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Sonntag, 13. März 2011

Frühlingsvorsprung

Galanthus

Unterfranken ist Nord Kentucky schon einiges voraus – wenigstens was den Fortschritt zum Frühling betrifft. Bei meinem Vater in Erlenbach eingetroffen, kam ich heute mal dazu, im Garten ein paar Bilder zu schiessen. Diese Dreier-Figur von Schneeglöckchen ist noch nicht ganz “reif” (wie man an den halbmond-artigen grünen Flecken in den Blütenblättern erkennt.

Spring Snowflakes

Diese Märzenbecher dagegen sind dagegen voll aufgeblüht. Die gelben Flecken gehören zum Erscheinungsbild dazu. Blumen der Gattung “Krokus” habe ich wenigstens sechs verschiedene gefunden. Besonders sagen mit die violett-gelben Blumen zu.

Purple Crocus

Aber dann tat mir eine Stubenfliege den Gefallen und bot zum gelben Krokus einen netten Farbkontrast – und das sieht dann auch wieder gut aus.

Feeding on the Yellow Crocus

Montag, 28. Februar 2011

Lob für Deutschland

Interessanter Artikel im neuesten Time Magazine, das am Samstag auf meinem Schreibtisch landete: “How Germany Became the China of Europe” (“Wie Deutschland zum China Europas wurde”, dieser zweite Link deutet zu einer (etwas holprigen) Google Übersetzung). Im Prinzip geht es in diesem Wirtschaftsartikel darum, wie die deutsche Wirtschaft mit den sozialen Reformen der letzten Jahre, und einer Konzentration auf Produktqualität und mittelständige Unternehmen, die Wirtschaftskrise besser gemeistert hat als die anderen Länder der Eurozone.

Der sehr lesenswerte Artikel spricht davon, daß die Reformen Deutschland vom “kranken Mann Europas” zum “China des Kontinents” (der dominierenden Wirtschaftsmacht) gemacht haben. Hervorgehoben werden Mäßigungen bei Gehaltssteigerungen – im Austausch für Arbeitsplatzgarantien. Eine Konzentration der Unternehmen darauf, Know-How und Expertise zu bewahren, anstatt schnell erfahrene Mitarbeiter zu feuern. Und mit Erfahrung und Stabilität Produkte herstellen zu können, für die der Weltmarkt bereit ist einen Aufpreis für Produktqualität zu zahlen. Und schliesslich die Tendenz, Produkte lieber in höherer Qualität in Deutschland zu produzieren, als billiger in Produktionsorten wie China oder Brasilien.

Als Beispiel für diesen Wirtschaftsansatz widmet sich der Artikel der Firma Stihl aus Stuttgart, seit langem ein Lieblings-Studienobjekt amerikanischer Managementschulen (wie ich aus eigener Erfahrung gelernt habe).

Angesprochen werden aber auch die skeptischen Stimmen in den anderen Euro-Ländern, die Deutschland als egoistisch und wenig hilfreich sehen. Auch die Sorge, daß sich in den letzten 10 Jahren das Realeinkommen des deutschen Mittelstandes nicht verbessert hat, und deswegen der Binnenkonsum in der Wirtschaft keine Zugwirkung hat.

Solche Artikel, gerade so ausgeglichene wie dieser des Autors Michael Schuman, sind immer lesenswert. Sie zeigen wie das Ausland Deutschland sieht. In diesem von amerikanischen Ökonomen geschriebenen Artikel wird ein ziemlich objektives Bild gezeichnet.

Interessant auch der Gegensatz zur wirtschaftlichen Situation in den USA. Hierzulande gibt es sehr wohl Firmen, die eine ähnliche Hochqualitätsstrategie verfolgen (etwa Boeing, IBM, oder Caterpillar). Natürlich gibt es auch viele Firmen, die eindeutig  auf Massenproduktion setzen, “Größenökonomie” (etwa General Motors, Dell, General Electric). Wie könnte das bei einer derart massiven Volkswirtschaft wie der der USA auch anders sein (das Bruttoinlandsprodukt der USA ist beinahe fünfmal so hoch wie das des wiedervereinigten Deutschlands).

Freitag, 28. Dezember 2007

Schadenfreude

Irgendwie konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen: eben lese ich, daß zahlreiche Computer der Bundesregierung von der chinesischen Regierung ausspioniert werden (klickt hier für den Artikel im Spiegel).

Während die Bundesregierung auf Biegen und Brechen das Bespitzeln ihrer eigenen (deutschen) Bevölkerung legalisieren lies (siehe den Artikel "Regierungsvirus"), und professionellen Informationssicherheitsspezialisten (wie mir) Berufsverbote erteilte (siehe hier), zeigte ihnen China kurzerhand, daß dieses Spiel auch zwei spielen können. Hacker die im Auftrag der chinesischen Regierung arbeiten pflanzten die Spionageviren auf dutzenden Computern der Regierung. Besonders schwierig war das offensichtlich nicht.

Als Angela Merkel vor kurzem ihren Kollegen Wen in Peking besuchte, wusste der offensichtlich schon im vorraus jeden einzelnen Gesprächspunkt auf ihrer Agenda - und war bestens vorbereitet. Mit Sicherheit hat Frau Merkel bei Herrn Wen auf das schärfste protestiert. Und er hat sicherlich mit einem vielsagenden Lächeln geantwortet - so wie Faye, wenn sie bei etwas erwischt wird, was ihr nicht im geringsten Leid tut.

Die Bundesregierung hielt es offensichtlich nicht für notwendig, ihre Computernetzwerke auf Schwachstellen zu untersuchen. Warum auch - schließlich hatte sie das Ausnutzen (sogar das Entdekcen) dieser Schwarstellen ja gerade erst illegal gemacht. Aber wer hätte das gedacht - die chinesischen Regierungsspione halten sich tatsächlich nicht an das deutsche Strafgesetzbuch. Wau. Jetzt bin ich aber überrascht.

Samstag, 22. Dezember 2007

Portraits aus Germany

ClausDiese Portraits habe ich am 10. Dezember geschossen, zwei Tage nachdem wir angekommen waren. Claus und Leo kamen überraschend zu einem abendlichen Besuch bei Daddy vorbei, und bei der Gelegenheit gab es ein paar gute Fotos. Hier ist Claus etwas schelmisch drauf.

Alois recht kritischAlois dagegen ist eher kritisch. Noch jedenfalls. Bald wird er hocherfreut sein. Und auch Leo im Hintergrund ist noch etwas skeptisch.

Amy in guter LauneStets eine Frohnatur ist dagegen Amy - und dieser Tag war keine Ausnahme.

MariaUnd von dieser Laune lässt sich dann auch Maria anstecken. Ihre Plätzchen waren auch einfach zu toll - sie fanden regen Zuspruch. Kein Wunder, daß sich die Bäckerin bestätigt fühlt.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Tolles neues Foto von Amy

Amy hat gerade auf Flickr ein paar neue Bilder von ihrer Deutschland Reise veröffentlicht. Insbesondere dieses Bild mit dem Titel "Oma sings the Little Horsey Song" ("Oma singt das Pferdchen Lied") finde ich spitze!

Klickt doch alle mal auf das Bild und hinterlasst Amy auf Flickr einen Kommentar!

Und jetzt alle mitsingen:

Hopp Hopp Hopp,
Pferdchen lauf Galopp.
Über Stock und über Stein,
aber brich Dir nicht die Bein.
Hopp Hopp Hopp,
Pferdchen lauf Galopp.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Wasserschloss Mespelbrunn

Water Castle in Mespelbrunn
Das Wasserschloss in Mespelbrunn gehört sicher zu den Motiven, von denen es schwer fällt, ein wirklich schlechtes Bild zu schiessen. Am 15., als Daddy's morgendlicher Geburtstagsempfang in Erlenbach lief, brauchte Faye etwas Entspannung. Also fuhren wir zusammen mit Amy, Otto und Leo in den Spessart um uns dieses Kleinod anzusehen.

Saluting the castleAmy war von dem Schlösschen hellauf begeistert. Und für mich, der ich es wohl wenigstens seit 10 Jahren nicht mehr gesehen hatte, war es auch ein schönes Erlebnis.

Kalt war es (rund um den Schlossteich herum waren die Wiesen mit Schnee gezuckert), und auf dem Teich schwamm die eine oder andere Eisplatte. Also war es wichtig, Faye gut einzupacken, und sehr viel Zeit hatten wir dort nicht. Und leider war der Himmel winterlich trüb.

Natürlich war das Schloss zu dieser Jahreszeit nicht mehr zum Besichtigen geöffnet. Wir wussten das im voraus. Und wenn ich mich richtig erinnere, ist der Aussenanblick auch ca. 85% des Wertes eines Mespelbrunn-Besuches.


Coat of ArmsDie Forellen im Schloss-teich schauten wie immer lecker aus. Aber sie haben wohl um diese Jahreszeit Schonfrist. Mit den vielen Wappen kann ich persönlich nicht viel anfangen.

Allerdings - wer meine Prinzessin ist, weiss ich genau:

The photographer and his favorite model

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Reinen Wein

Testing the "Red"Natuerlich kommt man in Franken am Franken-wein nicht vorbei. Dies stellte Amy spaetestens dann fest, als sie Alois mit zum Winzer Manfred Kroth nahm, um Wein fuer seine Geburtstagsparty einzukaufen.

Opa Alois enjoying his granddaughterKlar das Alois das gefiel. Endlich mal jemand, der die ganzen Probem mit ihm durch-probt.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Da oben kommt das Christkind her!

Enjoying the Christmas Carols
Kaum in Deutschland angekommen, stürzte Faye sich gleich mitten hinein in das Vorweihnachtsvergnügen. Hier etwa, wenn Opa Alois erklärt, wo beim Erlenbacher Adventskalender am 24. das Christkindchen rauskommt. Amy und Claudia sind auch ganz fasziniert.

Und zusammen mit Opa Alois war Oma Maria von ihrer Enkelin sehr angetan.

Alois & Maria

Mittwoch, 5. September 2007

Der Regierungsvirus

Die Tagesschau hat eine sehr hilfreiche Grafik erstellt, die demonstriert, wie die "Bundestrojaner" (die "Regierungsviren")funktionieren sollen (ihr könnt den ganzen Artikel hier lesen). Ich gebe sie hier wieder:

Warum ist das ein Problem? Zum einen: das ist ein klarer Bruch der Privatsphäre. Wer ernsthaft glaubt, daß die Regierung Gerichtsbeschlüsse braucht, um so etwas zu ermögliche, der träumt. Der Gebrauch einer solchen Software ist so einfach, und so schwer zu kontrollieren, daß zukünftig jeder Regierungsbeamte der auf seinen Nachbarn schlecht zu sprechen ist diesen ausspionieren kann.

Glaubt ihr ernsthaft, daß die Bundesregierung und ihre schlecht bezahlten Beamten die besten Hacker im Netz sind? Sobald diese Software losgelassen ist, wird die weltweite Hacker-Bande das Programm finden, und für ihre eigenen Zwecke misbrauchen.

Jeder Beamte, der weiß, wie dieses Programm zu bedienen ist braucht nur seine Stellung zu kündigen, und er kann als "Datenspion" sofort zum Millionär werden. Dann dienen der Mafia deutsche Steuergelder dazu all das auszuspionieren, was auf Euren Computern steht: Bankkonten, Passwörter, Sozialversicherungsunterlagen, Krankenkassenrechnungen, Kreditkartennummern, private Fotos, usw.

Es gibt schlicht und einfach keine Methode, so etwas "sicher" zu machen. Sollte eine Regierung nicht für Sicherheit sorgen, anstatt neue Sicherheitslücken zu schaffen? Welche Selbstüberschätzung tritt hier eigentlich zu Tage. Wofür bezahlt ihr diese Leute eigentlich - dafür, daß sie der Mafia Zugriff auf Euren Computer geben?

Freitag, 31. August 2007

Bundesregierung verbreitet Viren

Vor kurzem habe ich mich noch über die Idiotie des deutschen Parlaments gewundert, die effektiven Computerschutz unmöglich machte. Heute lese ich eine Schlagzeile bei der Tagesschau (siehe hier) die das ganze erstmals erklärt: die Bundesregierung hat ein Virenprogramm ("Bundestrojaner") entwickelt, mit dem sie Euch ausspionieren kann. "Schnüffeln, ohne aufzufallen", nennt das die Tagesschau.

Jetzt macht alles Sinn: erst macht man die Sicherheit illegal, und dann spioniert man die Bevölkerung nach Herzenslust aus. Natürlich möchte die Regierung nicht, daß Ihr Euch gegen Hacker schützen könnt - die Regierung will selbst groß in das Hackergeschäft einsteigen. Das ist ein starkes Stück.

Der vorgeschobene Zweck ist kompletter Unfug: "Terroristen bekämpfen". Ein professioneller Bösewicht wird sich nicht darum scheren, daß die Verwendung von Sicherheitswerkzeugen illegal ist. Die damit verbundene Geldstrafe ist ihm ziemlich egal, wenn es das Ziel ist, dutzende von Menschen umzubringen.

Lasst Euch nicht verwirren: das Ziel dieser Regierungsaktion seid Ihr. Nicht Verbrecher, und schon gar nicht Terroristen. Die Normalbevölkerung ist das wirkliche Ziel - und das Opfer.

Dienstag, 14. August 2007

Berufsverbot ist beschlossene Sache

Von den Parlamentariern in Deutschland hatte ich bisher, aufgrund meiner (sehr begrenzten) Erfahrung keine sehr hohe Meinung. Aber nach ihrem neuesten Unfug kann ich nur noch über so viel geballte Dummheit staunen: die Neuerung des Paragraphen 202 (c) des Strafgesetzbuches ist beschlossen, und braucht nur noch die Unterschrift des Bundespräsidenten.



Dieser neu geänderte Paragraph stellt bereits den Besitz (nicht erst den unauthorisierten Gebrauch) von sogenannter "Hacker Software" unter Strafe. Die während der Gesetzesdiskussion aufgestellte Liste enthält wenigstens vier Applikationen, die ich (oder mein Team) regelmäßig nutzen, um die Sicherheit meiner Firma zu gewährleisten.

Die Logik des Gesetzes ist ungefähr mit der folgenden zu Vergleichen: Sicherheitsgurte werden verboten, da Autounfälle ab sofort illegal sind.

Der Hamburger Chaos Computer Club hat dazu die richtige Meinung. Von ihm kommt das obige Bild. Für mich bedeutet das - in Deutschland gibt es keinen Job für mich.

Freitag, 6. Juli 2007

Berufsverbot für mich in Deutschland

Gerade lese ich mit ungläubigen Augen einen Artikel auf der Tagesschau Website der sich mit einem neuen Gesetz zur "Computersicherheit" beschäftigt, das der Bundesrat heute beschlossen hat. Dieses Gesetz enthält eine Klausel, die de facto das Sicherheitstesten von Systemen illegal macht. Die Unkenntnis von Sicherheitsprozessen die hinter diesen Gesetzestexten zum Vorschein kommt verschlägt mir schlicht die Sprache.

Der Vergleich der in dem (sehr lesenswerten) Artikel gebraucht ist ist treffend: der Ansatz des Gesetzes ist vergleichbar damit den Besitz von Messern zu verbieten, nur weil man damit jemanden erstechen kann (was stimmt; aber man kann mit einem Messer eben auch Brot schneiden).

Das ist nicht nur komplett weltfremd und schlichtweg dumm, es ist auch ein Berufsverbot für mich in Deutschland (genau diese Arbeit tut ein Teil meiner Abteilung Tag für Tag). Wohl denn, hier in den USA gefällts mir eh besser. Ich beschäftige in Deutschland einen Kollegen (Sebastian in Kronberg). Wenn dieses Gesetz gültig wird, muß ich seinen Job ins Ausland verlegen. Wahrscheinlich werde ich ihm anbieten, in die USA überzusiedeln. Ein hochbezahlter Arbeitsplatz weniger für Deutschland.

Ich kann nur vorhersagen, daß eines von zwei Szenarien eintritt:
  • entweder das Gesetz wird nie umgesetzt, oder
  • Deutschland wird zum Mekka der Hacker, weil man ihren Gegenspielern den Job unmöglich gemacht hat
Jetzt muß ich mir noch überlegen, ob mich jemand auf dem Frankfurter Flughafen verhaften kann, weil mein Laptop dutzendweise "illegale" Software enthält.

Mittwoch, 1. November 2006

Halloween in Übersee

Seit 2-3 Jahren gehört der Spuktag Halloween nun endgültig zum Kulturerbe mit dem wir den Rest der Welt beglücken. Umso interessanter zu sehen, wie in Old Europe Halloween gefeiert wird. alois_k hat und liebenswerterweise dieses Bild zukommen lassen. Leo und Noah in einer originellen Mischung aus Harry Potter Zauberer und Star Wars Lichtschwertern.

Samstag, 28. Oktober 2006

Schumi ist im Ruhestand, und Tom am kommen

Und gleich noch eine dicke Neuigkeit: Tom hat die Führerscheinprüfung bestanden, und wird derzeit als Familienchauffeur eingelernt. So können Mama und Papa einen heben. Der HA wünscht Tom "allzeit gute Fahrt!".