Mittwoch, 31. Oktober 2007

Mageninfektion

Fayes Krankheit ist eine Mageninfektion, die sie sich vermutlich im Kindergarten eingefangen hat, und hat mit der Grippeimpfung nichts zu tun. Sie muss jetzt beinahe buchstäblich von Wasser und Brot leben (kein Fleisch, keine Molkereiprodukte, keine Früchte, bis ihr Magen sich beruhigt hat). Mal sehen, ob sie heute abend Trick-or-Treaten kann. Warm genug ist es (wir hatten heute 20ºC).

Keine Schule Heute

Faye ging es heute nacht nicht sehr gut. Gestern bekam sie ihre jährliche Grippeimpfung, und die Nacht über übergab sie sich mehrmals, hatte Magenschmerzen, schlief kaum. Da bleibt sie dann doch lieber zu Hause.

Schade, ausgerechnet heute, wo sie mit ihrem Hexenkostüm zur Schule gegangen wäre. Wenigstens trägt sie es dann heute abend zum Trick-or-Treat.

Black & Orange

Black & Orange for HalloweenSchwarz und orange gekleidet - so sollten die Kinder am Montag in den Kindergarten kommen. Anlass war eine Kindergartenparty zu Halloween. Und so ging Faye zu dieser Party.
Offensichtlich gab es leckeres zu essen (Popcorn), Spiele, Musik, Tanzen, und einen Geschichtenerzähler. Irgendwie glaube ich nicht, daß der wirklich gruselige Geschichten erzählt hat.
Faye hat es jedenfalls gefallen.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Hexen und Touristinnen

A witchBeide können ganz schön gruselig sein. Oder auch richtig goldig.
Tourist tries the mysterious light

Montag, 29. Oktober 2007

Diese Gäste

Das interessanteste an einer Halloweenparty ist natürlich die Gästeliste. Und die Kiwanis Party, die Faye, Claudia und ich gestern in Montgomery besuchten war davon keine Ausnahme.

A Tacky TouristGleich zu Anfang wurden wir von einer kitschigen Touristin begrüsst. Mit Blumenkranz aus Hawaii, Brille aus Hollywood, auffällig gemustertem Kleid, langem schwarzen Haar - erkennt sie jemand?

Cutest witch ever!Eine niedliche kleine Hexe lief mit ihrem Zauberbesen herum, und verzauberte alle.

The VampUnd ein Vampir war natürlich auch dabei. Keine Halloweenparty wäre ohne ihn komplett.

A German. Ja!Ein Deutscher war auch da. Unverkennbar in Lederhose, Filzhut und mit Bierstein in der Hand. Ja.

Brian building a great partyEin echter Bauarbeiter tauchte auch auf, offensichtlich zur Nachtschicht. So eine Party will ja auch "aufgebaut" sein.

Holy Smoke - Sister Jeanette!Und Schwester Jeanette zeigte eine nahezu himmlische Liebe für Blue Moon - ein örtliches Bier.

Nice of Frankenstein to drop byJa und Frankenstein schaute auch vorbei..

Little Red Ridinghoodzusammen mit seiner ständigen Begleiterin, Rotkäppchen.

More of the witches

Sonntag, 28. Oktober 2007

Halloween Hitparade

Sicherlich fragt Ihr Euch, im Halloween-Unerfahrenen Germany, welche Musik spielt man eigentlich zu Halloween? Wohl denn, hier ist Faye's ultimative Halloween Hitparade:

  1. The Monster Mash
  2. Time Warp (aus der Rocky Horror Picture Show)
  3. Werewolves of London
  4. Thriller (Michael Jackson)
  5. Scary Monsters, Super Creeps (David Bowie)
  6. Adams Family Theme
  7. Ghost Busters
  8. Purple People Eater
  9. The Witch Doctor
  10. The Munsters Theme
Damit bringt Ihr jede müde Party zum kochen.

Spooky Family

Samstag, 27. Oktober 2007

Es spukt am Sequpia Lane

Season of the WitchÜberall stehen Kürbisse und Gespenster und Geister. Vogelschrecken haben unseren Vorgarten übernommen und Gespenster fliegen in unseren Bäumen herum. Und eine schwarze Katze lebt hier sowieso. Und zu allem Überdruss sah ich dann gestern auch noch diese kleine Hexe an meinem Büro vorbeigeistern.

... morgen (Samstag) gehen Faye und Claudia auf ihre allererste Halloweenparty. Das gibt einen Riesenspass!

Freitag, 26. Oktober 2007

Unser Kleiner Patient

Unser Kleiner PatientJedesmal nachdem sie ihre Tollwut Impfung bekommen hat, hängt Maunzy für ein bis zwei Tage etwas schlapp rum. Gestern gab es wieder die ungeliebten Piekserchen.
Wenigstens wissen wir jetzt wieder, daß Maunzy bei bester Gesundheit ist. Und morgen oder übermorgen sollte sie auch wieder ganz die alte sein.

Noch ein paar Originale

Gentleman with beerVom Salt Festival habe ich dutzende guter Portraitaufnahmen der verschiedenen Schausteller machen können. Ihr Club ist übrigens der der "Old Caintuckee Primitives". Dieser Herr hier trägt eine Kaffeetasse (auch wenn es beinahe wie ein Bierkrug aussieht).

SpinnerDie Dame hier ist am Spinnen. Sie gehört der "Weber Gilde vom Großraum Cincinnati" an (ausser ihr hat diese Gilde noch genau drei Mitglieder). Was für eine Spinnerei ...

StorytellerUnd schliesslich fiel mir noch dieser Herr ins Objektiv. Sein Job: Geschichtenerzähler. Man kann sich das kaum mehr vorstellen, aber es gab tatsächlich mal eine Zeit ohne Internet, ohne Web, ohne Blogs, und ohne Google. Diese schwere Zeit nennt man die "Fernseh Zeit" - sie ist danach benannt, womit sich die arg geplagten Menschen damals unterhalten mussten (ein "Fernseher" ist so etwas wie ein primitiver Monitor, total nicht-interaktiv, und ohne Tastatur).

Was aber so gut wie gar nicht mehr bekannt ist: es gabt sogar eine Zeit noch VOR der TV Zeit. Und das war die Zeit der Storyteller, der Geschichtenerzähler. Ja, und direkt davor kamen dann Adam und Eva.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Geschichtsstunde im Big Bone Lick

Letztes Wochenende gab es im Big Bone Lick State Park in Union das jährliche Salt Festival.

MohawkIm Großraum Cincinnati gibt es eine sehr aktive Gruppe von Geschichtsliebhabern, die ihre Freizeit auf historischen Schlachtfeldern, Siedlungen, Camps, oder eben Festivals verbringen. Die meisten haben handgefertigte Kostüme mit Originalmaterialien, viele bringen auch liebevoll gepflegte Andenken aus der allerersten Siedlungszeit Kentuckys mit (ca. 1790).

Powderhorn with bulletsBeim Salt Festival trifft man dann Mohikaner, Büchsenmacher, Kesselflicker, Spinner, Seifenkocher und Bierbrauer die "so aussehen wie damals". Viele betreiben dieses Hobby mit so viel Hingabe, dass ein grosser Teil ihres Jahresurlaubs (und wohl auch viel ihres Geldes) dafür draufgehen.

Das Bild rechts zeigt das Pulverhorn eines Jägers und Fallenstellers. Mit Papier in den Holzrahmen eingepasst sind drei Schuss handgegossene Bleikugeln für einen Vorderlader.

Die Schausteller unterhalten die Zuschauer - und sich selbst - mit Wettbewerben wie Vorderladerschiessen, Speerwerfen, und Tomahawk-Wurf.

DamselWarum Big Bone Lick? Dieser Park ist vor allem für seine Knochenfunde bekannt (dort wurden bereits mehrere komplette Mammutskelette ausgegraben). Nun, die Tiere waren dort, weil im Park natürliche Salzquellen vorkommen. Und die ersten Siedler waren aus genau dem gleichen Grund da - hier konnte man Salz gewinnen.

Banjo PlayerUnd bei einem Festival in Kentucky darf natürlich eines nicht fehlen: live Bluegrass Musik zum Banjo gesungen. Auch von der gab es beim Salt Festival genug.

Das historische Kirchlein - Big Bone Church - ist das einzige Gebäude aus der Gründerzeit, das heute noch steht. Ansonsten ist die Gegend ca. 10 Meilen südlich von Union beinahe verlassen. Bis auf das jährliche Salt Festival natürlich - dann entstehen hier über nacht dutzende von Zelten, Wigwams, Laubhütten und ähnlichen Unterständen. Und es kommen tausende von Gästen, um sich das Spektakel anzusehen.

Montag, 22. Oktober 2007

Portrait

Faye taking a peekFaye fühlte sich in dem Wirrwar der Party sichtlich wohl. Auch wenn sie gelegentlich auf Erkundungstour ging - wie hier, wo sie Sara's Spielschloß "Fantasia" untersuchte.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Geburtstagsparty auf Venezuelanisch

Letzten Samstag waren wir bei unseren venezuelanischen Freunden Maribel und Giovanni zur Geburtstagsparty ihrer beiden Kinder David (wurde 6) und Sara (wurde 8) eingeladen. Da die beiden genau drei Tage (und zwei Jahre, natürlich) auseinander geboren sind, feiern sie ihre Geburtstage zusammen. Gute Idee.

Giovanni fixing the pinataKeine lateinamerikanische Geburtstagsparty wäre ohne ein Pinata komplett. Eine Figur, hier der Titelheld des Filmes "Shreck", aus Pappkarton und Klebeband zusammengebaut, und mit Süßigkeiten und kleinen Spielsachen gefüllt.

Sara taking a swingDie Pinata wird an einer Art "Galgen" aufgehängt, und reihum, darf jedes Kind mit einem Knüppel dreimal auf die Figur einschlagen. So lange bis sie platzt, und ihren Inhalt über den Innenhof verstreut (wo die Kids sich dann darum balgen). Hier versucht sich das Geburtstagskind, Sara, an der Pinata.


Pinata finally breaks openInsgesamt waren ca. 30 Kids bei der Party. Aber Giovanni (gelernter Ingenieur) hatte die Shreck Pinata derart stabil gebaut, daß sie auch nach 90 mehr oder weniger schweren Knüppelschlägen noch keine Anstalten machte, auseinander zu fallen. Da musste er dann mit einem dezenten Messerschnitt nachhelfen.

The balloon that doesn't popWir bekamen bei der Gelegen-heit etwas Respekt davor, welcher Aufwand hier-zulande bei Kinder-geburtstagen getrieben wird. Zu Anfang der Party unterhielt eine professionelle Zauberin die Kinder: "The Amazing Cindini" zauberte einen Hasen in eine geschlossene Holzkiste; sie backte eine Ladung Zuckerkekse - innerhalb von zwei Sekunden; und sie durchstach einen Ballon mit einer Nadel - ohne, daß der Ballon platzte.

Und schließlich gab es noch ein "Luftschloß": ein mit Kompressor aufgeblasenes Riesentrampoulin un der Form eines Ritterschlosses.

Freitag, 19. Oktober 2007

Rocker Babies

Da Claudia heute morgen einen Zahnarzttermin hat, habe ich mal Faye in den Kindergarten gebracht. Ich habe sie kaum im Klassenzimmer abgesetzt, da sehe ich einen kleinen Jungen auf sie zurennen. Faye und Noah (so heisst der Kleine) umarmen sich herzlich.

Als ich mit Noah rede, fällt mir sein T-Shirt auf: "I Love to Listen to Led Zeppelin with my Daddy" - danach ist mir alles klar: schließlich hört Faye auch gerne die Stones, Beatles, AC/DC, Queen, und eben Zeppelin.

Klassische Musik macht eben aus fremden Freunde.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Wieder auf den Beinen

Drei Tage lang hat mich diese dummer Vergiftung ans Bett gefesselt. Schmerzen in den Nieren, Fieber, geschwollene Zunge machte das Reden fast unmöglich. Und trotz der Medikamente, die der Arzt mir am Sonntag verschrieben hatte, wurde es einfach nicht besser. Am allerschlimmsten: null Energie.

Gestern nachmittag ging ich dann zu meinem normalen Hausarzt. Der untersuchte mich ordentlich, verschrieb mir ein anderes Medikament - und es wurde auf einen Schlag besser.

Ich fühle mich immer noch recht schwach, kann aber wieder arbeiten.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Lebensmittelvergiftung

Musste heute in die Notklinik wegen extremer Magenschmerzen. Ich wurde auf einen Fall von "Lebensmittelvergiftung" diagnostiziert. Bin total schwach, habe Schmerzen, kann nichts essen. Selbst das Schreiben fällt schwer.

Erwartet die nächsten Tage nicht zu viele Artikel.

Gruselig

Spooky FayeLangsam rückt das jährliche Gruselfest Halloween näher. Am Montag dem 29. Oktober muss Faye in Orange und Schwarz gekleidet in den Kindergarten, am Mittwoch, dem 31. (Halloween) kostümiert.

Ihr Kostüm dieses Jahr? Es wird Euch verhexen (mehr verrate ich noch nicht). Den gruseligen Blick übt sie derweil schon mal.

Samstag, 13. Oktober 2007

Herbstliche Farben

Gourds
"Gourds" heißen diese farbenfrohen Kleinkürbisse hier. Das schönste am Herbst sind für mich die wunderbaren Farben die es jetzt überall zu sehen (und zu fotografieren) gibt. Ob wie hier die endlosen Kürbisse in der McGlasson Farm in Hebron, oder die vielen grün, gelb, orange, rot, und Brauntöne der Blätter bei uns im Garten - es ist ein richtiges Farbenfeuerwerk entbrannt.

Colors, colors, colorsFaye will bei alledem nicht nachstehen, und zieht ihr buntestes T-Shirt an (die aufmerksamen Leser des Hebroner Anzeigers werden ihr T-Shirt wiedererkennen: ich habe es in diesem Artikel schon einmal fotografiert).



So, und aus dieser Riesenauswahl Kürbisse müssen wir jetzt den richtigen heraus suchen. Schließlich wollen wir zu Halloween ja unsere eigene Kürbismaske geschnitzt haben.

Pumpkins

Freitag, 12. Oktober 2007

Neblige Freiheit

Shrouded Liberty

Lady Lib, die Freiheitsstatue, ist vermutlich eines der am häufigsten fotografierten Motive der Welt. Ihr noch eine neue Perspektive abzugewinnen ist nicht einfach. Und das schon gar nicht, wenn am einzigen Tag an dem ich Zeit habe, mit der Fähre in den Hafen von New York hinauszufahren, ausgerechnet dichter Nebel über dem Hafen liegt.

Andererseits: kürzlich wurde das PATRIOT Gesetz erneuert, die Geheimdienste versuchen sich der Überwachung durch das Parlament zu entziehen, und das Prinzip "Gleichheit vor dem Gesetz" müsste hierzulande auch wieder mal erneuert werden. Vielleicht ganz angebracht, dieser Nebel.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Geschichte mit Flügeln

She is enjoying herselfDaddy hat seiner Tochter aus Colorado etwas ganz besonderes mitgebracht: einen Pass für die amerikanischen Nationalparks und Nationalmonumente. Insgesamt gibt es von diesen Parks und Monumenten mehr als 250 - ein paar in jedem Staat. Manche davon kennt jeder - wenigstens dem Namen nach: die Freiheitsstatue in New York, das Fort Alamo in Texas, den Grand Canyon in Arizona, die Präsidentenköpfe des Mount Rushmore in South Dakota, usw. Manche sind dagegen etwas weniger bekannt: die Hütte in Kentucky in der Abraham Lincoln geboren wurde, das Hotel in Atlanta in dem Martin Luther King Jr. gestorben ist, usw.


Der Sinn dieses Passes ist es, den Kids etwas zum Sammeln zu geben: man bekommt von den Park Rangern an jedem Monument (oder Park) den man besucht einen Stempel, und ein Bildchen zum einkleben. Eine sehr gute Methode, dieses Riesenland kennenzulernen. Insbesondere, wenn man damit in jungen Jahren beginnt.

Vorletztes Wochenende haben wir mit Faye zusammen ihre Sammlung begonnen: in Dayton im Staat Ohio (ca. 45 Minuten von Cincinnati entfernt). Was gibts da besonderes? Eine Fahrradwerkstatt ist dort ein Nationaldenkmal. Was kann an einer Fahradwerkstatt besonders sein? Nun, die Eigentümer waren die Brüder Orville und Wilbur Wright, und die haben dort 1903 das erste Motorflugzeug der Welt zusammengebastelt.

Begonnen hatte die Faszination der Gebrüder Wright mit einem Zeitungsartikel des Jahres 1896: sie lasen über den Absturz (und Tod) des deutschen Segelflugpioniers Otto Lilienthal. Ihre Theorie was bei Lilienthal's Experimenten schiefging: seinem Segelflieger fehlte der Antrieb. Wenn man einem Gleiter einen Motor verpassen könnte, würde sich Lilienthals Unfall nicht wiederholen.

Mommy - look at this!Also gingen sie ans Zeichnen und Rechnen. Die ganzen Modelle und Gleichungen der Aerodynamik waren ja noch nicht entwickelt. Mit viel Versuch und Irrtum entwickelten sie die Formel für aerodynamischen Auftrieb, die auch heute noch in Gebrauch ist. Danach ans experimentieren (sie erfanden nebenbei den Windkanal). Und schließlich, in der Fahradwerkstatt, ans basteln. 1902 hatten sie Lilienthals Segelflugzeug nachgebaut, und begannen damit, Verbrennungsmotoren aufzubauen.


Nach einem von vielen gescheiterten Flugversuchen meinte Orville Wright, etwas frustriert 1903: "Diese Materie ist so kompliziert. Der Mensch wird auch in 1000 Jahren noch keinen Motorflug zu Stande bringen." Weniger als zwei Jahre später, im Herbst von 1903, packten die Gebrüder Wright ihre ganzen experimentellen Motorsegler zusammen und fuhren an den Strand von North Carolina. Die winterlichen Seewinde sollten Auftrieb verschaffen, der Sandstrand von Kitty Hawk sollte eine weiche Landung ermöglichen (und die Piloten vor Otto Lilienthals Schicksal bewahren). Am 17. Dezember 1903 schaffte Orville dann den Durchbruch: für 12 Sekunden hielt er den Wright Segler 1 mit Motorkraft in der Luft, und schaffte eine kontrollierte Landung.


Danach ging es zurück nach Ohio. Ihre Fahrradwerkstatt war so gut wie pleite, weil sich die beiden Eigentümer schon lange nicht mehr um Fahrräder scherten. Aber bereits 1905 begannen sie damit, dem Signalkorps der US Armee Flugmaschinen zu verkaufen - gebastelt in Dayton. Damit war das Geschäft gerettet, und die erste Flugzeugfirma der Welt gegründet.


The Wright Cycle CompanyDas schlichte Back-stein-haus an der 3. Strasse in Dayton ist im Ori-ginal-zustand erhalten. Die Exponate sind meisten-teils "zum anfassen": man drückt einen Knopf, und die Schleifmaschine beginnt zu laufen (von ihr haben sich die Gebrüder Wright den Motor ihres ersten Seglers abgeschaut). Man drückt einen Hebel, und aus dem historischen Windkanal kommt eine frische Prise. Mit einem Fahrradlenker kann man die Leitwerke eines Motorseglers kontrollieren (die ersten Motorflugzeuge wurden tatsächlich mit einem Fahrradlenker gesteuert).

Faye trying out an exhibitKein Wunder, daß Faye davon begeistert war. Sie rannte im Museum in und her, fand immer neue Knöpfe, Hebel und Tasten zum drücken. Immer passierte was. Manchmal starteten Filme, manchmal begannen Puppen zu reden, manchmal bewegten sich die Modellflugzeuge.

Ihr erstes Nationalmonument!

Dienstag, 9. Oktober 2007

Ein Fort zum Spielen

A Real Fort

Vor kurzem haben wir in der unmittelbaren Nähe eine Entdeckung gemacht: den Boone County Woods Park im Städtchen Burlington. Rund um ein riesiges Fort (komplett mit Wachgängen, begehbaren Türmen, und sogar einem Fluchttunnel) sind verschiedene Spielstationen, Grillplätze und ein Frisbee-Golf Platz angelegt. Alles schön im Wald versteckt (d.h. im Schatten).

On the SlideFaye war insbesondere von der Schaukel und den Rutschen angetan.
Wir haben uns schon vorgenommen, hier einmal mit etwas Grillkohle und Fleisch zum Grillen herzukommen. Dann, wenn es nicht mehr ganz so warm ist ...

Sonntag, 7. Oktober 2007

Pumpkin Pie - Kürbiskuchen

Baking a PieDer erste Kürbiskuchen der Saison ist immer ein Erlebnis. Dies umso mehr, da er selbst gebacken ist. Claudia machte sich das Vergnügen, und uns die Leckerei, und backte Samstag morgen zwei Pumpkin Pies (spricht sich "Pampkin Pai").

Hier könnt ihr die stolze Bäckerin mit dem fertigen Produkt sehen. Selbst Faye strahlt sobald sie diesen unwiderstehlich leckeren Geruch in die Nase bekommt. Wer einmal Pumpkin Pie gegessen hat, möchte Kürbis nie mehr für irgendwas anderes nutzen. Unglaublich, daß in einigen Teilen der Welt Kürbis als Viehfutter misbraucht wird. Barbarisch.



Wohl denn, hier ist das Rezept für einen ca. 25 cm breiten Pie:

Füllung

  • 3/4 Tasse Zucker (ca. 0.2 Liter - amerikanische Rezepte messen Streuzutaten nach Hohlmass, nicht nach Gewicht; nehmt Euch einfach einen Messbecher und füllt ihn zur Marke von 200 ml mit Zucker auf)
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel gemahlener Zimt
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Ingwer
  • 1/4 Teelöffel gemahlene Nelken
  • 2 grosse Eier
  • 1 Dose Kondensmilch (ca. 0.35 Liter)
  • ca. 500 ml Kürbispüree

Vorbereitung:

  1. Den Backofen auf 220ºC vorheizen.
  2. Zucker, Salz, Zimt, Ingwer und Nelken in einer kleinen Schüssel zusammenmischen.
  3. In einer grossen Schüssel die Eier schlagen.
  4. Dann das Kürbispüree und die Zucker-Gewürzmischung einrühren.
  5. Zum Schluss langsam die Kondensmilch unterrühren.
  6. Die Kürbismischung nun in eine Pie Form einfüllen.



First Pumpkin Pie of the Season

Backen: den Pie im auf 220ºC vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen. Dann (ohne den Ofen zu öffnen) die Temparatur auf 180ºC herunterstellen und den Pie noch weitere 40-50 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig wenn ein in die Mitte eingestochenes Messer sauber wieder herauskommt. Den Kuchen danach 2 Stunden ausserhalb des Backofens abkühlen lassen. Wenn der Kuchen nicht sofort serviert wird, muss er in den Kühlschrank.

Alles schön und gut, aber es fehlen Euch zwei dieser Zutaten: Kürbispüree und Pieform.

Kürbispüree kann man hierzulande in Dosen kaufen. Bei Euch geht das vermutlich nicht. Aber man kann es problemlos selbst aus frischen Kürbissen zubereiten: einen frischen Kürbis in der Hälfte aufschneiden, die Innenfasern und Kerne mit einem Löffel herausschaben (das eigentliche Fleisch aber drinnenlassen!). Dann den Kürbis, je nach Größe, in ein paar Segmente aufschneiden.

Die Segmente dann (mit der Schale nach unten) auf einem Backblech anordnen, und bei 180ºC ca. 2 Stunden im Ofen backen. Achtung: ein frischer Kürbis verliert bei diesem Prozess etwas Wasser. Nehmt daher ein Backblech mit einem wenigstens 2 CM hohen Rand.

Danach den Kürbis gut abkühlen lassen. Schließlich mit einem Löffel das nun weiche Kürbisfleisch von der Schale abkratzen, und in einer Schüssel sammeln. Püriert wird das Fleisch im Mixer. Danach das Püree in 1/4 Liter Portionen aufteilen (Tupperware Dosen!). Das Püree hält sich im Kühlschrank ein paar Tage; es lässt sich auch gut einfrieren.

Eine Pie Form: Auch die kann man hier fertig kaufen. Man kann aber genausogut einen x-beliebigen Mürbeteig (oder sogar Blätterteig) nehmen, damit eine ca. 25cm breite Springform dünn auslegen.

Samstag, 6. Oktober 2007

Heufahrt zum Kürbisfeld

Ein liebvoller Brauch der im frühen Herbst in den USA sehr beliebt ist, ist die Heufahrt in ein Kürbisfeld, um sich den Kürbis für die Halloween Laterne herauszusuchen.

HayrideAlso machten wir uns am Samstag auf ins Städtchen Independence (ca. 20 Minuten von uns entfernt), wo es mehrere Farmen gibt, die so etwas anbieten. Die Heufahrt ist im Prinzip eine Fahrt auf einem mit Heu gepolsterten Anhänger, vom Farm Traktor gezogen.

Pumpkin PatchIm Kürbisfeld angekommen, lief Faye ganz aufgeregt von einem orangenen Kugel zur nächsten. War gar nicht so einfach, sich für einen dieser Kürbisse zu entscheiden. OK, wir gaben nach: wir nahmen zwei mit nach Hause.

Zum Schluss gab es dann eine Tour durch die Farm, Felder, Ställe, Gehege mit den Jungtieren, Country Musik, frisch gebackenen Apple Pie - und das alles auf Daddy's Armen.

On Daddy's Arms

Freitag, 5. Oktober 2007

Zweimal Brooklyn Bridge

Brooklyn BridgeVon den vielen Brücken die die Insel Manhattan mit dem Festland verbinden, ist die Brooklyn Bridge ohne Zweifel die bekannteste. Eine klassische Hängebrücke, 1825 Meter lang, verbindet sie die Stadtteile Manhattan und Brooklyn.

Begonnen wurde mit dem Bau der Brücke im Januar 1870, und am 24. Mai 1883 war das Meisterwerk des Architekten John Augustus Roebling endlich fertig.

Die Brücke ist bewusst im gothischen Stil gehalten, mit spitzen Torbögen in den Steintürmen die die Brücke im East River verankern. Diese Torbögen waren fast 30 Jahre lang die höchsten Gebäude der Welt. Als diese Brücke geplant wurde, war sie mehr als dreimal so lang als die bisher längste Hängebrücke der Welt.

Viele Zeitgenossen waren der Auffassung, dass eine so lange Hängebrücke auf keinem Fall stabil sein könne. Die Geldgeber der Brooklyn Bridge (sie kostete immerhin 15.1 Millionen Dollar) bestanden auf einem Beweis des statischen Konzepts. Windtunnels und Computermodelle gab es damals noch nicht.
Kein Wunder, dass Roebling seine statischen Berechnungen erst einmal testen wollte.

Dies hier ist das Teststück: die Roebling Hängebrücke (Roebling Suspension Bridge). Das Foto ist von unserer Freunding Amy Zimmerman geschossen. Die Roebling Hängebrücke verbindet Cincinnati und Covington.

Interessanterweise ist die Roebling Brücke in Cincinnati im romanischen Stil gehalten (mit gerundeten Torbögen), und die Cincinnati Brücke ist mit "nur" 427 Metern auch deutlich kürzer (der Ohio River ist eben doch nicht der East River).

Brooklyn Bridge

Aber dennoch, auch wenn es kaum zu glauben ist: Cincinnati hatte mit der 1866 fertiggestellten Brücke tatsächlich siebzehn Jahre lang gegenüber New York City die architektonische Nase vorn!

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Boersenschluss

NYSE TradersKurz nach dem Ende des Parkett-handels tummeln such vor der New York Stock Exchange Damen und Herren in streng grauer Business Kleidung. Aktienhaendler, die auf dem Weg zurueck in ihre Broker Firmen sind. Noch vor ca. 5 Jahren, haette man zu dieser Zeit niemanden mit einem nicht-weissen Hemd gesehen.

New York Stock ExchangeNur wenige Minuten spaeter, sieht die groesste Aktien-Bboerse der Welt richtig verlassen aus.

Seit den Anschlaegen vom 11. September 2001 ist die Wall Street noerdlich und suedlich der New York Stock Exchange fuer Autos abgesperrt. Betonsperren sollen verhindern, dass jemand eine Autobombe vor dem Gebaeude parken kann.

Dies schuf eine ungewohnte Fuss-gaenger-zone im teuersten Teil Manhattans. Und es machte den Verkehr im Financial District noch ein bischen unueberschaubarer. Wenn man allerdings zu Fuss unterwegs ist, wurde die Wall Street dadurch zu einem exzellenten Fussweg um zum Broadway zu kommen.

Trinity ChurchNach wie vor ein wunderbarer Kontrast: die Dreifaltigkeitskirche (Trinity Church) eingerahmt von den Glass und Stahlpalaesten der Brokerfirmen. Aufgrund der Bodenpreise hier an der Suedspitze Manhattans, ist das vermutlich die teuerste Kirche der Welt.