Donnerstag, 19. August 2010

Im Streichelzoo

An einem Tag in unserem Urlaub durchquerten wir den kompletten Nationalpark, und fuhren über die “Newfound Gap Road” ins Städtchen Cherokee, im Bundesstaat North Carolina. Dort suchten wir eine Attraktion, die unseren Kindern gefallen könnte und fanden einen “Petting Zoo” (Streichelzoo). Wir bezahlten $5 Eintritt (und $1 für ein Päcken Futter), und sahen dann wie ein einem Haushof (in verschiedenen betonierten Gehegen) ca. 12 Bären (Schwarzbären, Braunbären und Grizzlybären), mehrere Affen, Ziegen und sogar zwei Tiger auf engstem Raum gehalten wurden.

Dort konnte man dann sehen wie 2,50 Meter große Grizzlies sich auf die Hinterpfoten stellen, Männchen machen, mit den Vorderpfoten klatschen, und die Besucher um Futter anbetteln.

Am schlimmsten aber war dieses Bild: Für weitere $20 durfte man sich neben dieses Bärenbaby (ein 5 Monate alter Schwarzbär) setzen, ihm ein Fläschchen geben, während der Eigentümer (offensichtlich ein Cherokee) ein Bild fürs Familienalbum schoß.

Black Bear Cub in a Petting Zoo

Keine Spur von artgerechter Haltung, schlimmster Tiermissbrauch, und verstösst sicher gegen Dutzende von Tierschutzregeln des (in diesem Bereich sehr strengen) amerikanischen Gesetzes.

Wie ist sowas möglich? Nun, in Cherokee gilt das US Gesetz nicht, oder nur sehr eingeschränkt. Das Städtchen Cherokee liegt im teilautonomen Stammesgebiet der Cherokee Indianer, und die machen ihre eigenen Gesetze.

Und danach scheint so etwas möglich zu sein. Oder wenigstens geduldet zu werden.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hmmm......
und dafür zahlt man Eintritt
Gruß Isa

mainbogenpitti hat gesagt…

Da fällt mir nichts zu ein. Außer "arme Viecher".