Auf dem Weihnachtsmarkt selbst hat sich eigentlich nicht viel geändert: er ist immer noch sehr schön, und nicht so überladen wie etwa der in Nürnberg. Deutlich größer als der Markt in Aachen, den wir in unserer Zeit in Brüssel öfters besucht haben. Besonders gefallen hat mir diese Perspektive: der Römer mit Weihnachtsbaum und Karussell, und die futuristische Sillouette der Commerzbank im Hintergrund.In Bankfurt liegen halt Tradition und Moderne, Fachwerk und Wolkenkratzer, Stimmung und Kommerz eng beieinander. Und warum auch nicht. Die Stadt bietet hunderttausenden Arbeitsplätze und Auskommen.
Dieser Graveur hat mir besonders gefallen: er war so auf seine Arbeit konzentriert, daß er nicht einmal den Blitz bemerkte, mit dem ich ihn fotografierte. Das ist Hingabe.Gerne hätte ich ja erst die Spendenbüchse aus dem Blick geräumt, aber daß hätte er (glaube ich) falsch verstanden.
Mein absoluter Favorit war aber die Töpferei, die schon seit 1719 beim Weihnachtsmarkt an der Paulskirche ihren Stand hat. Ich erinnere mich daran, daß sie vor 10 Jahren ein kleineres Regal mit "Namenstassen" vollgestellt hatten (Kaffeetassen, auf denen ein Vorname eingrebrannt ist). Sie haben offensichtlich versucht, mit der Namensvielfalt Schritt zu halten. Heute nimmt das Tassenregal eine komplette Wand des Standes ein. Wau.
Tillmann, Tiziane, Thor, Tosca, Thalita, Thyronne, Tassos, Tilda, Tanita, Tura, Timotheus, Tonim, Theobald, Thorwald, Tristan, Theodor und Tilja könnten alle ihre Tasse dort finden. Aber nicht Faye. Das hat mich gleich etwas stolzer gemacht :-).

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