Sonntag, 31. August 2008

Foto-Tourismus mit Microsoft

Microsoft hat am Mittwoch ein fantastisches neues Software Tool für Fotografen veröffentlicht: Photosynth.Ich habe bereits ein paar Beta-Versionen dieser Software gesehen und fand sie schom im Test-Stadium sehr beeindruckend.

Was ist Photosynth? Im wesentlichen eine Art Foto-Panorama bei der sich der Beobachter bewegt. Dutzende, hunderte, oder sogar tausende von Fotos von einem Objekt, oder einer Gegend, werden zusammengeschweisst in ein "Synth". Die Fotos können von beliebig vielen Fotografen kommen und zu verschiedenen Zeiten aufgenommen sein. Die Software gleicht Belichtung und Schärfe der Fotos werden an und setzt sie in ein Drei-dimensionales Puzzle zusammen.

Hier ist ein Beispiel: das Synth "Der Grosse Kanal" vom Autor Valporetto ist eine Synthese aus 243 Fotos die verschiedene Touristen am Grossen Kanal in Venedig aufgenommen haben. Man kann mit der Maus im Prinzip den Weg einer Gondel durch den Kanal verfolgen. Man kann nach links, rechts, vorne, hinten schauen. Hineinzoomen oder herauszoomen. Bei manchen Häusern fehlen die Details und man bekommt nur graue Blöcke. Bei anderen sind so gute Details da, dass man Unregelmäßigkeiten im Zement erkennt, der die einzelnen Ziegel zusammenhält. Und jeder der Fotos vom Grossen Kanal hat, kann sie zu diesem Synth hinzufügen (als ich begann, diesen Artikel zu schreiben, waren es noch 238 Fotos, 10 Minuten später waren es 243).

Microsoft hat, um diese Software zu testen, einen Synth des Petersdoms in Rom zusammengestellt - mit mehr als 13.000 Fotos.

Wer gerne etwas über neue Fototechnologie lernen möchte, der sollte sich mal diese Links anschauen. Achtung: es muss ein kleines Softwaretool installiert werden, und die Site ist derzeit nur auf Englisch lesbar.

Samstag, 30. August 2008

Stafette

Nie um einen guten Cartoon verlegen sieht das Time Magazine so die politische Entwicklung der letzten Woche: der Präsident ist dabei den Stafetten-Stab (seine verfehlte Politik) an John McCain weiterzugeben. Dessen Spitzname "McSame" ("McGleich") sagt alles. Und das wird ermöglicht durch die immer wieder beeindruckende Fähigkeit der Demokraten, sich auch in den besten Situationen um den sicheren Wahlerfolg zu bringen - "snapping defeat from the jaws of victory" (dem drohenden Sieg doch noch eine Niederlage zu entreisen), heisst das hier.








Wer hätte das gedacht: nach 8 Jahren Bush Regierung, einem sinnlosen Krieg mit zehntausenden von Opfern, einem kriminell ungedeckten Staatshaushalt, einer Währung, die 50% ihres Wertes verloren hat, einer Wirtschaft, die seit 2 Jahren in der Rezession ist - nach alldem, und trotz einem sehr attraktiven Gegenkandidaten, liegt John McCain in der Wählergunst vorn.

Bilder vom Seminar

Heute haben wir uns in Portland einen ganzen Tag lang mit Studiofotografie beschaeftigt. Ein Teilnehmer hatte von der Firma Elinchrom ein ganzes Auto voll Spielzeug besorgt: Lichtstaender, Softboxes, Schirme, Lampen, Studioblitze, Fernsteuerungen, Baterie-Packs, Reflektoren, usw. Da war viel Material dabei von dem ich schon gehoert hatte, das ich aber noch nie in den Haenden hatte. Geschweige denn, dass ich jemals damit gearbeitet haette.




Nun, meine Freundin Amy ist auch bei dem Seminar dabei, und die hat diese beiden Bilder geschossen. Sind doch gut, oder?

Freitag, 29. August 2008

Meister vs. Amateur





Dieser verrostete Plymouth ist sowohl David Ziser, als auch mit aufgefallen. Und wir dachten beide daran, durch übersaturierte Farben den Rost zu betonen. Nur irgendwie ist David's Bild (unten) zehn mal besser als meines (oben). Auf die Idee mit dem "Schnauzenfoto mit Weitwinkel" hätte ich eigentlich auch kommen können. Vielleicht sollte ich doch meinen jetzigen Job behalten.


Donnerstag, 28. August 2008

In Portland

Heute Nachmittag bin ich per Flugzeug nach Portland im Bundesstaat Maine, an der Ostkueste der USA geflogen. Erster Tag meines Sommerurlaubes. Wie erwartet - Portland ist eine typische Hafenstadt. Insebesondere wird hier nach "Lobster" (Hummer) gefischt. Der Maine Lobster hat in den USA eine fast schon fanatische Anhaengerschaft. Nun, wir werden ihn sicher zu schmecken bekommen.

Zu sehen bekam ich auch ein Stueck Geschichte: Portland hat sich ein Segment der Berliner Mauer gesichert. Das steht jetzt als Freiheits-Mahnmal am Hafen.

Und wie bei von Touristen viel besuchten Staedten ueblich: an der Hafenzeile gibt es eine ganze Flut von Andenkengeschaeften. Kitsch, Kitsch und noch mehr Kitsch. Dennoch fand ich diese Magneten mit "Antler Envy" (Geweih-Neid) richtig goldig. Der Cartoon zeigt die kapitalen Elche, hierzulande "Moose" genannt, die in den Waeldern Maines haeufig vorkommen und die so etwas wie ein Wappentier des Staates geworden sind.

Mittwoch, 27. August 2008

So machts der Meister

David Ziser hat jetzt ein paar der Bilder veröffentlicht, die er bei seinem eigenen Photowalk geschossen hat.
Farben, Strukture, Kuriositäten sucht er. Die finden sich in Cincinnati.
Nun, er versteht sein Handwerk.

Dienstag, 26. August 2008

Wahlkampfrituale

Der Wahlkampf um das amerikanische Präsidentenamt ist schon seit einiger Zeit voll in Gang. Gestern begann die "Parteitags Saison" - die zwei Wochen in der die Demokraten und die Republikaner ihre Parteitage halten. Sinn der Parteitage ist es, die Kandidaten offiziell zu küren. Die Resultate stehen schon fest, dafür haben die Vorwahlen gesorgt.

Eines der sonderbarsten Rituale ist, dass die Kandidaten selbst erst auf dem Parteitag auftauchen, wenn sie offiziell ernannt sind. Auch wenn der Parteitag gestern startete, Barack Obama wird erst am Donnerstag dazu stossen (am Mittwoch wird er zum Kandidaten ernannt).

Ein anderes Ritual: die Ehepartner stellen die Kandidaten vor. Gestern war Michelle Obama an der Reihe. Als Absolventin der Elite Universitäten Princeton und Harvard, und als erfolgreiche Strafverteidigerin, ist sie öffentliche Auftritte sicherlich gewohnt (und man merkte es ihr an). Aber die Parteitagsregie bemühte sich sehr, sie vor allem als Tochter, Schwester und Mutter darzustellen - als "eine von uns".

Zunächst gab es einen Film - "South Side Girl" (darauf anspielend, dass sie in der schwierigen Gegend von Süd Chicago geboren wurde und aufgewachsen ist). Dann stellte ihr Bruder, ein Basketball Trainer, seine Schwester vor.Wer all das sehen will - hier ist das Video der Show von gestern (ist natürlich auf Englisch).

Einer, der sich nicht ans Protokoll hielt war John McCain. Normalerweise gilt während eines Parteitages die Regel, daß der Gegenkandidat Urlaub macht, untertaucht. Die Woche des Parteitages gehört der jeweils veranstaltenden Partei. So war es bisher himmer.
Zur allgemeinen Überraschung allerdings war Michelle Obama gestern kaum vom Bildschirm verschwunden, da tauchte John McCain in einer Talkshow auf und redete über seine Zeit als Kriegsgefangener. Das war ein bewusster Bruch mit dem Protokoll. Viel beachtet. Von vielen als Zeichen der Verzweiflung gesehen.

Wo ist das blos?



Ein liebliches Pferdchen. Fand Faye jedenfalls. Und Ihr vermutlich auch. Unter diesem Link könnt Ihr das Foto auf meinem Flickr Konto anschauen. Nur ... wenn Ihr jetzt das Pferdchen selbst streicheln wollt, wo müsst Ihr dann hingehen? Oder, weniger provokant gefragt: wo ist dieses Foto aufgenommen?

Nun, neuerdings tue ich viele (aber nicht alle) meiner Fotos "geotaggen". Das heisst nichts anderes, als ich füge der Bilddatei die genauen Koordinaten hinzu, bei denen es aufgenommen wurde. Dieses Pferde-Bild zum Beispiel habe ich bei 39°15'05"N, 84°31'58"W aufgenommen (39 Grad, 15 Minuten und 5 Sekunden nördlicher Breite; 84 Grad, 31 Minuten und 58 Sekunden Westlicher Länge). Jetzt könnt Ihr entweder wie wild im Atlast rumrechnen um rauszukriegen, wo das ist, oder Ihr könnt einfach genauer auf die Flickr Seite dieses Bildes achten (siehe Pfeil!):









Bei Bildern, die ich mit den Koordinaten markiert habe, bietet Flickr einen "Karte" Link an. Wenn Ihr den anklickt, öffnet sich eine Landkarte ähnlich der folgenden:







Und hier könnt Ihr dann mit Hilfe der "+" und "-" Zeichen den Karten-ausschnitt größer oder kleiner wählen, Ihr könnt Euch die Karte als traditionelle Landkarte, oder als Satellitenaufnahme anzeigen lassen, und Ihr könnt insbesondere genau sehen, wo dieses Bild aufgenommen wurde: nahe der Miles Road im Norden von Cincinnati.



Wer es lieber im großen Masstab will, der kann auf dieser Karte wiederholt das "-" Zeichen drücken, um heraus-zu-zoomen. So lange, bis die Ostküste Nordamerikas eingeblendet wird. Und dann ist es jedem klar: das Bild wurde tatsächlich in Ohio aufgenommen.





Nichts bahnbrechendes, aber hin und wieder für eine nette Zerstreuung gut.

Montag, 25. August 2008

Die Gruppe vom Photowalk


Ich bin in der hintersten Reihe ziemlich in der Mitte zu sehen (rotes T-Shirt).

Schmuckstück für unser Schmuckstück



Unsere Nachbarin Diana ist Gold wert. Jetzt hat sie für Faye doch tatsächlich ein Armband gebastelt. Mit violetten ("purple"), rosanen ("pink") und weißen ("white") Perlen - ausgerechnet Faye's Lieblingsfarben.

Und unser Töchterchen ist derart Stolz darauf, daß sie das Armband gar nicht mehr abnehmen will. Beim Baden, beim Schlafengehen - jedesmal muß sie erst überredet werden, daß ihr "Bracelet" im Moment nicht an ihren Arm gehört.


Und ihr Mann, Charlie, findet auch, daß Faye damit ganz toll aussieht.

Sonntag, 24. August 2008

So wird man auch berühmt ...

"Tropensturm "Fay" tötet in Florida mindestens sechs Menschen" lautet eine Schlagzeile heute. Hat doch glatt jemand einen Wirbelsturm nach unserer Kleinen benannt. Nun, "Wirbelsturm" kann ich nachvollziehen. Aber bitte benennt doch in Zukunft etwas positiveres mit diesem schönen Namen!

Photowalk in Cincinnati (2)

Also, das war ein toller Morgen. David Ziser traf uns, wie ausgemacht, gegen 9:30 am Fountain Plaza, dem zentralen Platz in der Stadtmitte von Cincinnati. Wir liefen ca. 3.5 Meilen (5 Kilometer) durch Cincinnati, über den Ohio nach Covington (in Kentucky), dort zu einem Restaurant, und schliesslich zurück zum Fountain Plaza.


David fand Strukturen, Farbkontraste, Details und Absurditäten die ich schon 1000mal gesehen hatte, die mir aber noch nie aufgefallen waren. Und nach einer gewissen Zeit, fielen mir auch selbst solche Dinge ins Auge. Hier ein Beispiel: "Im Sturzflug" habe ich dieses Bild getauft. Der Adler, das Wappentier der USA, fotografiert am Federal Building an der 5. Strasse.


"All meine Arbeitszeit" nenne ich dieses Bild der Arkaden vor der P&G Hauptverwaltung.


Hier seht Ihr ein Selbstportrait (achtet auf die Reflektion in der Sonnenbrille). Der Herr im weissen Hemd ist David Ziser.


Und im Restaurant wurden dann die besten Bilder ausgewählt. Jeder der 54 Fotografen gab ein Bild ab. David suchte die vier besten heraus, und stellte sie zur Abstimmung. Mit mehr als der Hälfte aller Stimmen gewann dieses Bild, "Land der Freien". Von mir!!! Demnächste bekome ich einen Buchpreis zugesandt. Das Bild spielt mit der Doppelbedeutung des Wortes "free" in der englischen Sprache. "Free" bedeutet "frei", aber auch "kostenlos". "Land of the free" (Land der Freien) ist eine Zeile aus der amerikanischen Nationalhymne. Mein Beitrag zu den zwei Parteitagen, die am Montag beginnen.

Samstag, 23. August 2008

Photowalk in Cincinnati

Samstag morgen habe ich was besonderes vor: einen "Photowalk" (Foto-Spaziergang) durch das Stadtzentrum von Cincinnati. Das ist eine recht neue Entwicklung und funktioniert so: ein professioneller Fotograf ist der Veranstalter und "Lehrer" einer Gruppe von Amateuren. In diesem Fall, sind es 50 Hobby-Fotografen, die David Ziser, einem der besten Event-Fotografen der USA, hinterherlaufen (hier könnt ihr etwas von David's Arbeit sehen).

David läuft, mit der Gruppe, für ca. 90 Minuten durch Cincinnati. Wo er etwas sieht, das sich zu fotografieren lohnt, macht er halt und erklärt was er sieht, warum das ein Motiv ist, wie man es fotografieren könnte, worauf zu achten ist, und so weiter. Und ganz nebenbei kann man natürlich so ziemlich jede Frage rund um Fotografie stellen. Nach den 90 Minuten Photowalk trifft man sich dann in einem Restaurant zum Mittagessen, und fachsimpeln.


Die Teilnehmer stellen anschliessend ihre besten Bilder vom Walk auf eine spezielle Flickr Gruppe, wo David Ziser dann die Bilder kommentiert und Tips gibt, wie man es besser machen könnte.


In diesem Fall gibt es sogar etwas zu gewinnen: ein Software Paket fürs beste Foto, ein Buch fürs zweit-beste. Aber insbesondere gibt es professionellen Rat zu gewinnen. Das ganze ist kostenlos (wird von der Software Firma Adobe gesponsort).


Falls das für Euch interessant klingt: das "Photowalk" Phänomen breitet sich weltweit aus. Morgen (23. August) finden unter anderem auch in Frankfurt, Darmstadt und Würzburg Photowalks statt. Sucht einfach mal in Google.

Hitzeopfer

Einmal jedes Jahr scheint es in unserer Region zu passieren: Eltern fahren zum Job, parken das Auto, gehen arbeiten ... und vergessen, dass sie ein Kleinkind im Auto gelassen haben. Und im Hochsommer, bei Temperaturen um 38ºC, endet dies für das Kind fast immer tödlich.

Am 23. August letzten Jahres starb so ein 12 Monate alter Junge im Cincinnati Ortsteil Union. Seine Mutter war Direktorin einer örtlichen Mittelschule. Gestern erwischte es ein 11 Monate altes Mädchen im Ortsteil Wyoming. Seine Mutter ist Dozentin an einer örtlichen Universität.

Die Zeitungs-Artikel lesen sich, bis auf die Namen, beinahe identisch. Jedesmal ist die Rede von Zerstreutheit, Stress, zu viel Arbeit im Kopf, Hektik. Jedesmal wird erzählt wie sehr ihr Herz gebrochen ist. Jedesmal werden Nachbarn, Kollegen und Freunde interviewed die darstellen, welch eine vorbildliche Mutter sie "normalerweise" ist. Und jedesmal ist man fassungslos.

Jenna Edwards war bereits das 29. Kind das dieses Jahr in den USA auf diese Weise ums Leben kam. Eine traurige Statistik.

Freitag, 22. August 2008

Mit Spannung ...

Wir warten jede Minute darauf, dass Barack Obama seinen "Running Mate", den demokratischen Kandidaten für die Vize-Präsidentischaft, benennt. Für morgen sind die ersten Auftritte von Obama plus "Number 2" angekündigt.


Angeblich ist Obama gerade dabei, diejenigen anzurufen, die er nicht ausgewählt hat. Nun, mein Telefon hat noch nicht geklingelt ...

Spass in Parky's Farm (2)

Hoch hinaus will sie, die Faye. Schliesslich hat sie das Klettern auf dem Seilgitter gerade erst gelernt. Was hat sie so weit oben vor?


Ah! Die Röhrenrutsche! Klar, die geht gekurvt und steil nach unten. Da kommt richtig Spass auf. So viel Spass, dass es Mama unbedingt auch einmal versuchen musste.

Und das ist dann wirklich spassig!

Donnerstag, 21. August 2008

Faye und die Ziegen


Irgendwie hat sie sich an diesen Tierchen einen Narren angefressen. Wenn wir in das Ziegengehege von Parky's Farm kommen umarmt die Faye jede Ziege einzeln und sagt ihr, dass sie sie lieb hat. Und danach sagt sie dem blökenden Vierbeiner, dass sie sich bloss nicht in Kämpfchen einlassen soll (sonst droht eine Auszeit).


Selbst das Melken hat sie schon begriffen. Und das ist eigentlich gar nicht so einfach.
Ob wir uns demnächst eine Ziege anschaffen sollten ????

Mittwoch, 20. August 2008

Noch mehr vom Dach


Hier habe ich mal mein 200mm Objektiv genutzt um die Strukturen des neuen Daches zu sehen. Man kann deutlich die "Webstruktur" erkennen, mit der diese Schindeln angebracht werden. So halten sich die Schindeln bei Wind gegenseitig fest, zusätzlich zur Stabilität die die Nägel bringen.




Hier ein Bild der Dachdecker bei der Arbeit.




Und so sieht das Haus nun mit neuem Dach aus:

Dienstag, 19. August 2008

Aufs Dach gestiegen




Da staunte Faye nicht schlecht, als sie heute vom Kindergarten zurück kam: standen hier doch Leitern und ein Aufzug ans Haus gelehnt, und jede Menge fremde Männer - "was machen die auf MEINEM Dach?" fragte sie.

Nun, es sind die Dachdecker. Die entfernen die alten Schindeln. Sie entfernen die Filzschicht die zwischen Schindeln und Dachplatte liegt. Sie überprüfen die Holzplatten, mit denen das Dach abgedeckt ist (bis jetzt keine Schäden), und sie nageln die neuen Schindeln auf.

Amerikanische Schindeln haben ungefähr die Konsistenz von sehr dicker, fester Teerpappe. Sie werden überlappend auf das Dach aufgenagelt und schützen so gegen Wind und Wetter. Die Schindeln die wir bis jetzt hatten waren nur gegen die Hauptwindrichtung (Westen) genagelt. Das ist das Minimum, dass die Bauordnung zulässt. Und bei jedem Sturm bei dem sich der Wind ein bischen drehte, verloren wir ein paar Schindeln. Die Reparatur ist kein grosses Problem, geht schnell, und kostet nicht viel. Aber ein (relativ) neues Haus ständig reparieren zu müssen?

Die neuen Schindeln sind gegen alle Windrichtungen genagelt. Sie sind für Windgeschwindigkeiten bis 210 km/h garantiert. Und sie sind deutlich heller als die alten Schindeln (man siehts an diesem Bild: die linke Haushälfte hat schon die neuen Schindeln, die rechte noch die alten). Das reflektiert Sonnenlicht, hält das Haus kühler, und Spart Klima-Kosten.
Ach ja - die Jungs decken ein Haus normalerweise an einem Tag. Bei uns fingen sie später an, und hörten zur prallen Nachmittagshitze früher auf. Morgen wird der Job vollendet.
(Bilder von Claudi)

Montag, 18. August 2008

Bildschön



"Ein Hündchen und ein Kätzchen" - das bekommt man von Faye praktisch immer zur Antwort, wenn man sie fragt, was man malen soll. Also macht sich Mamma ans Werk. Aber aufgepasst: "Da muss noch viel mehr Gelb in die Sonne!"

Sonntag, 17. August 2008

Dachschaden



Bei dem letzten Frühjahrssturm hat unser Dach einigen Schaden genommen. Ca. 15 Schindeln fehlen, wurden vom Wind weggerissen. Leider hatten wir derartige Schäden schon zwei mal. Jetzt gehen wir der Sache auf den Grund.

Die Schindeln auf unserem Dach sind von keiner guten Qualität. Sie sollten Stürmen bis 35 Meilen/Stunde stand halten. Wir ersetzen sie durch Schindeln, die Stürmen bis 120 Meilen/Stunde stand halten. Und zusätzlich ersetzen wir die praktisch schwarzen Schindeln durch hell-graue. Das reflektiert viel Sonnenlicht und spart Kühlkosten.



Am Montag beginnen die Arbeiten. Am Freitag wurde das nötige Material angeliefert.

Samstag, 16. August 2008

Genau ein Jahr

Carolyn Arnett ABOK Carolyn Faye Louisville Faye Kirchgaessner picnic
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... liegt zwischen diesen beiden Bildern. Carolyn Arnett hat sich eigentlich nicht sehr verändert. Aber Faye ...
ABOK Carolyn Arnett E.P. Sawyer Park Faye Kirchgaessner Freys Hill Rd Kentucky Louisville picnic


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Freitag, 15. August 2008

Trucker Charlie

Unser Nachbar Charlie Whitford ist genau der Typ, der seit 30 Jahren als IT Manager für eine Versicherungsfirma arbeitet: freundlich, ruhig (fast reserviert), zuverlässig und durch-und-durch Mittelstand. Jedes Jahr fährt er mit seiner Familie nach Florida in den Urlaub, und seine Freizeit verbringt er am liebsten im Garten.

Kentucky Hebron Charlie Whitford Treetops
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Und hier kommt der Teil, den ich schon lange nicht verstanden habe: weil er einmal alle vier Jahre ein paar Dutzend Säcke Mulch für den Garten braucht, besitzt er einen Pickup-Truck (einen Klein-Lastwagen). Das macht ungefähr so viel Sinn, wie sich ein Flugzeug zuzulegen weil man jeden Juli nach Florida fliegt. Aber dorthin fährt er ja (16 Stunden lang).

Charlie Whitford Hebron Kentucky Treetops
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Nun ja, bisher war es ein Gebraucht-Truck, Marke Uralt. Und er hatte sich (und Diana, seiner Frau) immer versprochen: Reparaturkosten bezahlen sie für dieses Altfahrzeug keine. Da stossen sie es lieber ab. Nun, vor etwa einer Woche war es so weit - der alte Truck verlor Kühlflüssigkeit, und brauchte eine Reparatur.

Charlie Whitford Hebron Kentucky Treetops
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Und Charlie blieb seinem Versprechen treu. Nur wie er das tat, das verstehen wir immer noch nicht: er gab seinen alten Truck in Zahlung, um einen nagelneuen Chevrolet Silverado zu kaufen. Weil diese 8-Zylinder Autos Sprit schlucken wie die Säufer beim Oktoberfest Bier (die wenigsten schaffen 18 L/100KM), will die im Moment keiner mehr kaufen. Dementsprechend billig sind sie sicher.

Kentucky Hebron Charlie Whitford Treetops
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Für mich sind diese Trucks ein Symbol einer vergangenen Zeit. Die Zeit, als der Sprit hier noch weniger als $1/Gallone kostete (im Moment kostet er $3.81). Als der Verbrauch des Autos irrelevant war.

Kentucky Hebron Charlie Whitford Treetops
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Aber dennoch - ein schönes Auto ist es. Übrigens - Mulch kann man sich auch anliefern lassen.

Donnerstag, 14. August 2008

Trostlack

Als sie begeistert auf Charlies neuen Truck zurannte - mit den Puppen Emma und Elmo im Arm - da konzentrierte sich Faye nicht genug aufs Laufen. Sie stolperte, und fiel auf den Betonboden unseres Hofes. Kein besonders schlimmes Weh-Weh, denken wir jedenfalls. Für Faye war es das Ende der Welt.


Also lies sich Mamma zu einem Trostpflaster breitschlagen, das Daddy nur mit nur sehr reserviert aufnimmt: Faye bekam zum ersten Mal ihre Fingernägel lackiert.


Wie dem auch sei, es hat funktioniert. Faye hörte auf zu Weinen, und strahlte wieder. Mal sehen, was morgen ihre Klassenkameraden davon halten.