
Hier ist unser Gruppenfoto von heute
Ein Blog der unsere Abenteuer, kleinere und größere, in den Staaten dokumentiert
Der Cowboy von heute kämpft nicht mehr um Rinderherden, oder darum wer schneller zieht. Aber um einen iMac, da kann man sich schon mal schiessen.
Meinem Freund Alan aus Philadelphia gefiel dieser Stetson. Und mit schwarzer Brille und Buffalo-Bill Bärtchen sieht er darin auch irgendwie gelungen aus.
Und Alan war es auch der den grauen Cowboy ablichtete.

Noch nicht gleich, erst im Juni. Und auch dann nur drei halbe Tage die Woche. Uns ist es wichtig, daß sie mit Menschen zusammen kommt, die Englisch als Muttersprache haben.
Und so gingen wir heute durch ein paar Kindergärten in der Gegend. "Prodigy", und das "Little Red Schoolhouse" (beide in Hebron). Das Schoolhouse wurde im Dezember zum besten Kindergarten im Großraum Cincinnati gewählt. Und wir konnten deutlich sehen warum: gut ausgebildete und engagierte Lehrer; exzellente Zimmer und Spielmöglichkeiten; durchdachte Stundenpläne; gesundes Essen.
Heute jedenfalls hatte Faye einen Heidenspass dabei, durch die Räume zu tollen, verschiedenes Spielzeug auszuprobieren, und mit den Lehrerinnen zu shakern. Hoffen wir, daß es im Juni genauso aussieht.Wer gerne mit Flickr arbeitet, dem kann ich nur die exzellente Sammlung von Flickr Werkzeugen "fd's Flickr Toys" empfehlen.
Man kann Bildern dort einen Rahmen verpassen,sie zu einem (elektronischen) Puzzle verarbeiten, sie als Comic mit Sprechblasen versehen, aus den Bildern ein Bildmagazin produzieren, oder ...
Oder ... das war meine Entdeckung heute: ein neueres Werkzeug, der "Warholizer", baut aus einem deiner Bilder eine Collage, ähnlich dem berühmten Marilyn Monroe Portrait von Andy Warhol.
Hier ist das Originalbild:
Wie gefällt Euch Faye "Warholisiert"?
When I find myself in times of trouble,
mother Claudi talks to me.
Speaking words of wisdom,
"Let it Be!"
Am 1. April 1803 kaufte Präsident Thomas Jefferson dem französischen Kaiser Napoleon für $23 Millionen das "Louisiana Territorium" (die französischen Amerika Kolonien) ab. Der Kauf verdoppelte damals die Landfläche der USA. Mehr als 2 Millionen Quadratkilometer Land, aus denen schliesslich in die Bundesstaaten Arkansas, Missouri, Iowa, Oklahoma, Kansas, Wyoming, Nebraska, und Minnesota gegründet wurden. Weitere Teile des gekauften Landes wurden den Staaten North Dakota, South Dakota, Montana, Colorado, New Mexico und Texas zugeteilt. Und der Rest des gekauften Territoriums, einschließlich der wunderschönen Stadt New Orleans, trägt weiterhin den Namen Louisiana.
Mit diesem Kauf handelten die USA sich nicht nur eine französisch sprachige Minderheit ein (die Kreoloen), sondern auch eine exzellente regionale Küche (kreolisch), den Herd der Blues und Jazzmusik, und eben die Tradition des Fasching.
Beginnend mit den Wurzeln im kreolischen Gebiet um New Orleans, setzt sich Mardi Gras immer mehr im ganzen Land durch. Als ich in den 80er Jahren hier lebte, berichteten die Zeitungen noch vom Mardi Gras in New Orleans als einer liebenswerten, aber fremden, Tradition. Heute hat sowohl Cincinnati als auch Newport in Kentucky seinen eigenen Mardi Gras Umzug.
Nun, es ist eine Wundertüte. Und wie immer bei Wundertüten ist der größte Spaß beim Auspacken. Wie auf diesem Bild hier zu sehen, kann man anfangs noch gar nicht ahnen, was sich in der Tüte verbirgt.
Aber erst, wenn die Tüte richtig aufgehoben wird, kann man den Inhalt erkennen: Daddy's zwei kleine Valentinchen. Wer hätte das gedacht?Faye liebt Tapiokapudding. Er ist nur schwach gezuckert, kühl, hat recht viel Eiweiß. All das weiss Faye natürlich nicht. Aber sie weiss sehr genau, daß er lecker ist. Und Mammi und Daddy freuen sich, daß ihr Töchterchen so selbstständig löffeln kann. Und sie freuen sich, daß sie an den Latz gedacht haben.
Das Gebiet auf dem Treetops heute steht, war bis vor ca. 7 Jahren teilweise eine Farm, und teilweise Wald. Eine Waldzunge reicht heute noch in die Siedlung hinein (und bildet die Nordgrenze unseres Grundstücks).
Wir sehen recht häufig Rotwild bei uns im Garten, meistens Hirsche. Diese vier Kühe haben uns in den letzten Tagen wiederholt besucht. Auf der Suche nach Nahrung durchqueren sie den Schneebedeckten Wald, und äsen an jedem grünen Zweig, den sie noch finden.
Das flach einfallende Nachmittagslicht, der azurblaue Winterhimmel, und die vereisten Baumzweige ergeben wunderbare Lichteffekte
Wochenlang hatten wir warmes Wetter. Viel, viel, zu warm für die Jahreszeit. An unseren Dogwood Büschen (LEO übersetzt das als "Hartriegel" oder "Hornstrauch", noch nie davon gehört) begannen schon die ersten Knospen zu spriessen. Im Januar.Irgendwie hat so ein Schneeregen etwas ästhetisches an sich. Die Zweige und Äste der Bäume und Sträuche sehen aus, als ob sie mit einer Glasur überzogen sind. Das Sonnenlicht bricht sich darin wie in einem Prisma in tausenden von Farben.
Nachts, gibt es besondere Effekte wenn sich die Nachtbeleuchtung in kleinen Punkten in den verglasten Zweigen der Sträuicher reflektiert (so wie hier vor dem Haus von Daniel und Michelle).
Sicher, es gibt das Problem mit vereisten Strassen. Mit Bäumen, die sich derart biegen, dass sie nahe am brechen sind (wie hier die Birken im Vorgarten unserer Nachbarn Charlie und Diana).
Und wenn man auf vereisten Zweigen sitzen muß, holt man sich leicht kalte Füsse. Auch wenn das unseren gefiederten Gast hier kaum zu stören scheint.
Aber letztlich sorgte dieser Schneeregen doch für die schönsten Wintertage, die wir bis jetzt hier in Kentucky erlebt hatten. Die ganze Treetops Siedlung liegt unter einer beruhigenden, sauberen, Schneedecke. Und schön, daß ich fast die ganze Zeit von zu Hause arbeiten konnte.
Es gibt bei uns ein paar Wintertraditionen: jedes Jahr im Winter friert bei uns die Kaltwasserleitung von einem der Wasserhähne ein; das Verkehrschaos ist unvermeidlich; und wir sind die einzigen am Sequoia Lane die sich über die weisse Pracht freuen. Insbesondere Faye freut sich - Schneewandern, Schlittenfahren, Schneebälle werfen (siehe Bild links) - Winter macht richtig Spass.
Für morgen abend ist wieder schwerer Schneefall vorhergesagt und der Nationale Wetterdienst hat für unsere Gegend eine weitere Schneesturmwarnung ausgegeben. Angeblich soll diesmal mehr Schnee fallen, als letzte Woche.Am Samstag hatten wir einen richtig schönen Wintertag. Sonnenschein bei -8ºC. Ideal zum Spazierengehen. Faye hatte einen Heidenspass dabei im Schnee rumzutollen. Wir wollten sie zum Laufen bewegen, aber sie fand es viel interessanter, sich einfach in den weichen Schnee fallen zu lassen, und sich dort rumzurollen. Warum auch nicht. Am Schluß setzten wir sie dann auf ihren Schlitten und zogen sie. Wäre mir auch lieber als laufen.
Zurück zu Hause gab die späte Nachmittagssonne dann exzellentes Fotografielicht ab. Und Daddy konntemal den Makro Modus an seinem neuen Objektiv ausprobieren.
Seit gestern dürfen wir endlich wieder Auto fahren. Am Dienstag hat der Landkreis Boone den "Schneenotstand zweiter Stufe" ausgerufen. Das impliziert: Auto fahren nur dann, wenn dringend notwendig.
Seit letzten Freitag war es bei uns bitter kalt. An einem späten Vormittag zeigte unser Thermometer -17ºC an. Nachts ging die Temperatur sicher unter -20ºC runter. Und das mehrere Tage lang. Das hat den Grund wohl schön abgekühlt. Am Montag Nachmittag wärmte sich dann die Luft auf ca. -12ºC auf. Arktische Luftmassen aus dem Norden Kanadas hatten über den großen Seen Feuchtigkeit aufgesogen. Auf ihrem Weg nach Süden, luden sie diese Feuchtigkeit bei uns in Form von Schnee ab. Und so begann es Montag nachmittag zu schneien. Und es hörte nicht auf, bis wir ins Bett gingen. Dienstag morgen hatten wir dann ca. 20-25 CM Schnee.
Das ist für Bayern nicht viel, für das sonnenverwöhnte Kentucky aber eine Katastrophe. Manche der Schulbusse die Montags die Kinder vom Unterricht nach Hause fuhren kamen erst gegen 22:30 bei den letzten Kindern an. Die Autobahn nach Cincinnati war komplett gesperrt. Dutzende von Autos standen von 15:00 (als der erste Schnee fiel) bis 23:00 (als die Schneepflüge endlich die Autobahn frei hatten) praktisch auf dem gleichen Fleck fest.
Faye hat eine besondere Beziehung zu unserem Fussboden. Jeden Tag feuert sie hunderte von Käsestückchen, Kekstrümmern, Brotfetzen, Bananenstückchen, Milchtropfen, Essensresten, Trinkflaschen, Kinderlöffeln, Tellern, Spielsachen, Lätzchen, Kleidungsstücken, Schnullern, Büchern und Essensschälchen Richtung Fussboden.
Aber kaum kommen Mamma oder Daddy mit dem Swiffer um sauber zu machen, will Faye mithelfen. Dabei kann ihr der Swiffer gar nicht groß genug sein: "Mini-Baby mit Maxi Swiffer"
Im Cinergy Children's Museum haben wir Faye zum ersten mal dazu überredet, eine Rutsche auszuprobieren. Mami half ihr oben, AJ fing sie unten auf, und Amy und Daddy haben wie wild fotografiert.
War ja auch ein historischer Moment. Es ging rasend schnell. Und dann wollten wir nochmal. Und nochmal. Und nochmal. Und riesigen Spaß gemacht hat es!
Die Kreisbücherei unseres Landkreises Boone veranstaltet einmal im Jahr ein Kinderfest. Im Scheben Haus der Bücherei (das liegt im Städtchen Union, da 15 Minuten von uns entfernt) kommen einmal im Jahr sämtliche öffentlichen und privaten Anbieter zusammen, die mit Kindern arbeiten. Alle Schulen sind da, die Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderpfleger, Musikschulen, die Krankenhäuser, Kinderärzte, Kinderzahnärzte, Kinderpsychologen und Therapeuten, die Kirchen, Jugendclubs, der Hebroner Karateclub, die Kreisparks, die ein Kinderprogramm unterhalten, selbst einige der Supermärkte die große Kindersortimente haben.
Wir hörten einen Vortrag zur Sprachentwicklung bei Kindern die zweisprachig aufwachsen (in der Gegend von Hebron gibt es viele japanisch-amerikanische Kinder); und einen anderen Vortrag zur Mund- und Zahnpflege bei Kleinkindern. Faye hatte solch einen Heidenspaß mit der Triangel beim Stand der Musikschule, daß wir uns entschlossen, einen "Musikkurs für die Kleinsten" mit ihr zu besuchen (für Kinder von 0 bis 4 Jahren).
Mike Kathman, der Krankenpfleger der uns einmal im Monat besucht, war natürlich da (auf demselben Fest letztes Jahr haben wir ihn schließlich kennengelernt). Und Faye traf auch einen besonderen Kinderfreund: den Dinosaurier Tails - das Maskottchen der Landkreisbibliothek. Er schenkte ihr einen Ballon.
Faye war zunächst wieder von den Einkaufswägen begeistert, die sie dort durch die Gegend schieben kann. Das Museum hat einen kleinen "Einkaufsladen" für Kinder. Die Kleinen können sich dort Bananen, Aepfel, Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch, Melonen, Erbsen, Paprika und Blumenkohl aus den Regalen nehmen, in kleine Einkaufswägen legen, und das dann durch die Gegend schieben. Die Früchte und Gemüse sind aus Gummi. Die Regale in kindergerechter Höhe. Und die Einkaufswägen aus Plastik. Es gibt sogar Waagen und Registrierkassen.
Es ist nicht gerade einfach, der ziemlich banalen Stadt Cincinnati ein paar kunstvolle Bilder abzugewinnen. Der Flickr Fotograf "photoreciprocity" schafft es dennoch regelmäsig. Hier ein Bild von der Roebling Suspension Bridge - der Roebling Hängebrücke (das spricht sich "Ruhbling").
Und am Sonntag haben wir alle drei das Children's Museum im Cincinnati Union Terminal (dem alten Hauptbahnhof) besucht. Aber diese Ansicht habe ich leider nicht gesehen. Gut gemacht, photoreciprocity.