Unter diesem Link findet Ihr einen Artikel zum Thema “Lernen im 21. Jahrhundert”, auf einem Blog der sich hauptsächlich an Lehrer der Mittelstufe in den USA richtet. Interessant: der Autor hat eines meiner Bilder zur Illustration verwandt.
Samstag, 30. Mai 2009
Publikation
Faye geht es sehr gut
Etwas mitgenommen wirkt sie hier auf diesem Bild schon – es ist am Nachmittag des Operationstages aufgenommen. Zur Belohnung gingen wir zusammen zu Buster’s, ein Eis essen. Wohlverdient, für Faye. Und für uns auch.
Am Donnerstag steckte ihr das Narkosegas deutlich noch etwas in den Knochen. Heute am Freitag dagegen war sie morgens frisch, quitschfidel, rebellisch und überdreht wie schon seit Monaten nicht mehr. Offensichtlich hatte sie besser geschlafen als die Wochen davor. Der Druck im Ohr ist weg. Am Freitag gab es dann in der Schule eine Party zum Ende des Schuljahres – eine Feier nach der anderen. Sie hat es sich verdient.
Donnerstag, 28. Mai 2009
Tympanostonomie
Heute morgen, 8:45 unserer Zeit, wird an Faye eine Tympanostonomie vollzogen. Bei dieser Operation wird in das Trommelfell ein sogenanntes “Paukenröhrchen” (Tympanostonomie Röhrchen) eingesetzt, um der hinter dem Trommelfell angesammelten Flüssigkeit eine Gelegenheit zum abfliessen zu geben. Diese Flüssigkeit hatte sich bei einer Reihe von Mittelohrentzündungen angesammelt. Zwar ist diese Flüssigkeit nicht entzündet, aber sie ist Faye unangenehm, stört das Gleichgewicht, und ist beim Fliegen schmerzhaft. Obendrein neigt diese Flüssigkeit bei jeder Erkältung zur Entzündung. Aus einem Schnupfen wird so schnell eine Infektion, die durch Antibiotika behandelt werden muss.
Diese “Paukendrainage” ist Faye’s erste Operation, und sie ist guter Dinge. Sie ist gelöster, als wir es sind.
Übrigens: mit dem Wachstum des Schädels befreit sich der Körper innerhalb von zwei Jahren selbst von diesen Röhrchen. Sie müssen nicht operativ entfernt werden.
Faye’s Perspektive (1)
Wie Ihr vielleicht schon wisst, ist Faye eine begeisterte Fotografin (wo sie das nur her hat?). Ob mit ihrer eigenen Kamera (natürlich pink), oder mit Daddy’s Kamera (schwarz), Faye dokumentiert gerne was sie sieht und erlebt – aus ihrer Perspektive.
In loser Folge wird der Hebroner Anzeiger nun ein paar Bilder veröffentlichen, die von Faye selbst geschossen wurden. Zum einen könnt Ihr dann in 20 Jahren, wenn sie eine weltberühmte Fotografin ist, sagen, daß Ihr von Anfang an dabei wart.
Zum anderen, ist die Perspektive einer 1 Meter großen Dreijährigen faszinierend. Was sie so erlebt, was sie so bewegt, und was sie fotografisch festhalten will. Hier zum Beispiel Opa Alois per Video Konferenz (aufgenommen in Daddy’s Büro). Ja, der Bildschirm ist nicht sehr sauber.
Und so sieht es vor diesem Büro aus, wenn man nur 1 Meter hoch ist.
Das hier ist ein Dauerbrenner für Faye: Bilder von ihrem geliebten Kätzchen Maunzy (die sich hier im Schatten unter einem Auto ausruht, das bei uns im Hof parkt).
Mittwoch, 27. Mai 2009
Faye und Basketball
Mit einem Daddy der auf die Indiana University ging war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Faye den Basketball als ihren Sport entdeckte. Gar zu verrückt sind die Hoosiers aus Indiana – und ihre Alumni - auf ihren B-Ball. Und Frauen Basketball ist hierzlande ganz schwer im kommen: “WNBA” heisst die Profiliga. Und wo es eine Profiliga gibt, da gibt es auch Stipendien … aber das hat noch ein paar Jahre Zeit.
Was Fayes Begeisterung für B-Ball betrifft: nun ist es endlich so weit. Sie macht sich auch gleich an den Ball in richtiger Größe (von diesen Kinderbällen halten wir nichts), und dann gehts los zum dribbeln:
Quer durch den Hof, mit vollem Schwung, einmal auf, einmal ab. Der Ball darf nicht zur Ruhe kommen, aber “Ruhe” ist für Faye sowieso ein Fremdwort (kein Wunder, daß sie sich bei diesem Ballsport wohl-fühlt).
Immer ein Auge auf den Ball, eines auf den Gegner gerichtet. Der Gegner hier heisst TJ, und wird an diesem Tag gerade zwei Jahre alt.
Und dann schliesslich setzen wir zum Korbwurf an – zum Slam Dunk gar. Gut, dass TJ noch ein paar Zoll kürzer ist als Faye, da ist dann der Korb nicht ganz so hoch gehängt.
Zwei Punkte für Faye!
Dienstag, 26. Mai 2009
Hebron 500
Gestern gab es drüben in Indianapolis die “Indy 500”, das populärste Autorennen des Jahres. Und natürlich haben wir uns in Hebron dazu inspirieren lassen, es den Leuten von Indiana nachzumachen: wir haben unser eigenes Autorennen veranstaltet. Wie Ihr sicherlich wisst, kann man in den USA viel früher den Führerschein machen als in Deutschland. Kurz gesagt: Faye ist das Rennen, die Hebron 500, gefahren:
Der Einfachheit halber fuhr sie in einem Feuerwehrauto: wir in Hebron sind auf unsere beiden Feuerwehren besonders stolz (hier bei einem Boxenstop). Und Wohnzimmer, Küche, Gang und Spielzimmer der Familie Hardy mussten als Rennstrecke herhalten. Wie gut, dachte sich Daddy, daß das nicht bei uns zu Hause passiert. Sonst dürfte ich noch gleich ein Rennen fahren: Mammi mit Herzanfall ins Krankenhaus.
Ich glaube, Dannica Patrick muss sich auf Konkurrenz aus Hebron gefasst machen.
Montag, 25. Mai 2009
Und noch mehr Schmetterlinge
Unsere Dauerkarte für die Schmetterlingsshow 2009 hat sich wirklich gelohnt: letzte Woche veranstaltete das Krohn Conservatory einen “Fotografen-Abend”: eingelassen wurden nur Leute mit Kamera, und ein paar professionelle Fotografen aus Cincinnati waren da um Tips zu geben. Bei der Gelegenheit entstanden diese Fotos.
Dieser Butterfly (Schmetter-ling) scheint sich auf Levi’s wohlzufühlen.
Und hier ist mir mit dem Makroobjektiv eine Nahaufnahme gelungen (ca. 60 Versuche hat es gekostet).
Aber am schamlosesten ist diese Aufnahme: zwei Monarch-Schmetterlinge beim Liebesspiel (und Ihr dachtet, dieser Blog sei jugendfrei …):

Sonntag, 24. Mai 2009
Cornhole
Das Spiel ist einfach. Primitiv. Aber hier sehr beliebt. Vor allem deswegen, weil man es auch nach einem Bier noch gut spielen kann. Oder nach zwei. Zehn. Fünfzehn Bier. Wie auch immer (ja, das Bier hierzulande ist etwas dünner als bei Euch).
Man steht in ein paar Metern Entfernung von einer leicht geneigten Plastikrampe. Im Apex der Rampe ist ein kreisrundes Loch (“hole”), ca. 15 cm im Durchmesser. Man hat vier Stoffsäckchen, die mit getrocknetem Mais (“corn”) gefüllt sind. Nun muss man reihum versuchen, die Maissäckchen auf die Rampe, und am besten in das Zielloch zu werfen.
Faye, die immer sehr gerne Sachen rumwirft, liebt dieses Spiel. Und Claudia ist offensichtlich auch begeistert. Jedenfalls dann, wenn ihre Tochter sich wohlfühlt.
Samstag, 23. Mai 2009
Schmetterlinge im Wettbewerb
Das Krohn Conservatory hat dieses Jahr einen Fotowettbewerb ausgeschrieben (hier könnt Ihr die Regeln nachlesen): Fotografen können Bilder, die sie bei der diesjährigen Ausstellung “Schmetterlinge Indiens” geschossen haben auf die Webseite einer Tageszeitung hochladen. Dort stimmen die Leser der Zeitung über die besten Bilder ab. Eine Jury von Experten wählt dann das Siegebild. Die Gewinner bekommen dann einen Preis. Hier ist mein Foto für den Wettbewerb:
Irgendwie denke ich, das Motiv “Schmetterling auf einer Blume” hat wohl jeder Fotograf. Damit fällt man nicht auf. Wollen wir hoffen, dass es mit diesem Bild besser klappt.
Ach ja: ich bräuchte noch einen guten Titel für das Foto. Hat jemand eine Idee?
Donnerstag, 21. Mai 2009
Kammerjagd
Manchmal meint es unser kleiner Räuber einfach zu gut mit uns. Nicht nur, daß Maunzy uns gerne mit Mäusen versorgt. So lange die tot sind, ist das kaum ein Problem. Aber gelegentlich bringt sie lebende Spielsachen ins Haus.
Gestern brachte sie ein Streifenhörnchen (Chipmunk) mit, und lies das im Haus laufen. Man war das ein Vergnügen. Das total verschreckte Nagetier war so schnell, daß wir es nicht fangen konnten. Erst heute morgen war es clever genug, die offene Türe zu nutzen und nach draussen zu rennen.
Mittwoch, 20. Mai 2009
Die Prinzessin badet die Prinzessin
Faye liebt ihre Barbie Puppen. Besonders Cinderella (Aschenputtel) ist ihr ans Herz gewachsen. Da Faye jeden Abend ihr Bad bekommt, liegt es doch nahe, daß Cinderella auch gebadet werden muss.
In einer Barbei-Badewanne. Mit richtigem Wasser. Mammi hätte so etwas nie erlaubt. Aber Daddy sah die Fotogelegenheit und stimmte zu. Faye war begeistert. Der Tisch und der Fussboden waren komplett nass. Wie gut, dass wir unsere Handtücher zum Trocknen hatten. Sonst hätte Mamma das noch bemerkt. So bleibt das unser kleines Geheimnis.
Dienstag, 19. Mai 2009
Schau mit in die Augen, Kleines!
Vor ein paar Tagen, bei schlechtem Wetter, waren wir wieder mal im Newport Aquarium zu Besuch. Wenn man das Aquarium so gut kennt wie wir (wir sind Dauerkartenhalter), kann man sich bei einem Besuch auf etwas beschränken, das einen besonders interessiert. In diesem Fall waren das Amphibien und Reptilien.
Etwas un-gewöhnlich, daß ein Aquarium Frösche, Kröten, Lurche, Salamander und Schlangen hat. Aber sie werden gerne gesehen, und so kann man sie in Newport besichtigen. Der Quaker links ist ein “American Bullfrog” (amerikanischer Bullenfrosch). Wird bis zu 4 Pfund schwer. In Nordamerika heimisch, und hier durch seinen markanten Ruf bekannt. Ach ja: Ihr könnt den Bildschirm lange küssen, daraus wird kein Prinz!
Das hier ist eine Kenianische Sand Boa. Eine Würgeschlange (nicht giftig), die in ganz Nordafrika vorkommt. Offiziell heisst diese Gattung im Deutschen “Ägyptische Sand Boa”. Warum die Deutschen dieselbe Boa in Ägypten ansiedeln, und die Amerikaner in Kenia ist mir auch nicht ganz klar. Hängt vermutlich damit zusammen, wo sie erstmals von Biologen aus dem jeweiligen Sprachraum katalogisiert wurde.
Wie dem auch sei, das Reptil war sehr aktiv. Hier wurde sie von einem Wärter gehalten. Zunächst versuchte ich ein paar normale Aufnahmen (mit meinem Standard-zoom), aber die wurden nichts besonderes. Dann ging ich mit dem Makroobjektiv auf ca. 5 cm an die Schlange ran. Ist doch mutig, oder?
Ich dachte mir: wenn die Faye gerne Haie streichelt, kann ich auch mal mit einer Schlange auf Tuchfühlung gehen.
Montag, 18. Mai 2009
Purple Iris
Vielleicht blüht sie dieses Jahr etwas spät. Aber spät oder nicht, die Purple Iris ist immer der Star unseres Vorgartens.
Ca. 80cm hoch, ragt sie über alle anderen Blumen hinaus. Und in der Nachmittagssonne, nach einem kleinen Frühlingsregen, sticht das Purpur der Blüte einfach hervor.
Sonntag, 17. Mai 2009
Zum Mittagessen Aufs Dach
Einen schönen Donnerstag Mittag in Montreal ausnutzend, hat uns das Hotel Place d’Armes kurzerhand zum Mittagessen aufs Dach eingeladen: 9 Stockwerke über der Stadt. Bei gutem Wetter baut das Place d’Armes dort oben ein paar Tische und Stühle auf, Platz genug für ca. 50 Gäste. Speisen werden über einen Frachtaufzug hochgebracht.
Und gut essen kann man in Montreal – man merkt den französischen Einfluss auf die lokale Küche. Diese Speise hier – Creme Brullee – hatte ich seit Belgien nicht mehr genossen. Eine ziemlich gehaltvolle Eiercreme wird dick mit Zucker bestreut. Der Zucker wird dann mit einem Schweißbrenner (kein Scherz) zu einer Karamelschicht geschmolzen. Wie gut, daß ein paar frische Beeren einen Eindruck von gesundem Essen geben.
Dementsprechend sonnig ist das Gemüt der Konferenzteilnehmer. Wie hier bei Estherlita, die bei einer Reifenfirma in Toronto für die Sicherheit verantwortlich ist.
Die meisten trugen zum Mittagessen eine Sonnenbrille. An diesem Tag sparte einem das viel Augenkneifen.
Das hier ist Erik. Er arbeitet bei einer Unternehmensberatung in Montreal, und führt für mich ein Projekt in meiner Firma an.
Wie man an diesen Bildern (und den anderen im Blog) sehen kann: der Geschäftsanzug hat als Geschäfts-Anzug im 21. Jahrhundert ausgedient.
Oder, wie vor kurzem ein Freund meinte: Anzüge tragen heute nur noch Politiker und Bestattungsunternehmer.
Donnerstag, 14. Mai 2009
Gasrechnung
Heute bekam ich, ueber eMail, unsere Gasrechnung fuer den Monat April. Hier ist sie:
| A quick reminder. . . you received a bill from Duke Energy KY. |
Wichtig ist die Zeile “Amount Due” (“zu bezahlen”). Im Monat April war unser Gasverbrauch praezise “0”. Die Erdwaermeinstallation hat das Heizen uebernommen.
Notre Dame in Montreal
Die einheimischen meinen, ihre Basilika Notre Dame koenne mit allem mithalten, “was die drueben in Europa” anzubieten haben. 1672 wurde an der Stelle am Place d’Armes, auf der die Basilika heute steht, zum ersten mal eine kleine Kirche errichtet. Die mehrheitlich franzoesisch sprachige Bevoelkerung war groesstenteils katholisch, und so hatte (und hat) Montreal, verglichen mit anderen amerikanischen Staedten, weniger Kirchen, aber dafuer groessere.
Die guenstige Lage am St. Lorenzstrom lies das Staedtchen Montreal schnell in die Metropole wachsen, die sie heute ist (die zweitgroesste Stadt Kanadas). Das kleine Kirchlein wurde schnell zu klein. 1824 wurde mit den Plaenen fuer die heutige Kirche begonnen. 1843 war der eigentliche Bau vollendet, allerdings dauerte es bis 1870, bis die Inneneinrichtung komplett war.
Beruehmt ist Notre Dame fuer ihren blauen Altar: mehr als der Altar selbst, ist der komplette Altarraum der Basilika vor einem beleuchteten blauen Hintergrund aufgebaut. Im Halbdunkel des Innenraums der Basilika, leuchtet das Blau des Altarraumes sehr auffaellig.
Hier eine Detailaufnahme as dem Altarraum – eine Kreuzigungsszene. Auffallend ist die Hintergrund-Beleuchtung der vielen Figuren, Ornamente und Verzierungen die hier ausgestellt sind.
Und Notre Dame ist nur einen Steinwurf von dem Hotel Place d’Armes entfernt, in dem unser Treffen stattfindet. Diese Aufnahmen hier wurden waehrend einer Mittagspause aufgenommen.









