Dienstag, 31. Oktober 2006

Es spukt am Sequoia Lane!

Jedes Jahr, in der Nacht vor Allerheiligen, werden wir hier von Geistern, Gespenstern, Supermännern, Batmännern, Star Wars Helden, Indianern, Footballspielern, Katzen, Tigern, und seit diesem Jahr auch Teufeln überrannt.
Halloween am Sequoia Lane heißt zwei Stunden "Trick or Treat". Zwei Stunden da die Kinder aus der Nachbarschaft vorbeikommen, und mit uns ihre kleinen Streiche spielen. Zwei Stunden, da wir uns über die goldigsten Kostüme freuen und Süßigkeiten ausgeben. Zwei Stunden in denen wir uns mit unseren Nachbarn unterhalten, die mit ihren Kindern die Runde machen.



Zwei Stunden, in denen wir Spielkameraden für Faye ausfindig machen. Da wäre zum Beispiel Nella, der 7-monatige Junge von 4 Häusern weiter (er trat heute als Spinne auf). Oder Matthew, der 18 monatige Superman vom übernächsten Haus.













Faye selbst wurde dieses Jahr von mir zu ihren ersten 5 "Trick or Treats" getragen. Im Teufelchen-Kostüm kam sie prächtig an. Danach allerdings, ging es in die Badewanne, und dann ins Bett - während draussen der Gespensterumzug mächtig weiterging.





Maunzy ist übrigens heilfroh, wenn Halloween vorbei ist und sie wieder ihre Ruhe hat. Sie mag es gar nicht, wenn alle paar Minuten ein neuer Schwarm kreischender Kinder bei uns vorbeikommt. Und das obwohl alle meinen, daß unser Kätzchen "so cute" (so süß) ist.

Teuflisch gut!

... sieht Faye in ihrem allerersten Halloween Kostüm aus: ein purpurrotes Kostüm, mit gezacktem Petticoat als Unterrock; purpurroter Unterwäsche, inkl. Strumpfhose; selbst rote Schuhe und natürlich ein Dreizack gehören dazu. Nicht zu sehen: ein gezacktes Schwänzchen. Das allerbeste natürlich: die kleinen Hörnchen.

Ja, das Teufelchenkostüm hat die Abstimmung auf dem Hebroner Anzeiger gewonnen, und Faye wird damit heute abend Trick-or-Treaten gehen. Und wer könnte zu einer solchen Schönheit "nein" sagen? Sicherlich keiner unserer Nachbarn. Ich sollte besser eine große Tasche mit auf die Pirsch nehmen - und mich seelisch auf einen Berg an Schokolade vorbereiten.

Samstag, 28. Oktober 2006

Schumi ist im Ruhestand, und Tom am kommen

Und gleich noch eine dicke Neuigkeit: Tom hat die Führerscheinprüfung bestanden, und wird derzeit als Familienchauffeur eingelernt. So können Mama und Papa einen heben. Der HA wünscht Tom "allzeit gute Fahrt!".

Irrlichter

Vermutlich um mir richtig heimzuleuchten haben Leo und Noah in Opas Garten heute einen Lichterweg aufgebaut. Richtig faszinierend war natürlich das Spiel mit den Wunderkerzen - wie könnte es auch anders sein. Bei langer Belichtungszeit, gegen einen schwarzen Hintergrund geschossen, ergibt sich dieses Bild (links Noah, rechts Leo). Sind sie beide nicht große Leuchten?

Montag, 23. Oktober 2006

Belgisches Abendessen

Heute in Strombeek-Bever lief ich meinem Freund Alain über den Weg, und der lies es sich nicht nehmen, mich zu seiner Familie zum Abendessen einzuladen. Deshalb fuhr ich mit ihm nach Nieuwekerke (Sint Niklaas), und dort zauberte uns Verle dann grijse garneelen (graue Schrimps), Kip (Hühnchen) mit Friets (Fritten), Majonaise, und Chicoree.
Kann man sich eingentlich ein belgischeres Abendessen vorstellen?
Sehr schön wars auf alle Fälle. Anstatt alleine im Restaurant, zu Hause bei Freunden. Ist doch toll oder?

Sonntag, 22. Oktober 2006

"Unten am Fluss?" - Oben am Räuschlingsweg ...!

Wer kennt den klassische Hasenroman "Watership Down" ("Unten am Fluss") von Richard Adams eigentlich noch nicht (siehe hier) ? Unbestreitbar eines der schönsten Bücher des letzten Jahrhunderts. Er erzählt die Geschichte eines Hasenstammes der eine grössere Wanderung vollbringt, und dabei viele spannende Abenteuer erlebt. Dieses Buch hatte ich mir zum Flug ausgeliehen, und beinahe in einem Zug durchgelesen. Oder genauergesagt in einer Boeing. Im Moment sind die Hasen gerade dabei, sich mit viel List und Tücke neue Mädchen zu erobern.



Dann komme ich in Erlenbach an, und was finde ich? Hasen. Jocke. Und ein neuer Freund für Jocke. Der ist gerade dabei, mit viel List und Tücke, sich ein neues Mädchen zu erobern (nämlich Jocke). Und natürlich finde ich unseren Hasenfanatiker Leo. Während sein Bruder Hausaufgaben am Computer macht, zeigt mir Leo die kleinen Mümmelmänner.

Ob Jocke und ihr neuer Freund auch schon "Watership Down" gelesen haben?

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Bei der Pause


Hubert
Originally uploaded by hubertk.
Mein Freund Vivek von der Bank of Montreal wollte angeblich nur mal meine Kamera genauer sehen. Naja, ganz ueberrascht war ich dann doch nicht, als er sie auf einmal auf mich richtete.

Dienstag, 17. Oktober 2006

Bei den Käseköpfen

Nachdem ich eine ganze Woche zu Hause war, ging es wieder zum Flughafen. Diesmal ging die Reise nach Norden, nach Milwaukee (der grössten Stadt des Staates Wisconsin). Die anderen Amerikaner nennen die Einwohner von Wisconsin gerne die "Cheeseheads" (Käseköpfe). Das kommt daher, dass sich Wisconsin selbst gerne als "America's Dairyland" ("Amerikas Molkerei") profiliert: kein anderer Staat der USA produziert so viel Käse wie Wisconsin. Und keine andere Stadt in der Welt produziert so viel Bier wie Milwaukee (mehr als 20 mal so viel wie ganz Bayern).
Wisconsin ist auch der US Staat mit der "deutschstämmigsten" Bevölkerung der USA. Einer der Vororte von Milwaukee heisst "Zittau", der örtliche Autohändler ist "von Schledorn", neben uns liegt "Otto's Wine Shop", usw.

Samstag, 14. Oktober 2006

Geburtstagskind und Gratulanten

Heute feiert Otto seinen 76. Geburtstag bei uns in Hebron. Natürlich geht das in diesem Lande nicht ohne Geburtstagshütchen ab. Und ohne Faye gibt es gleich gar keine Party!

Spaß mit Tante Amy


Gestern waren Amy und AJ bei uns zu Gast. Faye die jetzt schon recht gut (an der Hand) laufen kann, krabbelt, brabbelt und allerlei Getöse von sich gibt war natürlich die Hauptattraktion. Dabei schoß AJ dieses wunderschöne Bild von Patentante und Patenkind.

Baby hats schon schwer

Beim Einkaufen von Winterkleidung muss Faye als Model herhalten.

Freitag, 13. Oktober 2006

Hexchen, Kätzchen und Gespenst

Heute ist Freitag der dreizehnte, und in ein paar Tagen ist Halloween. Klar, daß unser Haus auf so etwas vorbereitet werden muß. Zumal der Sequoia Lane bekanntlich sehr Halloween-freundlich ist (ich sage ja immer "hier spukt es!").

Vielleicht könnt Ihr mal versuchen, auf dem obigen Bild die folgenden Figuren zu finden: ein Hexchen, ein Kätzchen, und ein Gespenst?

Im Gleichschritt ...

Bei Claudia klappt es schon recht gut, und Faye lernt das Laufen überzeugend schnell. Die ersten Babysteps macht sie an Mamas Hand. Und es macht beiden Spass (normalerweise ist es Mama die müde wird und aufhören will). Vielleicht können wir ja Opa Otto als "Lauflehrer" rekruitieren?

Sonntag, 8. Oktober 2006

Damfschiffahrtsgesellschaft

Zwar nicht auf der Donau (sondern auf dem Ohio River), aber immerhin: Tall Stacks ist ein Ereignis, das sich die Stadt Cincinnati nur alle drei Jahre gönnt. Man könnte es das "Gipfeltreffen der Dampfschiffe" nennen.
Die grossen Schiffe mit den riesigen Schaufelrädern wurden ursprünglich für den Passagierbetrieb auf dem Mississippi entwickelt. Dieser Fluss war (und ist) für Kapitäne sehr schwer einzuschätzen. Treibende Sandbänke und seichte Furten wechseln ab mit tieferen Regionen. Heutzutage wird die Fahrtrinne des Mississippi künstlich freigebaggert. Zu früheren Zeiten, durfte ein Mississippi-Schiff einfach keinen grossen Tiefgang haben - oder es kam nicht weit.

Ein Design, das eher an einen Kahn oder ein Floss als an ein Schiff erinnert, und ein Antrieb der seichte Schaufelräder nutzt, anstatt tief liegender Schiffsschrauben. Das war die technische Lösung um zur Gründerzeit der USA von den grossen Seen über den Ohio, den Missouri, und schliesslich den Mississippi bis in den Golf von Mexico zu schippern.


Mark Twain hat mit seinen Geschichten diesen Kähnen ein literarisches Denkmal gesetzt. Heutzutage allerdings, sind diese Schiffe sehr selten geworden. Selten genug, dass man gerne einen Umweg fährt, um ein wirklich historisches Schiff zu sehen.



Beim Tall Stacks Festival kommen aber gleich 16 dieser Dampfschiffe zusammen - beinahe die gesamte noch bestehende Flotte dieser Schiffe. Kein Wunder, dass jedesmal mehrere 100,000 Besucher dieses Spektakel bewundern.
Und es wird viel geboten: man kann Kreuzfahren auf den Schiffen kaufen; Musik- und Theatervorführungen beiwohnen; wird von Hilfskräften in Kostümen des 18. und 19. Jahrhunderts begrüsst; bekommt Geschichten aus der Zeit schauspielerisch dargeboten; ein alltägliches Feuerwerk rundet jeden der vier Festivaltage ab.
Auf dem ersten Bild seht Ihr die "Belle of Louisville" unter Volldampf den Ohio hinauffahren. Die riesigen Schaufelräder der "General Jackson" aus Nashville fand ich einfach imponierend. Mark Twains Tom Sawyer und Huckleberry Finn werden in einem Musical wieder lebendig (drittes Bild). Und eine der Schauspielerinnen in einem Originalkostüm fand Faye so goldig, dass sie gleich mit ihr shakern musste.
Das letzte Bild schliesslich zeigt kein Dampfschiff, aber dennoch ein Stück Geschichte: erstmals dabei war beim Festival 2006 das Schiff "LTS 325" - das letzte noch bestehende Landungsschiff der US Marine aus dem zweiten Weltkrieg. Während der Invasion 1944 fuhr dieses Boot die Kanalstrecke zwischen England und der Normandie ca. 40 Mal ab, und lieferte Panzer, Lastwagen, Jeeps, Artillerie, Munition und Mannschaften an.

Mittwoch, 4. Oktober 2006

Letzter Tag in Washington

Heute ging unsere Konferenz mit Microsoft zu Ende. Wir tauschten Anforderungen fuer das neue Betriebssystem Windows Vista aus; berichteten ueber unsere Erfahrung mit Microsoft Software; lernten, welche Produkte bei Microsoft "in der Pipeline" stecken; und knuepften jede Menge neuer Kontakte. Und diese Kontakte sind fuer beide Seiten sehr sehr wichtig.




Klar das wir das herbstlich kuehle Wetter zu einem Spaziergang am Lake Washington nutzten. Die Stadt Seattle hat kaum eine Skyline - trotz mehr als 4 Millionen Einwohner im Grossraum lassen sich die paar Wolkenkratzer des Stadtzentrums an ein paar Fingern abzaehlen. Dennoch geben sie nachts von der anderen Seite des Lake Washington aus eine huebsche Kulisse ab.

Dienstag, 3. Oktober 2006

Im Nordwesten

Was ist das fuer ein Gefuehl, wenn man morgens aufwacht, und mit so einem Sonnenaufgang belohnt wird? Bei diesem Bild, gegen 7:15 Ortszeit geschossen, steigt die Sonne gerade hinter dem Mount Harris auf. Den Lake Washington, der vor der Bergkette liegt, kann man in diesem Licht noch nicht sehen.
Die Stadt Seattle liegt direkt am Pazifik (genauer gesagt, am Puget Sound), und wird von Osten her durch die Cascade Berge begrenzt (zu denen der Mount Harris gehoert). Dominiert werden die Berge durch Mount Rainier, mit 4392 Meter der hoechste Berg der USA ausserhalb Alaskas.

Seattle belegt seit Jahren in der Statistik der "lebenswertesten Staedte der USA" einen der obersten Plaetze. Wer hier lebt, kann morgens ski-fahren und nachmittags mit seiner Yacht auf dem Pazifik segeln.
Wenn man nur nicht arbeiten muesste. Die groessten Arbeitgeber hier sind der Flugzeughersteller Boeing, der Kaffeeroester Starbucks, und natuerlich die Software Firma Microsoft die ich gerade mit meinem Team besuche.
Wer sich das Hauptquartier von Microsoft als eine Ansammlung von Wolkenkratzern vorstellt, liegt total daneben. Microsoft belegt einen riesigen Campus im Sueden von Seattle. Auf dem Campus stehen eine grosse Zahl ein- und zweistoeckiger Haeuser, in denen die Microsofties ihre Software austuefteln. Alles ist sehr organisch in die Umgebung eingebunden. Von Konferenzraeumen und Cafeteria aus hat man einen Blick auf die Berge und die Waelder der Umgebung. Der Campus ist ziemlich bewaldet, wodurch man selten mehr als 3 oder 4 der Gebaeude auf einem Blick sieht. Die Gebaeude sind nummeriert (wir arbeiten im Gebaeude 31), die hoechste Gebaeudenummer die ich gesehen habe war 120.
Die Atmosphaere ist still und gelassen, nicht so hektisch wie man das von meiner Firma gewoehnt ist. Die Microsofties tragen Jeans, t-Shirts, oft kurze Hosen und Sandalen. Bis jetzt habe ich erst eine Person mit Krawatte entdeckt - ein Mitarbeiter einer Finanzfirma aus New York der (genauso wie wir) hier nur zu Besuch ist.

Montag, 2. Oktober 2006

Unterwegs

Zu Besuch bei Microsoft.