Beinahe konnte ich vom Balkon meines Hotelzimmers aus den Kreuzfahrtpassagieren die Hand reichen, so nahe zog dieses Schiff an der Küste vorbei. Die Passagiere dürfen hier für einen Tag an Land. Die Armen. Ich bin fünf Tage hier.
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Beinahe konnte ich vom Balkon meines Hotelzimmers aus den Kreuzfahrtpassagieren die Hand reichen, so nahe zog dieses Schiff an der Küste vorbei. Die Passagiere dürfen hier für einen Tag an Land. Die Armen. Ich bin fünf Tage hier.
Wo kann man einen 80. Geburtstag feiern wenn man etwas besonderes will, keine grosse Lauferei haben kann, und zwei kleine Kinder sicher unterbringen muss? Klare Sache – auf dem Ohio. Die “Belle of Cincinnati”, im Heimathafen Newport, bietet sich gerade dazu an.
Also reservierten wir eine "Lunch Cruise” zu Ottos 80. Geburtstag und fuhren an das Dock in Newport. Faye meinte gleich – wenn es uns an Bord nicht gefällt, können wir ja einfach ins Aquarium rüber laufen. Der Gedanke war richtig (das Aquarium ist kaum einen Steinwurf vom Dock entfernt), erwies sich aber als unnötig.
Uns, und vor allem dem Jubilar, hat es an Bord gefallen. Und geschmeckt.
Das Essen war zwar eher standard (beef tips und Huhn mit ein paar Beilagen), aber es wurde vor interessanter Kulisse serviert. Man beisst in sein Hühnchen, während draussen am Fenster langsam das Baseball Stadium der Cincinnati Reds vorbeizieht. Schon ein Erlebnis.
Ein Banjospieler zupfte dazu ein paar muntere Saiten (“Oh Susanna” oder “My old Kentucky Horse”). Und er spielte, speziell für Otto, ein Geburtstagsständchen (“Happy Birthday to You”), bei dem die andreen Kreuzfahrtgäste ordentlich mitsangen.
Faye war insbesondere davon begeistert, mal die ganzen Ohio Brücken von unten zu sehen (hier die “Daniel Carter Beard Bridge”).
Und Otto und Isabella sahen einiges vom Ohio Tal was sie sonst wohl nie gesehen hätten.