Wie schnell doch die Zeit vergeht: gestern vor 20 Jahren, am 19. Februar 1990, begann das Zeitalter der digitalen Fotografie: die Software “Adobe Photoshop”, Version 1.0, kam auf den Markt. Ursprünglich nur für Macintosh Computer, und ursprünglich mit der Schätzung, daß man im Monat ca. 500 Kopien davon verkaufen könne. Heute, inzwischen in der zwölften Version, verkauft sich diese Software jeden Monat millionenfach. Die drei ursprünglichen Programmierer dieser Software wurden allesamt Sillicon Valley Legenden.
Die Kernfunktionen der Version 1.0 dieses Programmes (Farbkorrektur, Farbkurven, Stempeln, Zuschneiden) sind auch in Version 12 (oder “Photoshop CS4” wie es offiziell heute heisst) alle noch vorhanden. Der Algorhythmus zum Bildzuschnitt ist der einzige Teil der Originalsoftware, der auch in der Version 12 noch halbwegs unverändert zu erkennen ist. Über die Jahre kamen hunderte neuer Funktionen dazu (Spot Healing, Layers, Levels, Masken,Farbkanäle, Makro-Skripten, Bildformate für das Internet, Bild-Organisations Funktionen, usw.). Photoshop ist heute das Thema eigener Universitätskurse, ja sogar von Dissertationen. Es gibt vermutlich nur wenige Menschen, die noch alle Ecken und Enden des Programmes kennen, und sie nutzen können.
Es kamen so viele Funktionen hinzu, daß sich Adobe entschloss, Spezialversionen des Hauptprogramms, mit reduziertem Funktionsumfang, zu reduziertem Preis zu veröffentlichen. Neben dem eigentlichen Hauptprogramm “Photoshop”, hat Adobe in der Zwischenzeit einige Ablegerversionen veröffentlicht: Photoshop Elements (das ich nutze), Photoshop Lightroom (das ich jeden Tag nutze), und die kostenlose online Version Photoshop Express. Letztes Jahr kam sogar noch eine Photoshop Version für das iPhone hinzu. Die PC Version 7.0 war die im Jahr 2000 letzte offizielle Photoshop Version, die ich noch kaufte. Seitdem erledigen Elements, und vor allen Dingen Lightroom, meine Foto-arbeit exzellent.
Eine Software die es schafft einen neuen Markt zu schaffen, diesen von wenigen hundert auf mehrere hundert Millionen ausbaut, und die diesen Markt dann 20 Jahre lang unangefochten zu führen, hat allen Respekt verdient.
Happy Birthday, Photoshop!

2 Kommentare:
Schön, dass Du meinem Haupt-Arbeitswerkzeug ein Geburtstagsständchen bringst!
Mit CS4 arbeite ich täglich ein paar Stunden. Die aktuelle Version ist wieder 'mal Gegenstand heftiger Diskussionen in der Fachwelt. Zumindest in unserem Bereich (im kreativen Teil der Arbeit) fragt man sich, weshalb man CS4 eigentlich gekauft hat. Die Unterschiede zur Vorgängerversion sind kaum vorhanden. Adobe hat sich in den letzten Jahren vor allem darauf konzentriert, den Markt von Konkurrenzprodukten 'freizuschieben'. Es gibt inzwischen in der Grafik eigentlich nur noch einen Anbieter, nämlich Adobe. Gut ist das nicht, auch wenn die Programme (neben Photoshop vor allem InDesign, Illustrator und Distiller) hervorragend sind.
Photoshop ist super. Auch wenn ich die anderen CS4 Programme eigentlich öfter nutze. (Illustrator!)
Denke mal, an Programme die diesen Standart genießen, ist als Konkurrenzprodukt einfach zu schwer ranzukommen.
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