Nur nicht vom richtigen Weg abkommen! Diesen Rat gibt Faye hier ihrer Mama und ihrem kleinen Brüderchen. Sehr lauthals. Schliesslich hat sie den richtigen Weg aus dem Stroh-labyrint bei Daniel’s Farm ausgetüftelt.
Wie jeder Leser des Hebroner Anzeigers weiss, besuchen wir sehr gerne Farmen. Und Daniels, gelegen nahe dem Städtchen Walton in Kentucky, ist eine unserer ausgesprochenen Lieblingsfarmen.
Von Schafen und Ziegen, über Hühner, Enten, Gänse, Truthähne und Pfauen, bis hin zu Schweinen, Pferden, Kühen und Eseln kann man hier sehr viele Farmtiere sehen, streicheln und füttern.
Übrigens: hier lernten wir auch warum die meisten Farmer in Kentucky wenigstens einen Esel in der Herde halten: Esel töten oder vertreiben die wilden Kojoten, die hier im Kentucky Farmgürtel eine Landplage sind (und die sich sonst gerne ein paar Hühner oder Schafe zum Abendessen holen).
Im Monat Oktober bieten die meisten Farmen hier Hayrides an: die Gäste steigen auf einen mit Strohballen ausgelegten Anhänger, und werden dann vom Traktor durch die Felder gezogen. 3200 Acres (fast 1300 ha) Nutzfläche hat diese Farm.
Chandler jedenfalls ist von alldem begeistert, was es auf der riesigen Farm zu sehen gibt.
Zu Anfang hat er mit Daddy jede Menge Schafe gefüttert und gestreichelt (das weiche, wollige Fell hats ihm angetan). Dann gings durch das Stroh-Labyrint; es wurde mit der großen Schwester auf dem Spielplatz gespielt; und schliesslich auf dem Anhänger, gezogen von einem riesigen Traktor, den Hügel rauf und runter durch riesige Felder.
Und ganz zum Schluss hielt der Hayride in einem Kürbisfeld, und Mammi, Faye und Chandler durften sich ein paar weitere Kürbisse für unsere eigene Hausdekoration raussuchen.
So macht Herbst richtig Spass.
Die Zicklein fressen einem aus der Hand; die Hasen sind in einem Stall, den man nur als “Langohr-Villa” bezeichnen kann; die Esel sind so sauber gestriegelt, als ob sie gerade vom Frisör kommen würden; und die Pferde schauen so glücklich drein, weil ihre Arbeit nicht aus Pflug-Ziehen und Reiten besteht, sonder daraus, sich von den Kindern streicheln zu lassen. Und die Kürbisfelder sind so sauber, dass man sich schon anstrengen muss, dreckige Schuhe zu bekommen.
Und zu allem Überfluss hat der Bauernhof dann auch noch einen (hausgemachten) Spielplatz. Kein Wunder, dass das unserer Lokführerin gefällt. 









