Dienstag, 30. September 2008

Der Hacker ist enttarnt

Vor kurzem berichtete der Hebroner Anzeiger davon (im Artikel "Mein Gott, Sarah..."), dass das eMail Konto von Sarah Palin (der Vize-Präsidentschafts-kandidatin der Republikaner) von einem Hacker geknackt wurde. Inzwischen ist der Hacker vom FBI ermittelt worden: es handelt such um David Kernell, ein Student an der Universität von Tennessee in Knoxville. Kernell wurde einer Haft-Jury vorgeführt, die sich aber weigerte, ihn anzuklagen.

Interessant, wie schnell das FBI arbeiten kann, wenn es prominente Opfer gibt.

Montag, 29. September 2008

Finanzkrise

Im Juli haben wir unseren Hypothekenkredit umfinanziert. Unser Gläubiger ist die Wachovia Bank, die zweitgrößte Bank der USA. Heute lesen wir, dass eben diese Bank sich heute morgen selbst verkauft hat. Die Citigroup (Eigentümer der Citibank) hält jetzt unsere Hypothek.

Groß ändern tut sich für uns nichts. Aber dennoch eine Entwicklung, die wir aufmerksam verfolgen.

Noch ein paar Urlaubsbilder

Weils so schön war: von unserem Urlaub in Bar Harbor (oder "Ba Haba", wie es im örtlichen Dialekt klingt) gibt es jetzt ein paar neue Fotos auf Flickr: Amy hat ihre Bilder veröffentlicht.


In diesem Artikel seht ihr ein paar davon. Die komplette Sammlung könnt Ihr sehen, wenn Ihr auf Amy's Flickr-Konto geht. Nutzt diesen Link dazu.


Und vergesst nicht, der Fotografin ein paar Kommentare zu geben (ruhig auf Deutsch, ich übersetze ihr schon).

Sonntag, 28. September 2008

Sie frisst ihr aus der Hand ...

Tiere zu füttern ist eine von Faye's Lieblingsbeschäftigungen. Einen beträchtlichen Teil unserer freien Zeit verbringen wir auf Farmen und Parks in der Umgebung, weil Faye der Kontakt mit Tieren so viel Spass macht.

Aber dieses Futtererlebnis war dann doch ein ganz anderes: im neuen Giraffen-Gehege des Zoos von Cincinnati kann man (zu bestimmten Zeiten) die Giraffen füttern. Man steht auf einer ca. 3 Meter hohen Platform, bekommt von einer Tierwärterin ein paar Blätter, und gibt diese (durch einen Zaun) der Giraffe zum Essen.




Faye war total fasziniert davon, so einen großen Tier direkt in die Augen zu schauen.

Samstag, 27. September 2008

Die erste Debatte

Gegen 22:30 ging die erste von drei geplanten Rede-Duellen zwischen Barack Obama und John McCain zu Ende. Bis zuletzt war nicht klar, ob McCain überhaupt zu dieser Debatte kommen würde (er hatte versucht, sie in letzter Minute zu verschieben).

Da die Meinungsumfragen im Moment beide Politiker im Rennen um die Präsidentschaft ziemlich gleichauf sehen, wird diesen Debatten ein sehr hoher Wert beigemessen: viele Wähler könnten anhand dieser Sendungen ihre Meinung bilden.

Wie auch immer: John McCain war bei der Debatte, in der es um Aussen- und Wirschaftspolitik ging, überraschend gut drauf. Eigentlich hätte ich erwartet, dass Obama ihn als einen Erz-Unterstützer des Irak Krieges einmauert. Aber das ist nicht geschehen. Obama machte einen relativ nervösen Eindruck.

Seht selbst (auf Englisch, natürlich):

Sarah Palin bald im Kino?

Bei diesem Video bin ich beinahe vor Lachen aus dem Stuhl gefallen. Ein paar College Studenten haben einen Trailer zusammengestellt für einen (hypothetischen) Kinofilm über Sarah Palin.



Das Video ist auf Englisch - aber es ist es wert, sich jemanden zu holen, der Englisch versteht und es einem übersetzen kann.

Übrigens: Freitag abend, 9 Uhr Ortszeit, ist die mit Spannung erwartete erste Diskussionsrunde zwischen John McCain und Barack Obama.

Freitag, 26. September 2008

Spass in Kings Island

Letzten Sonntag war wieder P&G's jährlicher "Dividend Day": die Firma mietete den kompletten Vergnügungspark Kings Island für ein Wochenende an - exklusiv für unsere Mitarbeiter. Faye kommt jetzt langsam in das Alter, in dem sie an solchen Sachen Spass hat.











Wie etwa hier am "Fairly Odd Coaster".












Oder hier als sie Scooby Doo traf.

Ich weiss - irgendwann (ziemlich bald) kann sie von solchen Sachen nicht genug bekommen.

Mittwoch, 24. September 2008

Ike - die Bilanz

Nüchtern sieht sie aus, die Bilanz des Hurrikans "Ike" im Großraum Cincinnati: mehr als 1 Million Menschen waren ohne Strom (720.000 Haushalte). Ca. 20.000 haben auch heute, mehr als eine Woche nach dem Sturm, immer noch keinen Strom.


Telefon, Kabelfernsehen und Strassenverkehr waren zusammengebrochen. Einige Brände gab es, als heruntergerissene Stromleitungen Funken schlugen, die dann auf brennbares Material trafen. Fünf Menschen starben an den Folgen des Sturms, inklusive eines Kollegen von mir (den ich allerdings nicht kannte).







Daran gemessen haben wir es noch recht gut erwischt: wir gehörten zu den 10% der Haushalte, die ihren Strom nicht verloren. Ein paar Bäume sind umgeknickt. Eine Regenwasserrinne des Dachkanals wurde weggeweht (und heute repariert). Ein 25 Meter hoher Baum, der vom Grundstück unserer Nachbarn Charlie und Diana aus umfiel verfehlte ein Nachbarshaus nur um Zentimeter (siehe Bild). Unser neues Dach - gerade mal zwei Wochen vor dem Sturm installiert - hat prima gehalten.

Es ist die örtliche Unsitte, Strom und Telefonleitungen als Überlandleitungen zu legen, die das Land für Stürme so anfällig macht. Sicher, die Entfernungen über die man unterirdische Leitungen legen müsste sind um ein Vielfaches größer, als in Deutschland. Die Bevölkerungsdichte, selbst in einem Ballungsraum wie Cincinnati, ist unvergleichbar geringer.








Aber wenn man die Kosten der Aufräumungsarbeiten nach solchen Stürmen bedenkt, wäre das wahrscheinlich die klügere Investition.


Fast 100 Jahre ist es her, daß Cincinnati schon mal so einen Sturm erlebte (1916). Ob der nächste wieder so lange auf sich warten läst?



P.S.: das große Bild ist von mir, die anderen sind von verschiedenen Flickr Nutzern aus Cincinnati

Dienstag, 23. September 2008

Herbstzeit, Kürbiszeit




Das beste am Herbst sind die Farben. Und das leuchtende Orange der Kürbise ist hier einfach zentral. Man schnitzt skurile Gesichter in den Kürbis, bemalt die Schalen, kocht das Fleisch. Aus Kürbis wird der leckere Pumpkin Pie (Kürbiskuchen), der zum Herbst gehört wie Weihnachten zum Winter. Aber rausgesucht müssen die Kürbise erst mal werden.



Zu dem Zweck fuhren wir zu McGlasson's Farm, am Flussufer des Ohio in Hebron. Die Auswahl ist, wie immer, groß. Gut, daß wir eine Expertin dabei haben, die die richtigen Pumpkins für uns raussucht. Nur leider denkt sie zunächst, daß alle Kürbise für uns richtig sind. Nein Faye, wir brauchen keine 12 Kürbise.



Der größte Kürbis den Faye selektierte wog immerhin 23 Pfund. Wie gut, daß McGlasson's gleich einen Karren anbot, um die gesamte Ladung zum Auto zu transportieren. Und Faye lies es sich nicht nehmen, diese Karre selbst zu ziehen.

Montag, 22. September 2008

Amy und Kiwanis



Wer Amy kennt, der weiss, dass sie sehr in der Kiwanis Organisation engagiert ist. Sie ist der Motor des Cincinnati Clubs. Seit letzten Mittwoch ist sie in der Organisation jetzt eine wichtige Stufe nach oben gerückt: sie wurde zum "Lieutenant Governor" des Distrikts Ohio gewählt.


Es gab eine kleine Zeremonie (der Herr mit dem wenigen Haar ist ihr Vorgänger in diesem Posten), ein Abendessen, und natürlich eine Rede der neuen Miss Lt. Governor.
Und wer etwas über Kiwanis lernen will, der kann das hier tun.

Sonntag, 21. September 2008

Mein Gott, Sarah ...

Das hat nicht lange gedauert: vor ein paar Wochen berichtete der Hebroner Anzeiger (im Artikel "Der analoge Kandidat"), dass John McCain (der Präsidentschaftskandidat der Republikaner) nicht mit einem Computer umzugehen weiss. Diese Woche wurde jetzt bekannt, dass das eMail Konto von Sarah Palin (der Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner) geknackt wurde.


Das alleine wäre schon schlimm genug, aber es kam noch dicker: die Gouvernörin von Alaska hat das eMail Konto gov.palin@yahoo.com offensichtlich erst eingerichtet, als sie vor zwei Jahren ins Amt gewählt wurde. Und obwohl die Regierung von Alaska (wie jede andere Behörde und jede andere Firma) eMail Konten für alle Angestellten einrichtet, nutzte Sarah Palin ihr Yahoo Konto für offizielle Regierungsarbeit des Staates Alaska. Jeder andere wäre dafür gefeuert worden (so wie auch meine Firma Leute feuert, die private eMail Konten für Geschäftszwecke verwenden). In Alaska ist es sogar ein Gesetz, dass offizieller eMail Verkehr nur von offiziellen Konten aus verschickt werden darf (Konten, deren Sicherheit der Staat garantieren kann).

Und um das alles noch abzurunden: wie wurde das Konto geknackt? Ein Hacker names "4Chan" fragte bei Yahoo nach, was das Passwort war. Sarah Palin hatte für solche Gelegenheiten eine Reihe von "Sicherheitsfragen" hinterlegt, mit der sie sich gegenüber Yahoo ausweisen kann. Nur ... diese Sicherheitsfragen waren so dumm und einfach gewählt ("Wie lautet meine Postleitzahl zu Hause?"), dass der Hacker keinerlei Probleme hatte, sie zu beantworten. Wie abgemacht - Yahoo teilte ihm das Passwort mit.

Sicherlich erwartet niemand von einem Spitzenpolitiker oder einer Politikerin, dass sie Computerspezialisten sind. Aber sich mit einer derartigen Mischung aus Einfalt und Arroganz über die elementarsten Sicherheitsregeln hinwegzusetzen, das ist sträflich dumm.

Samstag, 20. September 2008

Der Maine Lobster

Wofür ist der Staat Maine in den USA vor allem bekannt? Für die schöne Landschaft? Eigentlich nicht (da gibt es zu viele andere Staaten die das auch vorzuweisen haben). Für den Nationalpark? Eher weniger (so schön Acadia ist, es gibt spektakulärere Parks). Nein - hierzulande ist Maine synonym mit "Lobster" (Hummer).


Die Lobsterfischerei ist DER traditionelle Wirtschaftszweig des Staates Maine. Nirgendwo sonst im Land (vielleicht nirgendwo sonst auf der Welt) wird derart schmackhafter und wertvoller Hummer gefischt.




Lobster wird nicht etwa geangelt, sondern in Fallen gefangen. Drahtkörbe wie dieser werden mit einem Köder versehen, und dann von den Hummerbooten aus auf den Meeresboden versenkt. Der Lobster, ein auf dem Meeresgrund lebendes Schalentier, riecht den Köder, kommt zur Mahlzeit in die Falle, und findet nicht mehr raus.


Traditionell isst man in Maine den Hummer in einem sogenannten "Lobster Pound" (Hummer Bude). Man stelle sich eine Holzbude direkt am Pier vor. Ein Grosskessel mit siedendem Wasser dient zum Kochen.


Und ein Teil des Piers ist mit Plastikplanen überdacht, damit die Gäste nicht dem Wetter ausgesetzt sind. Dort geniesst man dann die Delikatesse, buchstäblich frisch aus dem Meer, an Holztischen und Klappstühlen. Das Pfund für $7. Besser gehts kaum.

Freitag, 19. September 2008

Oktoberfest ... Im August?




Jeder der mal in Bayern gewohnt hat weiss, daß das Oktoberfest im September stattfindet. Es hängt damit zusammen, dass das Fest einfach so populär ist (wenn man es, wie der Name vermuten lässt, im Oktober feiern würde, dann kämen noch mehr Touristen). Aber wie auch immer: vor unserem Urlaub besuchten wir das Oktoberfest der Germania Society in Cincinnati. Und das war im August.



Nun, das Timing war schon etwas eigentümlich. Aber dann gab es noch mehr: auf dem Oktoberfest wurde ein "Burgermeister" verogestellt: nach einiger Zeit bekamen wir raus, daß das der Festpräsident ist.










Nicht nur, daß es "Jagdhorngruppe" gab (das wäre schon schlimm genug), nein, die hieß auch noch genau so. Es ist schon gewöhnugsbedürftig, wenn sich Amerikaner bemühen, das Wort "Gemütlichkeit" auszusprechen ("Ogdobervest, Gemuudlischgait!"). Aber bei "Jagdhorngruppe" sollte der Spaß eigentlich aufhören. Und von dem Wort mal abgesehen: habt Ihr schon mal eine Jagdhorngruppe gehört, die nicht schief gespielt hat? Wir jedenfalls nicht.





Klar, "ozapft" wird auch in Cincinnati. Im August. Zum Oktoberfest. Wahrscheinlich trinken wir einfach nicht genug Bier, um diesen Sinn zu begreifen.



Wenigstens gab es zum Anfang beide Nationalhymnen. Und "Einigkeit und Recht und Freiheit" wurden sogar recht anständig gesungen (auch wenn die meisten Sänger beim Text auf einen Spickzettel schauten).

Donnerstag, 18. September 2008

Gutes von Ike

Nun, es sind noch immer ca. 200,000 Menschen im Grossraum Cincinnati ohne Strom. Einige Strassen bleiben geschlossen, und selbst zwei P&G Niederlassungen bleiben geschlossen (weil sie keinen Strom haben).

Aber man vergisst es gerne: so ein Hurrikan hat auch seine positiven Folgen: Sarah Palin, die Vize-Präsidentschaftskandidatin der Republikaner, sollte eigentlich heute im wohl-betuchten Cincinnati Ortsteil Indian Hills einen Auftritt haben um Wahlkampfspenden zu sammeln. Nun, das Haus in dem Sarah reden sollte hat keinen Strom. So wurde der Auftritt gestrichen.

Heute vor dreissig Jahren: "WKRP Cincinnati"

Hier ist eine interessante Entdeckung auf die mich jemand aufmerksam gemacht hat: "WKRP Cincinnati" ist der Titel einer TV Serie die heute vor genau 30 Jahren, am 18. September 1978, im US Fernsehen startete. Es war, bis jetzt, die einzige Serie die in Cincinnati gefilmt wurde. "WKRP" ist der Name einer (erfundenen) Radio-Station. Das Format der Serie ist "Sitcom" (situational comedy), also eine Komödienserie. Ich habe die erste Folge gesehen, und sie ist tatsächlich recht lustig.

Ich würde jedem empfehlen, die ersten 2 Minuten anzuschauen - einige sehenswerte Szenen aus dem Cincinnati der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Unter anderem sieht man das alte Basball Stadium (Riverfront Stadium) und die alte Football Arena (The Jungle). Beide sind inzwischen durch neuere Gebäude ersetzt worden. Insbesondere die Kleidung und die Frisuren der Schauspieler sind sehenswert: unglaublich, was vor 30 Jahren als "chic" galt!




Insgesamt sind 22 Folgen von "WKRP Cincinnati" auf Fancast erhältlich. Fancast ist eine Website die ältere Fernseh-Shows archieviert, und sie übers Internet zugänglich macht.

Viel Spass!

Mittwoch, 17. September 2008

Der neue Wahlkampf


Hier ist wiedermal ein Cartoon vom Time Magazine: Barack Obama ist ganz verbluefft - keine Kamera deutet mehr auf ihn. Sarah Palin, die Vize-Praesidentschaftskandidatin von John McCain, stielt ihm die Show.

Dienstag, 16. September 2008

Sturmvideo aus Hebron

Cliff Ravenscraft ist ein Podcaster der in unserer Nachbarschaft wohnt. Während der Hurrikan Ike am Sonntag über Hebron fegte, waren die meisten Nachbarn sicher zu Hause (der Sturm wütete von 14:00 bis 17:00). Cliff dagegen, schnappte sich seine Videokamera und lief durch den Ort (und teilweise fährt er sogar). Im Video sieht man umgewehte Verkehrsschilder, abgeknickte Bäume, und (bei 2:25) den umgeblasenen Rohbau eines neuen Restaurants das an der Kentucky Staatsstrasse 237 gebaut wird (ca. 3 KM von unserem Haus entfernt).

http://s3.amazonaws.com/mdialogueproduction/12149/8424/Hurricane_In_Kentucky_.mp4

Montag, 15. September 2008

Ike in Ohio

Ich lese gerade, dass gestern im Norden von Cincinnati drei Menschen an den Folgen des Sturmes gestorben sind. Sie wurden von herunterfallenden Baumteilen erschlagen. Und der Sturm war bis 125 Km/h stark, deutlich staerker, als vorhergesagt. Lange nicht so schlimm wie in Texas, aber schlimm genug.

Drei Bueros von P&G, alle im Norden von Cincinnati, sind wegen Reparaturarbeiten (und weil kein Strom da ist) bis auf weiteres geschlossen.

Immer noch haben mehr als 500.000 Menschen im Grossraum Cincinnati keinen Strom.

Der Tag nach Ike

Wir hatten es nicht bemerkt, aber offensichtlich haben wir in Nord Kentucky es mit Ike so ziemlich am besten erwischt, was den Grossraum Cincinnati betrifft: heute lese ich in der Morgenzeitung, dass 90% der Kunden von Duke Energy (unserem Stromlieferanten) keinen Strom haben. Wir gehoeren zu den 10% bei denen alles OK ist.

Alles OK, was den Strom betrifft, jedenfalls. Unsere Telefonleitung ist weg, das Internet funktioniert aber. Einen der Abfluesse von unserem Dachkanal hat der Sturm weggeblasen, das muss schleunigst repariert werden.

Ich sitze gerade in einem Meeting mit 5 anderen in Cincinnati. Und ich bin der einzige, der zu Hause Strom hat. Eine Dame hat gesagt bekommen, dass es "wenigstens" 3-4 Tage dauern wird, bis bei Ihr zu Hause der Strom zurueck ist. Der Landkreis Butler, im Nordosten von Cincinnati, hat einen "Notstand der Stufe 3" ausgerufen: die Einwohner duerfen ihre Haeuser nicht verlassen. Zu viele Aeste, Stromleitungen und Truemmer liegen auf den Strassen, ein sicherer Verkehr kann nicht gewaehrleistet werden. Die meisten Schulen in der Gegend haben heute geschlossen.

Besuch von Ike

Bei 31ºC und strahlendem Sonnenschein fegt im Moment Hurrikan Ike über uns hinweg. Im Restaurant in dem wir zu Mittag assen fiel gleich drei mal (kurzzeitig) der Strom aus. Auf dem Weg nach Hause wurde kurz vor mir ein leerer 20-Liter Eimer vom Wind über die Autobahn geschleudert. Auf einer Baustelle an der Staatstraße Kentucky 237 wurde eine komplette Verschalung eines Restaurant-Neubaus einfach umgeblasen. Ein Stopschild an einer Strassenkreuzung ist einfach abgeknickt - das Aluminiumrohr konnte dem Wind nicht stand halten.

Windböen bis 110 Km/h wurder vorher gesagt (es scheint aber, als ob der Wind im Moment stärker ist als das). Und in unserer Siedlung Treetops haben wir beim hereinfahren wenigstens drei Häuser gesehen, deren Dächer massiv Schaden genommen haben. Unser neues Dach hat dem Sturm bis jetzt tadellos stand gehalten - nicht eine einzige Schindel ist locker.

Zwei Bäume in unserem Garten, und einer in unserem Wäldchen, haben es aber nicht so gut überstanden: ein Sycamore Baum (eine Platanen Art) der vor dem Sturm ca. 30 Meter hoch war, ist auf detwa 20 Meter Höhe abgerissen. Da der Wind aus Süd-Westen kommt, ist die Baumkrone allerdings vom Haus weg gefallen, und hat keinen Schaden angerichtet. Und dieser kleinere Sycamore Baum, vor dem Sturm etwa 15 Meter hoch, ist auf etwa 5 Meter Höhe abgebrochen. Im Wäldchen dagegen wurde ein 35 Meter hoher Baum umgeblasen. Unser Nachbar Charlie hat gleich 6 Bäume verloren.

Demnächst heisst es: ab an die Kettensäge! Braucht jemand Brennholz für den Kamin?

Sonntag, 14. September 2008

Was ein Name so hergibt …

Wie Ihr Euch wahrscheinlich denken könnt, ist “Kirchgäßner” in den USA nicht der am weitesten verbreitete Name. Selbst in der Schreibweise “Kirchgaessner”, die ich hier nutze, ist er doch eher “ungewöhnlich”.

Ganz unbekannt ist der Name hierzulande allerdings auch nicht. Claudia und ich haben diesen Namen vor ein paar Jahren mal auf einem Grabstein in einem Friedhof aus der Bürgerkriegszeit (1871-74) entdeckt; und ich wurde schon mehrmals gefragt, ob ich mit der Grundschullehrerin “Miss Kirchgessner” aus Südost-Indiana verwandt bin (nicht das ich wüsste). Offensichtlich hat Miss Kirchgessner gleich einer ganzen Reihe meiner Kollegen das kleine 1x1 beigebracht. Nicht unbekannt, aber selten ist der Name.

Vor kurzem stiess ich auf eine sehr interessante Website: “Worldnames” (hier zu finden). Das Prinzip dieser Website ist einfach: die Website öffnet eine Weltkarte; man tippt einen Nachnamen ein; und die Wesbsite analysiert anhand von online-Telefonbüchern wie häufig ein Name in einem bestimmten Land vorkommt. Die Website ist auf Englisch, also muss ich auch hier mit “Kirchgaessner” arbeiten, nicht mit “Kirchgäßner”. Gesagt, getan. Ich tippe “Kirchgaessner” ein, und bekomme das folgende Ergebnis:

StaatFPM
Deutschland9.56
Dänermark1.63
Österreich1.59
Belgien0.29
USA0.10

Die Abkürzung “FPM” steht für “Found per Million”. Mit anderen Worten: von einer Million zufällig ausgewählter Personen hatten 9.56 in Deutschland den Nachnamen “Kirchgaessner”. Der Tabelle zufolge kommt dieser Name am häufigsten in Deutschland vor. Kaum eine Überraschung. Aber am zweit-häufigsten ist der Name in Dänemark verbreitet. Das ist nun schon überraschend. Und immerhin jeder zehn-millionste Amerikaner heist so. Bei ca. 300 Millionen Amerikanern müsste es daher ca. 30 “Kirchgaessners” im Land geben. Nun, zwei davon kenne ich. Ein anderer Versuch: wenn ich die Schreibweise “Kirchgessner” eintippe, sieht die Tabelle ganz anders aus:

StaatFPM
Deutschland12.37
USA2.91
Schweiz1.92
Frankreich1.23
Kanada1.15

Diese Schreibweise des Namens ist also durch die Bank gebräuchlicher als “Kirchgaessner”. Und, erstaunlich, die USA sind (nach Deutschland) das Land mit der zweit-größten Häufigkeit von “Kirchgessner”. Mir fielen dann noch eine ganze Reihe anderer Schreibweisen ein (Kirchgassner, Kirchgasner, Kirchgabner, Kirchgesner). Nicht alle lieferten ein Ergebnis. Aber hier ist die Zusammenfassung:

StaatKirchgaessnerKirchgessnerKirchgesnerKirchgasssnerSumme
Deutschland9.5612.370.56022.49
Kanada01.152.7503.90
USA0.102.910.170.543.72
Schweiz01.9201.281.92
Dänemark1.630001.63
Österreich1.590001.59
Frankreich01.230.2001.43
Belgien0.290000.29
Niederlande0000.210.21
Argentinien0000.080.08

Klar, der Name kommt am häufigsten in Deutschland vor. Aber, wer hätte das gedacht: am zweit-häufigsten … in Kanada. Dicht gefolgt von den USA. Da es rund 81 Millionen Deutsche gibt, aber rund 310 Millionen US Amerikaner (und 34 Millionen Kanadier), dürfte es in Nordamerika fast 1.300 Kirchgaessner’s (in allen Schreibweisen) geben – beinahe so viele wie in Deutschland (da müsste es ca. 1.800 davon geben). Insgesamt leben ausserhalb Deutschlands etwa so viele Kirchgaessners wie innerhalb.

Irgendwie scheinen Kirchgaessners gerne auszuwandern …

Samstag, 13. September 2008

"W" Bald als Film ..

Derzeit wird hier viel Werbung für einen Film gemacht, der am 29. Oktober herauskommen soll: "W". Vermutlich der kürzeste Filmtitel aller Zeiten. Der Film behandelt "Das Leben und die Präsidentschaft von George W. Bush".

Auf IMDB kann man schon mal die Besetzungsliste nachlesen: neben Darstellern für die Bush Familie, kommen auch Dick Cheney, Tony Blair, Vladimir Putin, Donald Rumsfeld, Jacques Chirac, ja selbst Saddam Hussein vor.

Regisseur des Filmes ist Oliver Stone, der neben einer illustren Filmkarriere (man denke an "Platoon", "Wall Street") mit drei Oscars schon bereits zwei andere Präsidentenfilme gedreht hat: "JFK" und "Nixon". Eine interessante Auswahl an Präsidenten: einer, der im Amt erschossen wurde; einer, der der Amtsenthebung durch Rücktritt zuvor kam; und ein anderer, den man nicht vom Amt entheben kann, weil die Alternative (Cheney) ohne Zweifel noch schlimmer wäre.

Angeblich hat das Weisse Haus und das McCain Wahlkampfteam versucht, die Veröffentlichung des Filmes bis nach den Wahlen zu verzögern. Vergeblich. Auch wenn noch niemand den Film gesehen hat, offensichtlich erwartet keiner einen besonders positiven Film.

Wer schon mal den Trailer sehen will:

Freitag, 12. September 2008

Kutschenfahrt




Der Acadia National Park ist recht groß. Und Faye hat den Sinn des Wanderns noch nicht so recht begriffen. Aber Pferdchen liebt sie bekanntlich. Was liegt da also näher, als den Park zunächst einmal mit einer Pferdekutsche zu erkunden?


Aus der Zeit der 1910'er und 1920'er Jahre gibt es noch ein System von Kutschenwegen, das das Innengebiet der Insel durchkreuzt. Und auf diesen Wegen fahren auch heute noch die Pferdekutschen (Autos sind dort verboten).


Die Kutschenwege führen über eine Reihe sogenannter "Rockefeller Brücken" (benannt nach John D. Rockefeller, dem Gründer der Standard Oil Company, der diese Brücken bauen lies).

Donnerstag, 11. September 2008

Thunder Hole



"Thunder Hole" (Donnerloch) ist eine Attraktion im Acadia National Park. Die Bucht der Insel ist an dieser Stelle sehr zerklüftet. Eine besonders rauhe Fels-Schneise ist hier vom Seewasser "untertunnelt" worden. Bei Flut ist dieser Tunnel einfach mit Wasser gefüllt. Bei Ebbe allerdings knallen die stärkeren Wellen mit Wucht in diesen Tunnel hinein, und die eingeschlossene Luft entkommt mit einem sehr lauten Donnerschlag.


Nicht nur bei Touristen, auch bei Möwen ist diese Stelle sehr beliebt.

Mittwoch, 10. September 2008

Einen Tag am Strand

Für traditionelle Strände ist Maine eigentlich nicht berühmt - dazu liegt es zu weit im Norden. Die meisten Strände sind "pebble" (Kieselstein), und nicht Sand. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Sand Beach ("Sandstrand") im Acadia Nationalpark. Das haben wir uns am Freitag angesehen.


Faye war zuvor einmal an einem Strand gewesen - an einem pebble beach (Kieselstein-Strand) im Norden der Insel. Das Stranderlebnis war also eigentlich nicht neu für sie. Aber ... das man wie verrückt barfuß in die Wellen rennen kann, das war dann doch neu. Und, daß sie dabei nur noch lachte, jauchzte, vor Vergnügen schie und gar nicht genug haben konnte, das war neu für Mammi.


Ursprünglich dachte sich Mammi, mit kurzer Hose könnte Faye dieses Stranderlebnis überstehen. Das Wasser des Atlantik war mit 13ºC einfach zu kalt zum Schwimmen. Aber da kannte sie Faye eben falsch: ständig rannte sie - mit Mammi im Schlepptau - in die nächste Welle hinein. Sobald sie ordentlich nass gespritzt war, rannte sie dann jauchzend wieder zurück zum Strand. Und dann ging das ganze Spiel wieder von vorne los.


Erst war die Hose nass, dann das Shirt, dann das ganze Faye Bündel, dann die Mamma. Wie gut, dass wir Ersatzkleider im Auto hatten.

Dienstag, 9. September 2008

Sonnenaufgang (2)

Vor ein paar Tagen hatte ich eines von Amy's Bildern auf diesem Blog, geschossen beim Sonnenaufgang am Morgen des 4. September, vom Gipfel des Cadillac Mountain im Acadia National Park. Hier kommen nun ein paar Bilder von mir.



Wir sind gegen 4:30 von unserer Hütte aufgebrochen (Claudia und Faye durften länger schlafen und blieben zurück). Sonnenaufgang war für 5:58 Uhr vorausgesagt, aber die besten Bilder kommen oft kurz vor dem eigentlichen Aufgang. Das Bild oben wurde um 5:58 Uhr aufgenommen. Das nächste Bild wurde gegen 6:03 geschossen - der Sonnenball stieg gerade durch die erste Wolkenschicht.




Und so sah die Szene 8 Minuten nach Sonnenaufgang aus.




Ein Fest für jede Fotografin.

Montag, 8. September 2008

Zwei Wahlkampfreden auf einen Blick

Letzten Donnerstag hat John McCain die Praesidentschaftskandidatur der Republikaner verliehen bekommen. Wie dabei ueblich, gab er auf dem Parteitag eine Akzeptanz-Rede. Genau eine Woche davor, hat auf dem demokratischen Parteitag Barack Obama genau das gleiche getan - fuer die Praesidentschaftskandiatur der Demokraten. Was wurde bei diesen Reden gesagt?

Nun, auf dem Internet gibt es einen Algorhytmus der Reden (und andere Texte) analysiert, und in sogenannte "Wordles" uebersetzt. Im Prinzip wird eine Rede in ein Schlagwort-Diagramm umgewandelt. Begriffe, und Themen, die wiederholt oder besonders betont werden tauchen groesser auf, und in zentraler Position. Themen, die nur am Rand behandelt werden, kommen, naja, an den Rand des Bildes.



Hier sind die Wordles der beiden Reden (McCain's Rede in schwarz, Obama's Rede in Gold. Was sieht man im Diagramm? Woerter wie "America" oder "Americans" (Amerikaner) werden in beiden Reden oft betont. Keine Ueberraschung.
Interessant, wie wichtig bei Obama das Wort "economy" (Wirtschaft) ist, das bei McCain erst gar nicht vorkommt. Bei McCain ist das Wort "fight" (Kampf) sehr betont, das bei Obama nicht vorkommt. Dagegen kommen bei Obama Begriffe wie "protect" (beschuetzen), "together" (gemeinsam), "united" (vereint) und "one" (Eins) haeufig vor. Diese tauchen in McCains Rede erst gar nicht auf. McCain betont dagegen "God" (Gott) und "children" (Kinder) - die typischen religioesen/Familien-Inhalte der Republikaner.

Und schliesslich: die Namen des Gegenkandidaten tauchen in jeder Rede auf. Allerdings betont Obama den Namen McCain viel mehr als McCain den Namen Obama.

Sonntag, 7. September 2008

Wieder zu Hause

Unser Flug von New York war eine Stunde verspätet, so kamen wir erst gegen 21:00 zu Hause an. Und Maunzy ist sehr glücklich, uns wieder zu ihren Diensten zu haben.

In den nächsten Tagen kommen noch eine Reihe Urlaubsbilder.

Ferienende

Alles gepackt, ausgecheckt - jetzt geht es auf die Reise nach Hause. Maunzy wartet auf uns.

Im Acadia Nationalpark

Wir haben unser Hotel bewusst so gewaehlt, dass es nahe am Acadia Nationalpark ist. Hier ein paar Bilder dieses wirklich schoenen Parks, die erklaeren, warum uns das wichtig war:



Diese Aufnahme hier zeigt die Bubble Mountains, geschossen vom Jordan Pond.
Wanderpfade fuehren durch den Park, und erschliessen viele Szenen so wie diese hier.


Und das wild spritzende Meerwasser hier ist am Thunder Hole aufgenommen. Einem der Schmuckstuecke dieses Parks.

Samstag, 6. September 2008

Baseball in Portland

Samstag abend, nachdem unser Kurs fuer diesen Tag zu Ende war, haben wir uns ein echt-amerikanisches Vergnuegen gegoennt: wir sind zu einem Baseball-Spiel gegangen. In Portland gibt es das Team der "Portland Sea Dogs" die in the AA-Liga spielen (etwa mit einer zweiten Bundesliga vergleichbar). Professioneller Baseball, aber mit nicht sehr hoch bezahlten Spielern, und daher wirklich guenstig (ein Ticket kostete nur $7).


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Mir gefaellt dieser Sport sehr. Er ist strategisch und athletisch, und etwa den Bewegungsablauf eines guten Pitchers (Werfers) zu verfolgen ist richtig aethetisch. Hier wirft Clay Buchholz von den Sea Dogs.


Ein guter Pitcher wirft den etwa 160 Gramm schweren Baseball mit bis zu 150 Km/h. Zum Schutz der Zuschauer ist die Tribuene daher mit einem Netz vom Spielfeld abgegrenzt (auf dem Bildern gut zu erkennen). Von einem derart schnell geworfenen Ball getroffen zu werden, kann zu schlimmen Verletzungen fuehren (die Schlaeger tragen deshalb alle Helme).


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Der Pitcher ist allerdings ein Defensiv-Spieler, punkten kann nur der Batter (der Schlaeger), zusammen mit dem Renner. Hier ist Argenis Diaz beim Schlag und erzielt einen sogenannten "Triple".


Die Sea Dogs gewannen dieses Spiel 7:0.