Donnerstag, 22. Februar 2007

Sonnenbrille für unsere Fenster

Letzte Woche bekamen wir auf den Fenstern an der Südseite unseres Hauses "Fensterfilm" installiert. Ein Spezialprodukt der Firma 3M, von dem wir uns ziemlich viel versprechen. Für diejenigen von Euch, die mit Fotografie vertraut sind: das ist dieselbe Beschichtung, die ein UV Filter auf dem Objektiv einer Spiegelreflexkamera hat. Der 3M Fensterfilm ist eine fast glasklare Folie, der von professionellen Installateuren auf die innere Fensterscheibe aufgeklebt wird. Das wirkt sozusagen wie eine "Sonnenbrille für unsere Fenster".


Zunächst werden die Fensterscheiben gründlich gereinigt. Nach einer Fensterwäsche gehen die Installateure mit einer Rasierklinge über die Scheibe, um auch die kleinsten Unebenheiten zu erwischen. Danach werden die Fenster mit einer Speziallösung eingesprüht. Dann wird der Film zugeschnitten, von seiner Schutzfolie entfernt, und vorsichtig auf das Fensterglas aufgesetzt. Dann drücken die Installateure mit einem Speziellen Gummistreifer die Flüssigkeit zwischen Film und Fensterglas wieder raus. Das Resultat ist ein beschichtetes Fenster. Nach nur einem Tag, ist von der Folie so gut wie nichts mehr zu sehen. Die letzten Flüssigkeitstropfen und Statikelemente werden innerhalb der nächsten 30 Tage verschwinden.


Wozu das ganze? Der Film hält mehr als 99.9% der UV Strahlung draussen. Das Sonnenlicht kommt rein, aber die UV Strahlung (und damit der größte Teil der Hitze) bleibt draußen. Das spart ganz gewaltig an Kühlkosten für die Klimaanlage (unser Energieverbrauch im Sommer ist fast zweieinhalb mal so hoch, wie im Winter). Außerdem verblassen Möbel und Holzfussboden nicht mehr. Und schließlich: UV Strahlung kann in großen Mengen zu Hautkrebs führen. Alles gute Argumente.


In Deutschland, wo Klimaanlagen recht unbekannt sind, wird dasselbe Produkt hauptsächlich für due Nutzung in Autos verkauft. Wer mehr dazu lesen will - hier gibt es eine Produktbeschreibung eines deutschen Installateurs für ein ähnliches Produkt (das genau gleiche wird in Deutschland offensichtlich nicht verkauft):

http://www.brunner-folien.de/cgi-bin/pdfchecker.cgi?file=3msichtschutzfolie.pdf

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Und wie reinigt ihr die Scheiben seitdem ? Wir sind hier in good old germany auch an dieser Folie interessiert... wie siehts bei euch nun nach etwas längerer Erfahrung aus?

Gruß

Tamás

Hubert hat gesagt…

Die Scheiben werden genauso gereinigt wie bisher. Wasser, Glasreiniger, Schwamm und Papier. Von der Folie merkt man so gut wie nichts. Der Hersteller empfiehlt allerdings keine scharfen Reinigungsmittel (z.B. Spiritus) oder metallene Gegenstände zum Reinigen zu nehmen.

Nach über einem Jahr ist der Energiespareffekt deutlich zu spüren. Allerdings zeigt der sich bei uns hauptsächlich durch niedrigere Kühlungskosten (Klimaanlage). Ob das in Deutschland auch so geht ist fraglich.