Das hatten wir uns zum Unabhängigkeitstag rausgesucht. Dort, wo noch jeder jeden kennt, wo die Floats (die Wagen) selbst-gebastelt sind, und deshalb diesen goldigen Beigeschmack von Handarbeit und Imperfektion haben.
Diese Bilder hier sind im kleinen Städtchen “Independence/Kentucky” (ca. 20 Meilen südlich von Cincinnati) geschossen. Wir dachten uns, wo besser den “Independence Day” feiern als in “Independence”? Und wir wurden nicht enttäuscht.
Von Farmer Joe mit seiner Uraltkutsche, über die Baptisten, die Feuerwehr, die High-School Bands, die Cheerleaders, die Stadtrats-Kandidaten, die Landrats-Kandidaten, bis hin zur Karate-Akademie und dem örtlichen Pizza-Joint, sie waren alle dabei. Wie sich das eben in Small Town USA so gehört. Die Boy Scouts (Pfadfinder) stellten eine Flaggengarde. Und wer sich keinen grossen Aufbau aus Pappmarchee leisten konnte (oder wollte), der warf einfach ein paar Strohballen auf den Hänger, dazu ein paar Familienmitglieder gekleidet in den Nationalfarben rot-weiss-blau, den Hund dazu, und fertig ist der Wagen für die Parade.
Man hat Amerika noch nicht erlebt, wenn man sowas noch nicht gesehen hat.

3 Kommentare:
Es muss halt immer was zu feiern geben. Ja man wundert sich manchmal wer noch Zeit hat solche Feste zu organisieren. Uns schön wenn man es nur geniesen muß oder kann oder darf.
Große Wahrheiten! Die Amis brauchen Gott wirklich. Zum Beispiel im Golf. Oder vielleicht müssen sie dort auch nur besser auf die großen Firmen aufpassen.
Gelungene Bilder
Gruss O.u.O.
Kommentar veröffentlichen