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Mittwoch, 20. April 2011

Zeit für den ersten Computer?

So ganz sind wir uns dessen noch nicht sicher, aber wahrscheinlich wird Faye in den nächsten Tagen ihren ersten Computer bekommen. Sie liebt es in der Bücherei an den Kindercomputern dort (man beachte die bunte Tastatur) Lernspiele zu machen. Und diese Software kann man sich auch für zu Hause ausleihen.

Working on a computer

Man stelle sich eine Schar gezeichneter Enten vor, die in einem See rumschwimmen. Jede Ente ist mit einem Buchstaben gekennzeichnet. Eine Stimme sagt an, daß Faye nun jede Ente mit dem Buchstaben “A” im See anklicken soll. Für jeden “Treffer” bekommt sie zur Belohnung eine kleine Melodie vorgespielt. Oder sie sieht einen Haufen von Töpfen, von denen jeder eine Nummer trägt. Mit der Maus soll sie dann alle Töpfe mit geraden Nummern herausziehen. Die Spiele sind auf ihre Vorschulstufe abgestimmt, und scheinen ihr Spass zu machen.

Vermutlich werden wir demnächst also Claudias alten Computer re-aktivieren. Mit einem neuen Betriebssystem versehen, vom normalen Internet-Zugang abgeklemmt, und mit einem Benutzerkonto für Faye, mit dem sie selbst keine Software installieren kann. Das Gerät steht dann an einem Platz, wo Mammi und Faye gut zusammen arbeiten können.

Mal sehen, wie das klappt.

Donnerstag, 10. März 2011

Literatur

IMG_0001Hier die Titelseiten zweier Bücher, die wir aus der Boone County Public Library in Scheben ausgeliehen haben, und gerade mit Chandler lesen: “Mausi, was machst du da"?” und “Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?”.

Eigentlich nichts besonderes – deutsche Standard Bücher zum Vorlesen für das Babyalter. Aber Moment mal: wir können diese deutschsprachigen Bücher in Nord Kentucky ausleihen. Die Bibliothek dort besitzt tatsächlich eine Sammlung von fremdsprachigen Kinderbüchern. Neben Spanisch, bekommt man Baby-gerechte Literatur in Französisch, Japanisch, und eben auch Deutsch. Für Chandlers Alter gibt es dort ca. 20 Bücher, durch die wir uns gerade durcharbeiten. Schließlich soll der Kleine ja mit gutem Deutsch aufwachsen.

Wir jedenfalls waren sehr angenehm überrascht davon, als uns eine der Bibliothekarinnen in Scheben auf diese Sammlung hinwies. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet.

Dienstag, 30. Juni 2009

Vorführung

Claudi ist von der Geschichte ganz begeistert. Gespannt hällt sie die Augen zu. Wie wird der gelbe Wuschel wohl aus der brenzligen Situation wieder hinaus kommen, in die Faye ihn hinein-erzählt hat?

Im Raum der Kindersammlung der Haupt-Bibliothek des Landkreises Boone im Städtchen Burlington gibt es ein “Puppentheater zum Selbstspielen”. Und Faye kann hier ihrer (beträchtlichen) Fantasie freien Lauf lassen.

Und ihr Publikum liebt es. Diese Spielfiguren sind ja auch absolut liebenswert.

Montag, 4. Februar 2008

Childhood Fair in Burlington

Samstag gab es die jährliche Ausstellung zum Thema "Kindererziehung" im Landkreis Boone: "Early Childhood Fair 2008". Veranstaltungsort war das neue Bibliotheksgebäude der Boone County Public Library in Burlington.

Lots of Balloons!Natürlich gingen wir hin, um uns das anzuschauen. Wir hatten alle drei unterschiedliche Beweggründe: Claudia wollte sich über Sportmöglichkeiten für 2-3 Jährige informiere; Faye wollte möglichst viele Ballons; und Daddy wollte fotografieren. Wir kamen alle auf unsere Kosten.

USA-KY-2008-0275Nun, ab 2 Jahren kann man offensichtlich mit seinen Kids zum Tanzen gehen. Richtiggehender Sport wird erst ab 3 Jahren empfohlen. Und das Taek-Wan-Do Studio in Hebron (Daddy war von den drahtigen Lehrern mit den kahlgeschorenen Köpfen beeindruckt), das nimmt Kids erst ab 4. Dafür haben wir aber, ganz unerwartet, eine "Sprachgruppe" gefunden, die neben Spanisch und Französisch, auch Deutsch als Unterrichtssprache anbietet. Also wird Faye wohl demnächst noch keine Ziegelsteine zerhauen. Dafür wird sie aber etwas mehr über deutsche Grammatik lernen.

Montag, 7. Januar 2008

Büchertempel

In Burlington, ca. 5 Meilen von uns entfernt, hat unsere Landkreisbibliothek gestern ihre neue Hauptfiliale eröffnet. Klarer Fall - bei dieser Party mussten wir dabei sein.

Auf drei Stockwerken und über 7.000 m² Fläche bietet die neue Hauptzweigstelle der Boone County Public Library aber auch wirklich viel: mehr als 50 öffentlich zugängliche Computer; Parkplätze für 195 Autos; 10 Versammlungsräume die man anmieten kann (drei der Räume können zu einem großen Veranstaltungssaal mit über 300 Sitzplätzen und Veranstaltungsbühne zusammengelegt werden); eine Snack Bar; Leseräume; mehrere Hausaufgabenräume; drei Innen-Spielplätze (für Kinder verschiedener Altersgruppen); Projektsionsgerät für Multi-Media Präsenationen. Ach ja - beinahe hätte ichs vergessen: eine Büchersammlung mit 250.000 Bänden.

Seit ich das erste mal in diesem Land lebte war ich von der Qualität der amerikanischen Bibliotheken beeindruckt. Aber die neue Main Library in Burlington setzt dem alles noch die Krone auf. Bibliotheken im 21. Jahrhundert müssen hart daran arbeiten, relevant zu bleiben: früher ging man hauptsächlich in die Bibliothek um Fakten zu recherchieren; das tut man heutzutage auf dem Internet. Wozu braucht man dann noch eine Bibliothek mit großen Gebäuden und ihrem teuren Personal?

Hier ein paar Antworten der neuen Main Library:
  • Es gibt keinen "Ausleihschalter" mehr: quer über die Bücherei sind Computerterminals verteilt, mit denen die Nutzer der Bücherei selbst ihre Bücher ausleihen können. Das dadurch eingesparte Personal ist in der Büchersammlung zu finden; dort sprechen sie Leute an, die Bücher suchen und geben fachkundigen Rat. Das gibt der Bücherei in viel menschlicheres Antlitz, und erlaubt den (ausgebildeten) Bibliothekaren ihre Zeit damit zu verbringen, was sie am besten können: beraten, anstatt zu verwalten.
  • Mehr als 50 Computerstationen können kostenlos dazu genutzt werden, das Internet zu surfen. Suchresultate aus dem Internet können mit Material in der Bibliothek quer-gecheckt werden. So wird eine integrierte Recherche (online und Bibliothek) zum Kinderspiel.
  • Anstatt nach undurchsichtigen Sortierschlüsseln ist die Buch- und Zeitschriftensammlung nach "Nutzbereichen" sortiert - danach, wonach die Nutzer am wahrscheinlichsten suchen. Ein Beispiel: im Erdgeschoss sind mehrere Hausaufgabenräume, gedacht für Schüler der 5. bis 12. Klassen (so können Hausaufgaben in Teamarbeit gemacht werden). Um diese Räumer herum ist die Sammlung der Bücher, die diese Schüler am wahrscheinlichsten brauchen: Enzyklopädien, Lehrbücher zu Mathematik, Chemie, Physik, Geschichtsliteratur, Fremdsprachenliteratur, usw. Neben dem Raum der für Schüler der Mittelstufen gedacht ist finden sich eher grundlegende Texte; neben dem Raum für Oberstüfler stehen die etwas fortgeschrittenen Werke. Klever.
  • Ein weiterer Nutzbereich (der mich sehr interessiert) ist "Photographie". Wenn ich bisher einen Bildband suchte musste ich mich in der alten Bibliothek zur Sektion "Nicht Belletristik" begeben, und dort nach Autorennamen suchen. Bildbände von Ansel Adams waren neben der Autobiographie des Politiker John Adams einsortiert. Aber wenn ich einen Band über Ansel Adams suchte, musste ich wissen, wer das Buch geschrieben hat. Klar, ich konnte vorher im Katalog suchen, aber das ist umständlich. In der neuen Bibliothek sind Bildbände der bedeutenden Photographen (Adams, Cartier-Bresson, Coit, ...) gemeinsam in einer Sektion sortiert, zusammen mit Büchern die über die jeweiligen Photographen geschrieben wurden. Und eine weitere Untersektion enthält Lehrbücher zum Thema Photographie. Da macht das Stöbern viel mehr Spaß.


  • Ein weiterer Nutzbereich ist die Kindersektion der Bücherei, die fast den ganzen ersten Stock einnimmt. Kinderliteratur links, Jugendliteratur rechts. Dabei sind zwei (überwachte) Spielplätze, auf denen die Eltern unbesorgt ihre Kinder spielen lassen können, während sie nach Büchern suchen. Neben Büchern für Kleinkinder (die Bücher mit den bunten Bildchen und dem dicken Papier), befindet sich Literatur für Eltern von Kleinkindern (alles von Erziehungsratgebern bis zu Finanzplanung).

  • Die Sektion Jugendliteratur bemüht sich, verschiedene Medien zu integrieren. Wer etwa den Roman "Der Fänger im Roggen" von J.D. Salinger sucht - Pflichtliteratur in der Mittelstufe - findet nicht nur das Buch selbst, sondern auch DVD's mit der Filmversion, und CD's mit der Filmmusik. Alles zusammen ins selbe Regal sortiert. Auf diese Weise kann man ein Thema ganzheitlich angehen.

Wie Ihr schon seht, uns gefällt es hier. Wir sind zur Eröffnungsparty am Samstag dort gewesen. Es hat uns so gut gefallen, daß wir Sonntag Nachmittag gleich nochmal hingefahren sind.

Samstag, 4. Februar 2006

In der Bücherei

Amerikanische Kinder verbringen sehr viel mehr Zeit in der Bücherei als deutsche. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass amerikanische Büchereien vielfach ein Qualitätsniveau haben, von denen deutsche Büchereien nur träumen können. "Bibliothekar" ist in den USA ein angesehenes, und beliebtes, Studienfach. Dementsprechend sind die meisten der Angestellten in einer amerikanischen Bücherei Akademiker. Sie verstehen ihren Job, wissen bei einer Suche zu helfen, kennen sich aus.
Heute war Faye's erster Besuch in einer Bücherei - bei dem Zweigstelle Scheben der Boone County Public Library (der öffentlichen Bibliothek unseres Landkreises). Anlass war eine "Kinder Messe": die Bücherei hatte alle Kliniken, Kindergärten, Kinderpflegeorganisationen, Elternorganisationen, Schulen, Clubs und Vereine des Landkreises die etwas für Kinder im Vorschulalter anbieten eingeladen. Dementsprechend ging es auch ziemlich turbulent zu.
Wir knüpften einige sehr gute Kontakte, und hatten einen Riesenspaß.