Den “Churfranken Wanderweg” zwischen Erlenbach und Klingenberg hatte ich noch nicht gesehen. Wie gut, dass sich die Gelegenheit ergab, diese Strecke mal zu wandern. Im Prinzip führt einen der Weg von einem Ort zum anderen – durch die Weinberge der beiden Städte. Und das ist der Clou. Denn Weinberge ergeben exzellente Foto-Gelegenheiten.
Wer einmal bei einer Weinlese in diesen Hängen mitgeholfen hat, der weiss diese steilen Terassen-hänge zu würdigen. Diese Bauweise wurde gewählt, um das (relativ) wenige Sonnenlist möglichst optimal für viele Reben nutzen zu können. An Ergonomie hat bei dieser Architektur offensichtlich niemand gedacht. Und an den Einsatz von Maschinen schon mal gar nicht. Ist auch kein Wunder, diese Weinberge gibt es wenigstens seit dem Jahr 1206.
Wenn sich die untergehende Sonne mit goldenem Licht verabschiedet, dann ergeben sich die besten Bilder.
In diesem weichen, warmen Licht zeigt selbst etwas so alltägliches wie ein Weinblatt seine Textur und seine Drei-Dimensionalität.Und überhaupt ist dieses Licht dazu geeignet, alles ein bischen freundlicher, ein bischen schmeichelnder, ein bischen interessanter aussehen zu lassen.
Und so kam ich dann auch zu meinem Gala-Bild von dieser Serie: geschossen in einem kleinen Waldabschnitt, durch den der Wanderweg führte, und zu dem ich gerade zur rechten Zeit kam – als die Sonne unter die Höhe des Blätterdaches heruntersank. Damit ergab sich ein fantastisches Bild:
Und am Ende des Weges wurde ich dann abgeholt – diese Wanderung hat sich gelohnt.
Wie üblich sorgte Daddy für ein volles Programm, und dafür, dass mich innerhalb von 48 Stunden jeder zu sehen bekam. Keine Zeit für Jetlag. Aber dennoch genau das richtige, um mal auszuspannen. Und Maria sorgte dafür, dass überall Naschereien herumstanden (und Faye liebt die mitgebrachten Plätzchen!).
Leo zeigt hier sein Talent im dirigieren von Hasen Augen (volle Konzentration!).
Und wenig später sein Talent als Pianist. Irgendwie scheint ihm beides Spass zu machen. Auch wenn das Klavierspielen sicher weniger frustrierent ist (die Rabbit Eye Risers halte ich für unlösbar – hätte ich wohl schon in Erlenbach sagen sollen).
Tom und Yvonne schauten vorbei (ob die grüne Kleidung noch vom St. Patrick’s Day stammt?).
Petra jedenfalls bereitete uns ein tolles Abendessen.
