Von Hebron aus ging es zunächst über die Staatsgrenze nach Lawrenceburg, und dann immer entlang der Indiana State Road 50 nach Westen. Unser Ziel war zunächst "Der Gasthof" - ein Restaurant das die Amish etwas westlich von der Stadt Bedford betreiben.Als ich noch dort studiert habe, hatte ich mir vorgenommen, die Amish in Südindiana einmal zu besuchen. Wir hatten Amish-Studenten auf der Uni, und die schwärmen mir von ihrer Gemeinschaft vor. Leider kam ich als Student nie dazu. Im ersten Studienjahr hatte ich noch kein Auto, und im zweiten keinerlei Zeit mehr.

Aber jetzt bot sich endlich die Gelegenheit: Otto und Isabella mussten etwas von Indiana sehen, und wir hatten ein ganzes Wochenende zur Verfügung. Es ist eben immer eine Reise wert, Hoosier Country, Indiana. Egal ob Claudia zu einem neuen Esel findet (nein, diesmal bins nicht ich), ob wir alle eine Lektion im Lebensstil der Amish bekommen (Pferdebuggies statt Autos; Oellampen und statt Herdfeuer statt Elektrizität; Hausgottesdienste statt Kirchen). Lohnen tut sich der Trip immer.
Natürlich haben wir uns auch Bloomington, und die Indiana University, nicht entgehen lassen. Samstag Abend bot sich dieser spektakuläre Blick aus den Sample Gates, westlich auf die Kirkwood Avenue hinaus.Die Sample Gates sind die ältesten noch stehenden Teile der Universität - sie sind noch im Originalzustand von 1820 erhalten.
Ganz in der Nähe, am Art Museum (Kunstmuseum) der Uni haben wir dann auch unsere ersten richtigen Fall Colors gesehen. Richtig herbstlich wurde es dann aber ein paar Meilen weiter östlich in Nashville. Dort haben zum einen alle Geschäfte die Herbstdekoration ausgepackt, und zum anderen sind endlich die kaufkräftigen Touristen zurückgekehrt. Für Halloween, Thanksgiving, und wohl auch schon für Weihnachten wird eingekauft. Die vielen Straßenmusikanten der Stadt tun ihr Bestes, die Touristen zu unterhalten.

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