Donnerstag, 22. März 2007

Die Rock-and-Roll Ruhmeshalle

Heute nachmittag kam ich endlich dazu, die Rock&Roll Ruhmeshalle in Cleveland zu besuchen. Unser Meeting war um 15:00 zu Ende, und ich musste mich erst gegen 17:00 auf den Weg zum Flughafen machen.

Das Gebäude ist etwas futuristisch - eine Mischung von Glas-Pyramide und weißem Turm.

In der Pyramide wurde ich dann, ganz unerwartet, von fünf aufgehängten Trabbis begrüßt (Trabant Autos). Unerwartet. Aber ich hatte sie schon mal gesehen: diese Trabbis waren eine der Attraktionen der U2 Tournee "Achtung Baby" von 1992 (und dieses Konzert habe ich damals in Frankfurt gesehen). Offensichtlich hat U2 diese Automobile als Exponat gestiftet.

Überhaupt ist die Halle voll von Exponaten, die man irgendwann/irgendwie schon mal gesehen hat. Wenn nicht live, so dann im Fernsehen, oder in einem Magazin:

  • der Mikrophonständer von Elvis, an dem er seine skandalösen Hüftschwingungen aufführte
  • die Originalmauer aus der "The Wall" Tournee von Pink Floyd
  • die Sgt. Pepper Uniform von John Lennon, mit der er auf dem Plattencover der "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" LP abgebildet ist
  • die Löwenmaske von Michael Jackson
  • alleine 6 Glasvitrinen mit Bühnenkleidung von Mick Jagger (von 1964 bis 2004)
  • der überdimensionale Zylinder von Tom Petty
  • der berühmte "Spiral BH" von Madonna
  • das Surfboard der Bee Gees

    Aber es gibt auch sehr viel Neues zu sehen: handschriftliche Textproben von Tom Petty; Familienfotos von der Familie Hendrix; eine der ersten Gagenrechnungen der Beatles (1961 traten sie für £ 10/Nacht auf!).

    Und vor allen Dingen ein Typ Exponat dominiert die Halle: Gitarren. Die Akkustikgitarre auf der Elvis spielen lernte; die Zahnradgitarren von ZZ Top; E-Gitarren von Brian May, The Edge, Jerry Garcia, Tom Petty, Keith Richards, George Harrison, Chuck Berry, Jimi Hendrix, Kurt Cobain, Eric Clapton und Paul Stanley (und von garantiert noch 50 anderen die ich vergessen habe). Alle irgendwie speziell, und alle für den Musikliebhaber etwas ganz besonderes.

    Viel Wert legt das Museum darauf, die Entwicklung des Rock zu zeigen. Von den Wurzeln im Blues und im Folk, über die erste Elvis Welle, den Beat, Hard Rock, Grunge und Pop, bis hin zum Hip Hop.

    Genervt hat mich, daß in der Halle das Fotografieren nicht erlaubt ist.

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