Donnerstag, 31. Mai 2007

Wasser für die Blumen - und für das Früchtchen

Faye and Mommy watering the flowersMami - was tust Du da? Darf ich mal den Schlauch halten?


Aber klar Faye. Pass nur auf, dass Du nicht nass wirst.





Faye and Mommy watering the flowers (3)Aber Mami - wie soll ich denn hierbei nass werden? Ist doch alles ganz harmlos. Sieh, wenn ich hierhin greife ...






Faye and Mommy watering the flowers (2)Aaaach - das ist sooo erfrischend! Genau das richtige bei dieser Bullenhitze.

Und jetzt brauchst Du ein neues Kleidchen.

Mittwoch, 30. Mai 2007

Goldmedaille

Butterfly Show at Krohn Observatory

Eine seltene Auszeichnung: eines meiner Schmetterlingsbilder ist den Richtern der Fotosite Flickr positiv aufgefallen, und sie haben es mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ein solches Bild wird in die Flickr "Winners" Medaillen-Gruppe aufgenommen - recht prestigetraechtig.

Wie gefaellt Euch der farbenpraechtige Falter? Uebrigens, auf meiner Flickr Site koennt Ihr 9 Bilder von dieser Ausstellung bewundern (hier ist der Link) - ein Besuch bei Flickr lohnt sich eben immer.

Und wenn Ihr mal wirklich spektakulaere Bilder sehen wollt, dann schaut mal die Medaillengruppe bei Flickr durch. Hier ist der Link dazu (Bilder kann man nur auf Einladung in die Gruppe stellen, aber anschauen (und kommentieren) kann sie jeder).

Retro Fotos

Ich weiss nicht inwieweit Ihr Euch noch an die Computer der späten 70er und frühen 80er Jahre erinnert. Die waren damals SEHR anders von den Maschinen die wir heute kennen. Die Rechenkapazität von damals könnte man mit dem heute üblichen Maßstab (Millionen Recheninstruktionen per Sekunde) gar nicht messen; der Hauptpeicher war lächerlich niedrig; und die Bedienung dieser Geräte war ein Horror.


Ähnlich die damaligen Drucker. Heute wundern wir uns nicht mehr wenn ein Tintenstrahldrucker innerhalb von 20 Sekunden ein hochauflösendes Foto in 16,7 Millionen Farben realitätsgetreu auf das Papier zaubert. Wer sich damals überhaupt einen Drucker leisten konnte, der bekam einen Typenraddrucker - im Prinzip eine elektronische Schreibmaschine mit einem Computeranschluss. Und dennoch schaffte man es, damit Grafiken, ja sogar Photographien zu drucken. Photographien die aus regulären Buchstaben zusammengesetzt waren.



Seit kurzem gibt es jetzt Photo2Text, eine "Retro-Site" die versucht, dieses Bilderlebnis von damals heute anzubieten: man gibt ihnen ein digitales Foto, und sie übersetzen es (kostenlos) in ein Typenradbild. Recht lustig, insbesondere für Nostalgiker. Wie gefällt Euch Faye aus Buchstaben zusammengesetzt?

Dienstag, 29. Mai 2007

Habitat 67

Hier nochmal ein paar Fotos von meinem Trip nach Montreal: "Habitat 67", eine Siedlung auf einer Seiteninsel im St. Lorenz Strom, einen Steinwurf von der eigentlichen Insel Montreal entfernt.

Im Jahr 1967 war Montreal Gastgeber der Weltausstellung "Expo 67". Zusammen mit den olympischen Spielen von 1976 bedeutete das zwei Mega-Ereignisse innerhalb von 10 Jahren. Kein Wunder, dass die Stadt in den späten 60er und frühen 70er Jahren einen großen Bauboom und Wachstumsschub verzeichnet hat.


Die Siedlung "Habitat 67" wurde anlässlich der Weltasusstellung fertiggestellt, und ist eines der gelungensten Denkmäler der Zukunftsvision der 60er Jahre. Man bedenke, das war das Zeitalter der Apollo Raumflüge, der ersten kommerziell genutzten Computer, neuer Materialien wie Plastik und Stahlbeton. Es war aber auch die Zeit der Hippies, der Gegenkultur, des Vietnam Krieges, des Brechens mit Konventionen. "Habitat 67" gilt heute als eines der gewagtesten Beispiele der Stadtarchitektur des 20. Jahrhunderts.

Der Architekt Moshe Safdie schuf eine Wohnanlage, die auf den ersten Blick wie eine Anhäufung von gigantischen ocker-gelben Schuhkartons aussieht. Bei näherem Hinsehen erkennt man, daß die Schuhkartons perfekte Würfel sind. Jeweils zwei dieser "Kartons" bilden eine "Wohneinheit" (auch "Apartment" genannt). Insgesamt bietet die Siedlung 167 Wohneinheiten. Safdie wählte die Form des "Würfels" bewusst als grundsätzliches Bauelement dieser Siedlung. "Als Symbol für "Stabilität, Weisheit, Wahrheit, moralischer und geometrischer Perfektion, liegt der Würfel am Ursprung unserer Zivilisation", schrieb Safdie damals.



Eine der zentralen Designideen war es, Symetrien zu vermeiden. Schaut Euch dieses Detailbild rechts an, dann seht Ihr, was damit gemeint ist: selbst an der Nahtstelle zwischen zwei Gebäudekomplexen sind Betonprofile, Balkons, Fenster und Dächer so geformt, daß sich keine Formen optisch wiederholen.


Die Siedlung grenzt an zwei Seiten an den St. Lorenz Strom. Safdie wollte bewusst jedem Bewohner "Sicht, Licht und frische Luft" bieten - Lebensqualität in der Großstadt. Jedes Apartment ist so entworfen, daß es auf dem Dach des direkt darunterliegenden Apartments einen Balkon hat.


Habitat 67 gilt auch heute noch als eine der renomiertesten Adressen in Montreal. Heute hat die Siedlung natürlich ihre eigene Website, die ihr unter diesem Link (in Englisch) findet.

Montag, 28. Mai 2007

Memorial Day

Heute, am Memorial Day, gedenkt die USA ihrer Veteranen. Der Tag beginnt normalerweise mit einer Parade und Musikkapellen in der Stadt, und ended in einer Grillparty im Garten: Memorial Day ist der inoffizielle Beginn des Sommers.


Also haben wir uns heute morgen nach Florence aufgemacht, wo wir diese Flaggenformation der Marines und der Air Force gesehen haben. Und mit ihrem Kleidchen und Fähnchen sieht Faye doch putzig aus, oder?

Ein Symbol der menschlichen Dummheit

Heute wird in unserer direkten Nachbarschaft die größte Touristenattraktion des Landreises Boone eröffnet: das "Museum der Kreation". Man sollte "Kreation" nicht vorschnell mit "Schöpfung" übersetzen und dann denken, man weiss worum es geht. Vielmehr soll das Museum die Pilgerstätte derjenigen werden, die alles andere als die radikal, wortwörtliche Interpretation der Bibel entschieden ablehnen. Neben anderen Glaubenssätzen lehrt das Museum daß:
  • Gott die Welt erst vor ca. 6000 Jahren geschaffen hat, und dann innerhalb von nur sechs Tagen
  • Menschen und Dinosaurier jahrhundertelang friedlich nebeneinander lebten
  • der Garten Eden ein tatsächlicher physischer Ort ist
  • der Grand Canyon innerhalb von nur zwei Tagen geschaffen wurde
  • es Noahs Arche tatsächlich gab, und daß einschließlich der Dutzenden Sorten von Dinosauriern tatsächlich alle Arten darin die Sintflut überlebt haben, und
  • Evolution eine Irrlehre ist
Alle wissenschaftlichen Beweise zum Gegenteil werden schlichtweg abgelehnt. Mit der Bibel in der Hand gehen die "Kreationisten" lautstark - und teilweise gewalttätig - gegen die "Ungläubigen" und "Gottesleugner" vor die da zu sagen wagen, daß die Erde offensichtlich viel älter als 6000 Jahre ist, und daß ca. 200 Millionen Jahre zwischen Mensch und Dinosaurier liegen. Mit anderen Worten: sie sind das christliche Gegenstück zu den islamistischen Fundamentalisten die andersdenkende kurzerhand mit Bomben in die Luft sprengen. Wen kümmert die Wahrheit, wenn es um den Glauben geht? Selbst Papst Benedikt XVI hat den Kreationismus als "gefährliche Irrlehre" gebrandmarkt - und der ist nun sicher kein Bibelleugner.

Zwar kann man diese Menschen getrost als "Spinner" bezeichnen, aber irrelevant sind sie deswegen noch lange nicht. Schließlich haben sie mit "W" ja einen Anhänger im Präsidentenamt. Und dem Präsidenten ist es zehnmal lieber, sein Volk streitet sich über abstruse Schöpfungstheorien, als daß es seiner korrupten Regierung auf die Finger schaut, oder nachfragt, warum so viele Soldaten und Zivilisten im Irak sterben. Keine Überraschung: der Handelsminister des Staates Kentucky - ein strammer Anhänger der Bush Regierung - hat dann auch das Museum eröffnet. Wegen der verfassungsmäßigen Trennung von Staat und Kirche war das bereits ein höchst zweifelhafter Akt. Aber schließlich ist in Kentucky Wahlkampf, und der Minister hofft auf die Stimmen der religiösen Wähler.

Das Museum hat es geschafft in nur vier Jahren sage und schreibe $27 Millionen an privaten Spenden aufzutreiben, um das religiöse Disneyland an der Ortsgrenze von Hebron (im Städtchen Petersburg) aufzubauen. Auf mehr als 5500 Quadratmeter Ausstellungsfläche sehen die "Pilger" Bilder von Dinosauriern die friedlich in Noahs Arche einsteigen, Modelle des Gartens Eden und des Baumes der Weisheit (von dem Adam und Eva die Aepfel geklaut haben).

Um es gleich zu sagen: wenn jemand von Euch dieses Museum besuchen will, denkt erst gar nicht daran, daß wir Euch hinführen. Dieser Platz ist nichts anderes als ein Symbol der menschlichen Dummheit.

Sonntag, 27. Mai 2007

Fürsorglich

Faye bietet regelmäßig ihren Plüschtieren Essen und Trinken an. Hier bekommt gerade Sam, ihr derzeit liebstes Hündchen, einen Schluck Milch aus der Schnabeltasse.

Samstag, 26. Mai 2007

Erster Jahrestag des Adoption Days

Heute vor genau einem Jahr, um 8:27 Uhr morgens, wurden wir offiziell Fayes Eltern. Richterin Linda Bramlage sprach uns mit einem Schlag ihres Richterhammers im Kreisgericht in Burlington die elterlichen Rechte (und Pflichten) zu.
Falls Ihr den Artikel von vor einem Jahr nochmal nachlesen wollt (der mit dem wunderbaren Musikvideo "My Girl), könnt Ihr das unter diesem Link tun.
Faye war damals noch ein kleines Baby, konnte kaum sitzen, noch nicht laufen, nicht sprechen. Aber schon damals konnte sie mit ihren wunderschönen blauen Augen jeden um den kleinen Finger wickeln. Diese Fähigkeit hat sie seitdem weiter perfektioniert.

Heute im Caffee kam ein Mann auf uns zu, der sich als Grundschullehrer zu erkennen gab. Er wollte unbedingt mit Faye shakern, die ihn von der Ferne angelacht hatte. "Du bist ein richtiger Flirt", meinte er.

In zukünftigen Jahren werden wir den Adoption Day vermutlich etwas ausgiebiger feiern - dann, wenn Faye die Bedeutung dieses Tags klar ist. Heute war sie recht fröhlich und sorglos drauf. Sie hatte Videokonferenzen mit ihren beiden Großvätern, bekam bei Barnes & Noble zwei Bücher geschenkt, und wässerte mit ihrem Daddy zusammen den Rasen und die Blumen. Am meisten bleibt ihr vom heutigen Tag wahrscheinlich der Besuch bei Clifford in Erinnerung (siehe den vorigen Post). Bei ihren Eltern ist das schon etwas anders.

Wer ist grösser?

Clifford oder Faye?

Freitag, 25. Mai 2007

Wieder zu Hause

An meinem Hausarbeitsplatz stelle ich fest, daß Faye während meiner Abwesenheit gut auf meinen Computer achtgegeben hat. Die USB Kabel sind abgezogen, der Netzwerk Router liegt kopfüber, und mit der Maus wurde auf dem Fussboden gespielt.




Warum auch nicht - Faye ist eben ein Cyberbaby (schließlich bekam sie bereits im zarten Alter von 10 Tagen ihre erste IP Adresse). Auf diesem Bild scheint sie zu sagen: "Daddy, hier hast Du Deinen Computer zurück! Bist Du sicher, daß Du wieder selbst damit spielen willst?"

Donnerstag, 24. Mai 2007

Crack

Normalerweise halte ich nicht viel von Graffiti, aber hier hat der Sprueher den Nagel auf den Kopf getroffen: "Crack" (Riss, Spalte). Risse, Abbrueche, ungeplante Spalten, abplaetternder Putz - das sind die Dinge die einem am olympischen Stadium auffallen, wenn man sich den Beton naeher anschaut.

Flickr wieder da

Offensichtlich hat Flickr seine Probleme behoben. Die Site ist wieder da, und auf dem Blog erscheinen wieder die Bilder wie sie sollen.

Flickr Probleme

Ich komme heute morgen nicht in Flickr rein. Die Site scheint nicht zu laufen. Seit nicht ueberrascht, wenn es mit den Bildern auf dem Blog Probleme gibt - die Bilder die Ihr auf dem Blog seht werden alle von Flickr abgespielt.

Malerisch

Vorgestern ging ich auf dem Place Jacques-Cartier spazieren, dem Herz der Altstadt in Montreal. Fasziniert haben mich dort die dutzenden von Zeichnern und Malern die an kleinen Staenden innerhalb von Minuten ein Portrait ihrer Kunden anfertigen.




Gesehen habe ich diese Szene schon oft, aber noch nie so viele auf einen Schlag. Irgendwie waren diese Maler und Zeichner die Hauptattraktion auf dem Platz.




Also - Teleobjektiv montiert, auf einen Balkon gegangen, und geschossen...





Die Qualitaet der hier produzierten Kunstwerke war "durchwachsen": manche Zeichner hatten deutlich etwas drauf und verstanden ihr Handwerk. Die fertigen Bilder von anderen wiederum waren, naja, nicht besonders toll.



Ob die Kundschaft das ueberhaupt bemerkt hat, sei dahingestellt.










Etwas was ich mich immer frage ist - was machst Du mit einem solchen Portrait? Zu Hause aufhaengen? Irgendwie kitschig. Verschenken? Etwas sehr eitel.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Der Draht nach Hause



Jetzt bin ich zwei Flugstunden entfernt, in einem anderen Land, gar in einer anderen Sprachumgebung. Und dennoch haelt mich Claudia ueber mein Toechterchen auf dem laufenden.


Die Kamera in ihrem Mobiltelefon kommt zwar qualitaetsmaessig nicht mit meiner Spiegelreflexkamera mit, aber sie hat einen entscheidenden Vorteil: sie ist schnell. Innerhalb von 1-2 Sekunden ist ein Bild das Claudia von Faye in unserem Wohnzimmer aufnimmt bei mir in Kanada angekommen.


Und Simone, meine Nachbarin in der Konferenz, meint ich haette das suesseste Toechterchen der Welt. Recht hat sie.

Das Olympische Stadium in Montreal

Einige von Euch werden sich noch daran erinnern: Montreal hatte die olympischen Sommerspiele des Jahres 1976. Die ersten Spiele nach dem Disaster der muenchner Spiele von 72.



Das olympische Stadium im Osten der Stadt ist ein herausragendes Beispiel fuer die Architektur der 70er Jahre: abstrakte Linien, monstroes, kein ueberfluessiger Schnickschnack, ueberall Beton. Im Gegensatz zum olympischen Dorf in Muenchen haben sie in Montreal wenigstens auf die himmelschreienden Farbkombinationen verzichtet.

Und etwas anderes ist auffallend: nur etwas laenger als 30 Jahre nach den Spielen, sind die olympischen Bauwerke in keiner guten Verfassung. Der Beton broeckelt, es bilden sich Risse, die Einbettung der Querstreben in Vertikalwaende hat sich leicht verdreht.





Noch sind die Gebaeude brauchbar und sicher. Aber die Basilika Notre Dame ist viel besser in Schuss, obwohl sie sieben Mal so alt ist.

Dennoch sind die Bauwerke sehenswert. Ein Monument des damaligen Zeitgeistes. Funktionell geplant und spektakulaer, aber nicht fuer die Ewigkeit gebaut. Ein Kompromiss aus dem Willen auf die Welt einen guten Eindruck zu machen, und der chronischen Finanzarmut der oeffentlichen Hand.

Und auch heute, 35 Jahre nach dem Baubeginn, bekommt man mit den abstrakten Betonlinien gegen den azurblauen Quebecer Himmel immer noch beeindruckende Sihlouttenaufnahmen hin.

Ausserirdisches Raumschiff?

Wo sind die gruenen Maennchen?


Dienstag, 22. Mai 2007

Die Blaue Kathedrale

Heute hatte ich tatsaechlich ein paar Stunden Zeit, mit Freunden durch Montreal zu laufen, die Stadt zu erleben, und zu fotografieren. Zum ersten Mal habe ich es geschafft, in nur einem "Shoot" eine komplette 2GB Karte voll zu kriegen.

In den naechsten Tagen werde ich noch eine Reihe von Bildern aus dieser Serie hier im Blog veroeffentlichen. Auf Flickr habe ich einen Satz "Montreal" eroeffnet, auf dem ihr die besten dieser Bilder sehen koennt (ich lade sie hoch, sobald ich sie bearbeitet habe).



Hier ist mal ein kleiner Vorgeschmack: Bilder aus der Basilika Notre-Dame de Montreal.



Die Basilika Notre-Dame wird wegen des kraeftigen blauen Lichtes mit dem der Altarraum erleuchtet ist gerne "die blaue Kathedrale" genannt.

Montag, 21. Mai 2007

Auf dem Weg nach Montreal


Montreal
Originally uploaded by fbfoto.
Heute vormittag fliege ich los, Donnerstag abend sollte ich wieder zurück sein. Dazwischen liegen zwei Tage mit dem Information Security Forum (unser erster Amerika-Gipfel), und ein paar Besuche bei befreundeten Firmen in Quebec.

Und ... mit viel Glück ... Zeit für ein paar Fotos. Dieses Bild von Francois Bergeron jedenfalls macht richtig Lust drauf.

Zarte Flügel

Eine Muttertagstradition in Cincinnati ist die alljährliche Schmetterlingsshow im Krohn Observatorium im Stadteil Eden Park. Dieses Jahr war das Thema "afrikanische Schmetterlinge". Das Observatorium ist jederzeit einen Besuch wert (und wir waren auch vorher schon mal dort). Aber der Anblick der hunderten bunten Falter die jedes Jahr im Mai schlüpfen ist ein tolles Erlebnis.




Anstatt durch den normalen Eingang kommt man während der Schmetterlings Show nur über eine eigens eingerichtete doppelte Luftschleuse ins Observatorium: das verhindert, daß die Besucher falsch klimatisierte Luft herinbringen - und, daß die zerbrechlichen Flugtiere ins Freie gelangen.




Faye war von den federleichten Flügeltieren absolut fasziniert - so etwas hatte sie einfach noch nie gesehen. Ausserdem sind die frischgeschlüpften Falter meist sehr zutraulich: Angestellte des Observatorium streichen den Besuchern (auf Wunsch) etwas Zuckerflüssigkeit auf die Haut, und die Schmetterlinge lassen sich dann gerne auf Armen und Schultern zum Saugen nieder.




Die kleinsten Falter hatten ungefähr Fingernagelgröße. Die größten hatten vielleicht eine Flügelspannweite von 25 cm. Uns viel auf, daß Schmetterlinge großen Wert auf Tarnung legen: orangefarbene Falter fand man meist auf orangefarbenen Blüten, braune Schmetterlinge meist auf natürlich braunen Pflanzen.




Das macht das Photographieren noch etwas schwieriger als es wegen der ständig zappelnden Motive und dem wenigen natürlichen Licht im Observatorium ohnehin schon ist.



Sonntag, 20. Mai 2007

Mit Sack und Pack

Mit Sack und PackHeute haben wir mal den Rucksack zusammengepackt, mit dem Faye ab Juni in den Kindergarten geht.: Wasserfarben, Pinsel, Wachsmalstifte, Plastikschürze, Leim ... das Kleinkind von heute braucht jede Menge Zeugs.


Ach ja - der rote Punkt rechts unten auf Fayes Backe? Keine Sorge, sie hat nur das Stempelkissen in Mammas Büro entdeckt.

Samstag, 19. Mai 2007

Vista ist Folter


070502_vista_is_torture
Originally uploaded by l0ckergn0me.
Da fragt der Folterknecht sein Opfer: "was ist Dir lieber - ein Schlag mit der Schippe ins Gesicht, oder Vista auf Deinem Laptop?"

Keine Frage, der Zeichner "l0ckergn0me" ist ein Macintosh Fan. Ich persönlich bin mit Vista allerdings sehr zufrieden. Und Schippen im Gesicht mag ich schon gar nicht.

070502_vista_is_torture

Freitag, 18. Mai 2007

Das waren Zeiten ...

Peeking over Daddy's DeskUnd es ist noch gar nicht so lange her: Faye lief etwas wackelig, und immer sehr langsam. Sie war kurz genug, um aufrechten Ganges unter meinem Schreibtisch herumzulaufen. Alles was nicht gerade auf dem Boden lag, oder auf dem untersten Brett eines Regales, war sicher von ihr.

Heute ist das alles anders. Sie hat das Gehen verlernt - sie rennt nur noch. Und von wegen kurz: sie kann jetzt schon in die Tischplatte des Schreibtisches beißen (keine Angst - sie bekommt genug zu Essen von uns; sie trainiert nur gerne ihre Kiefermuskeln). Und egal of Esszimmertisch, Kücheninsel, Bücherregal, Media Center - Faye kommt überall hin. Sicher ist gar nichts mehr.

Und Spass macht es dennoch.

Donnerstag, 17. Mai 2007

Wer ist groesser?

Hey Dad, where are you hiding?Mama und Faye messen sich hier an Daddys Schreibtisch. Die Punkte auf Fayes Haut sind deutlich am zurueckgehen.

Mittwoch, 16. Mai 2007

Medizinische Betreuung

Unser Krankenpfleger Mike war gestern wieder zu Besuch. Uns sind sein Rat und seine Erfahrung immer willkommen, aber gestern waren sie Gold wert. Der Coaxsackie Virus ist offensichtlich tatsächlich ziemlich harmlos. Und so quietschfidel wie Faye ist, sollte sie in wenigen Tagen darüber hinweg sein.

Mit Stethoskop, Orthoskop, Waage und Thermometer hat er Faye ausgetestet - sie ist in bester Verfassung. Sie nimmt wieder zu, und ist wieder auf dem Wachstumspfad den sie seit über einem Jahr hat.

Ach ja, und Faye lies es sich nicht nehmen, mit Mikes Instrumenten Emma zu untersuchen. Wir wissen zwei Dinge mit Sicherheit: Emma ist nicht mit dem Coaxackie Virus infiziert, und sie bleibt wohl auf Dauer schlank. Allerdings muß Faye noch lernen, wo genau man den Herzschlag abhört. Vielleicht kann ihr ja ihre Cousine Karin einen Rat geben?
P.S.: auf Fayes Armen kann man die Punkte der Vireninfektion deutlich erkennen.

Dienstag, 15. Mai 2007

Sie ist doch kein Leopardenbaby!

Genauer gesagt, sie ist mit dem Coxsackie Virus infiziert, und leidet an "Hand, Fuß und Mundkrankheit". Laut unserem Kinderarzt eine inzwischen schon beinahe normale Kinderkrankheit (obwohl sie auch Erwachsene treffen kann). Ihr könnt hier näheres nachlesen.

Behandlung: keine. Man lässt der (weitgehend harmlosen) Krankheit ihren Lauf. Der Körper wird das Virus von ganz alleine wieder los: "Eine Therapie ist derzeit nicht möglich und in den meisten Fällen nicht nötig." Der Krankheitsverlauf sollte folgendermaßen erfolgen: "... kommt es nach einer durchschnittlichen Inkubationszeit von drei bis sechs Tagen zu einer fieberhaften Erkrankung mit vorübergehenden Allgemeinsymptomen und einem symmetrischen Hautausschlag (Exanthem) mit Bläschenbildung an den Händen, Füßen und einem Enanthem der Mundschleimhaut, das sich mit kurzlebigen Bläschen von 4-8 mm Durchmesser in der Mundhöhle v.a. im Bereich der Zunge, des Gaumens und der Wangenschleimhaut äußert"

Das beruhigende: in dem Moment, wo die Flecken sichtbar wurden, ist die Krankheit nicht mehr ansteckend. Mit anderen Worten: wenn sie uns ansteckt, dann ist das bereits geschehen :-(

Ein Leopardenbaby?

Das war dann doch ein Schock für Mama und Daddy: gestern gegen 17:30 entdeckten wir bei unserem Töchterchen kleine rote Punkte, über den ganzen Körper verteilt. Sie hat kein Fieber, aber ihr Gesicht ist ziemlich rot. Und über Nacht sind die Punkte eher noch deutlicher geworden.

Seit etwa einer Woche nimmt Faye Penizillin um eine Ohrentzündung zu bekämpfen. Möglicherweise ist das eine allergische Reaktion gegen das Antibiotikum. Masern und Mumps schliessen wir aus - dagegen ist sie geimpft, und die Punkte scheinen auch nicht zu jucken. Faye ist genauso quietschfidel wie wir es von ihr gewohnt sind - sie rennt im Haus rum, klettert die Treppe rauf und runter, schleppt Ihre Puppen herum, spielt kleine Streiche, lacht und blabbert wie ein Wasserfall. Business as usual.

Mamma und Töchterchen sind jetzt gerade beim Kinderarzt um sie untersuchen zu lassen.

Sonntag, 13. Mai 2007

Eine sechzigstel Sekunde...

Faye mit HaarspangeSo lange hat es gedauert, dieses Bild aufzunehmen. Und ungefähr so lange hat Faye auch ihre neue Haarspange toleriert. Wie gut, daß meine Kamera so schnell arbeitet.

Samstag, 12. Mai 2007

Unterwegs mit einer Mammastärke

Tricycle with One mommypowerFaye geniesst es neuerdings, in ihrem Dreirad durch die Gegend geschoben zu werden. Das mit dem Pedale-treten hat sie noch nicht entdeckt, und auch ihre Lenkung ist etwas unausgeglichen. Aber das Dreirad kommt ja mit einer Lenkungsstange, mit deren Hilfe Mama alles im Griff hat.

Und nachdem es bei uns jetzt deutlich wärmer geworden ist, gehört die Dreiradfahrt nun schon zum Tagesprogramm.

Donnerstag, 10. Mai 2007

Nachtrag zum Flipalbum

Also, bei einigen liefs, bei anderen nicht. Wichtig ist es, auf den nach rechts deutenden Pfeil zu klicken, nicht auf den nach oben deutenden. Falls ein zweiter Klick nötig ist, braucht das Program einen zweiten Einzelklick, keinen Doppelklick.

Die Musik ist der Song "All These Dreams" von der Gruppe Phish (aus dem Album "Round Room").

Auf einem Blog gibt es immer ein Limit, wie viele Bilder man zeigen kann. Das Limit ist nicht technisch (ich kann den Artikel so lange schreiben wie ich will), sonder es hängt damit zusammen, wie der Artikel gelesen wird: ich versuche alle Artikel auf maximal zwei Bildschirmseiten zu reduzieren. Manchmal schiesse ich aber viel mehr Fotos als ich auf zwei Seiten darstellen kann. Die Fotos müssen jeweils nicht lange betrachtet werden, aber sie sollten schon mal kurz gezeigt werden. Das sollte das Flipalbum eigentlich erreichen.

Ein "Flipalbum"

Der Begriff "Flipalbum" wird normalerweise für eine Serie von Papierfotos verwendet die an einem Ende zusammen geheftet sind, so dass man sie über dem Daumen "durchflippen" kann. Meine Foto Site Flickr hat jetzt ein digitales Flipalbum Programm für Flickr Fotos rausgebracht. Ich möchte das mal hier auf dem Blog ausprobieren. Wenn das funktioniert, könnt Ihr in Zukunft mehr solcher Alben erwarten.

Drückt bei dem Bild auf den Pfeilknopf ganz unten links (teilweise müsst Ihr ein zweites Mal klicken bevor die Show losgeht).



Funktioniert es? Gefällt Euch diese Methode, Bilder zu betrachten? Ach ja - all diese Bilder habe ich selbst aufgenommen, allerdings sind einige schon mehr als 10 Jahre alt.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Die ersten Worte ...

Jetzt würde ich Euch gerne ein Band vorspielen, aber leider habe ich das noch nicht aufnehmen können: Faye probiert jetzt, die ersten Worte zu sprechen.



Faye on her first March of Dimes

Angefangen hat alles mit "Dada" (Daddy). Dann kamen "Ma" (Mamma) und "Mmma" (Maunzy) hinzu. Es folgten "ba ba" (bye-bye) und "dannnn" (done).

Jetzt probiert sie sich schon an "tschussss" (shoes) und "puk" (book).

Dienstag, 8. Mai 2007

Löwenzahn als Makro ...

Unsere Nachbarn Charlie und Diana haben in ihrem Garten noch ein Stück echte "Wiese". Keine besondere Absicht - dort ist is nur zu steil für das hier übliche Kentucky Bluegrass mit dem unser ganzer Rasen bedeckt ist.

Dandelion

Vor zwei Tagen habe ich mich mit Stativ und Macroobjektiv an ein paar Blumen in dieser Wiese gemacht. Hier ein paar Ergebnisse.

Dandelion

Montag, 7. Mai 2007

Faye und Gapper

Der rote "Zottelbär" in diesem Bild heisst "Gapper", und ist das Maskottchen der Cincinnati Reds (des örtlichen Baseball Teams). Keine Party, kein Fest, keine Rede, keine Eröffnung, keine Vernaissage, kurz, keinerlei Veranstaltung in Cincinnati ist komplett, ohne daß Gapper auftaucht.

Claudia and Faye meet Gapper

Faye muß sich wohl an diesen Glücksbringer gewöhnen. Im Moment reagiert sie noch etwas verhalten auf ihn. Aber das gibt sich sicher. Spätestens dann, wenn sie mit Daddy mal regelmäßig zu Baseballspielen geht.

Go Reds!

Sonntag, 6. Mai 2007

Cinco de Mayo

Dancing on Der mexikanische Nationalfeiertag "Cinco de Mayo" (fünfter Mai) hat sich hier in den USA zu einer Gelegenheit gemausert, an dem allgemein die hispanische Kultur gefeiert wird (der Hebroner Anzeiger hat letztes Jahr ausführlich darüber berichtet; auch hier könnt Ihr etwas über diesen Feiertag nachlesen).

Demonstrating Mexican CuisineDieses Jahr haben wir die zentrale Cinco-Cincy Party besucht, zu der jedes Jahr mehrere 10,000 Besucher in das Riverbend Gelände im Osten von Cincinnati kommen - die größte Veranstaltung ihrer Art im mittleren Westen.

Unsere Freunde Ian und Kathy haben uns begleitet. Gemeinsam testeten wir dann Empadas, Enchilladas, Quesadillas, Burritos und Tacos, tranken den Reissaft und die Mangolimonade, hörten uns den Flamenco Gitarristen und das Marriachi Orchester an, und wir bestaunten die vielen Tanzgruppen in ihren bunten Kostümen.

 

 

 

Kathy and Ian meet FayeFaye genoß die farbenfrohe Kulisse und die allgegenwärtige Musik sichtlich. Auch, daß sie nun die Aufmerksamkeit von gleich vier Erwachsenen kommandierte war ganz nach ihrem Geschmack. Wir haben ihr einige mexikanische Spezialitäten ("dulces" - süßes Backwerk) angeboten, aber davon war sie nicht zu überzeugen (sie ist ein sehr konservativer Esser).

Ach ja - das Bild mit den Flamenco Tänzern am Anfang des Artikels ist mein Beitrag zum Flickr Tag, der auch heute war.

Samstag, 5. Mai 2007

Hoher Besuch in Kentucky

Zum 133. Kentucky Derby, das heute (5. Mai 2007) in Louisville stattfindet, erwartet der Staat Kentucky hohen Besuch: Königin Elisabeth II und ihr Ehemann Phil werden zum Rennen erwartet. Die Monarchin absolviert gerade ihren 16. USA Besuch (da habe ich schon mehr auf dem Buckel), und die Gelegenheit das populärste Pferderennen der Welt zu sehen wollte sie sich offensichtlich nicht entgehen lassen.

Die Arbeiter und Angestellten der Pferderennbahn Churchill Downs mussten alle Ettiket-Kurse nehmen. Die Tageszeitungen hier überboten sich mit Tips (Quelle war z.B. das englische Konsulat) wie etwa: "Wie redest Du die Queen an, wenn Du Ihr im Supermarkt begegnest?" (meine Antwort: "Du schaust beinahe echt aus" - die richtige Queen würde sicher nicht alleine in einen Supermarkt gehen); wann ein "Hofknicks" erwartet wird (niemals; ich will ja nicht riskieren, daß die Dame gar nochmal hierherkommt); und das man sie nicht anreden sollte ohne vorher (vom Personal) dazu aufgefordert worden zu sein (was denken diese Deppen eigentlich in welchem Land sie sind?).

Ein Leser des Cincinnati Enquirer (unserer Tageszeitung) warf die Frage auf, ob die Queen etwa auch das nur zwei Stunden entfernte Cincinnati besuchen würde. Ein anderer Leser antwortete: "Hoffentlich nicht - für mich ist sie Staatsoberhaupt einer ehemaligen Besatzungsmacht"). Diese Einstellung gefällt mir dann schon eher.

Mal ein anderes Baby

Wenn der Hebroner Anzeiger über ein Baby berichtet, ist damit ja normalerweise Faye gemeint. Kürzlich aber haben wir in Louisville ein anderes Baby getroffen, das wir Euch gerne vorstellen möchten: es ist so jung, daß es noch nicht einmal einen Namen hat. Es ist aber bereits der absolute Superstar des Zoos von Louisville: ein junger afrikanischer Elefant, geboren am 7. März im Zoo von Louisville.
Elefanten geht es ja in der freien Wildbahn nicht besonders gut. Übersiedlung und Rodung verkleinern ihren Lebensraum immer mehr; Wilderer schießen die vom Aussterben bedrohten Tiere ab, ohne daß die Behörden viel dagegen unternehmen können. Umso schöner, daß die Zucht dieser seltenen Tierart hier in Louisville geklappt hat.
Der kleine Elefantenbulle verbringt im Moment noch die meiste Zeit versteckt unter dem Körper seiner Mutter. Der Zoo hat eine Aktion laufen, die Besucher dazu einlädt, einen Namen für den kleinen Dickhäuter zu finden.
Leider hat an diesem Tag mein Teleobjektiv nicht funktioniert, sonst häte ich eine Nahaufnahme des kleinen Rüsselbabies versucht.