Freitag, 31. Oktober 2008

Black and Orange Day

Heute (Donnerstag), einen Tag vor Halloween, feierte das Little Red Schoolhouse (Faye's Kindergarten) "Black and Orange Day": alle Eltern waren angehalten, ihre Kinder in schwarze und orangene Farben zu kleiden.




















Kein Problem für uns. Faye sieht schliesslich in jedem Outfit knuddelsüß aus. Und die Vogelscheuchen vor unserem Haus wollte sie schon lange einmal umarmen. Übrigens: morgen (Freitag), sollen die Kinder in ihren Halloweenkostümen zur Schule kommen. Aber dieses Bild kennt Ihr ja bereits.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

McCain's letzte Hoffnung: der Bradley Effekt

1982 versuchte Tom Bradley (siehe Bild), der langjährige Bürgermeister von Los Angeles, Gouverneur von Kalifornien zu werden. Alle Umfragen sagten dem sehr geschätzten Demokraten Bradley voraus, daß er mit ca. 5% Stimmen-Vorsprung vor seinem Gegenkandidaten, dem Republikaner George Deukmejian, die Wahl gewinnen würde. Nur am Wahltag kam alles anders: Deukmejian gewann die Wahl denkbar knapp.

Was war passiert? Die Analysen zeigten, daß weisse Wähler deutlich seltener für den schwarzen Bradley stimmten, als es die Wahlumfragen vermuteten. Die landläufige Erklärung: wenn sie von einem Demoskopen befragt wurden, gaben viele Weisse an, kein Problem zu haben, für einen schwarzen Kandidaten zu stimmen. In der Wahlkabine, wo ihnen niemand über die Schulter schauen konnte, sah die tatsächliche Wahl dann aber anders aus. Mit anderen Worten: verhaltener Rassismus. Dieses Phänomen nennen Politikwissenschaftler den "Bradley Effekt".

Es gibt natürlich noch andere Erklärungen für diesen Wahlausgang in Kalifornien von vor 26 Jahren. Aber der sogenannte Bradley Effekt wird im Moment genau analysiert: schliesslich liegt Barack Obama laut den Demoskopen um ziemlich genau 5 Prozentpunkte vor dem Kandidaten McCain.

Ob sich am 4. November die Geschichte wiederholen wird?

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Witz des Tages

"Heute jährt sich der schwarze Freitag, der Börsencrash von 1929, zum 79. Mal. Zum Gedenken an diesen Anlass, kann man derzeit die Aktien an Wall Street zu den Preisen von 1929 kaufen."

David Letterman, gestern in "Late Show" auf CBS

Zur Wahl am Dienstag (1)

Wer erwartet, daß am Dienstag hier in den USA eine Präsidentenwahl stattfindet, der liegt total daneben.

Gewählt werden am Dienstag zunächst einmal nicht der Präsident, sondern Wahlmänner. Jeder Staat stellt wenigstens drei Wahlmänner - und bei den kleinsten Staaten (etwa Alaska, Montana, Nord Dakota oder Wyoming) bleibt es auch dabei. Staaten mit größerer Bevölkerung, stellen mehr Wahlmänner: Ohio stellt 20; New York 31; Texas 34; Kalifornien, der bevölkerungsreichste Bundesstaat stellt gar 55 Wahlmänner. Unser Staat Kentucky stellt 9 Wahlmänner. Diese 538 Wahlmänner treffen sich dann deutlich später um den Präsidenten zu wählen. Der Kandidat mit wenigstens 270 Wahlmännern, sollte dann eigentlich Präsident werden.

Also gibt es am Dienstag eine bundesweite Wahl der Wahlmänner? Nein. Total daneben. Am Dienstag wählen alle 50 Bundesstaaten ihre Wahlmänner. Soweit stimmt das. Aber jeder Staat entscheidet für sich selbst, wie diese Wahl der Wahlmänner stattzufinden hat.

Es gibt keine Bundeswahlaufsicht. Kein Bundeswahlgesetz. Keinen Bundeswahlleiter. Stattdessen organisieren 51 Staatssekretäre 51 Wahlen, die halt am selben Tag stattfinden. Warum 51 und nicht 50? Jeweils eine in jedem Staat, und in dem staatsfreien District of Columbia, in dem die Bundeshauptstadt Washington liegt. Streng genommen stimmt auch das nicht: es sind deutlich mehr als 51 verschiedene Wahlen.

Eigentlich mehrere tausend verschiedene Wahlen: die meisten Staaten überlassen ihren Landkreisen die Organisation der Wahlen, und lassen ihnen dabei weitgehend freie Hand. In unserem Landkreis Boone sehen die Wahlmaschinen, und die Wahlzettel, anders aus als im Nachbarlandkreis Kenton. Und die sehen anders aus als die im Landkreis Campbell. Obwohl all diese drei Landkreise im Bezirk Nordkentucky liegen, sind es drei grundverschiedene Wahlen.

Manche Wahlkreise haben Wahlzettel aus Papier, auf denen die Wähler ihre Wahl markieren. In manchen Wahlkreisen geschieht die Wahl komplett mechanisch per Wahlmaschine. In manchen sind die Wahlmaschinen komplett elektronisch (Wahlcomputer). In wieder anderen Wahlkreisen gibt es ein Mischsystem aus Maschinen und Wahlzettel: die Wahl findet per Maschine statt. Aber der Wahlcomputer druckt bei jeder Stimmabgabe einen Stimmzettel aus, den der Wähler verifiziert. Falls die Wahl angefochten wird, kann eine Kommission anhand der Zettel nachprüfen, daß die Wahlmaschine richtig gezählt hat.

Und trotz all diesem Chaos sollte am Dienstag abend der Gewinner der Wahl feststehen. Hoffen wirs.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Daniel's Farm



Der kleine Junge auf diesem Bild heist Lorenzo, ist 1 1/2 Jahre alt, und der Sohn meines Kollegen Kishore und seiner Frau Letitia.


Zusammen mit Kishore's Familie statteten wir Daniel's Farm einen Besuch ab. Daniel's ist wohl unsere Lieblingsfarm im Bereich Nord-Kentucky.

Leider hat Daniel's nur zur Herbstzeit geöffnet. Aber wenn sie mal offen sind, dann bieten sie auch was: Kinderspielplatz; Ställe mit Ziegen, Schafen, Eseln und Ponies zum Füttern und Streicheln (mit jeder Eintrittskarte gibt es eine Tasse Tierfutter); ein begehbares Hasengehege; ein Gehege mit Truthähnen; Traktorfahrten durch die Kürbisfelder; Pony-Ritte. Dazu selbstgebackenen Kürbiskuchen, Hamburger und Würste vom Grill, und oftmals Bluegrass Musik live.
Faye liebt diese Farm. Nirgendwo sonst kommt sie derart einfach an die Tierchen ran.

Und den Kontakt mit dem jüngeren Lorenzo genoß sie auch sichtlich: sie nahm ihn bei der Hand, und führte ihn zu den schönsten Plätzen auf der Farm.

Montag, 27. Oktober 2008

Schweinereien

Eine der Dinge, die man hierzulande im Herbst gut mit der Familie unternehmen kann ist es, Farmen zu besichtigen. Viele Farmen die in der Nähe von Großstädten liegen bieten sogenannte "Pumpkin Patches" an: kommt vorbei, sucht Euch einen Pumpkin (Kürbis) aus, schaut Euch die Farm an, spielt ein bischen mit den Farmtieren. Manchmal gibt es noch ein paar andere Attraktionen (eine Fahrt auf dem Traktor durchs Feld; selbstgebackenen Kuchen oder selbstgemachte Wurst; Andenken).



Faye hat sich hier auf der Stelle mit den beiden Ferkelchen angefreundet. Von den Kürbissen war sie weniger fasziniert. Die grunzen halt nicht so schön.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Bei Borders

Fayewittchen

In weniger als einer Woche ist Halloween. Um diese Jahreszeit gilt es für Familien mit Kindern Jahr für Jahr eine wirklich schwierige Entscheidung zu treffen: "Als was gehst Du dieses Jahr zum Halloween?" Faye wollte zunächst unbedingt eine Fee sein - mit kleinen Flügelchen. Dann eine Zauberin. Aber seit ca. einer Woche will sie ganz bestimmt Schneewittchen sein. Und hier kann man erkennen, daß sie in ihrem Schneewittchen Kostüm zuckersüß aussieht:






Jetzt hoffen Mamma-Wittchen und Daddy nur, daß diese Wahl noch die letzten Tage bis Halloween anhält.

Samstag, 25. Oktober 2008

Räuberbande


Immerhin drei von den diebischen Nagetieren habe ich hier auf ein Bild bekommen. Kein sehr gutes Bild, aber immerhin drei Waschbären auf einen Blick.

Renaissance, Made in USA



Irgendwie passt das nicht ganz zusammen: allgemein gilt die Renaissance als die Periode NACH dem Mittelalter, eines der drei Ereignisse, die das Mittelalter beendeten. Die Zeit, als Europa von der dunklen Periode des Mittelalters erwachte. Die Wiedergeburt der Zivilisation. Die Entdeckung Amerikas in 1492, sowie der Beginn der Reformation durch Martin Luther in 1546 gelten als die anderen zwei Ereignisse, die das Mittelalter endlich beendeten.




Hierzulande allerdings, treffen sich Leute in mittelalterlichen Kostümen, und vor mittelalterlichen Kulissen, veranstalten mittelalterliche Reiter- und Schwertturniere, und nennen das "Renaissance Festival". Amy hat uns vor kurzem zu einem solchen Spektakel nahe der Stadt Harveysburg in Ohio eingeladen.






Das Festival läuft jedes Wochenende von Juni bis Oktober. Hunderte von Fans des Mittelalters kaufen sich Dauerkarten, kleiden sich Mittelalterlich, und gehen jedes Wochenende hin.



Neben Turnieren und allerlei Absonderlichem, gibt es jede Menge Shows: hier führen die Waschweiber vor, wie man mit dem Publikum Scherze macht.




Und dieser Herr, hat aus einem mit Wasser gefüllten Holzrohr und einer süßen Kartoffel eine Flöte gebaut, auf der er uns Beethoven's "Ode an die Freude" vorspielte. Gekleidet war er hauptsächlich in Tonerde.





Der Minnesänger lies Faye ziemlich kalt. Aber, als sie dann in einem Becken zum ersten mal einen (Holz-)Fisch angelte, da war sie sehr begeitert.

Freitag, 24. Oktober 2008

Zottelige Alpacas

Bill, einer meiner Kollegen aus Cincinnati, hat ein seltenes Hobby: er züchtet Alpacas. Diese Huftierart sieht zwar auf den ersten Blick den Llamas ähnlich, ist aber nicht mit ihnen verwandt. Der nächste Verwandte dieses Tieres wäre das in Südamerika wild lebende Kamel, von dem die Alpacas domestiziert wurden. Alpacas kommen aus Mittel- und Südamerika, werden aber in vielen anderen Teilen der Welt für ihre Wolle und ihr Fleisch gezüchtet (hier könnt Ihr mehr über diese Tiere nachlesen).



Bill Vonderhaar begann vor ein paar Jahren mit zwei Tieren. Ihm gefiel die Zuchtarbeit, und er begeisterte ein paar Kollegen derart, daß sie sich auch die ersten Alpacas zulegten. Vor etwa einem Jahr kaufte er dann eine stillgelegte Farm nahe dem Städtchen Morrow, ca. 30 Minuten nördlich von Cincinnati. Heute leben auf seiner Farm in Morrow ca. 80 "Suri" Alpacas, die fünf verschiedenen Eigentümern gehören.



Im September lud Bill, im Rahmen einer Wohltätigkeitsveranstaltung, zu einem Besuch seiner Farm in Morrow ein. Das liesen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Faye hat sich sofort in die friedlichen Zotteltiere verliebt. Und als sie dann ein paar Alpaca-Babies zum schmusen bekam, war sie ganz verzückt. Das hier abgebildete Tier ist übrigens gerade zwei Tage alt. Die Tragzeit eines Alpacas kann bis zu 340 Tagen dauern. Dafür sind die Jungtiere aber auch nach schon einem Jahr praktisch ausgewachsen.



Alpacawolle wird wegen ihrer Weichheit und Allergiefreiheit sehr geschätzt. Hochwertige Hemden und Anzüge werden aus industriell verarbeiteter Alpacawolle geschneidert. Oftmals kosten diese Anzüge, aufgrund des seltenen Materials, viermal so viel wie gleich geschneiderte Anzüge aus Schafswolle. Kein Wunder, daß sich die Alpacazucht lohnen kann.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Hallzooween

"Hallzooween" nennt der Zoo in Cincinnati seine jährliche Halloweenfeier. Überall im Zoo ist dekoriert, Gespenster und Hexen baumeln von den Bäumen (sowie hier), die Elefanten und Eisbären bekommen Kürbisse zum Spielen und zertrümmern, und die Kinder die den Zoo besuchen bekommen an 12 Ständen Süßigkeiten, wenn sie dorthin finden und "Trick or Treat" sagen.




Faye gefiel das. Aber am besten gefiel ihr immer noch die Fahrt mit der Bummelbahn durch den Halloween-geschmückten Zoo.



Und natürlich das Streicheln der Schafe und das Füttern der Ziegen.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Einen Kürbis für Obama

Die Präsidentschaftswahl am 4. November findet dieses Jahr genau 4 Tage nach Halloween statt. Was liegt da also näher, als den Kürbis, den traditionellen Halloween-Schmuck, zum Wahlkampf zu nutzen?
Wie bei Obama üblich, gibt es für diese Idee gleich eine Organisation: eine "Bewegung" mit ihrer eigenen Internet Seite, ihrer eigenen Kommunikation, ihrem eigenen Slogan ("Yes we carve"),und ihrem eigenen Youtube Video. Dieses Video ist absolut sehenswert, auch für den, der kein Englisch versteht.



Der Slogan, "Yes we carve" ("Ja, wir schnitzen" - den Kürbis natürlich) ist eine Anspielung auf Obama's Wahlkampfslogan "Yes, we can" ("Ja, wir können").

Räuber!

Da staunten wir nicht schlecht, eines Abends. Wir waren gerade beim Abendessen, und hörten ein Kratzen und Scharren auf unserer Terasse. Es kam von einem Waschbären, der zu unserem Vogelhäuschen hochkletterte, um es auszuräubern. Ein possierliches Nagetier, eigentlich. Faye war ganz begeistert davon.

Und zwei Tage später staunten Mammi und Daddy nicht schlecht: gegen 10 Uhr abends haben sich nicht weniger als fünf Waschbären über das Futter hergemacht. Leider sind sie sehr scheu, und fotografieren ist nicht einfach. Muss mir etwas überlegen.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Salt Festival

"Lame Elk" (Lahmer Elch) heisst dieser Herr hier, oder wenigstens lautet so sein indianischer Name. Zusammen mit Kleiner Adler, Sanfts Blüte, Schneller Hirsch und Kleine Espe ist Lahmer Elch ein Teilnehmer am "2008 Festival" (dem Salz Festival) das wir am Sonntag besuchten.
















Einmal jedes Jahr kommen am Big
Bone Lick State Park, unweit der Stadt Union in Kentucky, eine Reihe von Teilnehmern zum Salt Festival zusammen, gekleidet in Kostümen der Pionierzeit. Kleiner Adler hier trägt einen Anzug aus Hirschhaut. Wie all diese Weissen zu indianischen Namen kommen, weiss ich leider nicht. Aber wir zählten mehr als 200 Tipis mit Teilnehmern, es war absolut eine Grossveranstaltung.













Natürlich geht es darum die Geschichte der Gründerzeit lebendig zu erhalten, und ein bischen Wild-West-Romantik zu durchleben.













Der Big Bone Lick State Park liegt an einer natürlichen Sole Quelle (thermales Salzwasser). In Prähistorischer Zeit kamen hier Mammuts vorbei um an dem Salz zu lecken. Unzählige Grabungen in Big Bone Lick brachten Skellette dieser ausgestorbenen Riesentiere ans Tageslicht. Big Bone Lick ist der Geburtsort der Paläontologie in den USA. Später siedelten hier Indianerstämme an, um durch abkochen des Salzwassers das wertvolle Salzmineral zu gewinnen. Im 18. Jahrhundert folgten dann Missionare, die hier eine kleine Kirche bauten (die heute noch existiert). Big Bone Lick ist vermutlich der älteste Siedlungsort in Kentucky. Also ein guter Platz für ein solches Nostalgiespektakel.





Kleiner Adler erklärte mir den Sinn dieser mit Tonperlen behängten Lederfranzen: sie dienten dazu, Jagdbeute zu markieren. Wenn ein Indianer einen Hasen oder ein Reh erlegt hat, wurde einer der Fänge der Beute mit einem solchen Lederstreifen markiert. Das Farbmuster der Tonperlen sagte also: "das ist mein Hase, lass die Finger davon!"


Dieses kleine Mädchen, vielleicht ein halbes Jahr älter als Faye, ist in Kinderkleider der Pionierzeit gekleidet. Richtig süß.













Natürlich darf bei all dem Treiben auch ein Sherriff nicht fehlen. Genauer gesagt, ein Marshall (Sherriffs werden von Städten bezahlt, Marshalls von Staaten; Big Bone Lick ist keine Stadt, sondern Territorium das dem Staat Kentucky direkt gehört). Und der Marshall erklärte Faye gerne, wie man mit einem Colt 45 umgeht. Daddy stellte sicher, daß die Waffe harmlos war (genauso harmlos übrigens, wie der 75 Jahre alte Marshall).





Lahmer Elch erzählte mir, daß er dieses Hobby seit dem 12. Lebensjahr betreibt. Ca. 20 Mal im Jahr trifft er sich irgendwo in den USA zu solchen Festivals. Und jedesmal gibt es, wie hier in Big Bone Lick, Lagerfeuer, am Feuer gekochte Köstlichkeiten (Maisbrot, Bohnen, Westernkaffee), Turniere (Tomahawk Werfen, Zeltaufstellen, Bogenschiessen, Zielschiessen mit einem Vorderlader), und es werden jede Menge Handarbeiten verkauft. Faye war von dem indianischen Schmuck begeistert.

Montag, 20. Oktober 2008

Halloween 2008

Das Time Magazine hat diesen Vorschlag für ein furchterregendes Halloween Kostüm im Jahr 2008: Booooooo!

Sonntag, 19. Oktober 2008

Noch näher ran

Vor kurzem habe ich einen "1,4x Teleconverter" geschenkt bekommen. Das ist im Prinzip ein Zwischenstück, das zwischen die Kamera und das Objektiv gesetzt wird, um die Brennweite um den Faktor 1,4 zu verlängern. Aus meinem 200mm Objektiv wird so ein 200mm x 1,4 = 280mm Objektiv. Und da meine Kamera einen Sensor von der Größe 1/1,6 hat, wird aus dem 200mm Objektiv so effektiv ein 448mm Objektiv. Ziemlich große Brennweite.

Fotos in dieser Brennweite müssen entweder entweder sehr schnell, oder aufgelegt, oder mit Unterstützung eines Stativs oder Monopods geschossen werden (ich nehme meist ein Monopod). Und damit werden dann solche Aufnahmen möglich (hier ein Macaw und ein Gibbon Affe im Cincinnati Zoo). Macht richtig Spass.

Samstag, 18. Oktober 2008

Warum gerade dieses?

Flickr hat heute eine neue Version der Start Seiten veröffentlicht. Als ich mir die näher anschaute, bin ich auf ein "Statistik" Modul gestossen. Interessant. Mein beliebtestes Bild bisher waren immer ein Regenbogen über dem Gullfoss Wasserfall in Island (siehe links).

Das hat sich aber in den letzten Wochen geändert. Mein Bild mit den meisten "Views" (Betrachtungen) ist "Baby Corn Snake". 1.546 haben sich das Reptil angeschaut, das Zach, dem Enkelsohn unseres Nachbarns, um die Finger schlingelt. Kornschlangen sind harmlose Reptilien die hier natürlich vorkommen. Sie werden gerne als Haustiere gehalten. Jedem das seine.

Gut, daß Flickr auf eine Analyse anbietet, wo diese Betrachter herkommen. Interessant - mehr als die Hälfte aller Views für dieses Bild kommen gar nicht von Flickr, sondern von Google. Und tatsächlich: wenn ich den Suchbegriff "Baby Corn Snake" eingebe, und dann nach einem Image (Bild) suche, bekomme ich dieses Ergebnis:




Mein Flickr Bild erscheint in der ersten Reihe bei Google!

Freitag, 17. Oktober 2008

Operation

Denkt heute mal fest an die Claudia. Sie untergeht gegen 10:00 Ortszeit eine Kieferoperation.

Benzin

Für $2.799/Gallone habe ich heute getankt. Beim derzeitigen Dollarkurs entspricht das 0,5503 Euro/Liter (55 Euro Cent). Klingt für Europäer sicher nicht schlecht.

Als wir 2003 hier rüber kamen, kostete der Sprit allerdings noch $1.629. Und noch vor kurzem war der Preis über $4/Gallone. Jetzt fragt sich jeder, ob dieser Preissturz etwas mit den Wahlen zu tun hat?

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Die letzte Debatte

Gestern abend kamen Barack Obama und John McCain zu ihrer letzten Fernsehdebatte vor den Präsidentschaftswahlen am 4. November zusammen. Alles in allem war das die gelungenste Debatte, die mit dem meisten Leben. Wer die Debatte noch einmal ansehen will (auf Englisch), der kann das hier tun:



John McCain's Strategie war klar der Angriff: er liegt in den Umfragen zurück (wenn auch nicht sehr viel) und muß etwas anders machen, wenn er gewinnen will. Barack Obama's Vorsprung ist nicht sehr groß (manche Meinunsforscher meinen 4%, manche meinen 8%), dafür aber konsistent. Obama war gestern wieder "Mr. Cool". Er brachte kaum irgendwelche Angriffe, zeigte sich von dem aggressiven McCain wenig gerührt. Selbst bei Fragen, die den Angriff förmlich herausforderten (Moderator: "Mr. Obama, denken sie, daß die Vizepräsidentschaftskandidatin von Mr. McCain dazu geeignet ist, Präsident zu sein?") blieb er sachlich und positiv. Diese Frage bewantwortete er, indem er die Qualifikationen seines eigenen Kandidaten betonte. McCain dagegen versuchte bei dieser Frage das fast unmögliche - die Qualifikation von Joe Biden anzuzweifeln. Eher eine Verzweiflungstat.

Obama hat nach allgemeiner Meinung alle drei Debatten, inklusive dieser, gewonnen. Auch wenn einem seine stoische Ruhe teilweise auf den Geist gehen kann, bei den Wählern scheint es zu wirken. Und darauf kommt es wohl im Ende an.

Der konservative Nachrichtenkanal Fox meinte dazu: "Amerika wählt keinen zornigen Kandidaten zum Präsidenten". Wenn das stimmt, dann hat John McCain schlechte Karten.

Belloween?


Hierzulande ist Halloween ein so wichtiger Feiertag geworden, daß man inzwischen auch Hund und Katze verkleiden sollte.

Wie gut, daß Petsmart, unser Tier-Supermarkt, hierzu die richtigen Kostüme anbietet. Hier etwa ist das "Cool Hat" Kostüm.

Wer seinen Vierbeiner lieber als Gesetzeshüter sieht, für den ist dieses Kostüm gedacht.

Interessant, dass es zweimal derselbe Hund ist, der hier modelt. Offensichtlich gibt es nicht sehr viele Schmusetiere, die einen solchen Unsinn mitmachen.

Viele spielen sicherlich gerne "Teufelchen" - aber nur wenige lassen sich so kostümieren.

Und schliesslich - wenn Herrchen und Frauchen schon als Piraten zum Halloween gehen, dann sollte hund eben auch derart geschmückt sein. Mit den Kostümen von Petsmart, kein Problem.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

11 Gute Gründe ...

"Zehn gute Gründe, eine schwarze Katze zu adoptieren": in unserem Tiersupermarkt Petsmart taucht einmal die Woche ein Katzenasyl auf, und bietet Katzen und Kätzchen zur Adoption an. Oftmals sind das unglaublich goldige Tierchen, mit einer kaum begreifbaren Geschichte. Faye liebt es jedesmal, mit diesen Kätzchen zu spielen.


Diesesmal waren wir zugegen, als sie einen Adoptionstag speziell für schwarze Katzen gemacht haben. Die Katzenbabys sahen alle irgendwie aus wie Maunzy (aber mit nicht ganz so schönem Gesicht). Interessant dabei, die Liste der "10 Guten Gründe eine schwarze Katze zu adoptieren", die das Tierasyl hier auf einem Plakat anführte:


10. Du sparst viel Geld bei Deinem Halloween Kostüm
9. Wenn es mal schneit, sind sie sehr einfach zu finden
8. Du wirkst schlanker, wenn Du eine schwarze Katze hälst
7. Eine schwarze Katze passt zu jedem Dekor
6. Deinen schwarzen Anzug musst Du nicht gross ausbürsten
5. Wenn Du ein schwarzes Kätzchen glücklich machst, ist das Glück auf Deiner Seite
4. Wie ein SmaragD, eine schwarze Katze ist einfach schön
3. Hey - den Kätzchen ist es ja auch egal, welche Farbe Du hast!
2. Liebe kennt keine Farben
1. Schwarze Katzen werden am wenigsten adoptiert.

Nun, wir haben natürlich unseren eigenen Nummer 1 Grund, schwarze Katzen zu lieben.










Dienstag, 14. Oktober 2008

Daddy - gehn wir endlich schwimmen?

Im Addidas Sportanzug gekleidet, die Tasche (mit dem eigenen Namen) gepackt, das Haar aufgesteckt: Faye ist bereit! Es geht ins "big pool" (große Becken) nach Burlington, wo Faye und Mamma (und manchmal auch Faye und Daddy) den Familienschwimmkurs besuchen. "Jetzt komm schon, Daddy!".

Montag, 13. Oktober 2008

Da waren wir doch schon mal ...

Das Time Magazine macht eine interessante Beobachtung zum Jahr 2008: eine Tour von Van Halen ist das größte Konzertereignis des Jahres; Bruce Springsteen kommt ganz groß raus (er singt zur Halbzeit des Superbowls)); die Jeans werden jetzt hauteng getragen; und der Dow Jones krebst bei 8.400 Punkten herum: all das gabs schon mal, und zwar 1987. Hat die Finanzkrise tatsächlich 21 Jahre ausgelöscht?

Sonntag, 12. Oktober 2008

La Paz

Ein wirklich schöner Wasserfall, der auf der Landstrasse zwischen Poas und San Jose etwas liebloses Dasein fristet. In vielen anderen Ländern wären um La Paz herum Hotels, Restaurants, Besucherzentren, Tankstellen und Souvenierläden gebaut worden.



In Costa Rica, wo es derartige Wasserfälle zu Dutzenden gibt, hat La Paz noch nicht einmal einen befestigten Parkplatz. Ein paar fliegende Händler bieten Plüschaffen, Lederartikel und Schnitzerein von zweifelhaftem Wert feil ("Made in China"). Aber nichts, was den Namen "La Paz" trägt. Warum auch - ist doch nur ein wunderschöner Wasserfall.

Da ich aus einem Land komme, das nicht derart verschwenderisch mit Naturschönheiten gesegnet ist, hat mich dieser Wasserfall sehr fasziniert.