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Freitag, 3. Dezember 2010

Einmal durchs Maisfeld

Family Shot

Hier ist die ganze Familie zusammen (nur Maunzy fehlt) – bei Shaw Farms im Städtchen Milford in Ohio.

Besonderes Kennzeichen der Farm: sie betreiben das größte Mais-Labyrtinth der Welt  (hier in einer Luftaufnahme aus dem Früjahr zu sehen). 20 Acres (über 80.900 m²) ist dieses Feld groß.

Shaw Farms

Durch dieses Riesenfeld sind wir dann doch nicht gestampft. Aber auf einem von Pferden gezogenen Wagen haben wir dann doch einen Hayride gemacht.

Faye freundete sich sogleich mit den beiden Zugpferden an (“belgische” Kaltblüter), und Chandler war über seine warme Jacke sehr froh.

Shaw Farms

Allerdings – Chandler war den ganzen Tag sehr froh (ist er eigentlich meistens). Sehr viel zu sehen gab es auf dieser großangelegten Farm. Gerät, Maschinen, Tiere (Ziegen, Schafe, Kühe, Ponys, Truthähne, Hühner, Wachteln), Gemüse (Mais, Tomaten, Kürbisse, Gurken, Paprika, Chili, Soja). Einiges ungewöhnliches hausgemachtes Essen (etwa eine Marmelade aus grünen Tomaten und Chilis). Auch einen sehr gut gemachten Kinderspielplatz gab es (um den Souveniershop haben wir einen großen Bogen gemacht).

"Barrel Ride"

Faye gefiel insbesondere der “Barrel Ride” – ein Zug aus Wägelchen für 3-6 Jährige, die aus Plastikfässern geschnitten waren, und die von einer John Deere Zugmaschine gezogen wurden). Allerdings: wie Ihr seht, waren wir alle gut eingepackt. Die Zeit zu Farmbesuchen und Hayrides ist für 2010 wohl so ziemlich vorbei – es wird einfach zu kalt.

Chandler with Opa Otto

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Daniels Farm

Solving a maze

Nur nicht vom richtigen Weg abkommen! Diesen Rat gibt Faye hier ihrer Mama und ihrem kleinen Brüderchen. Sehr lauthals. Schliesslich hat sie den richtigen Weg aus dem Stroh-labyrint bei Daniel’s Farm ausgetüftelt.

Feeding a donkey

Wie jeder Leser des Hebroner Anzeigers weiss, besuchen wir sehr gerne Farmen. Und Daniels, gelegen nahe dem Städtchen Walton in Kentucky, ist eine unserer ausgesprochenen Lieblingsfarmen.

Von Schafen und Ziegen, über Hühner, Enten, Gänse, Truthähne und Pfauen, bis hin zu Schweinen, Pferden, Kühen und Eseln kann man hier sehr viele Farmtiere sehen, streicheln und füttern.

Übrigens: hier lernten wir auch warum die meisten Farmer in Kentucky wenigstens einen Esel in der Herde halten: Esel töten oder vertreiben die wilden Kojoten, die hier im Kentucky Farmgürtel eine Landplage sind (und die sich sonst gerne ein paar Hühner oder Schafe zum Abendessen holen).

Doing a Hayride

Im Monat Oktober bieten die meisten Farmen hier Hayrides an: die Gäste steigen auf einen mit Strohballen ausgelegten Anhänger, und werden dann vom Traktor durch die Felder gezogen. 3200 Acres (fast 1300 ha) Nutzfläche hat diese Farm.

Hayride with Mommy

Chandler jedenfalls ist von alldem begeistert, was es auf der riesigen Farm zu sehen gibt.

Zu Anfang hat er mit Daddy jede Menge Schafe gefüttert und gestreichelt (das weiche, wollige Fell hats ihm angetan). Dann gings durch das Stroh-Labyrint; es wurde mit der großen Schwester auf dem Spielplatz gespielt;  und schliesslich auf dem Anhänger, gezogen von einem riesigen Traktor, den Hügel rauf und runter durch riesige Felder.

Und ganz zum Schluss hielt der Hayride in einem Kürbisfeld, und Mammi, Faye und Chandler durften sich ein paar weitere Kürbisse für unsere eigene Hausdekoration raussuchen.

So macht Herbst richtig Spass.

In the Pumpkin Patch

Montag, 31. Mai 2010

Schweinerei

Faye liebt die kleinen Tierchen – vor allen Dingen diejenigen, die sich von ihr streicheln und füttern lassen. Und so ist ihr dieses Ferkelchen auf der Farm “Noah’s Ark” beim kleinen Städtchen California in Kentucky schnell ans Herz gewachsen.

Wir haben früher (vor Chandler) diese Farm schon ein paar mal besucht. Pferde, Rinder, Büffel, Bison, Schweine, Enten, Gänse, Ziegen, Schafe, Esel, Hühner, Truthähne, Katzen, Hunde. Und etwas ungewöhnlicher: Emus, Frettchen, Schildkröten und Zebus - auf dieser Farm gibt es so ziemlich alle Tiere, die das Kinderherz höher schlagen lassen. Dies war der erste Besuch mit unserem Söhnchen.

Und die grosse Schwester hat ihm hierbei auch gleich ein paar ihrer Freunde vorgestellt. Sowie etwa dieses Hasenbaby, das Faye gleich eine halbe Stunde lang in der Gegend rumtrug. “Hier Chandler – so fühlt sich ein Häschen an!”

Klarer Fall: ein Kentucky Girl kommt von einer Ranch mit Pferden nicht runter, ohne einen kleinen Ritt zu unternehmen.

Freitag, 13. November 2009

Daniel’s Farm

Am Wochenende machten wir uns mit ein paar Freunden auf ins Herz von Nord Kentucky: im kleinen Örtchen Walton gibt es die Farm der Familie Daniels, die wir jedes Jahr gerne besuchen. Dort erlebt man das Farmleben so idyllisch, wie man es nur als Nicht-Bauer geniessen kann.

Die Zicklein fressen einem aus der Hand; die Hasen sind in einem Stall, den man nur als “Langohr-Villa” bezeichnen kann; die Esel sind so sauber gestriegelt, als ob sie gerade vom Frisör kommen würden; und die Pferde schauen so glücklich drein, weil ihre Arbeit nicht aus Pflug-Ziehen und Reiten besteht, sonder daraus, sich von den Kindern streicheln zu lassen. Und die Kürbisfelder sind so sauber, dass man sich schon anstrengen muss, dreckige Schuhe zu bekommen.

Und zu allem Überfluss hat der Bauernhof dann auch noch einen (hausgemachten) Spielplatz. Kein Wunder, dass das unserer Lokführerin gefällt.

Und am Abend ist sie dann total ausgepowert. Frische Landluft, die vielen Tierchen zum Streicheln, und das Austoben auf dem Spielplatz – da schläft Engelchen prima ein. Sowas ist dann ein toller Tag.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Schappacher Farms

So sieht eine typische Farm im mittleren Westen aus: ein paar Silos, ein paar Scheunen, zwei oder drei Wohngebäude, Maisfeld, Ententeich, und vor allen Dingen jede Menge Rinderweiden.

  Klar, daß wir uns da wohlfühlten! Wir waren mit Faye’s Patentante Amy (die dieses Bild geschossen hat), sowie deren Tante Susie, Cousine Jennifer und Neffe William unterwegs auf dem “Pumpkin Patch Express” (siehe den Artikel von gestern).

Faye liebt es Farmen zu besuchen, und Schappacher Farms erwieß sich als eine besonders Schöne. Unser Töchterchen konnte in der Scheune herumstöbern, auf einen Traktor klettern, durch die Maisfelder rennen, Schafe streicheln, Ziegen mit Getreide und Esel mit Karotten füttern, und sich im Pumpkin Patch einen Kürbis aussuchen. Von den Snacks auf der Farm war sie nicht besonders angetan, die wollte sie gleich den Eseln verfüttern (“Nein Faye, der Esel weiss, was gesund ist, und will Karotten”). Hier ist Amy’s Verwandtschaft zusammen auf auf einem Bild zu sehen:

  Und hier ein ganz besonderer Faye Moment: immer auf den richtigen Stil bedacht, bemühte sich Faye sogar einem Pony die Frisur herrichten.  Und das kleine Mini-Pferdchen lies das alles tapfer und wiederstandslos über sich ergehen. Der Farmer hatte uns versichert, daß die Tiere sehr gutmütig sind. Waren sie auch tatsächlich. Nur gut, daß Faye keine Haarspangen greifbar hatte.

Amy zog es vor, auf dem großen Kürbis zu posieren. Faye dagegen, wollte ihn am liebsten gleich mitnehmen. Ihre Logik war einfach: wenn es orange ist, sollten wir es mitnehmen. Em, nein, Faye, wir brauchen wirklich nicht jeden einzelnen Kürbis, der auf dieser Riesenfarm wächst.

Das hat sie dann doch nachdenklich gestimmt.

Samstag, 17. Oktober 2009

All Abooooooaaaard!

“Einsteigen, Bitte!” So ruft der freundliche Schaffner Paul Gahn nach dem obligatorischen Pfiff mit der altertümlichen Trillerpfeife. An seiner makellosen Uniform und seinem stets freundlichen Lachen erkennt man, daß der Rentner mit voller Begeisterung dabei ist. Letzten Samstag hatten wir drei Tickets auf dem “Pumpkin Patch Express” (Kürbisfeld Express) gelöst – es war die erste Zugfahrt in Faye’s Leben. Und sie hat sie absolut genossen. Die Fahrt ging auf der Lebanon-Monroe-Railroad, einer privaten Linie die einer Reihe von Eisenbahnveteranen und Enthusiasten im Großraum Cincinnati gehört. Für das Zugpersonal ist das Restaurieren des Geräts, und das Fahren der Züge, ein Freizeithobby. Die Linie fährt vier Mal im Monat. Mit den Ticketerlösen, und Spenden, sowie jeder Menge unentgeltlicher Arbeit, finanziert sich die Eisenbahnlinie halbwegs von selbst.

In den 80er Jahren legte die staatliche Eisenbahngesellschaft Amtrack den kompletten regionalen Personen-Eisenbahnverkehr im Großraum Cincinnati still. Nur Fracht, und überregionale Personenzüge (auf der Linie New York City – Chicago) halten heute noch in Cincinnati. Damals schloss sich schnell eine Gruppe von Eisenbahnfans zusammen. Sie kauften eine Lokomotive und ein paar ausrangierte Waggons der Indiana-Ohio Linie, und machten ihre eigene Gesellschaft auf.

Die Waggons sind Baujahr 1930, die Lokomotive stammt von 1941. Das klassische Zeitalter der Eisenbahn in den USA war zwar in den 1890’ern, aber heutzutage gilt jeder Schienenverkehr in diesem Land als Nostalgie. Mit dem Luxus eines ICE sind diese Wägen absolut nicht zu vergleichen. Zwar ist alles liebevoll und detailgenau restauriert, aber auf Komfort waren die Züge der 30er Jahre eben nicht ausgelegt. Dennoch, für Faye, die hier mit Amy’s Cousine Jennifer und Amy’s Neffen William spielt, war es ein großes Erlebnis.

Eisenbahnstrecke Lebanon - Mason

45 Minuten lang zog uns die Dampflock vom Städtchen Lebanon in Ohio zu einer Farm kurz vor dem Ort Mason. Farmer Schappacher hatte einen Behelfs-Bahnsteig aus Holzbohlen angelegt, damit die Fahrtgäste mit halbwegs sauberen Schuhen auf die Farm kamen. Dort gab es dann einen Pumpkin Patch, einen Snack zu Essen, ein paar Tiere zu streicheln, und ein paar Andenken zu kaufen (davon gibts morgen ein paar Bilder). Der Zug wartete ca. 90 Minuten lang dampfend auf uns.

Danach gab es einen lauten Pfiff von der Dampflok, und wir bestiegen unsere Waggons zur Rückreise. Auf der Rückfahrt verliebte sich der zweijährige William dann so sehr in Faye, daß er ihr gleich eine ganze Batterie Knutscher gab. Naja, als gutaussehendes Mädchen, muß Faye wohl früher oder später lernen, wie man mit so einer Situation umgeht.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Faye und das Farmkätzchen

Faye liebt ihre kleine Maunzy über alles. Nur – unsere schwarze belgische Schönheit hat schon ihren eigenen Dickopf. Wenn sie mal nicht mit Faye spielen, kuscheln oder knuddeln will, dann wird aus den (noch etwas unbeholfenen) Annährungsversuchen nichts, die unser Töchterchen gegenüber unserem Kätzchen macht. Frust.

Umso mehr Freude kam deswegen bei Faye auf, als sie auf Craig’s Pferdefarm ein kleines Kätzchen fand, das (für uns komplett unverständlich), einfach nicht von ihr wegrannte. Dieses arme kleine, etwas zottelige Katzenkind hat Faye dann den ganzen Abend beknuddelt.

Nicht nur, daß es sich stundenlang streicheln lies. Nein, das Farm-Kätzchen lies sich sogar von Faye durch die Gegend schleppen. Sehr bequem kann das für das arme Tierchen nicht gerade gewesen sein – Faye ist nicht gerade die Sanfteste.

 

 

 

Viel Mühe kostete es Mammi Faye ins Gewissen zu reden: “Faye, das Kätzchen hat jetzt genug und will runter”.

Hin und wieder hörte unser Töchterchen sogar drauf, und lies das arme Katzenkind auf den Boden plumpsen.

Nur – das Kätzchen nutzte diese Chancen nie, und lief nicht weg. Für Faye der klare Beweis: “sie Mammi, sie will weiter mit mir spielen!”

 

 

 

 

Nun denn, die Chance wegzulaufen war da.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 9. Oktober 2009

Einen Nachmittag Farmleben

Samstag Nachmittag und Abend verbrachten wir auf der Farm unseres Freundes Craig im kleinen Städtchen Batavia in Ohio. Batavia liegt ca. 20 Meilen östlich von Cincinnati im Hinterland von Ohio, und ist von der städtischen Entwicklung noch recht unberührt.

Craig war Direktor meiner Firma, bis er vor etwa 8 Jahren seine Ersparnisse zusammenkratzte, eine ehemalige Farm in Batavia aufkaufte, und dann das Leben eines IT Managers gegen das eines Pferdezüchters austauschte.

Seit dieser Zeit züchtet er sogenannte “Quarterhorses”,ausgesprochene Rennpferde, von denen er derzeit 26 auf der Ranch hat.

Hier bekommen Amy und Faye gerade von Craig gezeigt, wie man Pferdefutter aus dem Silo holt. Hochinteressant für die Kleine.

Und hier bekommt der Hengst Uno gerade sein Abendessen. Quarterhorses sind recht große Pferde. Größer als die Vollblüter, die man normalerweise auf Rennstrecken sieht. Quarterhorses haben ihren Namen daher, daß sie auf Kurzstrecken, bis zu einer Viertel-Meile (“Quarter Mile”, ca. 400 Meter) unschlagbar sind. Erst bei den längeren Rennen, wie etwa dem Kentucky Derby, setzen sich die kleineren, ausdauernden, Vollblüter durch.

 

Tja, das ist doch mal ein ganz anderer Ritt als auf einem kleinen Pony. Wie sieht die Welt von dort oben aus, Faye?