Die Hardys sind eine sehr nette Familie. Und sie wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft von uns. Und sie haben zwei kleine Kinder, so wie wir (den fast 3 Jahre alten TJ, und die 1 jährige Caroline). Als Nachbarn, und als Spielgefährten, sind sie von uns sehr geschätzt.
Aber die Hardys tragen sich mit einem schweren Erbe: sie kommen aus Florida. Normalerweise ist das ja nichts schlechtes. Bei einem Winter so wie dem den wir gerade beenden, kann das aber zu einem echten Problem werden.
Dann nämlich wenn die Eltern derart panische Angst vor dem Schnee haben, dass sie ihren Kindern jeden Spaß an der weißen Pracht austreiben.
Stacie (die Mama) und TJ waren vor kurzem zu einem “Playdate” bei Faye. Für die Strecke von ca. 30 Metern durch den Schnee packte sie ihren Jungen ein in eine lange Unterhose, eine Jeans, eine Überhose, und darüber dann nochmal eine wasserdichte Schneehose. Dazu Unterhemd, T-Shirt, Flanellhemd, Pullover, Jacke und Anorak. Also – in Schichten kleiden ist sicherlich der richtige Gedanke, aber bitte nicht in 18 Schichten.
Nein, der TJ mag keinen Schnee. Und vor Schlittenfahren hat er panische Angst, wusste Tom (sein Vater) zu berichten. Er habe es mit seinem Sohn im Vorgarten (der absolut flach ist) versucht, und TJ habe nur geweint. Vermutlich weil er sich wie eine Mumie vorkam, dachte ich mir.
An einem sonnigen Tag war Tom bei der Arbeit (er ist Fluglehrer bei der Delta). Da gelang es mir Stacie und TJ zu einem Experiment zu überreden: zieht gerade Eure Schneehosen über die Jeans, lasst die Jacken und die Handschuhe zu Hause, und kommt mal kurz mit Faye zum Schlittenfahren mit. Stacie dachte, wür könnten TJ so keine 5 Sekunden draussen am Leben erhalten – aber die beiden blieben fast 3 Stunden dabei – und genossen jede Minute davon. Schlittenfahren, Schneemann bauen, Schneeballschlacht – bei dieser Gelegenheit sind diese Bilder entstanden.
Nun, die Familie aus Florida ist von ihrer Schneepanik geheilt. Mission erfüllt.

2 Kommentare:
Glückwunsch... Wunderheiler!!!
Gute Arbeit
Isa und Otto
Da hilft es einen schon wenn man im tiefen, schneereichen Spessart groß geworden ist.
Netter Eintrag, hat mir gefallen.
Kommentar veröffentlichen