreativität freien Lauf zu lassen: wenn man die Mona Lisa aus Memory Chips bauen kann – welches Gemälde lässt sich dann nicht moden nachgestalten? Wie wäre es mit dem “Mann mit dem Goldhelm” aus Halbleiterplatinen? Dem “Jüngsten Gericht” aus Ethernet Karten? Oder ganz einfach der sixtinischen Kapelle aus alten Disketten?

Lasst Eurer Kreativität freien Lauf – und berichtet dem Hebroner Anzeiger davon!

(Alle Ideen in diesem Post, und noch zahlreiche andere, finden sich auf “Tom’s Hardware” under diesem Link; Idee von Kevin Parrish).

Dienstag, 5. Januar 2010

Goodbye Scuba Santa!

Dieser Herr hier ist einer der Lieblinge der Kinder im Grossraum Cincinnati: Scuba Santa, der tauchende Weihnachtsmann, der in einem von Seepferdchen gezogenen Schlitten jedes Jahr im Aquarium in Newport vorbeikommt, und dort für Weihnachtsstimmung sorgt.

Hier ist Santa mit dem Sharkray Scooter zu sehen, einem der Vorzeige-Haie des Aquariums. Ja, die Taucher sind tatsächlich mittendrin im Haifischbecken. Gestern war sein letzter Auftritt für diese Saison. Er sagte, jetzt mache er erstmal Ferien in Hawaii.

Und mit Scuba Santa verschwindet dann auch die Weihnachtsdekoration im Aquarium. Irgendwie schade.