Anders als in Nürnberg ist die Kulisse nicht eine mittelalterliche Stadt mit majestätischer Feste, sondern ein riesiges Maisfeld mit ein paar zu Clubhäusern umbegauten Farmhäusern. Ebenfalls anders als in Nürnberg, wird man auf dem Christkindlsmarkt in Cincinnati aber auch nicht totgetreten.
Faye war total von den Schmusetierchen fasziniert: insbesondere die Schafe, Zwergziegen, Häschen und Wachteln habens ihr angetan.Die vielen Clubmitglieder in Trachtenanzug, Filzhut, und Dirndeln haben sie dagegen kalt gelassen. Gut so.
Wir haben dann im Festzelt einen Auftritt einer Schuhplattlergruppe, mit original bayerischer Tracht, erlebt. Allerdings tanzten sie den "Rheinländer". Eigentlich hätte ich von einer bayerischen Truppe einen etwas südlicheren Tanz erwartet.An Verkaufsbuden gab es original deutschen Weihnachtskitsch - zu Wucherpreisen importiert: Weihnachtskaruselle aus dem Erzgebirge, ab $140 (für die einfachsten); Nussknacker, original "Made in China"; Adventskalender mit 24 Türchen (die amerikanischen haben alle 25 Türchen - hier kommt der Weihnachtsmann schließlich am 25. Dezember); Räuchermännchen mit Pfeife und einem Bart aus Watte; gläserne Weihnachtskugeln, handbemalt, $13 das Stück. OK, hier haben wir keinen einzigen Dollar gelassen.
Zum Trinken gab es Glühwein - hier beinahe unbekannt. Und zum Essen so original deutsche Spezialitäten wie Bratwurst, Grillhendl und Sauerkrautkugeln (ok, das letzte ist nicht ganz authentisch). Die Kartoffelpfannkuchen sehen aus, als ob sie mit der Burgerform gepresst wurden, schmecken aber (laut Amy) sehr gut.Und dann gab es zum Dessert etwas, was ich seit mehr als 20Jahren nicht mehr gegessen habe: Bienenstich! Von einem örtliche Konditor gebacken.

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