Samstag, 7. November 2009

Ein Kätzchen zu Weihnachten? Auch für Allergiker!

Ist sie nicht goldig, dieses kleine Miezekätzchen?

Grüne Augen, getigertes Fell, gutes Gebiss. Wie bei anderen Katzen auch, gibt es Tiere dieser Gattung getigert, einfarbig, gefleckt und “unregelmäßig”.

Sie sind im Schnitt ca. 15% größer als normale Hauskatzen, und gelten als sehr kinderfreundlich, die Kätzchen von der Allerca Zucht.

Es handelt sich tatsächlich um Zuchtkatzen – genauergesagt, um eine Kreuzung der britischen Kurzhaarkatze mit einer afrikanischen Savannah Wildkatze. Keine Gen-Manipulation oder ähnliche biologische Eingriffe – ganz altmodische Zuchtmethoden (“wer darf mit wem”).

Der Clou dabei: die Allerca Rasse wurde bewusst so gezüchtet, daß sie das FEL-D1 Protein nicht herstellen kann. FEL-D1 dient bei Katzen dazu, verschiedene Schleimhäute (Speichel, Blutplasma, Magen-Schleimhaut, Tränenflüssigkeit, …) geschmeidig zu halten. Afrikanische Savannah Wildkatzen erreichen dieselbe Wirkung mit einem leicht anderen Protein, FEL-D1a. Durch die Allerca-Züchtung ergab sich so eine leicht vergrößerte britische Kurzhaar Katze, die das FEL-D1a Protein  besitzt. Warum könnte das für irgendwen wichtig sein?

 

Nun, bei (vielen) Menschen führt Kontakt mit FEL-D1 zu einem sogenannten “Histamin Stoss”, allgemein bekannt als “Katzenallergie”. Eine menschliche Allergiereaktion auf FEL-D1a ist dagegen nicht bekannt. Mit anderen Worten: auf Allerca Katzen kann Herrchen und Frauchen  nicht allergisch reagieren – sie sind “hypo-allergen”.

Wie natürlich ist diese Züchtung? Nun, sowohl die britische Kurzhaar Katze, als auch die afrikanische Savannah Katze stammen vom gleichen Tier, der ägyptischen Nilkatze, ab. Sie sind also, biologisch gesehen, “Cousins”. Ein Zweig der Katzenfamilie hat Afrika besiedelt, ein anderer England. Vermutlich gibt es tausende solcher Katzen “natürlich” überall dort, wo in ehemaligen englischen Kolonialgebieten die beiden Gattungen miteinander in Berührung gekommen sind. Im Gegensatz zu Hunden, führt bei Katzen normalerweise niemand ein Zuchtbuch, und die sogenannten “Phänotypen” werden nicht katalogisiert.

Die Allerca Tiere sind bewusst gezüchtet; das Blut jedes einzelnen Kätzchens wird im Labor auf das Vorkommen von FEL-D1 getestet, und nur die FEL-D1 freien Tierchen werden an Zuchtkunden abgegeben. Zusammen mit einer “Allergie-Frei” Garantie.

Einen Schönheitsfehler hat diese Gattung allerdings: so ein Kätzchen kostet stolze $6.950, und es gibt eine mehr als zwei Jahre lange Wartezeit für diese Tiere. Wer dennoch interessiert ist, der kann unter diesem und Link mehr nachlesen, und hier eine Bestellung aufgeben (auf Englisch). Wo der Euro doch gerade so stark ist …

Wer weiss – vielleicht kommt aus einem der Pakete unter Eurem Weihnachtsbaum dieses Jahr ein zartes “Miauuuu”?

2 Kommentare:

angela hat gesagt…

Die sind ja süss. Aber mein allergischer mann muss noch mit 2 Allergiekatzen auskommen.Er würde sie nicht weggeben. Na ja , da muss man eben viel staubsaugen, besonders bei Findus. Weil er, obwohl norwegische Waldkatze, den Winter lieber im Haus verbringt. Aber jetzt machen wir erstmal 3 Wochen katzenfreien Urlaub in Florida. Liebe Grüsse Angela

Anai hat gesagt…

ich wollte eigentlich nur sagen, dass man keine werbung machen sollte, zu weihnachten tiere zu verschenken!
das sind nämlich leider dann meistens die tiere, die nach kurzer zeit im tierheim landen!
sehr schnell wird aus dem süsssen kätzchen ein grosser kater, der auch mal dreck macht, tote mäuse und anderes getier ins haus bringt und natürlich auch pflege und aufmerksamkeit braucht.

nichts für ungut, ich wollte einfach darauf hinweisen, hab selbst einen minitiger, nen
minipather und einen norweger ;0)

frohe festtage und ein wundervolles, neues jahr!

liebe grüsse
ana`i