Samstag, 30. Dezember 2006
Niemand zu Hause?
Sie wollte eigentlich nur mal bei den Vögeln nach dem Rechten sehen, die Maunzy. Und vielleicht wäre ja jemand zum Spielen mit ihr aufgelegt. Sie hatte nur die besten Absichten. Aber irgendwie flog kein Spielkamerad vorbei, solange sie auch Wache hielt. Das kann ein kleines Kätzchen schon frustrieren!
Freitag, 29. Dezember 2006
Milchbärtchen
Wir haben ihr ein paar kleine Plastikgläser besorgt, und geben ihr einmal am Tag (bevor es in die Badewanne geht) darin etwas Milch zu trinken. Wie von den Eltern gezeigt, setzt sie den Becher an den Lippen an, und beginnt damit, langsam den Becher zu neigen. Allerdings ... sobald die köstliche Milch ihren Mund erreicht ist es mit der Geduld vorbei. Vor Begeisterung hebt sie den Becher dann (mit der Öffnung nach unten) über den Kopf und beginnt zu jubeln.
Und der Rest der Milch fließt über das Gesicht. Naja, man muß halt alles irgendwann mal lernen.
Mittwoch, 27. Dezember 2006
Von Haien umschwommen
Insbesondere die vielen tropischen Fische mit ihren grellen bunten Farben haben es Faye angetan. Aber auch über die Pinguine amüsierte sie sich köstlich.
Und dann gab es den ganz besonderen Moment, als sie mit Mama durch das Haifischbecken lief, und ihr ein extra großer Tigerhai über den Weg schwamm ...
Winterspaziergang
Montag, 25. Dezember 2006
Preisfrage
Vielen Dank Euch Allen!
Sie hatte auch ein Weihnachtsgeschenk für uns: sie läuft die ersten Schritte - wenn auch noch etwas unsicher, so doch völlig frei. Heute morgen tappste sie mit Babyschritten auf den Baum und die Geschenke zu und berührte die bunte Pracht ganz vorsichtig. Wir mussten ihr erst zeigen, daß man das Geschenkpapier auch aufreisen darf.
Unter anderem gab es einen Schlitten, ein Dreirad, eine Lego Duplo Eisenbahn, hübsche Kleider, eine Spieluhr, eine Lunchbox für den Kindergarten und noch viele andere Sachen mehr. Herzlichen Dank bei Euch allen!
Sonntag, 24. Dezember 2006
Heute Nacht kommt der Weihnachtsmann!
Hier in den USA läuft das so: Santa Claus, der Weihnachtsmann, bringt die Geschenke, nicht das Christkindchen. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember fliegt er von seinem Haus am Nordpol los, in einem Schlitten gezogen von acht Rentieren (bei schlechtem Wetter fliegt Rudi, als neuntes Rentier, voran und leuchtet den Weg aus). Das ganze Jahr über führt Santa Buch darüber welche Kinder artig (nice) oder unartig (naughty) waren. Nur die Kinder die "nice" waren bekommen von ihm ein Weihnachtsgeschenk (die anderen bekommen bestenfalls einen Klumpen Kohle).
In der Weihnachtsnacht landet Santas Schlitten dann auf jedem Haus in dem ein artiges Kind wohnt. Mit einem Sack voller Spielsachen begibt sich Santa dann durch den Kamin ins Haus, und verteilt die Geschenke. Am Morgen des 25. stürmen die Kids dann wie aufgedreht aus den Betten, rennen zum Weihnachtsbaum um nachzuesehen, ob ihnen Santa was gebracht hat. Dann beginnt die große Schlacht gegen das Geschenkpapier.
Artiges Kind kriegt Geschenke, unartiges keine. Soweit die Theorie. In Wirklichkeit kann man dem Glück natürlich etwas nachhelfen. Es ist weithin bekannt, daß Santa in Häusern wo ihn etwas leckeres zum Naschen erwartet etwas großzügiger arbeitet. Dort bleiben dann auch schon mal für die nicht immer artigen Kinder ein paar Geschenke zurück.
Natürlich kennen wir diesen Trick und haben ihn Faye gleich beigebracht. Sie bereitet auf diesem Bild hier für Santa einen Teller voll Kekse und einen Becher Milch vor. Plaziert direkt vor dem offenen Kamin, sodaß Santa es auch nicht übersehen kann. Nun war Faye zwar das ganze Jahr über lieb, und bräuchte solche Tricks eigentlich gar nicht. Aber wer weiß, vielleicht bekommt selbst Daddy so ein paar Geschenke?
In der Weihnachtsnacht landet Santas Schlitten dann auf jedem Haus in dem ein artiges Kind wohnt. Mit einem Sack voller Spielsachen begibt sich Santa dann durch den Kamin ins Haus, und verteilt die Geschenke. Am Morgen des 25. stürmen die Kids dann wie aufgedreht aus den Betten, rennen zum Weihnachtsbaum um nachzuesehen, ob ihnen Santa was gebracht hat. Dann beginnt die große Schlacht gegen das Geschenkpapier.
Natürlich kennen wir diesen Trick und haben ihn Faye gleich beigebracht. Sie bereitet auf diesem Bild hier für Santa einen Teller voll Kekse und einen Becher Milch vor. Plaziert direkt vor dem offenen Kamin, sodaß Santa es auch nicht übersehen kann. Nun war Faye zwar das ganze Jahr über lieb, und bräuchte solche Tricks eigentlich gar nicht. Aber wer weiß, vielleicht bekommt selbst Daddy so ein paar Geschenke?
Schock und Panik beim Weihnachtsmann
Also zu dem Bild mit dem Weihnachtsmann muß ich doch etwas Information geben: in den USA ist es üblich, daß in der Vorweihnachtszeit in den Einkaufszentren ein Weihnachtsmann sitzt, der sich mit den Kindern fotografieren lässt.
Die Kinder setzen sich gerne auf Santas Knie. Er fragt sie was sie sich zu Weihnachten wünschen - und gibt die Information dann diskret an die Eltern weiter. Santas Assistentin fuchtelt mit einer knallbunten Puppe um die Aufmerksamkeit des Kindes zu erregen, und es wird ein Bild fürs Familienalbum gemacht.
Nur ist Faye natürlich zu jung um diese Zusammenhänge zu verstehen. Die Fotografin meinte, Claudia soll Faye einfach auf Santas Knie setzen, und dann blitzschnell verschwinden. Zunächst wird das Kind geschockt sein, bevor es in Panik gerät. "Schockbilder sind schöner als Panikbilder".
Und genauso passierte es dann auch. Claudia trug Faye zu Santa; Faye war vom weißen Bart fasziniert. Dann fing die Fotografin an mit der Puppe zu winken. Das lenkte Faye für den Bruchteil einer Sekunde davon ab nach Mama zu suchen, die sich aus dem Bild entfernt hatte. Lange währte der Frieden natürlich nicht - aber lange genug um in 1/90 Sekunde ein Bild zu schießen.
Nur ist Faye natürlich zu jung um diese Zusammenhänge zu verstehen. Die Fotografin meinte, Claudia soll Faye einfach auf Santas Knie setzen, und dann blitzschnell verschwinden. Zunächst wird das Kind geschockt sein, bevor es in Panik gerät. "Schockbilder sind schöner als Panikbilder".
Merry Christmas!
Mommy, Daddy, Faye und Maunzy wünschen allen Lesern des Hebroner Anzeigers "Merry
Christmas"!
Egal ob heute abend das Christkind bei Euch unter dem Weihnachtsbaum bimmelt, oder ob heute Nacht Santa Claus bei Euch durch den Kamin plumpst, wir hoffen, daß all Eure Weihnachtswünsche erhört werden.
Claudia Faye
Maunzy Hubert
Dienstag, 19. Dezember 2006
Neununsiebzig zum Zweiten
Teilen eine Tugend?
Andere Eltern haben uns schon oft gesagt, daß es nicht einfach ist, Babies und Kindern die Idee des "Teilens" zu vermitteln. Gott sei Dank haben wir mit Faye dieses Problem überhaupt nicht. Faye teilt ihre Kekse mit Maunzy, ihre Löffel mit dem der sie gerade füttert, und Milch mit allen die in einem "werfbaren" Umkreis von ihr stehen.
Und gestern oder vorgestern teilte sie wohl auch ihre Grippeviren mit Mammi und Papi. Am Sonntag waren wir noch zusammen im Zoo, und Faye war sehr gut drauf. Am Abend begann sie ein bischen zu kränkeln. Trockener Husten, leichtes Fieber (37.5ºC), verstopftes Näschen. Heute morgen geht es Faye deutlich besser, aber es zeigt sich dasselbe Krankheitsbild bei Claudia und mir.
Jetzt wissen wir wenigstens, durch was unser Engelchen gerade durchgegangen ist: jeder Muskel tut weh, man ist müde und abgeschlagen. Wenn wir nur so viel Energie wie Faye hätten.
Und gestern oder vorgestern teilte sie wohl auch ihre Grippeviren mit Mammi und Papi. Am Sonntag waren wir noch zusammen im Zoo, und Faye war sehr gut drauf. Am Abend begann sie ein bischen zu kränkeln. Trockener Husten, leichtes Fieber (37.5ºC), verstopftes Näschen. Heute morgen geht es Faye deutlich besser, aber es zeigt sich dasselbe Krankheitsbild bei Claudia und mir.
Jetzt wissen wir wenigstens, durch was unser Engelchen gerade durchgegangen ist: jeder Muskel tut weh, man ist müde und abgeschlagen. Wenn wir nur so viel Energie wie Faye hätten.
Montag, 18. Dezember 2006
Neununsiebzig zum Ersten
P.S.: wie üblich könnt Ihr auf Flickr mehr Bilder zum Thema sehen. Einfach hier klicken.
Sonntag, 17. Dezember 2006
Kuck mal - da ist Daddy!
Donnerstag, 14. Dezember 2006
Gibt es Belgien denn noch?
Der staatliche Sender RTBF wollte sich gestern abend (am 13.) wohl ein bischen einen Spaß erlauben und strahlte ein ganz besonderes Programm aus: die königliche Familie mit König Albert und Königin Paola hat überstürzt in einer Militärmaschine das Land verlassen; die Region Flandern hat ihre Unabhängigkeit erklärt; die Staatsflagge vor dem königlichen Palast ist eingezogen; der Staat, das Königreich Belgien ist aufgelöst.
Schön realistisch gemacht: echte Filmaufnahmen waren zusammengeschnitten, aus dem Zusammenhang genommen, und in diese "Liveübertragung" klever eingebaut worden. Interviews von echten Journalisten mit echten Politikern wurden abgespielt, die (scheinbar) dieses Ereignis kommentierten (auch wenn die Politiker tatsächlich in einem ganz anderen Zusammenhang sprachen). Bekannte Moderatoren führten durch die Sendung. Live wurden Interviews mit Passanten eingespielt: weinerlich, die Anhänger der Monarchie; jubelnd, teils militant die nach Unabhängigkeit strebenden Flamen aus der Region Antwerpen die das alles gar nicht schnell genug glauben konnten. Alles passte zusammen.
Es stimmte zwar nicht, aber noch heute scheinen sich zehntausende noch nicht sicher zu sein, ob die Meldung tatsächlich nur ein Scherz war. Alle belgischen Tageszeitungen machen mit Schlagzeilen auf wie "Unser Land gibt es wirklich noch, wirklich!". Das Büro des Königs (der tatsächlich nur beim Abflug zu einer Urlaubsreise gefilmt wurde) wird mit Anrufen überhäuft, die ihn zur Rückkehr nach Belgien auffordern. Das Büro des Ministerpräsidenten Verhofstadt musste heute seine Telefonleitungen sperren, weil tausende anriefen und ihn entweder aufforderten, die Teilung des Landes zurückzunehmen, oder ihn für seine Einsicht gratulierten, weil wir ja nun endlich diese Wallonen, oder diese Flamen, los sind. Die Botschafter von sage und schreibe 4 diplomatischen Vertretungen Belgiens (darunter die UN Vertretung) haben angeblich beim Außenministerium angerufen um sich bestätigen zu lassen, daß es ihr Land tatsächlich noch gibt. Es ist ein Zirkus.
Viele beschweren sich über den schlechten Geschmack von RTBF die sich so ein Programm erlaubt haben. Ich allerdings habe in dieser Affäre höchsten Respekt vor dem Mut dieses Senders gewonnen. Wir haben es selbst gesehen: in diesem Land leben 5,000,000 Flamen, 5,000,000 Wallonen, und nur ein Belgier (der König). Kein anderer Einwohner definiert sich als Belgier. Man ist entweder Flame, oder Wallone. Wenn man Flame ist, hält man im Tennis für Kim Clijsters. Wenn man Wallone ist, drückt man Justine Henin-Hardenne die Daumen. Wenn eine dieser Damen aus dem Turnier ausscheidet, favorisiert man die Williams Schwestern, oder wen auch immer, nur nicht die andere Belgierin.
So lange wir noch keine der Landessprachen beherrschten hatten wir an unserem Haus in Wemmel im Norden wallonische Nachbarn, und im Westen flämische. Sobald wir flämisch gelernt haben, sprachen unsere nördlichen Nachbarn nicht mehr mit uns.
Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Land auseinanderbricht. Wenn der sehr beliebte Albert einmal vom Tron abtritt, und sein Nachfolger unbeliebt bleiben sollte (und danach sieht es aus), ist die einzige Institution zerbrochen, die dieses Land noch etwas zusammenkittet.
Die Sendung von RTBF hat diese Stimmung mehr als deutlich gemacht. In welchem anderen Land könnte man es sich vorstellen, daß nach einer Unterhaltungssendung der Botschafter in New York bei seinem Chef anruft und fragt "Gibt es uns wirklich noch?".
Schön realistisch gemacht: echte Filmaufnahmen waren zusammengeschnitten, aus dem Zusammenhang genommen, und in diese "Liveübertragung" klever eingebaut worden. Interviews von echten Journalisten mit echten Politikern wurden abgespielt, die (scheinbar) dieses Ereignis kommentierten (auch wenn die Politiker tatsächlich in einem ganz anderen Zusammenhang sprachen). Bekannte Moderatoren führten durch die Sendung. Live wurden Interviews mit Passanten eingespielt: weinerlich, die Anhänger der Monarchie; jubelnd, teils militant die nach Unabhängigkeit strebenden Flamen aus der Region Antwerpen die das alles gar nicht schnell genug glauben konnten. Alles passte zusammen.
Es stimmte zwar nicht, aber noch heute scheinen sich zehntausende noch nicht sicher zu sein, ob die Meldung tatsächlich nur ein Scherz war. Alle belgischen Tageszeitungen machen mit Schlagzeilen auf wie "Unser Land gibt es wirklich noch, wirklich!". Das Büro des Königs (der tatsächlich nur beim Abflug zu einer Urlaubsreise gefilmt wurde) wird mit Anrufen überhäuft, die ihn zur Rückkehr nach Belgien auffordern. Das Büro des Ministerpräsidenten Verhofstadt musste heute seine Telefonleitungen sperren, weil tausende anriefen und ihn entweder aufforderten, die Teilung des Landes zurückzunehmen, oder ihn für seine Einsicht gratulierten, weil wir ja nun endlich diese Wallonen, oder diese Flamen, los sind. Die Botschafter von sage und schreibe 4 diplomatischen Vertretungen Belgiens (darunter die UN Vertretung) haben angeblich beim Außenministerium angerufen um sich bestätigen zu lassen, daß es ihr Land tatsächlich noch gibt. Es ist ein Zirkus.
Viele beschweren sich über den schlechten Geschmack von RTBF die sich so ein Programm erlaubt haben. Ich allerdings habe in dieser Affäre höchsten Respekt vor dem Mut dieses Senders gewonnen. Wir haben es selbst gesehen: in diesem Land leben 5,000,000 Flamen, 5,000,000 Wallonen, und nur ein Belgier (der König). Kein anderer Einwohner definiert sich als Belgier. Man ist entweder Flame, oder Wallone. Wenn man Flame ist, hält man im Tennis für Kim Clijsters. Wenn man Wallone ist, drückt man Justine Henin-Hardenne die Daumen. Wenn eine dieser Damen aus dem Turnier ausscheidet, favorisiert man die Williams Schwestern, oder wen auch immer, nur nicht die andere Belgierin.
So lange wir noch keine der Landessprachen beherrschten hatten wir an unserem Haus in Wemmel im Norden wallonische Nachbarn, und im Westen flämische. Sobald wir flämisch gelernt haben, sprachen unsere nördlichen Nachbarn nicht mehr mit uns.
Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Land auseinanderbricht. Wenn der sehr beliebte Albert einmal vom Tron abtritt, und sein Nachfolger unbeliebt bleiben sollte (und danach sieht es aus), ist die einzige Institution zerbrochen, die dieses Land noch etwas zusammenkittet.
Die Sendung von RTBF hat diese Stimmung mehr als deutlich gemacht. In welchem anderen Land könnte man es sich vorstellen, daß nach einer Unterhaltungssendung der Botschafter in New York bei seinem Chef anruft und fragt "Gibt es uns wirklich noch?".
Weihnachten und Commerz
Am Montag reichte es zu einem kurzen Besuch auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt. Ich habe mich in Frankfurt gefragt, wann ich das letzte Mal diesen Markt besucht habe. Es muß wohl 1996 gewesen sein. Also stolze 10 Jahre her.
Auf dem Weihnachtsmarkt selbst hat sich eigentlich nicht viel geändert: er ist immer noch sehr schön, und nicht so überladen wie etwa der in Nürnberg. Deutlich größer als der Markt in Aachen, den wir in unserer Zeit in Brüssel öfters besucht haben. Besonders gefallen hat mir diese Perspektive: der Römer mit Weihnachtsbaum und Karussell, und die futuristische Sillouette der Commerzbank im Hintergrund.
In Bankfurt liegen halt Tradition und Moderne, Fachwerk und Wolkenkratzer, Stimmung und Kommerz eng beieinander. Und warum auch nicht. Die Stadt bietet hunderttausenden Arbeitsplätze und Auskommen.
Dieser Graveur hat mir besonders gefallen: er war so auf seine Arbeit konzentriert, daß er nicht einmal den Blitz bemerkte, mit dem ich ihn fotografierte. Das ist Hingabe.
Gerne hätte ich ja erst die Spendenbüchse aus dem Blick geräumt, aber daß hätte er (glaube ich) falsch verstanden.
Mein absoluter Favorit war aber die Töpferei, die schon seit 1719 beim Weihnachtsmarkt an der Paulskirche ihren Stand hat. Ich erinnere mich daran, daß sie vor 10 Jahren ein kleineres Regal mit "Namenstassen" vollgestellt hatten (Kaffeetassen, auf denen ein Vorname eingrebrannt ist). Sie haben offensichtlich versucht, mit der Namensvielfalt Schritt zu halten. Heute nimmt das Tassenregal eine komplette Wand des Standes ein. Wau.
Tillmann, Tiziane, Thor, Tosca, Thalita, Thyronne, Tassos, Tilda, Tanita, Tura, Timotheus, Tonim, Theobald, Thorwald, Tristan, Theodor und Tilja könnten alle ihre Tasse dort finden. Aber nicht Faye. Das hat mich gleich etwas stolzer gemacht :-).
Auf dem Weihnachtsmarkt selbst hat sich eigentlich nicht viel geändert: er ist immer noch sehr schön, und nicht so überladen wie etwa der in Nürnberg. Deutlich größer als der Markt in Aachen, den wir in unserer Zeit in Brüssel öfters besucht haben. Besonders gefallen hat mir diese Perspektive: der Römer mit Weihnachtsbaum und Karussell, und die futuristische Sillouette der Commerzbank im Hintergrund.In Bankfurt liegen halt Tradition und Moderne, Fachwerk und Wolkenkratzer, Stimmung und Kommerz eng beieinander. Und warum auch nicht. Die Stadt bietet hunderttausenden Arbeitsplätze und Auskommen.
Dieser Graveur hat mir besonders gefallen: er war so auf seine Arbeit konzentriert, daß er nicht einmal den Blitz bemerkte, mit dem ich ihn fotografierte. Das ist Hingabe.Gerne hätte ich ja erst die Spendenbüchse aus dem Blick geräumt, aber daß hätte er (glaube ich) falsch verstanden.
Mein absoluter Favorit war aber die Töpferei, die schon seit 1719 beim Weihnachtsmarkt an der Paulskirche ihren Stand hat. Ich erinnere mich daran, daß sie vor 10 Jahren ein kleineres Regal mit "Namenstassen" vollgestellt hatten (Kaffeetassen, auf denen ein Vorname eingrebrannt ist). Sie haben offensichtlich versucht, mit der Namensvielfalt Schritt zu halten. Heute nimmt das Tassenregal eine komplette Wand des Standes ein. Wau.
Tillmann, Tiziane, Thor, Tosca, Thalita, Thyronne, Tassos, Tilda, Tanita, Tura, Timotheus, Tonim, Theobald, Thorwald, Tristan, Theodor und Tilja könnten alle ihre Tasse dort finden. Aber nicht Faye. Das hat mich gleich etwas stolzer gemacht :-).
Wachkätzchen!
Beim Wache halten ist es wichtig, strategische Punkte zu besetzen. Maunzy hat das voll verstanden. Sie bewacht den Treppenaufgang zu Fayes Zimmer: ohne Maunzys Zustimmung kommt so Keiner zu ihrem kleinen Schwesterchen!
Mittwoch, 13. Dezember 2006
Weihnachtsengelchen
Dienstag, 12. Dezember 2006
Noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken?
Hier ist eine Geschenk-Idee für den Computerfanatiker in der Familie: ein USB Stick mit Weihnachtsmotiv. Da kommt doch richtig festliche Stimmung auf.(Wer tatsächlich diesen Artikel sucht, der kann ihn hier finden).
Mehr Geburtstagsbilder
Weils so schön war, hier noch ein paar Bilder von der Gaudi am Samstag:
Viki und Faye hatten viel Spaß miteinander. Ist auch zu goldig was Faye mit dem Hammer versucht. Nein Faye, der Hammer ist nicht als großer Lutscher gedacht.
Viki und Faye hatten viel Spaß miteinander. Ist auch zu goldig was Faye mit dem Hammer versucht. Nein Faye, der Hammer ist nicht als großer Lutscher gedacht.Montag, 11. Dezember 2006
Birthday Party
Man hatten wir am Samstag Leben im Haus! Amy (Fayes Patentante) und AJ mußten am selben Tag noch zu einer Hochzeit, und kamen zum Frühstück. Nachmittags kam mein Freund Ge mit Familie, und unsere Freunde die Stockmanns (mit Kindern).
Nach kurzer Zeit hatten wir dann zwei Jungen, die von der Technologie nicht mehr wegzukriegen waren (Computer, Videospiele, usw.) und zwei Mädchen die im ganzen Haus verstecken gespielt haben.
Auch wenn Maunzy sich bei dem ganzen Lärm vor Panik im Schrank versteckte, Faye und dem Rest der Familie hat es prima gefallen. Sie scheint die Aufmerksamkeit zu lieben, und spielte mal mit dem einen, mal mit der anderen.
Faye wurde reich beschenkt. Neben einem neuen Schiebauto hat sie jetzt eine kleine Lokomotive mit zwei Tier-Anhängern (sie liebt Tiere); ein Kugelspiel, daß die Hand-Augen Koordination trainiert; und Mama und Papa bekamen ein Buch mit 100 altersgerechten Kinderspielen. Dann kanns wohl ins zweite Lebensjahr gehen!
Samstag, 9. Dezember 2006
Weihnachtsmusik aus Cincinnati
"Silver Bells, silver bells, it`s Christmas time in the city" singt Frank Sinatra gerade aus meinem Lautsprecher. Davor gab es "Rudi the Red Nosed Reindeer". Und mal ehrlich - wäre es wirklich Weihnachten ohne, daß Bing Crosby "White Christmas" singt?
Jedes Jahr bekommen wir dieselbe Frage: wo kriegt man solche Musik her, ohne Tonnen von CDs kaufen zu müssen? Die Antwort ist einfach: entweder Ihr kommt zu uns nach Hause, oder Ihr stellt Euer Radio hier in Cincinnati auf die Station "WVMX" (94.1 MHz UKW) ein. Dieser Sender spielt 24 Stunden lang nichts anderes als Weihnachtsmusik. Alle Klassiker. Frank Sinatra, Bing Crosby, Dean Martin, Dolly Parton, Andy Williams, The Carpenters, Beach Boys, Neil Diamond, Vince Gueraldi, und so weiter, und so weiter.
Ach ja, Ihr seid ja nicht in Cincinnati. Nun, seit diesem Jahr ist diese Station auch übers Internet zu hören. Die Technologie nennt sich "streaming", aber das tut nichts zur Sache. Wichtig ist nur: es ist simpel, kostenlos, und macht Spaß.
Einfach nur auf diesen Link klicken, und warten, bis der Browser die Verbindung mit der Station in Cincinnati hergestellt hat. Stellt vorher sicher, daß die Lautsprecher eingeschaltet sind. Dann tönt stimmungsvolle Weihnachtsmusik aus dem Computer.
Jedes Jahr bekommen wir dieselbe Frage: wo kriegt man solche Musik her, ohne Tonnen von CDs kaufen zu müssen? Die Antwort ist einfach: entweder Ihr kommt zu uns nach Hause, oder Ihr stellt Euer Radio hier in Cincinnati auf die Station "WVMX" (94.1 MHz UKW) ein. Dieser Sender spielt 24 Stunden lang nichts anderes als Weihnachtsmusik. Alle Klassiker. Frank Sinatra, Bing Crosby, Dean Martin, Dolly Parton, Andy Williams, The Carpenters, Beach Boys, Neil Diamond, Vince Gueraldi, und so weiter, und so weiter.
Ach ja, Ihr seid ja nicht in Cincinnati. Nun, seit diesem Jahr ist diese Station auch übers Internet zu hören. Die Technologie nennt sich "streaming", aber das tut nichts zur Sache. Wichtig ist nur: es ist simpel, kostenlos, und macht Spaß.
Einfach nur auf diesen Link klicken, und warten, bis der Browser die Verbindung mit der Station in Cincinnati hergestellt hat. Stellt vorher sicher, daß die Lautsprecher eingeschaltet sind. Dann tönt stimmungsvolle Weihnachtsmusik aus dem Computer.
Freitag, 8. Dezember 2006
Goodbye Opa Otto!
Donnerstag, 7. Dezember 2006
Faye ist ein Jahr alt
Unser Geburtstagskind wachte gegen 6:00 Uhr morgens auf, und strahlte ganz überrascht: ausnahmsweise kamen beide Eltern ins Zimmer; und ganz ungewöhnlich: sie sangen auch noch ("Happy Birthday to you, ...").
Und als Papa dann die Geburtstagsplayliste auf unserer Anlage anwarf, ging diese auch noch mit Jimi Hendrix los ("Let me wish you a happy birthday"). Eine gelungene Musikwahl, fand Faye.
Manche Eltern ziehen dazu ihre Kinder bis auf die Pampers aus. Im Vertrauen auf Tide (die US Version von Ariel) haben wir Faye angekleidet gelassen. Wir dachten, gerade zum Geburtstag muß sie nicht nackt am Tisch mit angezogenen Gästen sitzen.
Von der ganzen Familie in Germany gab es Anrufe, und sogar zwei Videokonferenzen. Geschenke gab es natürlich auch. Tante Isabella hatte den besten Riecher: Faye packte gerade den Schneeanzug aus, den sie von Isabella geschenkt bekam, als draußen der erste Schnee der Saison fiel. Das ist Timing.
Dienstag, 5. Dezember 2006
Flach, kalt und riesig
So stellt sich Iowa dar - dies ist mein erster Trip in den "Hawkeye State" ("Hawkeye" ist ein Greifvogel - Wappentier des Staates Iowa). Man stelle sich ein Land vor, so flach wie die Niederlande. In den Niederlanden ist die höchste Erhebung so mickrig, daß sie nicht einmal einen Namen hat.
Ähnlich ist es hier. Die höchste Erhebung die ich auf dem Weg von Cedar Rapids (dem Flughafen) nach Iowa City (wo das Werk ist) gesehen habe war ein Basketball Korb. Kalt ist es: ca. -8C. Allerdings liegt noch kein Schnee. Ungewöhnlich zu dieser Jahreszeit.
Und vor allem riesig. Nichts als weite Ebene im Norden, im Osten, im Süden und im Westen.
Nicht umsonst ist der geographische Name für diese Gegend die "Great Plains" (die "großen Ebenen"). Klar, bei riesigen Mengen fruchtbarem Land wird hier viel Ackerbau betrieben. Vor allem Mais wird hier angebaut.Gott sei Dank ist es heute nicht sehr windig. Da keine Berge (oder wenigstens Hügel) hier sind die die Stürme aufhalten koennen, nennt man diese Gegend auch gerne "Tornado Alley" - Orkan Gasse.
Aber nett ist es hier. Die Leute sind "down to earth", alles andere als "abgehoben". Wäre gar zu schön wenn man hier mal Langlauf fahren könnte.
Montag, 4. Dezember 2006
Der Schlechteste Überhaupt - noch
Interessanter Artikel gestern in der Washington Post - der viel gelesenen Hauptstadtzeitung: 1948 hat der damalige Dekan der Historischen Fakultät der Harvard Universität, Arthur Schlesinger, damit begonnen, die US Präsidenten nach ihren Qualitäten und ihren Leistungen zu bewerten, und sie in eine Rangfolge zu bringen. Er lud seine wichtigsten Kollegen in der Geschichtswissenschaft dazu ein, beim Einordnen der Präsidenten zu helfen, und seit dem, wird diese Rangliste alle 8 Jahre veröffentlicht.
Und auch über den schlechtesten Präsidenten aller Zeiten war man sich nach etwas Diskussion einig: er griff mit fadenscheiniger Begründung ein unabhängiges Land an; umgab sich mit korrupten und unfähigen Beratern, die im wesentlichen nur Ja-Sager waren; wenn seine Politik zum Disaster führte, hielt er starrsinnig daran fest, selbst als ihm zur Amtshalbzeit die Wähler einen Denkzettel erteilten. Seine Sicht der Dinge hatte mehr mit Fantasterei, Paranoia und Realitätsferne als mit dem Machbaren zu tun; er setzte sich so sehr und so deutlich über Recht und Gesetz hinweg, daß ihm das oberste Gericht (der Supreme Court) mehrmals ausdrücklich und peinlich stoppte.
Die Historiker waren sich schnell einig darüber, wer die besten Präsidenten waren: George Washington, der Gründungsvater der Nation; Abraham Lincoln, der die Nation im Bürgerkrieg zusammenhielt; und Frederic D. Roosevelt, der die große Wirtschaftskrise bewältigte und die Nation siegreich durch den zweiten Weltkrieg brachte.
Und auch über den schlechtesten Präsidenten aller Zeiten war man sich nach etwas Diskussion einig: er griff mit fadenscheiniger Begründung ein unabhängiges Land an; umgab sich mit korrupten und unfähigen Beratern, die im wesentlichen nur Ja-Sager waren; wenn seine Politik zum Disaster führte, hielt er starrsinnig daran fest, selbst als ihm zur Amtshalbzeit die Wähler einen Denkzettel erteilten. Seine Sicht der Dinge hatte mehr mit Fantasterei, Paranoia und Realitätsferne als mit dem Machbaren zu tun; er setzte sich so sehr und so deutlich über Recht und Gesetz hinweg, daß ihm das oberste Gericht (der Supreme Court) mehrmals ausdrücklich und peinlich stoppte. Die Rede ist von Präsident James K. Polk, der 1846 den Amerikanisch-Mexikanischen Krieg vom Zaun brach. Allerdings trifft diese Beschreibung wort wörtlich auch auf den jetzigen Präsidenten zu - nur, daß George W. Bush alles noch viel weiter getrieben hat. Historiker kennen keine andere Zeit, in der die Regierung derart für Unfähigkeit und Korruption stand. Deswegen, so argumentiert Prof. Eric Forner, Dekan der Historischen Fakultät der angesehenen Columbia Univeristy (der Autor des Artikels), muß man 2008 diese Rangliste überarbeiten. Und James K. Polk wird wohl endlich, 150 Jahre nach seinem Amtsabtritt, nicht mehr als der schlechteste Präsident aller Zeiten gelten.
Auf in die Kälte
Heute nacht um 22:00 fliege ich nach Cedar Rapids im Staat Iowa. In der Nachbarstadt Iowa City habe ich morgen eine Reihe von Meetings im Hauptquartier der Firma "Oral B", einer anderen Gillette Acquisition aus den 80er Jahren.
Im Moment ist es dort sonnig, bei -2ºC. Im laufe des Tages morgen soll die Temparatur aber auf -10ºC sinken. Also sollte ich besser dem Rat des Merkblattes schicken, daß mit die Oral B Verwaltung mit der Einladung zugeschickt hat: "Wenn sie im Winter nach Iowa kommen, können sie die kurzärmligen Sachen ruhig zu Hause lassen".
Im Moment ist es dort sonnig, bei -2ºC. Im laufe des Tages morgen soll die Temparatur aber auf -10ºC sinken. Also sollte ich besser dem Rat des Merkblattes schicken, daß mit die Oral B Verwaltung mit der Einladung zugeschickt hat: "Wenn sie im Winter nach Iowa kommen, können sie die kurzärmligen Sachen ruhig zu Hause lassen".
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